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	<title>Bruno Liebrucks - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bruno_Liebrucks&amp;diff=238374&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Perrak: gelöschte Kategorie raus</title>
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		<updated>2024-12-28T20:02:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;gelöschte Kategorie raus&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bruno Liebrucks&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Oktober]] [[1911]] in [[Skljankino|Budupönen]], [[Kreis Ragnit]], [[Ostpreußen]]; † [[15. Januar]] [[1986]] in [[Frankfurt am Main]]) war ein deutscher [[Philosoph]] und Hochschullehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Liebrucks war der Sohn eines Volksschullehrers. Er besuchte die [[Humanistisches Gymnasium|humanistischen Gymnasien]] in [[Sowetsk (Kaliningrad)|Tilsit]] und [[Insterburg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Die Angaben zur Entwicklung bis 1945 stammen weitgehend aus Christian Tilitzki: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Akademie, Berlin 2002, da die entsprechenden Informationen in der Selbstdarstellung und in den Nachrufen fehlen. Eine anders akzentuierte, die Verbindung mit dem Nationalsozialismus relativierende Darstellung, findet sich in Max Gottschlich: &amp;#039;&amp;#039;Leben, Werk und Wirkung von Bruno Liebrucks&amp;#039;&amp;#039; ([http://www.bruno-liebrucks.de/mediapool/113/1135270/data/Leben1_Werk_und_Wirkung_Text_fuer_Homepage_27.1.13.pdf PDF-Datei])&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Anschluss studierte er an der [[Albertus-Universität Königsberg|Albertus-Universität]] (genannt auch Albertina) in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] [[Germanistik]], [[Geschichtswissenschaft|Geschichte]], [[Theologie]] und [[Philosophie]]. Während des Studiums verbrachte er ein Semester in [[München]], wo er unter anderem bei dem „[[Nationalsozialistische Rassenhygiene|Rassenhygieniker]]“ [[Fritz Lenz]], aber auch Meereskunde, über [[Thomas Mann]] und bei [[Kurt Huber]] zur [[Kritik der Urteilskraft]] hörte sowie eine Italienexkursion unternahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Juli 1933 wurde Liebrucks in Königsberg bei [[Albert Goedeckemeyer]] über &amp;#039;&amp;#039;Probleme der Subjekt-Objekt-Relation&amp;#039;&amp;#039; (u.&amp;amp;nbsp;a.) bei [[Immanuel Kant|Kant]] zum Dr. phil. promoviert. Die Dissertation wurde mit dem Kant-Preis der Stadt Königsberg ausgezeichnet. Von Mai 1933 bis 1936 war er an der Universität Königsberg dann Assistent bei [[Hans Heyse]], der als Nachfolger von [[Georg Misch (Philosoph)|Georg Misch]] nach [[Göttingen]] ging und dem er, nachdem er 1936 aus politischen Gründen entlassen worden war, 1937 folgte. Liebrucks trat am 28. Juni 1933 in die [[Sturmabteilung|SA]] ein, wo er als Rottenführer der SA-Standarte 1, Sturm 54/1 tätig war. Zudem war er in Königsberg in Fachschaftslagern des [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund|NSDStB]] aktiv. Als Assistent arbeitete er an einem von Heyse veranstalteten Wissenschaftslager an der Albertina. Ein Bruch in seiner Karriere entstand 1936, als er einen Aufruf zugunsten des Germanisten [[Paul Hankamer]] unterzeichnete, dessen Vorlesungen immer wieder durch nationalsozialistische Studenten gestört wurden, weil sie Hankamer der [[Katholische Aktion|Katholischen Aktion]] zurechneten. Die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] reagierte, indem sie ihn aus der SA ausschloss und sein Stipendium strich. 1936/37 leistete Liebrucks seinen Militärdienst. Im Mai 1937 gab der Stabschef der SA, [[Viktor Lutze]], der Beschwerde Liebrucks statt mit der Auflage, „sich voll und ganz zu den Auffassungen des NSDStB zu bekennen und danach zu handeln.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tilitzki870&amp;quot;&amp;gt;Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich. Akademie, Berlin 2002, 870.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 2. August 1937 beantragte Liebrucks die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.860.585).