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	<title>Bruno Grothe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T20:03:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bruno_Grothe&amp;diff=2534776&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-09-19T23:22:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bruno.Grothe.JPG|miniatur|Bruno Grothe als Zeuge bei den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bruno Karl Cäsar Albert Grothe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Dezember]] [[1898]] in [[Hamburg]]; † [[2. Mai]] [[1973]] ebenda&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister Standesamt Hamburg-Fuhlsbüttel Nr. 707/1973.&amp;lt;/Ref&amp;gt;) war ein deutscher Polizeibeamter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Grothe wurde als unehelicher Sohn der Elise Cecilie Dorothea Achtermann und des Bruno Carl Albert Grothe geboren. Er trug zunächst den Nachnamen Achtermann, erhielt aber nach der Heirat der Eltern am 21. April 1900 den Nachnamen des Vaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Jugend besuchte Grothe von 1904 bis 1912 die Volksschule in Hamburg. Anschließend arbeitete er in kaufmännischen Betrieben als Gehilfe, bevor er im November 1916 zum Kriegsdienst im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] eingezogen wurde. Nach dem Krieg trat Grothe in den Polizeidienst ein, in dem er bis 1934 in der [[Schutzpolizei (Weimarer Republik)|Schutzpolizei]] und [[Kriminalpolizei]] verwendet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der 1930er Jahre führte Grothe die Bezeichnung eines Kriminalassistenten.&amp;lt;ref&amp;gt;Berliner Adressbuch 1934: Grothe, Bruno Kriminalassistent, Schlossplatz 3; Berliner Adressbuch 1935/1936/1937 : Grothe, Kriminalassistent, Urbanstraße 124; Berliner Adressbuch 1938/1943: Grothe, Bruno, Kriminalassistent Rossstraße 17–18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1934 wurde Grothe vom [[Der Polizeipräsident in Berlin|Berliner Polizeipräsidium]] in das [[Geheimes Staatspolizeiamt (Berlin)|Geheime Staatspolizeiamt]] versetzt, in dem er als Bearbeiter in die Abteilung III (Abwehr) kam, die zu dieser Zeit von [[Günther Patschowsky]] geleitet wurde. Als Kriminalsekretär hatte Grothe dort vor allem England betreffende Angelegenheiten zu betreuen. Während der [[Röhm-Putsch|Röhm-Affäre]] im Sommer 1934 war Grothe mit dem Abtransport der im Berliner Regierungsviertel ermordeten Opfer der Aktion befasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Berliner Adressbüchern der 1930er und 1940er Jahre ist er als Kriminalassistent und später als Kriminalsekretär mit Wohnsitz in der Urbanstraße 124 bzw. der Rooßstraße 17 verzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Errichtung des [[Reichssicherheitshauptamt]]es und der damit einhergehenden organisatorischen Umgliederung der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]-Zentrale blieb Grothe in der Abwehrabteilung, die nun als Gruppe IV E firmierte. Innerhalb der Abwehrabteilung wurde er zu dieser Zeit dem von Kriminalrat [[Ernst Schambacher|Schambacher]] geleiteten Referat IV E 4 zugeteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard R. Doerries, Gerhard L. Weinberg: &amp;#039;&amp;#039;Hitler&amp;#039;s intelligence chief. Walter Schellenberg.&amp;#039;&amp;#039; Enigma Books, New York City 2009, ISBN 978-1-929631-77-3, S.&amp;amp;nbsp;30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an den [[Venlo-Zwischenfall]] vom Herbst 1939&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Koblank: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.venlo-zwischenfall.de Der Venlo-Zwischenfall]&amp;#039;&amp;#039;, Online-Edition Mythos Elser 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; war Grothe mit der Betreuung der bei dieser Gelegenheit in deutsche Gefangenschaft geratenen englischen Agenten [[Sigismund Payne Best]] und [[Richard Henry Stevens]] beauftragt: Er verhörte die beiden bis 1944 wiederholt und beaufsichtigte ihre Unterbringung im [[KZ Sachsenhausen]]. Hierzu hatte er einen persönlichen Auftrag von Walther Schellenberg erhalten. Beide sagten nach dem Krieg zu seinen Gunsten aus, u.