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	<title>Bruno Italiener - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bruno_Italiener&amp;diff=2044580&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AxelHH: /* Andreanum, Militär, Studium, Feldrabbiner */</title>
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		<updated>2026-03-19T21:58:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Andreanum, Militär, Studium, Feldrabbiner&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bruno Italiener&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Februar]] [[1881]] in [[Burgdorf (Region Hannover)|Burgdorf bei Hannover]]; † [[17. Juli]] [[1956]] in [[London]]) war ein deutscher [[Liberales Judentum|liberaler]] [[Rabbiner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Andreanum, Militär, Studium, Feldrabbiner ===&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der jüdischen [[Samson-Schule]] in [[Wolfenbüttel]] und des [[Hildesheim]]er Gymnasiums [[Gymnasium Andreanum|Andreanum]] studierte Italiener ab 1899 Philosophie und orientalische Philologie an der [[Universität Breslau|Universität]] und am [[Jüdisch-Theologisches Seminar in Breslau|Jüdisch-theologischen Seminar]] in [[Breslau]], wo er 1908 das Examen ablegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1902 bis April 1903 genügte er seiner Militärpflicht und beendete danach im Sommersemester 1903 seine Universitätsstudien mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum Dr. phil in Erlangen. Seine [[Dissertation]] trägt den Titel „Die Gotteslehre des [[Tommaso Campanella|Thomas Campanella]]“. – Bereits 1907, im Jahr vor seiner [[Semicha|Ordination]], wurde er als liberaler Rabbiner der [[Darmstadt|Darmstädter]] jüdischen Gemeinde eingesetzt, die er zunächst bis 1914 betreute.&lt;br /&gt;
[[Datei:Rolf-Liebermann-Studio.nnw.jpg|mini|Ehemalige Reformsynagoge Oberstraße, Hamburg, heute [[Norddeutscher Rundfunk|NDR]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Synagoge Oberstrasse Memorial.jpg|mini|Mahnmal vor dem [[Israelitischer Tempel (Hamburg)|so genannten Tempel]], wo Italiener als Rabbiner tätig war]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Italiener war im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] als [[Militärrabbiner|Feldrabbiner]] der [[7. Armee (Deutsches Kaiserreich)|7. Armee]] an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] in Frankreich im Einsatz. In den Jahren 1914, 1915 und 1916 legte er Kriegsbetrachtungen vor, die 1916 unter dem Titel „Von Heimat und Glauben“ gemeinsam veröffentlicht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pessach-Haggada, Patriotismus, Abwehrkampf gegen Judenfeindlichkeit ===&lt;br /&gt;
1918 nahm Italiener seine Tätigkeit als liberaler Rabbiner in [[Darmstadt]] wieder auf. Über seine rabbinischen Funktionen hinaus machte er sich auch als Gelehrter einen Namen. Neben zahlreichen Aufsätzen zur [[Wissenschaft des Judentums]] publizierte er eine Faksimile-Edition der Darmstädter [[Pessach-Haggada]], die er durch eine Monographie zur Geschichte der illuminierten Haggadot (1927) ergänzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Italiener verstand sich als „deutsch-jüdischer Patriot“ und betrachtete den [[Judenfeindlichkeit|Antisemitismus]] in der frühen [[Weimarer Republik]] mit Sorge.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Brämer: [http://www.dasjuedischehamburg.de/inhalt/italiener-bruno &amp;#039;&amp;#039;Italiener, Bruno&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Institut für die Geschichte der deutschen Juden]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Jüdische Hamburg – ein historisches Nachschlagewerk.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2006 S.&amp;amp;nbsp;127.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine 1920 publizierte und mehrfach aufgelegte Broschüre „Waffen im Abwehrkampf“ unternahm den Versuch, den deutschen Juden Argumentationshilfen gegen antisemitische Anfeindungen an die Hand zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liberaler Rabbiner in Hamburg, London und Berlin ===&lt;br /&gt;
Ende 1927 folgte Bruno Italiener einem Ruf des [[Israelitischer Tempel (Hamburg)|Israelitischen Tempelverbands]] nach [[Hamburg]]. Der Tempelverband baute in [[Hamburg-Harvestehude|Harvestehude]] eine größere Synagoge mit bis zu 1200 Plätzen, der 1931 eingeweiht wurde. Unter Italiener und dem Kantor Kornitzer, blühte das Gemeindeleben in der Nähe der Alster Anfang der 1930er-Jahre noch einmal besonders auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 formulierte Italiener als Lehrer der [[Helene-Lange-Gymnasium (Hamburg)|Helene-Lange-Oberrealschule]], ein Begehren an die [[Behörde für Schule und Berufsbildung|Oberschulbehörde]], in dem er [[Judentum|jüdischen]] [[Religionsunterricht]] forderte. Im April 1929 wurde für das Schuljahr 1929/1930 jüdischer Religionsunterricht an dieser Schule als Schulfach eingeführt, den Italiener wahrnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 wurde das 120-jährige Tempeljubiläum mit einer Rede Italieners groß gefeiert, unter Italieners Leitung sei die Tempelgemeinde zu einer lebendigen jüdischen Gemeinschaft geworden, heißt es in Berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Wamser/Weinke 2006 S. 67&amp;lt;/ref&amp;gt; 1937 wurde Italiener Oberrabbiner und 1938 verzichtete [[Joseph Carlebach]] auf die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Oberrabbiner]] zu Hamburg&amp;#039;&amp;#039;, sondern nannte sich nun &amp;#039;&amp;#039;Oberrabbiner des Synagogenverbandes&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Brämer: &amp;#039;&amp;#039;Judentum und religiöse Reform. Der Hamburger Israelitische Tempel 1817–1938.&amp;#039;&amp;#039; Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2000, ISBN 3-933374-78-2, S.