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	<title>Bruno Heusinger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 11. April 2026 um 13:08 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bruno Heusinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. März]] [[1900]] in [[Holzminden]]; † [[3. August]] [[1987]] in [[Celle]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Jurist]]. Als Nachfolger von [[Hermann Weinkauff]] war er der zweite Präsident des [[Bundesgerichtshof]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sein Vater war der 1862 in [[Bad Gandersheim|Gandersheim]] geborene Gymnasiallehrer Ludwig Heusinger. Seine Mutter Charlotte entstammte der angesehenen Adelsfamilie [[von Alten]]. Der Bruder von Bruno Heusinger war [[Adolf Heusinger]], ab 1957 der erste [[Generalinspekteur der Bundeswehr]]. Nachdem der Vater 1911 nach [[Helmstedt]] versetzt worden war, um Direktor des dortigen humanistischen Gymnasiums zu werden, wuchs Heusinger dort weiter auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1917 –&amp;amp;nbsp;mitten im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]&amp;amp;nbsp;– bekam Bruno Heusinger das [[Notabitur]] und meldete sich danach freiwillig zum [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|Heer]]. Nach dem Krieg studierte er zunächst [[Geschichte]] und [[Germanistik]]. Er [[Promotion (Doktor)|promovierte]] 1922 zum Dr. phil. mit einer historischen Arbeit. Erst danach absolvierte er die [[Rechtswissenschaft|juristische]] Ausbildung in kürzester Zeit. Bereits 1924 wurde Heusinger nach dem ersten [[Staatsexamen]] als [[Rechtsreferendariat|Referendar]] im Bezirk des [[Oberlandesgericht Braunschweig|Oberlandesgerichts (OLG) Braunschweig]] und 1927 als [[Richter auf Probe|Gerichtsassessor]] in [[Braunschweig]] eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wurde Bruno Heusinger zum Landgerichtsrat, 1930 zum Oberlandesgerichtsrat und am 1. Juni 1933 zum Präsidenten des Oberlandesgerichts Braunschweig ernannt. Kaum zum Präsidenten berufen, wurde er mit den [[Rieseberg-Morde|Mordtaten von Rieseberg]] konfrontiert, als ihm der zuständige Ermittlungsrichter, {{&amp;quot;|der beim Amtsgericht Königslutter tätige Amtsgerichtsrat Eickhoff}}, {{&amp;quot;|mündlich von den ungeheuerlichen Ereignissen berichtete}}, worauf Heusinger erfolglos beim Justizminister [[Friedrich Alpers|Alpers]] protestierte. Protest erhob er auch {{&amp;quot;|wiederholt […] gegen die Zustände in den Haftlokalen der Hilfspolizei}} und bezeichnete die Handhabung der sogenannten [[Schutzhaft (Nationalsozialismus)|Schutzhaft]] im AOK- und im [[Braunschweiger Volksfreund|Volksfreund]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;gebäude als ein {{&amp;quot;|‚Unrecht vor Gott und den Menschen‘}}.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Rudolf Wassermann]] |titel=Das Oberlandesgericht im ‚Dritten Reich‘ – Personalpolitik in der NS-Zeit |url=http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C5876065_L20.pdf |werk=Justiz im Wandel |datum=1989 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20060507031250/http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C5876065_L20.pdf |archiv-datum=2006-05-07 |zugriff=2011-10-19 |format=PDF; 302&amp;amp;nbsp;kB |kommentar=Auszug aus der Festschrift &amp;#039;&amp;#039;Justiz im Wandel&amp;#039;&amp;#039;, S. 7–8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits war Heusinger als Vorsitzender des OLG-[[Strafsenat]]s an der am 8. August 1933 erfolgten Verurteilung des Braunschweiger Widerstandskämpfers [[Hermann Bode (Widerstandskämpfer)|Hermann Bode]] wegen Vorbereitung zum [[Hochverrat]] beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Harald Duin |Titel=Hermann Bode – der vergessene Widerstandskämpfer |Sammelwerk=Braunschweiger Zeitung |Ort=Braunschweig |Datum=2009-03-26 |Seiten=19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztlich führten die Konflikte zwischen dem Oberlandesgerichtspräsidenten und den Nazis zur Ablösung Heusingers als Gerichtspräsident Ende 1934. Im Jahre 1935 wurde er zum [[Senatspräsident]]en zurückgestuft, weil er sich zunächst weigerte, [[Adolf Hitler|Hitler]] die Treue zu schwören. Als er dann doch zur Eidleistung nach [[Hannover]] reiste, wurde er von den [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NS]]-Parteifunktionären zum Eid nicht zugelassen. Sein im Vorjahr gestellter Antrag auf Aufnahme in die NSDAP wurde abgelehnt. Mit Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde er Frontsoldat und schließlich [[Major]] der [[Reservist|Reserve]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde Bruno Heusinger wieder in die Justiz eingestellt und von 1948 bis 1955 erneut zum Präsidenten des Oberlandesgerichts Braunschweig berufen. Anschließend folgte er am 4. Mai 1955 [[Hodo von Hodenberg]] als Präsident des größeren [[Oberlandesgericht Celle|Oberlandesgerichts Celle]] nach. 1957 wurde er zudem Präsident des [[Niedersächsischer Staatsgerichtshof|Niedersächsischen Staatsgerichtshofes]]. Zum Präsidenten des [[Bundesgerichtshof|BGH]] wurde Heusinger am 1. April 1960 berufen. Er übernahm dort auch den Vorsitz des sogenannten Kartellsenates und konnte dadurch u.