<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Brunnenlebermoos</id>
	<title>Brunnenlebermoos - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Brunnenlebermoos"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Brunnenlebermoos&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T00:15:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Brunnenlebermoos&amp;diff=323641&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DMaag: /* Literatur */ Verlinkung ergänzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Brunnenlebermoos&amp;diff=323641&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-24T16:37:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Verlinkung ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Brunnenlebermoos&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Marchantia polymorpha&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Marchantia&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Marchantiaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Marchantiales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Marchantiidae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Marchantiopsida&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Moos 5774.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Brunnenlebermoos (&amp;#039;&amp;#039;Marchantia polymorpha&amp;#039;&amp;#039;), sich über ein Laubmoos hinweg ausbreitend&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brunnenlebermoos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Marchantia polymorpha&amp;#039;&amp;#039;) ist die wohl bekannteste [[Art (Biologie)|Art]] der [[Marchantiopsida]], sie wurde bereits von [[Carl von Linné|Linné]] beschrieben. Der Gattungsname ehrt den französischen Arzt, Apotheker und Botaniker Nicholas Marchant (?–1678).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burkhardt2022&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brunnenlebermoos war das [[Moos des Jahres]] 2013 in Österreich und Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://naturschutzbund.at/moos-leser/items/id-2013-brunnenlebermoos.html &amp;#039;&amp;#039;Moos des Jahres 2013&amp;#039;&amp;#039;] beim Naturschutzbund Österreich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Thallus]] der Pflanze ist bandartig und bis zu 2 cm breit und 10 cm lang, an den Rändern mit deutlichen Einkerbungen und einer Mittelrippe. Wie bei allen [[Marchantiales]] ist die Unterseite des Thallus mit sogenannten Bauchschuppen versehen, beim Brunnenlebermoos sind es drei verschiedene Formen: große entlang der Mittelrippe, abgerundete am vorderen Rand des Thallus und lange, schmale auf der restlichen Unterseite. Gestalt und Kombination der Bauchschuppen sind ein taxonomisches Merkmal für die Bestimmung der Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Thallus finden sich neben den mit bloßem Auge erkennbaren Poren die runden Brutbecher, in denen kleine, abgeflachte [[Brutkörper]] schwimmen. Wenn diese aus dem Brutbecher herausgeschwemmt oder -geschlagen werden, keimen sie am neuen Ort und ermöglichen der Pflanze so die [[Vegetative Vermehrung|vegetative Fortpflanzung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelligen [[Rhizoid]]en, mit denen die Pflanze sich im Boden verankert, können über 1 cm lang werden, damit stellen sie die längsten Zellen in der Klasse der Lebermoose überhaupt dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brunnenlebermoos ist [[Diözie|zweihäusig]]. Die Gametangienträger (Gametangiophoren) sind mehrere Zentimeter hoch gestielte Thallusteile. Die männlichen Gametangienträger (Antheridiophoren) sind scheibenförmig mit schwach gelapptem Rand, die weiblichen (Archegoniophoren) hingegen sternförmig (schirmgestellartig mit 9–11 Strahlen). Aus den Antheridiophoren entlassene Spermatozoiden werden von Regentropfen unter die Schirmchen der Archegoniophoren gespritzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ein instruktives Foto zeigt die