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	<title>Bruno Melmer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 17. April 2026 um 16:45 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann August Peter Bruno Melmer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. November]] [[1909]] in [[Wiesbaden]]; † [[25. März]] [[1978]] in [[Berlin]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister des Standesamtes Berlin-Zehlendorf Nr. 762/1978.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[SS-Hauptsturmführer]]. Er leitete beim [[SS-Hauptämter|SS-Hauptamt]], Abt.&amp;amp;nbsp;A&amp;amp;nbsp;II, die Amtskasse, quasi eine SS-interne Bank oder eine Kasse innerhalb des [[SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt]]es (WVHA) in Berlin. Melmer wird als ihr Leiter bezeichnet und war zwischen 20. Mai 1943 (den ersten dokumentierten neun Gold-Barren) und dem 2. April 1945 für [[Valoren|Wertsachen]]- und [[Gold]]-Transfers aus den [[Konzentrationslager|NS-Konzentrations- und Vernichtungslagern]] auf ein Konto der [[Schutzstaffel|SS]] bei der [[Reichsbank]] zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bruno Melmer war ein unehelicher Sohn einer minderjährigen Schneiderin. Nach dem Abschluss seiner Schullaufbahn hatte er in Berlin eine Ausbildung als [[technischer Zeichner]] absolviert. Zum 1. Januar 1930 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 183.436).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/28080004&amp;lt;/ref&amp;gt; Zeitweise war er arbeitslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 konnte Melmer die Verwaltungs[[laufbahn]] innerhalb der [[Schutzstaffel|SS]] beginnen. Er galt nach der SS-Beurteilung als vertrauenswürdiger Finanz- und Verwaltungsexperte. Ab 1942 leitete er die Amtskasse des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes (WVHA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von ihm wurde noch bekannt, dass er bei [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Kriegsende]] in [[Kriegsgefangenschaft]] geriet und am 2. November 1948 von einer [[Spruchkammerverfahren|Spruchkammer]] in [[Stade]] wegen Zugehörigkeit zur SS zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft der Goldbestände ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Majdanek hek.jpg|miniatur|KZ-Umzäunung (2005)]]&lt;br /&gt;
Das Gold stammte z. B. von im Vernichtungslager [[KZ Auschwitz-Birkenau|Auschwitz]] und anderen Konzentrationslagern „im Osten“ von den von der SS inhaftierten und ermordeten Personen. Unter dem Datum 5. Januar 1945 sind in den Bankunterlagen die letzten beiden „Melmer“-[[Goldankauf|Goldankäufe]] eingetragen. Über 70 Mal fuhr Melmer in diesem Zeitraum mit einem Pkw oder als Begleitung zu einem Lkw-Transport der geraubten Edelmetalle bei der Zentralbank vor und ließ sich das Inkasso für seine Organisation bestätigen. Wäre das zu der damaligen Zeit ein justiziables Verbrechen gewesen, würde das von einer ausgeprägten kriminellen Energie zeugen. Durch das [[Zeit des Nationalsozialismus|herrschende Unrechtssystem]] zählten er und sein Handeln als kleines Rad im großen System der „[[Holocaust|Judenvernichtung]]“ und der NS-Unterdrückung durch die Konzentrationslager. Er entsprach als Schreibtischtäter innerhalb der SS und ihres Lagersystems ganz am Ende damit dem „Transport-Spezialisten“ [[Adolf Eichmann|Eichmann]] am Anfang der Mordmaschinerie. Zwischen diesen beiden Personen handelten viele SS-Angehörige als direkte Täter bei der Verhaftung, der Zugentladung, der Bewachung oder der Führung der Lager. Melmer stand schließlich genau an der Schnittstelle zwischen Ermordung und Verwertung der letzten Goldüberbleibsel der Opfer. Er hat sich dem nicht entzogen, sondern aktiv einen Beitrag zur [[Holocaust|Shoa]] geleistet. Eichmann und Melmer konnten sich nach einer verbreiteten Auffassung über Gehorsam dabei jederzeit auf „Befehle“ ihrer Vorgesetzten berufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergl. dazu [[Harald Welzer]]s Beiträge&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Melmer-Gold ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Foreign Office Berlin 2007 018.jpg|miniatur|Saal der ehemaligen Hauptkasse der Reichsbank (2007)]]&lt;br /&gt;
