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	<title>Bruno Marwitz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T03:02:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bruno_Marwitz&amp;diff=2010048&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Herr Lehrer, ich weiß was!: Kleinkram</title>
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		<updated>2025-05-17T09:00:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bruno Marwitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Juni]] [[1870]] in [[Angermünde]]; † [[23. November]] [[1939]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Rechtswissenschaft]]ler und [[Rechtsanwalt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bruno Marwitz wurde am 16. Juni 1870 in [[Angermünde]] als Sohn des Kaufmanns Meyer (Eduard) Marwitz und seiner Frau Doris (Dorothea) geborene List, einer Tochter des Berliner Verlegers [[Jacob Alfred List|J. A. List]], geboren. Über seine Jugendzeit ist nichts bekannt. Nach dem Studium ließ der promovierte Jurist sich als Anwalt in Berlin nieder, wo er über 40 Jahre am [[Landgericht Berlin|Landgericht]] zugelassen war. Neben seiner Tätigkeit in der Praxis publizierte er auch wissenschaftliche Fachbeiträge. Seine Monographie &amp;#039;&amp;#039;Der Bühnenengagementsvertrag&amp;#039;&amp;#039; über die rechtlichen Beziehungen zwischen Schauspielern und Theaterbetreibern war ein Standardwerk seiner Zeit. Darüber hinaus war er auf dem Gebiet des [[Urheberrecht (Deutschland)|Urheberrechts]] engagiert. Auf diesem Rechtsgebiet war er einer der bedeutendsten deutschen Wissenschaftler seiner Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit seinem jüngeren Sozius [[Philipp Möhring]] veröffentlichte er 1929 einen bedeutenden Kommentar zum [[Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der Literatur und der Tonkunst]] (LUG). Obwohl Marwitz als Jude nach 1933 nicht mehr als Rechtsanwalt praktizieren durfte, wurde dieses Buch auch im [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|nationalsozialistischen Deutschland]] weiter verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Göppinger: &amp;#039;&amp;#039;Juristen jüdischer Abstammung im „Dritten Reich“&amp;#039;&amp;#039;. S. 146 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Möhring widmete die nach dem Krieg erschienene erste Auflage seines gemeinsam mit Käte Nicolini herausgegebenen Kommentars zum [[Urheberrechtsgesetz (Deutschland)|Urheberrechtsgesetz]] (UrhG) dem Andenken an Marwitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Möhring&amp;lt;!-- : Aufsatztitel, Vorwort oder was? --&amp;gt;. In: Möhring, Nicolini (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Urheberrechtsgesetz&amp;#039;&amp;#039;. Kommentar. München 1970, S. VII.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zum [[Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie]] (KUG), dem zweiten bis 1965 in Deutschland geltenden Urheberrechtsgesetz, verfasste Marwitz einen vielbeachteten Kommentar, indem er ein von [[Albert Osterrieth]] begründetes Werk fortführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus veröffentlichte Marwitz zahlreiche Aufsätze zum Urheberrecht und zur Urheberrechtsreform, überwiegend in den beiden Fachzeitschriften [[Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht|GRUR]] und [[Archiv für Urheber- und Medienrecht|Archiv für Urheber-, Film- und Theaterrecht]] (UFITA). Unter anderem legte er dort einen Gesetzentwurf für ein neues UrhG vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marwitz starb am 23. November 1939; nach Aussage von Zeitgenossen an „gebrochenem Herzen“ aufgrund der Verhältnisse, die die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] in Deutschland geschaffen hatten. Marwitz selbst galt als [[Patriotismus|Patriot]]. Politisch aktiv war er in jungen Jahren bei den Jungliberalen, wo er unter anderem mit [[Arthur Dix]] und [[Hjalmar Schacht]] zusammenarbeitete.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe die von diesen mitherausgegebene Festschrift für [[Friedrich Hammacher]], A. Dix, B. Marwitz, [[Oskar Poensgen|O. Poensgen]], H. Schacht: &amp;#039;&amp;#039;Berliner jungliberale Hammacher-Festschrift&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später war er bei der [[Deutsche Demokratische Partei|Deutschen Demokratischen Partei]] und der [[Deutsche Vaterlandspartei|Deutschen Vaterlandspartei]] engagiert. In der ab 1953 erscheinenden Enzyklopädie &amp;#039;&amp;#039;World Copyright. An Encyclopedia in Four Volumes&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;H. L. Pinner (Hrsg.),&amp;#039;&amp;#039; World Copyright. An Encyclopedia in Four Volumes&amp;#039;&amp;#039;. Leyden 1953 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; erschienen postum auch Beiträge zum deutschen Urheberrecht, an denen Marwitz mitgewirkt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Ruhestätte von Bruno Marwitz befand sich auf dem [[Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof|Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof]] in [[Berlin-Schöneberg]]. Das Grab ist nicht erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S.