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	<title>Bruchwald - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Fice: Die letzte Textänderung von ~2026-14478-98 wurde verworfen und die Version 262187568 von Derkoenig wiederhergestellt.</title>
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		<updated>2026-03-06T13:11:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-14478-98&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-14478-98&quot;&gt;~2026-14478-98&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/262187568&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/262187568&quot;&gt;262187568&lt;/a&gt; von Derkoenig wiederhergestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bruchwald (Plauer Stadtwald).JPG|mini|Bruchwald in [[Plau am See]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Trendelmoor-2021-ml (6).jpg|mini|Birkenbruchwald im [[Trendelmoor]] ([[Schleswig-Holstein]])]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bruchwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈbʁʊχ}}-], auch [{{IPA|ˈbʁuːχ}}-];&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Bruch_Moor &amp;#039;&amp;#039;Bruch.&amp;#039;&amp;#039;] Duden online.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusammensetzung mit dem Wort &amp;#039;&amp;#039;[[Bruch (Landschaft)|Bruch]]&amp;#039;&amp;#039; für [[Feuchtgebiet]]; regional auch &amp;#039;&amp;#039;Broich&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Brook&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Brok&amp;#039;&amp;#039;) ist ein permanent nasser, örtlich überstauter, langfristig gefluteter, sumpfiger [[Wald]]. Damit lässt er sich vom zeitweilig gefluteten [[Sumpfwald]] und vom regelmäßig gefluteten [[Auwald]] abgrenzen; beide sind durch kürzere und ausgeprägtere Wasserstandsänderungen gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biotop ==&lt;br /&gt;
Die [[Landschaftsökologie]] und die [[Vegetationskunde]] fassen den Begriff Bruchwald relativ eng. Ein „echter“ Bruchwald zeichnet sich demnach durch folgende Merkmale aus:&lt;br /&gt;
* Die Standorte sind permanent [[grundwasser]]nah; Schwankungen des über oder knapp unter Flur befindlichen [[Grundwasserspiegel]]s sind im Jahresverlauf in der Regel geringer als einen Meter.&lt;br /&gt;
* Überschwemmungen finden vorwiegend im zeitigen Frühjahr (nach Schneeschmelze) statt und dauern über mehrere Wochen bis Monate an.&lt;br /&gt;
* Bei Überschwemmungen werden – im Gegensatz zu Auenwäldern – kaum anorganische [[Lockersediment]]e wie Sand und Schlick eingetragen und abgelagert.&lt;br /&gt;
* Der Oberboden besteht aus einer mindestens 10 bis 20 Zentimeter mächtigen, vom Wald selbst erzeugten [[Torf]]schicht aus mehr oder weniger zersetztem Pflanzenmaterial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen idealtypischen Ausprägungen treten in der Landschaft Übergänge zu anderen Waldgesellschaften auf, die sich durch Abweichungen bestimmter [[exogen]]er Standortfaktoren wie [[Base (Chemie)|Basen-]] und Nährstoffversorgung, Anteil von mineralischem Substrat, Dauer von Überschwemmungen, Bewegtheit des Wasserkörpers, [[anthropogen]]e Eingriffe (beispielsweise in den Wasserhaushalt) und anderes mehr ergeben und zu einer anderen Vegetationszusammensetzung führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Formen von Nasswäldern in Mitteleuropa sind unter anderem [[Auwald|Auenwälder]], Quellwälder und nasse Ausprägungen von Eichen-Hainbuchen- sowie Birken-Eichen-Wäldern. Bruchwaldähnliche Wälder, die aber beispielsweise nicht das Kriterium der entsprechenden Torfmächtigkeit erfüllen, werden im [[Naturschutz]] oft als „sonstige Sumpfwälder“ klassifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Olaf von Drachenfels (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Kartierschlüssel für Biotoptypen in Niedersachsen. Stand September 1994.&amp;#039;&amp;#039; – Naturschutz und Landschaftspflege in Niedersachsen, A/4, ISBN 3-922321-69-0, S.&amp;amp;nbsp;1–192.