&amp;amp;nbsp;89.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch 1938 wurde der Tempel bei den [[Novemberpogrome 1938|Novemberpogromen]] geschändet und geschlossen. – 1939 gelang ihm, gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern, die Flucht über Brüssel nach London, wo er von 1939 bis 1941 im [[East End]] an der St. George’s Settlement Synagogue und von 1941 bis 1951 als &amp;#039;&amp;#039;Assistant Minister&amp;#039;&amp;#039; an der [[West London Synagoge|West London Synagogue of British Jews]] tätig war. Behelfsmäßiger Nachfolger in Hamburg wurde [[Joseph Norden]] bis zu dessen [[Deportation von Juden aus Deutschland|Deportierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 wurde Italiener pensioniert, blieb aber als Rabbiner und jüdischer Gelehrter aktiv. Er arbeitete an der Herausgabe zweier Festschriften für seinen Freund und Kollegen [[Leo Baeck]] mit und half ab 1954 in [[Berlin]] als Gastrabbiner aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 starb Bruno Italiener infolge eines häuslichen Unfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Gotteslehre des Thomas Campanella.&amp;#039;&amp;#039; Diss. Erlangen, Peine 1904.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von Heimat und Glauben.&amp;#039;&amp;#039; Kriegsbetrachtungen. Schlapp, Darmstadt 1916.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Waffen im Abwehrkampf.&amp;#039;&amp;#039; 1919 (mehrfach wieder aufgelegt.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Darmstädter Pessach-Haggadah: Mit einer Gesamtbibliographie der Haggadah. Codex orientalis 8 der Landesbibliothek zu Darmstadt aus dem 8. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Bruno Italiener unter Mitwirkung von [[Aron Freimann|Aaron Freimann]], [[August Liebmann Mayer]] und Adolf Schmid, Verlag Hiersemann, Leipzig 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einziger Gott – Einziges Volk.&amp;#039;&amp;#039; Predigt-Cyklus. Gehalten an den Hohen Feiertagen 5697 (1936) im Hamburger Tempel, Hamburg 1936.&lt;br /&gt;
* (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zum hundertzwanzigjährigen Bestehen des Israelitischen Tempels in Hamburg 1817–1837.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1937.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Rabbiner.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zum 80. Geburtstag von [[Leo Baeck]] am 23. Mai 1953.&amp;#039;&amp;#039; London [1953], S. 33–4.2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* [[Salomon Wininger]]: &amp;#039;&amp;#039;Große Jüdische National-Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Band VII, 102, Czernowitz 1936.&lt;br /&gt;
* Leo Baeck: &amp;#039;&amp;#039;Ansprache zur Amtseinführung des Rabbiners Dr. Bruno Italiener.&amp;#039;&amp;#039; In: Bruno Italiener (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zum 120jährigen Bestehen des Israelitischen Tempels in Hamburg 1817–1837.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1937.&lt;br /&gt;
* Andreas Göller: &amp;#039;&amp;#039;Bruno Italiener und das Faksimile der Darmstädter Pessach-Haggadah.&amp;#039;&amp;#039; In: 450 Jahre Wissen – Sammeln – Vermitteln. Von der Hof- zur Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt 1567–2017, Darmstadt: Justus von Liebig Verlag, 2017, ISBN 978-3-87390-402-6, S. 192–195.&lt;br /&gt;
* [[Guido Kisch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Breslauer Seminar. Jüdisch-Theologisches Seminar (Fraenckelscher Stiftung) in Breslau 1854–1938.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1963, S. 24.&lt;br /&gt;
* [[Joseph Walk]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918–1945.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Leo Baeck Institute, Jerusalem. Saur, München 1988, ISBN 3-598-10477-4, S. 167 (dort weitere Lit. angegeben).&lt;br /&gt;
* Ursula Wamser/[[Wilfried Weinke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Eine verschwundene Welt: Jüdisches Leben am Grindel.&amp;#039;&amp;#039; Überarbeitete Neuauflage Hamburg 2006, ISBN 3-934920-98-5, S. 67.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der Rabbiner.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von [[Michael Brocke]] und [[Julius Carlebach (Soziologe)|Julius Carlebach]] s. A., bearbeitet von Carsten Wilke, Teil 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Rabbiner im Deutschen Reich 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 1, Walter de Gruyter, Berlin 2009, S. 301–302 (ausführliche Bibliographie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1028378548}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ernst-vollbehr.de/1wk.htm Webseite zu Werken des Malers Ernst Vollbehr (1876–1960)]. Ganz links das Porträt von Bruno Italiener, als Feldrabbiner in Deutsch-Südwest-Afrika&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=1028378548|titel=Italiener, Bruno|datum=2023-02-06}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1028378548|LCCN=n87893318|VIAF=45291500}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Italiener, Bruno}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feldrabbiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1881]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Darmstadt)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Italiener, Bruno&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher liberaler Rabbiner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Februar 1881&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Burgdorf (Region Hannover)|Burgdorf bei Hannover]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Juli 1956&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[London]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AxelHH</name></author>
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