unterschiedliche Stielhöhe der Gametangienträger, die den Regentransport der Spermatozoiden von der Oberfläche der männlichen hinauf zur Unterseite der weiblichen Gametangiophoren erleichtert: {{Literatur |Autor=Bruno P. Kremer, Hermann Muhle |Hrsg=Gunter Steinbach |Titel=Flechten, Moose, Farne. Europäische Arten |Verlag=Mosaik Verlag |Ort=München |Datum=1991 |Seiten=85 oben links}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die danach aus den miteinander verschmolzenen [[Gamet]]en entstehenden [[Sporophyt]]en bestehen aus winzigen Kapseln, die sich an der Unterseite der Archegoniophoren bilden. Pro Pflanze werden dabei bis zu 7 Millionen [[Spore]]n gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:marchantia polymorpha.jpeg|mini|Detailaufnahme des Thallus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Marchantia polymorpha subsp. ruderalis 040910.jpg|mini|Unterart &amp;#039;&amp;#039;ruderalis&amp;#039;&amp;#039; mit  Brutbechern]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brunnenlebermoos Marchantia polymorpha.jpg|mini|Brunnenlebermoos in Blumenkasten (Unterart &amp;#039;&amp;#039;ruderalis&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Marchantia polymorpha HC2.jpg|mini|In den Bechern lassen sich bereits Jungpflanzen (Klone) erkennen, die mit den nächsten Regentropfen herausgeschleudert werden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brunnenlebermoos ist die am weitesten verbreitete und zugleich eine der häufigsten Arten der Lebermoose. Es kommt weltweit auf allen Kontinenten, von den Tropen bis in arktische Regionen, vor. Für sein Gedeihen sind weder bestimmte Licht- noch Bodenverhältnisse relevant, nur eine gewisse Grundfeuchte ist wichtig. Die Pflanze gilt als unempfindlich gegen Luftverschmutzung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roger Phillips |Titel=Das Kosmosbuch der Gräser, Farne, Moose, Flechten. Ein großer Kosmos-Naturführer |TitelErg=Unter Mitarbeit von Alan Eddy (Moose) u.&amp;amp;nbsp;a. |Auflage=3 |Verlag=Kosmos – Gesellschaft der Naturfreunde, Franckh’sche Verlagshandlung |Ort=Stuttgart |Datum=1987 |ISBN=3-440-05504-3 |Seiten=157}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und schwermetallresistent. Sie besiedelt nicht selten auch Standorte im städtischen Raum, vom Blumentopf bis zur Pflasterfuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem [[Typus (Nomenklatur)|Typus]] (&amp;#039;&amp;#039;Marchantia polymorpha&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;polymorpha&amp;#039;&amp;#039;) existieren zwei weitere Unterarten:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marchantia polymorpha&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;ruderalis&amp;#039;&amp;#039; {{person|Bischl. &amp;amp; Boiss.-Dub.}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marchantia polymorpha&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;montivagans&amp;#039;&amp;#039; {{person|Bischl. &amp;amp; Boiss.-Dub.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunnenlebermoos (früher auch &amp;#039;&amp;#039;Steinleberkraut&amp;#039;&amp;#039; und lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Hepatica saxatilis&amp;#039;&amp;#039; genannt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://waimann.de/abbild/476.html Leonhart Fuchs: Das Kräuterbuch von 1543].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ru.wikisource.org/wiki/%D0%A1%D1%82%D1%80%D0%B0%D0%BD%D0%B8%D1%86%D0%B0:Annenkov1878_bot_slovar.djvu/232 Quelle aus dem 19. Jahrhundert].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Andreas Mettenleiter]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Juliusspital in Würzburg. Band III: Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Oberpflegeamt der Stiftung Juliusspital Würzburg anlässlich der 425jährigen Wiederkehr der Grundsteinlegung. Stiftung Juliusspital Würzburg (Druck: Bonitas-Bauer), Würzburg 2001, ISBN 3-933964-04-0, S. 801: „Stein leber Krauth &amp;#039;&amp;#039;Saxatilis&amp;#039;&amp;#039;“, in &amp;#039;&amp;#039;Oeconomia&amp;#039;&amp;#039; von 1579.