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/25810333&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 wechselte Liebrucks zu [[Alfred Baeumler]] nach [[Humboldt-Universität|Berlin]], wo er seinen Unterhalt teilweise mit Lateinstunden verdiente. Über den Grund des Wechsels liegen keine Informationen vor. Seine Arbeiten für die Habilitation hatte Liebrucks mit einer Untersuchung über den Unterschied des antiken und modernen [[Wirklichkeit]]sbewusstseins mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Das Problem der Seele in der Zeit von [[Platon|Plato]] bis [[Augustinus von Hippo|Augustinus]]&amp;#039;&amp;#039; bei Heyse begonnen. In seinem [[Deutsche Forschungsgemeinschaft#Von der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft zur Deutschen Forschungsgemeinschaft|DFG]]-Antrag für ein neues Stipendium veränderte er das Thema als eine Untersuchung zur „Klärung des Unterschiedes des nordisch-griechischen Welt- und Wirklichkeitsverständnisses“, wobei er durch die „geistige Manifestation einer uns rassisch verwandten Haltung“ zur Auseinandersetzung des [[Nationalsozialismus]] mit den „überstaatlichen und internationalen Mächten“ beitragen wolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tilitzki870&amp;quot; /&amp;gt; Neben Baeumler befürworteten die Förderung auch der Rassenideologe [[Hans F. K. Günther]] sowie der Historiker [[Wilhelm Weber (Historiker)|Wilhelm Weber]], der ihm bescheinigte, „daß ein junger Philosoph sich für die anthropologisch-rassische Fundierung seiner Gedanken interessiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Tilitzki: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. Akademie, Berlin 2002, S. 871.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotzdem wurde der Antrag zunächst abgelehnt, bis Liebrucks auch noch eine positive Stellungnahme des [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|Dozentenbundes]] erhielt. Im März 1939 wurde er von Baeumler zur Tagung der NS-Philosophen auf [[Schloss Buderose]] bei [[Guben]] eingeladen. Das neue 1939 zugesagte Stipendium konnte er nur kurze Zeit nutzen, da er mit [[Überfall auf Polen|Beginn des Krieges]] zum Militärdienst eingezogen wurde. Baeumler kündigte zwar 1940 eine neue Interpretation Platons an, doch die Fertigstellung der Arbeit verzögerte sich. Nach Angaben Liebrucks waren seine sämtlichen Unterlagen einschließlich umfangreicher Übersetzungen zu [[Platonischer Dialog|Platons Dialogen]] während des Krieges vollständig verloren gegangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Liebrucks: &amp;#039;&amp;#039;Selbstdarstellung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Philosophie in Selbstdarstellungen&amp;#039;&amp;#039; II, hrsg. von Ludwig Pongratz, Hamburg 1975, S. 170–223, hier 200-201.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1943 erhielt er einen dreimonatigen Habilitationsurlaub, in dem er eine wesentlich verkürzte Fassung seiner ursprünglich geplanten Arbeit mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Über das Problem des [[Eleaten|Eleatismus]] bei Platon&amp;#039;&amp;#039; erstellte. Erstgutachter zu dieser Arbeit über die Dialoge [[Parmenides (Platon)|Parmenides]] und [[Sophistes]] war [[Nicolai Hartmann]], zu dem er schnell einen guten Zugang fand.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Liebrucks:&amp;#039;&amp;#039; Philosophische Freundschaft. Zum Briefwechsel zwischen N. Hartmann und H. Heimsoeth.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kant-Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 73, 1982, S. 82–86.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Prüfungskommission, die ihm in Berlin 1943 die [[Venia legendi]] erteilte, gehörten [[Hermann Grapow]] und [[Wolfgang Schadewaldt]]. Nach einer schweren Verletzung endete die Militärzeit im Mai 1944.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1946 bis 1950 lehrte Liebrucks als Privatdozent an der Universität Göttingen, 1949 auch an der Universität Köln. Nach dem Tode Hartmanns holte ihn [[Heinz Heimsoeth]] als nichtbeamteten außerplanmäßigen Professor 1950 nach [[Universität zu Köln|Köln]]. Ab 1952 hatte er einen besoldeten Lehrauftrag („[[Privatdozent|Diätendozentur]]“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1959 erhielt er ein Ordinariat für Philosophie an der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität]] in Frankfurt am Main und war bis zu seiner Emeritierung Direktor des philosophischen Seminars. Zu seinen Schülern gehören der bekannte Bonner Sprachphilosoph [[Josef Simon (Philosoph)|Josef Simon]], [[Heinz Röttges]] und die Ästhetikspezialistin [[Brigitte Scheer]]. Liebrucks war Mitglied der wissenschaftlichen Gesellschaft zu Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bruno Liebrucks war verheiratet. Sein Sohn Edgar Liebrucks war Strafverteidiger in Frankfurt am Main.