&amp;amp;nbsp;754.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Frau Helene, geb. Pniower (1875–1942) wurde später beim Fluchtversuch in die Schweiz verhaftet, deportiert und ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Horst Göppinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Juristen jüdischer Abstammung im „Dritten Reich“. Entrechtung und Verfolgung&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. München 1990, S. 226.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{stolpersteine-berlin.de |Pfad=fregestr/59/helene-marwitz |ID=4875 |Eintrag=Helene Marwitz geb. Pniower |Autor=Christl Wickert, Hannelore Emmerich}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die drei Kinder Elisabeth, Berta Hildegard und Alfred konnten ins Ausland fliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Bühnenengagementsvertrag. Ein Handbuch für Juristen und Laien&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1902.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erweiterung oder Beschränkung des Kreises der urheberrechtlich Geschützten&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;GRUR&amp;#039;&amp;#039;, 1926, S. 573 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Urheberrecht an Werken der Literatur und der Tonkunst in Deutschland. Kommentar zum Reichsgesetze vom 19. Juni 1901/22. Mai 1910 und den internationalen Verträgen Deutschlands&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1928 (zusammen mit [[Philipp Möhring]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Neugestaltung des literarischen Urheberrechts&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;UFITA&amp;#039;&amp;#039;, 1928, 1, S. 4 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie. Gesetz vom 9. Jan. 1907 mit d. Abb. vom 22. Mai 1910&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Berlin 1929 (begründet von [[Albert Osterrieth]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Entwurf eines Gesetzes über das Urheberrecht an Werken des Schrifttums, der Kunst und der Photographie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;UFITA&amp;#039;&amp;#039;, 1929, 2, S. 668 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Künstlerschutz&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;UFITA&amp;#039;&amp;#039;, 1930, 3, S. 299 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schutz des ausübenden Künstlers&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;UFITA&amp;#039;&amp;#039;, 1932, 5, S. 507 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marwitz, Bruno&amp;#039;&amp;#039;. In: Gerhard Lüdtke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kürschners Deutscher Gelehrtenkalender 1935&amp;#039;&amp;#039;. 5. Auflage. Berlin 1935.&lt;br /&gt;
* [[Paul Dienstag|[Paul] D.[ienstag]]], &amp;#039;&amp;#039;Justizrat Marwitz †.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Geistiges Eigentum (Zeitschrift)|Copyright]]&amp;#039;&amp;#039;, 1939/1940, 5, 345 f.&lt;br /&gt;
* [[Horst Göppinger]], &amp;#039;&amp;#039;Juristen jüdischer Abstammung im „Dritten Reich“. Entrechtung und Verfolgung&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. München 1990, S. 226.&lt;br /&gt;
* [[Joseph Walk]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918–1945.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Leo Baeck Institute, Jerusalem. Saur, München 1988, ISBN 3-598-10477-4, S. 257.&lt;br /&gt;
* Annette Wigger: &amp;#039;&amp;#039;Die Nathanael-Kirche in Berlin-Friedenau während der Zeit des nationalsozialistischen Regimes&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 129, hier S. 144–148.&lt;br /&gt;
* Simon Apel: &amp;#039;&amp;#039;Bruno Marwitz (1870–1939)&amp;#039;&amp;#039;. In: Simon Apel, [[Louis Pahlow]], Matthias Wießner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des Geistigen Eigentums&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck, Tübingen 2017, ISBN 3-16-154999-6, S. 199–203 = [[Zeitschrift für Geistiges Eigentum]] 2018, 103–106.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|101928610}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=101928610|VIAF=2846056}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Marwitz, Bruno}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medienrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Vaterlandspartei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1870]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Marwitz, Bruno&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Juni 1870&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Angermünde]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. November 1939&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Herr Lehrer, ich weiß was!</name></author>
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