Die nach ihm so genannten Melmer-Goldlieferungen ([[Barren (Metall)#Edelmetallbarren|Barren]] und [[Münze]]n) an die [[Reichsbank]] beliefen sich mindestens auf einen Wert von 2,5&amp;amp;nbsp;Mio. [[US-Dollar|Dollar]]. Melmer soll nach Zeugen-Berichten in den Nürnberger Verfahren die Einlieferung der Wertgegenstände persönlich überwacht haben. Die hier zitierte Zahl dürfte nach der Berechnungsmethode ein Minimum darstellen, denn sie enthält nur Beträge, die sich aus den mikroverfilmten Büchern der Reichsbankbestände in den &amp;#039;&amp;#039;National Archives&amp;#039;&amp;#039; in [[Washington, D.C.]] im Jahr 1997 klar dem Melmer-Konto bei der Reichsbank anhand handschriftlicher Einträge zuordnen ließen. Andere Schätzungen gehen von bis zu 4&amp;amp;nbsp;Mio. Dollar aus. Rechtlich relevant ist, dass es sich nicht um ein Depot der SS bei der Bank, sondern um ein laufendes Konto der Bank handelte. Danach war dieses Gold Teil des internen und internationalen Zahlungsverkehrs der Reichsbank, wobei letzterer zu einem großen Teil (über 75 %) über die [[Schweizerische Nationalbank]] abgewickelt wurde. Der SS war der Wert der Einlieferungen gutzuschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wann und bei wem und ob konkret diese Goldbarren durch die Reichsbank in Zahlung gegeben und genommen worden sind, ist damit nicht gesagt. Dieses [[Raubgold]] stellt einen Teil der bei verschiedenen Untersuchungen (1946 und 1997) festgestellten Raubgold-Beträge des Deutschen Reichs in diesem Zeitabschnitt dar (weniger als 1 % der Einnahmen in Gold, Definition S.&amp;amp;nbsp;2–3 und Tabelle S.&amp;amp;nbsp;9 bei Unabhängige Expertenkommission Schweiz etc.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verbleib eines Teils des durch die SS-Wachen den Häftlingen geraubten Goldes wurde im [[Reichsbank-Goldschatz von Merkers|Depot der Reichsbank in den Kaliminen bei Merkers]] nachgewiesen. Dort befanden sich auch große Mengen nicht eingeschmolzener Schmuckteile aus Edelmetallen. Teile des Raubguts trugen ein Etikett mit dem Namen „Melmers“. Von Merkers aus wurde nach der Einnahme des Gebiets durch die [[3. US-Armee]] das Melmers-Gold zusammen mit anderen Reichsbank-Beständen in das Depot der Reichsbank-Filiale in Frankfurt am Main gebracht. [[Walther Funk]], Wirtschaftsminister und Reichsbankpräsident, wurde unter anderem wegen dieser „Bankgeschäfte“ 1946 als [[Kriegsverbrechen|Kriegsverbrecher]] verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter-Ferdinand Koch &amp;amp; [[Richard C. Schneider|Richard Chaim Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Geheim-Depot Schweiz. Wie Banken am Holocaust verdienen.&amp;#039;&amp;#039; List, München/Leipzig 1997, ISBN 3-471-79345-3&lt;br /&gt;
* [[Stuart E. Eizenstat]] &amp;amp; William Z. Slany (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;U. S. and Allied Efforts to Recover and Restore Gold and Other Assets Stolen or Hidden by Germany During World War II. Preliminary Study.&amp;#039;&amp;#039; Department of State, Washington DC, Mai 1997, S.&amp;amp;nbsp;163–164&lt;br /&gt;
