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	<title>Bruno Gleitze - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T13:04:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bruno_Gleitze&amp;diff=276259&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PaulAsimov: Angaben zur Parteimitgliedschaft chronologisch in den Fließtext</title>
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		<updated>2026-01-16T17:05:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Angaben zur Parteimitgliedschaft chronologisch in den Fließtext&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bruno Gleitze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. August]] [[1903]] in [[Berlin]]; † [[17. November]] [[1980]] ebenda) war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler, Hochschullehrer und Politiker der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]. Der [[Gleitze-Plan]] ist ein nach ihm benanntes Konzept für die Beteiligung der Arbeitnehmer am Produktionsvermögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bruno Gleitze war der Sohn eines Berliner Tischlers. Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte er von 1917 bis 1919 eine Lehre in der Kommunalverwaltung. Er trat 1919 in die SPD ein und wurde im gleichen Jahr zum Vorsitzenden der [[Sozialistische  Arbeiterjugend|Berliner Arbeiterjugend]] gewählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;https://kgparl.de/wp-content/uploads/1998/02/der-gesamtdeutsche-ausschuss_kgparl_biefang-andreas-1.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; 1923 organisierte er in enger Kooperation mit [[Kurt Löwenstein]], dem damaligen Stadtrat für Volksbildungswesen in Berlin-Neukölln, und [[Fritz Karsen]] den ersten Arbeiter-Abiturientenkurs an der späteren [[Karl-Marx-Schule (Berlin-Neukölln)]], den er selber mit dem Abitur abschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;Henriette Hättich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Demokratie braucht Demokraten.&amp;#039;&amp;#039; 2015, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der [[Friedrich-Ebert-Stiftung]] erhielt als einer der ersten Studierenden ein Stipendium für sein Studium der Wirtschafts- und Staatswissenschaften in Berlin. Sein Examen als Diplom-Volkswirt absolvierte er 1930. Als Student übernahm er eine führende Rolle in der Sozialistischen Studentenschaft. So wurde er 1932 zum Vorsitzenden der [[Sozialistische Studentenschaft Deutschlands und Österreichs|Sozialistischen Studenteninternationale]] gewählt. Nach der Machtübernahme der NSDAP wurde er kurzzeitig in [[Justizvollzugsanstalt Plötzensee|Plötzensee]] inhaftiert. Er blieb danach lange ohne Anstellung und lebte mit seiner neu gegründeten Familie von der [[Sozialpolitik im Nationalsozialismus|Arbeitslosenfürsorgeunterstützung]] (Alfu). Erst Ende 1935 wurde er Betriebsstatistiker bei der [[AEG]] in Berlin&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/1966/53/klassenkaempfer-auf-dem-ministerstuhl Ingrid Neumain: Klassenkämpfer auf dem Ministerstuhl, Die Zeit, 30. Dezember 1966]&amp;lt;/ref&amp;gt;; er war dort als Angestellter tätig, als er 1941 [[Promotion (Doktor)|promoviert]] wurde.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gleitze Parkfriedhof Neukölln Urnenhain Abt 104 Nr 304.jpg|mini|277x277px|Familiengrab auf dem Parkfriedhof Neukölln]]&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg war er von 1946 bis 1948 Hochschullehrer an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Humboldt-Universität]], darunter als Gründungsdekan der neuen Wirtschaftswissenschaftlichen&lt;br /&gt;
Fakultät, und leitete die für die [[sowjetische Besatzungszone]] zuständige [[Deutsche Zentralverwaltung für Statistik]]. Mit der [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED|Zwangsvereinigung]] wurde er Mitglied der [[SED]], wurde aber nach seiner [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|Flucht nach West-Berlin]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; wieder SPD-Mitglied. Er flüchtete 1948 nach West-Berlin und arbeitete ab 1949 am&lt;br /&gt;
[[Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung|Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung]] in Berlin-Dahlem. Von 1956 bis 1968 leitete er das Wirtschaftswissenschaftliche Institut des Deutschen&lt;br /&gt;
Gewerkschaftsbundes, dessen Geschäftsführung er seit 1954 angehörte. Daneben war er Mitglied des [[Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands|Forschungsbeirates für Fragen der&lt;br /&gt;
Wiedervereinigung Deutschlands]]. Zusätzlich war er von 1966 bis 1967 kurzfristig [[Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen|Minister für Wirtschaft,&lt;br /&gt;