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sz-424403&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Egmont R. Koch, Nina Svensson | url=https://www.sueddeutsche.de/kultur/kunstraub-unfassbar-1.424403 | titel=Unfassbar! | werk=[[Süddeutsche Zeitung|sueddeutsche.de]] | datum=2010-05-11 |zugriff=2018-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
Bruno Liebrucks hat in seiner Habilitation eine Entwicklung in [[Platon]]s Denken von der [[Eleaten|eleatischen]] Starre in den frühen Schriften zu einer [[Dialektik|dialektischen]] Vorgehensweise im Spätwerk postuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dialektik und die in ihr liegende [[Logik]] ist auch ein wichtiger methodischer Ansatz in Liebrucks Nachkriegsphilosophie, in der er sich stark an [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel|Hegel]] anlehnte. In seiner Philosophie entwickelte er kein eigenes System, hat aber in der [[Sprache]] einen eigenen systematischen Ansatz gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Erstmals in Form von 15 Thesen vorgetragen auf dem Bremer Philosophiekongress 1950, abgedruckt in: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für philosophische Forschung&amp;#039;&amp;#039; V, Heft 4, 465-484.&amp;lt;/ref&amp;gt; Liebrucks versuchte, entlang der Sprache den [[mensch]]lichen [[Welt]]umgang und die Wirklichkeit in philosophische Gedanken zu fassen. Der Rahmen seiner Untersuchungen reicht dabei vom [[Mythos]] bis zur modernen [[Analytische Philosophie|analytischen Philosophie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Brigitte Scheer: &amp;#039;&amp;#039;Zum Gedächtnis an Bruno Liebrucks.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für philosophische Forschung&amp;#039;&amp;#039;, 41, 2/1987, 299-305.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem mehrbändigen Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Bewußtsein&amp;#039;&amp;#039; (1964 bis 1979) hat er das Problem der Sprache und der dialektischen Logik auf breiter Basis unter systematischen und historischen Aspekten untersucht. Er kommentierte zunächst im Einleitungsband eine Reihe von Sprachphilosophen wie [[Giambattista Vico|Vico]], [[Johann Gottfried Herder|Herder]], [[Johann Georg Hamann|Hamann]], [[Ernst Cassirer|Cassirer]] und [[Arnold Gehlen|Gehlen]] bis hin zu [[Karl Bühler]], dann in einem einzelnen Band [[Wilhelm von Humboldt]]. Es folgte die Auseinandersetzung mit [[Immanuel Kant|Kants]] &amp;#039;&amp;#039;[[Kritik der praktischen Vernunft]]&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;[[Kritik der Urteilskraft]]&amp;#039;&amp;#039; sowie der [[Rechtsphilosophie]] Hegels. Die Frage der [[Transzendentale Logik|transzendentalen Logik]] Kants steht im Mittelpunkt des vierten Bandes. Bei Kant sah Liebrucks eine erste Revolution der Denkart, die in einer zweiten Revolution in Hegels Philosophie fortgesetzt wurde, der der fünfte Band gewidmet ist. Hegels Logik kommentierte Liebrucks in drei Teilbänden, die den sechsten Band des Hauptwerks bilden. Der Abschlussband stellt das Wort „und“ sowie [[Friedrich Hölderlin|Hölderlin]] in den Fokus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache ist das Medium, durch dessen Vermittlung der Mensch der Welt begegnet. Eine unmittelbare, von der Sprache abgelöste Begegnung mit der Wirklichkeit gibt es nicht. Sprache ist ein dialektisches [[Phänomen]]: „Im täglichen Sprachgebrauch haben wir nicht auf der einen Seite das Phänomen der deutschen Sprache als eines objektiven Gebildes und dann eines zweiten Phänomen des sich in dieser Sprache bewegenden [[Subjekt (Philosophie)|Subjekts]], sondern indem der hörende Partner im inneren Sprechen das Gesagte miterzeugt, ist das Phänomen des Sprachgeschehens aller nur im ‚[[Begriff]]‘ und nicht in der Wirklichkeit getrennten Seiten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Liebrucks: &amp;#039;&amp;#039;Erkenntnis und Dialektik: Zur Einführung in eine Philosophie von der Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Den Haag 1972, 