* [[Unabhängige Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg|Bergier-Kommission]] (Hrsg., Vollständ. Name Unabhängige Expertenkommission Schweiz–Zweiter Weltkrieg, UEK), Jean-François Bergier u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Goldtransaktionen im Zweiten Weltkrieg: Kommentierte statistische Übersicht.&amp;#039;&amp;#039; Ein Beitrag zur Goldkonferenz in London, 2.–4. Dezember 1997. Die Kommission verwendet dabei eine andere, weitere Definition für Raubgold als der Artikel [[Raubgold|Nazigold]] ([https://www.uek.ch/de/publikationen1997-2000/goldtransaktion.pdf PDF]. Der [[Bergier-Bericht|Schlussbericht]] dieser Kommission erschien 2002.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.berliner-zeitung.de/archiv/was-mit-von-den-nazis-in-gettos-und-konzentrationslagern-geraubtem-und-im-deutschen-reich-eingeschmolzenen-edelmetall-geschah-das-geheimnis-des--melmer--goldes,10810590,9369994.html Das Geheimnis des „Melmer“-Goldes].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 2. Dezember 1997&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.hagalil.com/archiv/98/08/zahngold.htm Akten zum Zahngold vermutlich vernichtet].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[HaGalil]].&amp;#039;&amp;#039; 13. April 2008 (Archivierte Meldungen aus den Jahren 1995–1999)&lt;br /&gt;
* Peter Hayes: &amp;#039;&amp;#039;From Cooperation to Complicity: Degussa in the Third Reich.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, 2004, ISBN 0-521-78227-9&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=7893705|Titel=Der große Raubzug|Jahr=1998|Nr=22|Seiten=86 ff}}&lt;br /&gt;
* Nürnberger Prozeß: [http://www.zeno.org/Geschichte/M/Der+Nürnberger+Prozeß/Hauptverhandlungen/Einhundertdreißigster+Tag.+Mittwoch,+15.+Mai+1946/Nachmittagssitzung Verhör des Zeugen Thoms (Reichsbankbeamter) u.&amp;amp;nbsp;a. zu den Melmer-Einlieferungen] am 15. Mai 1946 (Es zeigt auch, dass der Ausdruck bereits vor Kriegsende bankintern verwendet wurde, um die Raubgold-Lieferungen zu bezeichnen.)&lt;br /&gt;
* Jonathan Steinberg: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Bank und ihre Goldtransaktionen während des Zweiten Weltkrieges.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, 1999, ISBN 978-3-406-44551-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* Oliver Merz, Regie: &amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20070219195730/http://www.cine-holocaust.de/cgi-bin/gdq?dfw00fbw003463.gd Blutige Beute. Das SS-Raubgold und die verschwundenen Akten.]&amp;#039;&amp;#039; TV-Dokumentation, Deutschland, 1998. Eric Friedler Produktion, Südwestrundfunk (SWR), Stuttgart, Baden-Baden. (Der Film geht der Frage nach, was aus dem Gold geworden ist, das den vor allem in Auschwitz ermordeten Juden beispielsweise als Zahngold oder Schmuck, ebenso wie generell Vermögen, geraubt wurde.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Gabriele Anderl]]: [http://www.berliner-zeitung.de/archiv/was-mit-von-den-nazis-in-gettos-und-konzentrationslagern-geraubtem-und-im-deutschen-reich-eingeschmolzenen-edelmetall-geschah-das-geheimnis-des--melmer--goldes,10810590,9369994.html &amp;#039;&amp;#039;Das Geheimnis des „Melmer“-Goldes.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 2. Dezember 1997&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/1998/34/199834.deutsche_.xml &amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Bank-Geheimnis&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 34/1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Melmer, Bruno}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1978]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Melmer, Bruno&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Hauptsturmführer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. November 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. März 1978&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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