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies gilt selbst dann, wenn sowohl die dominierenden Baumarten als auch die Pflanzenarten der [[Krautschicht]] (siehe unten) denen von „echten“ Bruchwäldern gleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ungestörter Bruchwald wird als natürliche, [[Azonale Vegetation|azonale Waldgesellschaft]] verstanden, die ein stabiles [[Klimaxstadium]] der Vegetation unter diesen Standortbedingungen darstellt. Alle Gesellschaften von echten Bruchwäldern sind landschaftsökologisch als von Baumbewuchs geprägte [[Moor]]e aufzufassen. Je nach der [[Hydrologie]] des jeweiligen Moortyps und der daraus resultierenden Basen- und Nährstoffversorgung handelt es sich um Formen minerotropher [[Niedermoor]]e oder – hydrologisch mitunter aber gestörter – hauptsächlich regengespeister [[Übergangsmoor|Übergangs-]] und [[Hochmoor]]e. Insbesondere Letztere werden auch Moorwälder genannt und zeichnen sich durch mäßig bis stark [[pH-Wert|saure]] Böden aus. Manche Autoren verwenden die Begriffe (Sauer-)Bruchwald und [[Moorwald]] synonym, andere differenzieren zwischen primärem Bruchwald und sekundärem Moorwald auf entwässerten Armmoor-Standorten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weitgehend unberührtes Bruchwaldgebiet gibt es im ehemaligen [[Landkreis Elchniederung]] (heute Oblast Kaliningrad/Russland). Allein das [[Großes Moosbruch|Große Moosbruch]] umfasste 125 Quadratkilometer und galt als größtes geschlossenes Hochmoor im [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.cranzwestend.de/elchniederung.html |titel=Die Urlandschaft |werk=Cranz Westend |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170620195517/http://www.cranzwestend.de/elchniederung.html |archiv-datum=2017-06-20 |abruf=2017-06-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bruchwaldtypen in Mitteleuropa ==&lt;br /&gt;
{{Anker|Erlenbruch|Schwarzerlen-Bruchwald}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlenbrüche ===&lt;br /&gt;
{{Weiterleitungshinweis|Erlenbruchwald|Siehe auch: [[Erlenbruchwald (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwaanhavel.JPG|mini|[[Schwaanhavel]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2010 06 13 TLF 06.jpg|mini|Erlenbruchwald bei [[Uhyst (Spree)|Uhyst]] in der [[Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet|Teichlausitz]]]]&lt;br /&gt;
Erlenbruchwälder wachsen häufig auf besser nährstoffversorgten Niedermoorböden mit Schwerpunkt in planaren bis [[submontan]]en Regionen. Namensgebend ist die dominante [[Charakterart]] [[Schwarzerle]] (&amp;#039;&amp;#039;Alnus glutinosa&amp;#039;&amp;#039;). Typisch ist bei den Bäumen der mit Stelzwurzeln versehene Stammfuß; dank ihrer [[Adventivwurzel]]n kann die Schwarzerle die starke Vernässung und auch schwankende Wasserstände vergleichsweise besser verkraften als viele andere Baumarten. Der Unterwuchs (Krautschicht) ist [[seggen]]reich (beispielsweise mit der [[Walzen-Segge]], &amp;#039;&amp;#039;Carex elongata&amp;#039;&amp;#039; oder der [[Sumpf-Segge]], &amp;#039;&amp;#039;Carex acutiformis&amp;#039;&amp;#039;); häufig sind freie Wasserflächen ausgebildet, in denen die [[Kleine Wasserlinse]] (&amp;#039;&amp;#039;Lemna minor&amp;#039;&amp;#039;) flottiert. Weitere kennzeichnende Pflanzenarten dieses Biotoptyps sind der [[Bittersüßer Nachtschatten|Bittersüße Nachtschatten]] (&amp;#039;&amp;#039;Solanum dulcamara&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Drachenwurz|Schlangenwurz]] (&amp;#039;&amp;#039;Calla palustris&amp;#039;&amp;#039;). An Hochstauden siedeln hier unter anderem [[Wasserschierling]] (&amp;#039;&amp;#039;Cicuta virosa&amp;#039;&amp;#039;), [[Wasserdost]] (&amp;#039;&amp;#039;Eupatorium cannabinum&amp;#039;&amp;#039;), [[Ufer-Wolfstrapp]] (&amp;#039;&amp;#039;Lycopus europaeus&amp;#039;&amp;#039;), [[Gewöhnlicher Gilbweiderich]] (&amp;#039;&amp;#039;Lysimachia vulgaris&amp;#039;&amp;#039;), [[Blutweiderich]] (&amp;#039;&amp;#039;Lythrum salicaria&amp;#039;&amp;#039;), [[Zungen-Hahnenfuß]] (&amp;#039;&amp;#039;Ranunculus lingua&amp;#039;&amp;#039;) und [[Fluss-Ampfer]] (&amp;#039;&amp;#039;Rumex hydrolapathum&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflanzensoziologisch wird der Verband der Erlenbruchwälder (Alnion glutinosae) je nach hydrologisch-[[edaphisch]]en Standortbedingungen sowie der [[Biogeographie|Pflanzengeographie]] in Mitteleuropa in die folgenden Assoziationen differenziert:&lt;br /&gt;