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erlebnisseite der Sprache ist Gegenstand der [[Sprachpsychologie]], die lexikalisch-grammatische Struktur der [[Linguistik]] und die künstlerischen Ausdrucksformen der [[Literaturwissenschaft]]. Die Philosophie fragt hingegen nach der Rolle und dem Einfluss der Sprache auf das Wesen des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem der Mensch sich [[Intentionalität|intentional]] mit der Sprache auf die Welt bezieht, stellt er eine Beziehung zu sich selbst her, das heißt, er kann über die Welt nichts ohne Bezug zu sich selbst aussprechen. Und insoweit der Mensch die Sprache selbst zum Gegenstand seines Sprechens macht, stellt er einen Selbstbezug der Sprache zu ihr selbst her. „In dem Masse, in dem Sprache und Bewußtsein sich als Ineinander beider Seiten begreifen, können sie – wir sagen nicht mit Hegel, den Massstab – aber den Aufweis ihrer lebendigen und geschichtlichen Struktur in sich finden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Liebrucks: &amp;#039;&amp;#039;Erkenntnis und Dialektik: Zur Einführung in eine Philosophie von der Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Den Haag 1972, 8-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vermittelte Zugang zur Wirklichkeit durch die Sprache bedeutet, dass menschliche [[Erkenntnis]] durch die Sprache bestimmt ist. „Das strukturbildende Movens aller menschlichen Erkenntnis heißt Sprache. Diese hat ihre Bewegung in dem, was Kant [[Subreption]], Erschleichung, genannt hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Liebrucks: Sprache und Bewußtsein, Band 1, Einleitung, Spannweite des Problems : von den undialektischen Gebilden zur dialektischen Bewegung. Akademie, Frankfurt 1964, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprache ist [[Medium (Kommunikation)|Medium]] der [[Kommunikation]] und enthält jeweils etwas von dem Aussagenden, etwas von dem Angesprochenen und etwas von der besprochenen Sache ([[Organon-Modell|dreifache Relation von Sender, Empfänger und Sachverhalt]] nach [[Karl Bühler|Bühler]]). Nur im Zusammenerfassen dieser dreifachen Beziehung ist die Struktur von Sprache erfassbar. Bäume und Regen können den Menschen nichts lehren (Sokrates im [[Kratylos]]). [[Bedeutung]] über das [[Zeichen]]hafte hinaus entsteht erst in der Dreistrahligkeit der [[Semantik|semantischen]] Sprachrelation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gehört zum [[Wesen]] der Sprache, dass man dieses nicht direkt aussprechen, sondern nur mühsam umschreiben kann. Dies beinhaltet, dass man das einzelne Konkrete nur umschreiben und durch die [[Abstraktion]] im Begriff ansprechen kann. Ohne das universale Moment der Sprache, das in der Abstraktion liegt, wäre eine Verständigung nicht möglich, da der Versuch einer Darstellung eines Augenblicks der Wirklichkeit nicht die Beschränkung durch die Wirklichkeit überwinden könnte. Die Zeichenhaftigkeit der Sprache bedeutet zugleich, dass alles Reden [[Metapher|metaphorisch]] ist und dies ist der Grund für die Fruchtbarkeit von Sprache.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Liebrucks: Sprache und Bewußtsein, Band 1, Einleitung, Spannweite des Problems : von den undialektischen Gebilden zur dialektischen Bewegung. Akademie, Frankfurt 1964, 481.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Probleme der Subjekt-Objektrelation.&amp;#039;&amp;#039; Philosophische Dissertation, Königsberg 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Platons Entwicklung zur Dialektik. Untersuchungen zum Problem des Eleatismus.&amp;#039;&amp;#039; Klostermann, Frankfurt a. M. 1949; zugleich Habilitationsschrift, Berlin 1943.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Bewußtsein.&amp;#039;&amp;#039; Band 1–5, 6,1–6,3 und 7. Akademische Verlags-Gesellschaft, Frankfurt (Bände 1–5) und Lang, Bände 6 und 7, 1964–1979.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erkenntnis und Dialektik.&amp;#039;&amp;#039; Nijhoff, Den Haag 1972. (Aufsatzsammlung)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von der Koexistenz zum Frieden.&amp;#039;&amp;#039; 1972/1973.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftlicher Weltumgang und Entsprachlichung.&amp;#039;&amp;#039; 1974.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Kunst.&amp;#039;&amp;#039; 1975.