&amp;amp;nbsp;a. Einfluss auf die Rechtsprechung zum erst kurz vorher in Kraft getretenen [[Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen]] nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heusinger trat am 31. März [[1968]] in den Ruhestand. Sein Nachfolger wurde [[Robert Fischer (Richter)|Robert Fischer]]. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand veröffentlichte er noch mehrere kunstgeschichtliche und rechtshistorische Schriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1961: Großes Verdienstkreuz des [[Niedersächsischer Verdienstorden|Niedersächsischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
* 1962: [[Ehrendoktor]]titel Dr. jur. h. c. der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]]&lt;br /&gt;
* 1966: Ehrensenator der [[TH Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
* 1968: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auszug) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Servitium regis in der deutschen Kaiserzeit&amp;#039;&amp;#039;. Diss. Phil. Göttingen 1922&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rechtsfindung und Rechtsfortbildung im Spiegel richterlicher Erfahrung&amp;#039;&amp;#039;. Köln 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Manfred Flotho]]&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Rudolf Wassermann]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Bruno Heusinger – Ein Präsident im Konflikt zwischen Solidarität und Gewissen&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Justiz im Wandel der Zeit: Festschrift des Oberlandesgerichts Braunschweig&lt;br /&gt;
   |Verlag=Joh. Heinr. Meyer&lt;br /&gt;
   |Ort=Braunschweig&lt;br /&gt;
   |Datum=1989&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-926701-07-2&lt;br /&gt;
   |Seiten=349–369}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118704362}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20110516225705/http://www.bundesgerichtshof.de/DE/BGH/Praesidenten/Heusinger/heusinger_node.html Eintrag auf Seiten des Bundesgerichtshofes]&lt;br /&gt;
* [http://www.oberlandesgericht-braunschweig.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=17002&amp;amp;article_id=65371&amp;amp;_psmand=101 Geschichte des OLG]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste BGH-Präsidenten&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Präsidenten des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Präsidenten des Oberlandesgerichtes Celle&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Präsidenten des Oberlandesgerichtes Braunschweig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118704362|VIAF=32791008}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Heusinger, Bruno}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident (Bundesgerichtshof)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident (Niedersächsischer Staatsgerichtshof)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident des Oberlandesgerichts Braunschweig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident des Oberlandesgerichts Celle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Landgericht Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Major (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Niedersächsischen Landesmedaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Verdienstkreuzes des Niedersächsischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator des Karlsruher Instituts für Technologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Holzminden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Anwärter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1987]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Heusinger, Bruno&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Präsident des Bundesgerichtshofs&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. März 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Holzminden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. August 1987&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Celle]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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