&amp;amp;nbsp;a. dass auf seine Beschwerde bei Schellenberg dieser sich dafür eingesetzt hätte, ihre leichte Fesselung als Häftlinge aufzuheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Best beschrieb Grothe in seinen Erinnerungen als einen „netten kleinen Mann namens Grothe“ (nice little man named Grothe), der eine Art „allgemeines Faktotum“ (general factotum) des Gestaphauptquartiers gewesen sei: Wenn Dinge, wie ein Stuhl, ein Tisch oder ein Bleistift gebraucht wurde, sei nach ihm gerufen worden und er habe die gewünschten Dinge schnell herbeigeschafft. Ihn, Best, habe Grothe mit Dingen wie Sandwiches, Äpfeln und Zigaretten versorgt und ihn dabei so zuvorkommend und menschlich behandelt, dass sie „echte Freunde“ (real friends) geworden seien. Es habe ihm während seiner ganzen Haftzeit „großen Trost“ (great comfort) gegeben, zu wissen, dass dieser „freundliche Gnom“ (friendly gnome) in der Gewaltigkeit der Gestapozentrale in seiner Nähe zu wissen. Best resümierte daher, dass er nicht ausdrücken können, „wie stark“ er in Grothes Schuld stehen würde, aufgrund der Hilfe und aufgrund des Trostes, die dieser ihm während der Jahre seiner Gefangenschaft gespendet habe („I cannot express how much I am indebted to him for his help and the comfort he gave me.“). Überhaupt sei er ein „durch und durch anständiger Kerl“ (thoroughly decent fellow) gewesen, der von den nazistischen Gedankengut „ziemlich unverseucht“ (quite uncontaminated) gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Nigel Jones: &amp;#039;&amp;#039;The Venlo Incident. A True Story of Double-Dealing, Captivity, and a Murderous Nazi Plot&amp;#039;&amp;#039;, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs war Grothe an der Durchführung der von [[Heinrich Himmler]] im Rahmen einer Übereinkunft mit [[Folke Bernadotte]] und dem schwedischen Roten Kreuz veranlassten Überführung einiger tausend KZ-Häftlinge nach Schweden beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde Grothe als Zeuge im Rahmen der [[Nürnberger Prozesse]] vernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.archives.gov/research/captured-german-records/microfilm/m1019.pdf Liste der Zeugen der Nürnberger Prozesse.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seinen Mithäftlingen in der alliierten Internierungshaft zählte unter anderem der frühere Reichskanzler [[Franz von Papen]], den Grothe über die Hintergründe der Röhm-Affäre aufklärte. In Papens Memoiren &amp;#039;&amp;#039;Der Wahrheit eine Gasse&amp;#039;&amp;#039; berichtet Papen hierüber, wobei er Grothe als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bruno G.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Papen: Der Wahrheit eine Gasse, S. 365.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Entlassung aus der Gefangenschaft im Internierungs- und Arbeitslager Dachau im April 1948 ließ Grothe sich in Hamburg nieder. Im Rahmen seiner Entnazifizierung wurde Grothe 1949 in die Kategorie V („entlastet“) eingestuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960er Jahren wurde Grothe im Rahmen verschiedener Ermittlungsverfahren bundesdeutscher Behörden zu NS-Verbrechen verhört: So zum Verbleib des ehemaligen Gestapo-Chefs [[Heinrich Müller (Gestapo)|Heinrich Müller]] sowie im Rahmen der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft beim [[Kammergericht]] in Berlin gegen die Angehörigen des ehemaligen RSHA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Seit dem 24. März 1927 war Grothe mit der Agnes Kurtzahn verheiratet.&amp;lt;ref&amp;gt;Heiratsregister Standesamt Berlin I Nr. 104/1927.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Sigismund Payne Best]]: &amp;#039;&amp;#039;The Venlo Incident. A True Story of Double-Dealing, Captivity, and a murderous Nazi Plot&amp;#039;&amp;#039;, 2009.&lt;br /&gt;
* Netherlands Staten-Generaal: &amp;#039;&amp;#039;Verslag houdende de uitkomsten van het onderzoek: Neutraliteitspolitiek. Vertrek van de regering de eerste maanden in London&amp;#039;&amp;#039;, 1949, S. 108f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.ifz-muenchen.de/archiv/zs/zs-0722.pdf Protokoll einer Vernehmung Grothes von 1948] (PDF-Datei; 817&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-11-06}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grothe, Bruno}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichssicherheitshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalpolizist (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1973]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Grothe, Bruno&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Grothe, Bruno Karl Cäsar Albert (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Gestapobeamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Dezember 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Mai 1973&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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