Mittelstand und Verkehr]] von Nordrhein-Westfalen. Gleitze beschäftigte sich intensiv mit Fragen überbetrieblicher Vermögensbildung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/stufogeschichte/ausstellung/bruno-gleitze.html Biografie von Bruno Gleitze bei der Friedrich-Ebert-Stiftung]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1957 entwarf er sein Modell, den sogenannten Gleitze-Plan, bei dem [[Arbeitnehmer]] durch gesetzliche Regelungen an der Kapitalbildung der [[Unternehmen]] beteiligt werden sollten. Alle Großunternehmen sollten laut Gleitze mindestens zehn Prozent ihrer Bruttogewinne an einen überbetrieblichen sogenannten Sozialkapitalfonds abtreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bruno Gleitze wurde auf dem [[Parkfriedhof Neukölln]] in Berlin-Britz bestattet (Urnenhain, Abt. 104, Nr. 304).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1967: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz]] des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Statistisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Mohr, Tübingen 1935. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Konjunkturkriminalität. Eine statistische Untersuchung über die konjunkturellen und demographischen Einflüsse auf die Kriminalitätsentwicklung.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1941 (= Dissertation Universität Berlin) (2. Aufl. Bund-Verlag, Köln 1966). &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ostdeutsche Wirtschaft. Industrielle Standorte und volkswirtschaftliche Kapazitäten des ungeteilte Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1956. &lt;br /&gt;
* (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wirtschafts- und sozialstatistisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. Bund-Verlag, Köln 1960.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Industrie der Sowjetzone unter dem gescheiterten Siebenjahrplan&amp;#039;&amp;#039; (= Wirtschaft und Gesellschaft in Mitteldeutschland, Bd. 2). Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1964.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sozialkapital und Sozialfonds als Mittel der Vermögenspolitik&amp;#039;&amp;#039; (= WWI-Studie zur Wirtschaftsforschung, Bd. 1). Bund-Verlag, Köln 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Friedrich Lenz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Wirtschafts- und Gesellschaftsgestaltung. Festschrift für Bruno Gleitze zum 65. Geburtstag am 4. August 1968.&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1968, {{DNB|456061371}}.&lt;br /&gt;
* Karl Christian Thalheim: &amp;#039;&amp;#039;Bruno Gleitze als Wirtschafts- und Kulturforscher. Als Festgabe anlässlich seines 75. Geburtstages.&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1978, ISBN 3-428-04283-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bodo B. Gemper (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stabilität im Wandel. Wirtschaft und Politik unter dem evolutionsbedingten Diktat. Festschrift für Bruno Gleitze zum 75. Geburtstage.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, Duncker &amp;amp; Humblot, 1978, ISBN 3-428-04302-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bruno Gleitze: &amp;#039;&amp;#039;Sozialkapital und Sozialfonds als Mittel der Vermögenspolitik.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;WWI-Studie.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 1). Köln-Deutz 1968, {{DNB|456761446}}.&lt;br /&gt;
* Bruno Gleitze: &amp;#039;&amp;#039;Sozialkapital aus Beteiligung an vollzogener Vermögensbildung der Grossbetriebe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ertragsbeteiligung der Arbeitnehmer – Internationale Tagung der Sozialakademie Dortmund.&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1965, {{DNB|451165292}}, S. 53–57.&lt;br /&gt;
* Hildegard Wiegmann: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.uni-muenster.de/Ejournals/index.php/jcsw/article/viewFile/1030/975 Breitere Vermögensstreuung. Pläne - Möglichkeiten - Grenzen].&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 6&amp;amp;nbsp;MB). In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 2, Münster 1961, S. 147–229&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
[[Kabinett Kühn I]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118539752}}&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=45789116|Titel=Paradies der Reichen|Seiten=38ff.|Nr=31|Jahr=1969}}&lt;br /&gt;
* [http://protokolle.archive.nrw.de/ Kabinettsprotokolle der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen]&lt;br /&gt;
* Henriette Hättich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Demokratie braucht Demokraten. Studienförderung als gesellschaftspolitische Aufgabe.&amp;#039;&amp;#039; [[Friedrich-Ebert-Stiftung]] Abteilung Studienförderung, Bonn 2015, ISBN 978-3-89892-850-2. (Im Internet einsehbar unter: [https://library.fes.de/pdf-files/studienfoerderung/11210.pdf Demokratie braucht Demokraten])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Wirtschaftsminister Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Verkehrsminister Nordrhein-Westfalen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118539752|LCCN=no/95/13094|VIAF=109710445}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gleitze, Bruno}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsminister (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Verkehrsminister (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behördenleiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gleitze, Bruno&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Wirtschaftswissenschaftler, Hochschullehrer und Politiker (SPD)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. August 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. November 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PaulAsimov</name></author>
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