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das nicht automatische Denken.&amp;#039;&amp;#039; 1975.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bruno Liebrucks.&amp;#039;&amp;#039; In: Ludwig Pongratz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophie in Selbstdarstellungen.&amp;#039;&amp;#039; 3 Bände. Meiner, Hamburg 1975–1977, Band 2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Selbstbewußtsein und Selbsterkenntnis bei Kant.&amp;#039;&amp;#039; 1976.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Drei Revolutionen der Denkart.&amp;#039;&amp;#039; 1977.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Metaphysik.&amp;#039;&amp;#039; 1977.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mythos und Freiheit bei Friedrich Hölderlin.&amp;#039;&amp;#039; 1977.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Irrationaler Logos und rationaler Mythos.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1982. (Aufsatzsammlung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Liebrucks, Bruno.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 763.&lt;br /&gt;
* Bruno Liebrucks: &amp;#039;&amp;#039;Selbstdarstellung.&amp;#039;&amp;#039; In: Ludwig Pongratz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophie in Selbstdarstellungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Meiner, Hamburg 1975, S. 170–223.&lt;br /&gt;
* Heinz Röttges, Brigitte Scheer, [[Josef Simon (Philosoph)|Josef Simon]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Begriff. Festschrift für Bruno Liebrucks.&amp;#039;&amp;#039; Anton Hain, Meisenheim am Glan 1974.&lt;br /&gt;
* Brigitte Scheer, Günter Wohlfahrt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dimensionen der Sprache in der Philosophie des Deutschen Idealismus. Festschrift für Bruno Liebrucks.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1982.&lt;br /&gt;
* Franz Ungler, &amp;#039;&amp;#039;Bruno Liebrucks’ „Sprache und Bewußtsein“. Vorlesung vom WS 1988.&amp;#039;&amp;#039; Mit einem Geleitwort von Josef Simon, aus dem Nachlass herausgegeben und eingeleitet von Max Gottschlich. Alber, Freiburg/München 2014.&lt;br /&gt;
* Max Gottschlich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die drei Revolutionen der Denkart. Systematische Beiträge zum Denken von Bruno Liebrucks.&amp;#039;&amp;#039; Alber, Freiburg/München 2013.&lt;br /&gt;
* [[Christian Tilitzki]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Akademie, Berlin 2002. [http://www.zeit.de/2002/24/Von_der_Einfuehlung_des_Gedankens Rezension].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118728202}}&lt;br /&gt;
* {{OL-Autor|OL131910A}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ub.uni-frankfurt.de/archive/liebrucks.html Nachlass Bruno Liebrucks an der Uni Frankfurt]&lt;br /&gt;
* [http://www.bruno-liebrucks.de/ bruno-liebrucks.de Website]&lt;br /&gt;
* Leben, Werk und Wirkung von Bruno Liebrucks von Max Gottschlich ([http://www.bruno-liebrucks.de/mediapool/113/1135270/data/Leben1_Werk_und_Wirkung_Text_fuer_Homepage_27.1.13.pdf http://www.bruno-liebrucks.de/mediapool/113/1135270/data/Leben1_Werk_und_Wirkung_Text_fuer_Homepage_27.1.13.pdf])&lt;br /&gt;
* [http://www.mediathek.at/trefferliste/searchword/czoxNzoiIkJydW5vIExpZWJydWNrcyIiOw== Bruno Liebrucks im O-Ton] im Online-Archiv der [[Österreichische Mediathek|Österreichischen Mediathek]]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118728202|titel=Liebrucks, Bruno|datum=2020-01-12}}&lt;br /&gt;
* {{Frankfurter Personenlexikon|3075|Liebrucks, Bruno}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118728202|LCCN=n/83/36188|VIAF=54943452}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Liebrucks, Bruno}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität zu Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Goethe-Universität Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachphilosoph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1986]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Liebrucks, Bruno&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Oktober 1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Skljankino|Budupönen]], Ostpreußen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Januar 1986&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Perrak</name></author>
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