&amp;lt;/ref&amp;gt;) wurde wegen seiner Ähnlichkeit mit Tierlebern früher als Heilmittel bei Lebererkrankungen (und wie andere „Lungenkräuter“ gegen [[Tuberkulose]]) gegeben, daher rührt der Name der gesamten Klasse. Als solches ist es mittlerweile außer Gebrauch.&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass Lebermoose eine stark [[fungizid]]e Wirkung haben und somit erfolgreich zur Behandlung von Haut- und [[Nagelpilz]]en eingesetzt werden können. Es wird berichtet, dass die Wirkung um ein Vielfaches stärker ist als bei kommerziell erhältlichen Fungiziden.&amp;lt;ref&amp;gt;X. Z. Wu, A. X. Cheng, L. M. Sun, S. J. Sun, H. X. Lou: &amp;#039;&amp;#039;Plagiochin E, an antifungal bis(bibenzyl), exerts its antifungal activity through mitochondrial dysfunction-induced reactive oxygen species accumulation in Candida albicans.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Biochim Biophys Acta]].&amp;#039;&amp;#039; 1790(8), Aug 2009, S. 770–777. PMID 19446008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Modelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Modell von Marchantia polymorpha, ganzer weiblicher Hut -Brendel Nr. 140-.jpg|Ganzer weiblicher Hut&lt;br /&gt;
Modell von Marchantia polymorpha, Sporangium -Brendel Nr. 144-.jpg|Sporangium&lt;br /&gt;
Modell von Marchantia polymorpha, Brutknospe -Brendel Nr. 148-.jpg|Brutknospe&lt;br /&gt;
Modell von Marchantia polymorpha, Brutbecher mit Brutknospen -Brendel Nr. 142-.jpg|Brutbecher mit Brutknospen&lt;br /&gt;
Modell des Archegoniums von Marchantia polymorpha -Brendel Nr. 141-.jpg|Archegonium&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Dietmar Aichele]], Heinz-Werner Schwegler |Titel=Unsere Moos- und Farnpflanzen |Reihe=Kosmos-Naturführer |Auflage=1 |Verlag=Kosmos – Gesellschaft der Naturfreunde, Franckh’sche Verlagshandlung |Ort=Stuttgart |Datum=1956 |Seiten=146–147 u. ö.}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Roger Phillips |Titel=Das Kosmosbuch der Gräser, Farne, Moose, Flechten. Ein großer Kosmos-Naturführer |TitelErg=Unter Mitarbeit von Alan Eddy (Moose) u.&amp;amp;nbsp;a. |Auflage=3 |Verlag=Kosmos – Gesellschaft der Naturfreunde, Franckh’sche Verlagshandlung |Ort=Stuttgart |Datum=1987 |ISBN=3-440-05504-3 |Seiten=156-157 |Originaltitel=Grasses, Ferns, Mosses &amp;amp; Lichens of Great-Britain and Ireland |Originalsprache=en |Originaljahr=1980 |Originalort=London |Übersetzer=Bruno P. Kremer}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Bruno P. Kremer, Hermann Muhle |Hrsg=Gunter Steinbach |Titel=Flechten, Moose, Farne. Europäische Arten |Reihe=Steinbachs Naturführer |BandReihe=20 |Verlag=Mosaik Verlag |Ort=München |Datum=1991 |ISBNdefekt=3-570-6652-5 |Seiten=84-85}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jan-Peter Frahm |Titel=Biologie der Moose |Verlag=Spektrum Akademischer Verlag |Ort=Heidelberg/Berlin |Datum=2001 |ISBN=3-8274-0164-X |Seiten=39-41}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Michael Sauer |Hrsg=Martin Nebel, Georg Philippi |Titel=Marchantia L. – Brunnenlebermoos |Sammelwerk=Die Moose Baden-Württembergs |Band=3 |Verlag=Eugen Ulmer |Ort=Stuttgart |Datum=2005 |ISBN=3-8001-3278-8 |Seiten=109–112}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burkhardt2022&amp;quot;&amp;gt;Lotte Burkhardt 2022: Eine Enzyklopädie zu eponymischen Pflanzennamen: Von Menschen &amp;amp; ihren Pflanzen – Berlin: Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin. – {{DOI|10.3372/epolist2022}}, Berlin 2022.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commons|Marchantia polymorpha|Brunnenlebermoos (&amp;#039;&amp;#039;Marchantia polymorpha&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Moos des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marchantiopsida (Klasse)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DMaag</name></author>
	</entry>
</feed>