* Moorseggen-Erlenbruch, Carici laevigatae-Alnetum (euatlantisch)&lt;br /&gt;
* Walzenseggen-Erlenbruch, Carici elongatae-Alnetum (subatlantisch-subkontinental)&lt;br /&gt;
* Torfmoosreicher Erlenwald, Sphagno-Alnetum (in den Hochlagen der [[Mittelgebirge]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Nährstoffversorgung können darin weitere Subassoziationen unterschieden werden; beim häufigsten und am weitesten verbreiteten Walzenseggen-Erlenbruchwald beispielsweise der nährstoffreiche Schwertlilien-Erlenbruch, der Typische Erlenbruch mit Sumpf-Seggen oder Sumpffarn sowie der mesotraphente Moorbirken-Erlenbruch. Nach Entwässerungsmaßnahmen finden sich je nach vormaliger Untergesellschaft brombeer-, farn- oder brennnesselreiche Degenerationsstadien, die nach der [[Mineralisation]] des Torfkörpers eher Feucht- bis Sumpfwälder darstellen. Der so genannte Schaumkraut-Erlenbruch bzw. Erlen-Quellwald (unter anderem mit [[Milzkräuter]]n und [[Bitteres Schaumkraut|Bitterem Schaumkraut]]) bildet eine Übergangsgesellschaft zu den Erlen-Eschen-Auenwäldern aus dem Alno-Ulmion (Hartholzaue) und wird oft eher diesen zugerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist eine Vorstufe von (Erlen-)Bruchwäldern bildet in der [[Sukzession (Biologie)|Sukzessionsabfolge]] der pflanzensoziologische Verband Salicion cinereae (Weidengebüsche und Bruchwälder), der auf nassen [[anmoorigen|Anmoor]] [[Gley]]en oder Niedermoortorfen wächst und von Strauchweiden wie der namensgebenden [[Asch-Weide|Grau-Weide]] und der [[Ohr-Weide]] bestimmt wird. Weitere Kennarten verschiedener Assoziationen dieses Verbandes sind beispielsweise die [[Eschen (Pflanzengattung)|Esche]], [[Strauch-Birke]], die [[Lorbeer-Weide]] und der [[Gagelstrauch|Gagel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Birkenbruch|Kiefernbruch|Fichtenbruch}}Birken-, Kiefern- und Fichtenbrüche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Giebelmoor Birkenbruch nass.jpg|mini|Birkenbruchwald im [[Giebelmoor]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birkenbruchwälder wachsen auf relativ nährstoffarm-sauren Torfböden am Rand von Hoch- und Zwischenmooren sowie an [[Dystrophie (Ökologie)|dystrophen]] Gewässern. Sekundär können auch degradierte, also entwässerte Hochmoorstandorte von Birken- bzw. Kiefern-Nasswäldern ([[Moorwald|Moorwäldern]]) eingenommen werden. Auf sehr sauer-nährstoffarmen Standorten (zentrale Hochmoorflächen) entwickeln sich lediglich Moorgehölze mit eingeschränkter Wuchskraft. Bei günstigerer Nährstoffversorgung der Standorte nehmen diese einen Waldcharakter an. Die Krautschicht ist vielfach durch die Dominanz von [[Torfmoose]]n (&amp;#039;&amp;#039;Sphagnum&amp;#039;&amp;#039;), bei teilentwässerten Ausprägungen durch [[Chamaephyt|Zwergsträucher]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Vaccinium]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Blaues Pfeifengras|Pfeifengras]] (&amp;#039;&amp;#039;Molinia caerulea&amp;#039;&amp;#039;) oder [[Adlerfarn]] (&amp;#039;&amp;#039;Pteridium aquilinum&amp;#039;&amp;#039;) gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Konkurrenzvorteil von [[Moorbirke]]n und [[Waldkiefer]]n gegenüber der Schwarzerle besteht insbesondere auf solchen Moorböden, deren Basenversorgung ein gewisses Minimum unterschreitet. Ob sich dann eher Moorbirken, Waldkiefern oder auch [[Gemeine Fichte|Fichten]] als Hauptbaumart durchsetzen, hängt von der großklimatischen Lage ab: Im atlantisch-subatlantisch geprägten Nordwesten Mitteleuropas tritt die Moorbirke in den Vordergrund, im subkontinentalen bis kontinentalen Bereich neben dieser auch die Kiefer, in Gebirgen und in Nordosteuropa die Fichte. An mäßig basenversorgten Übergangsstandorten treten entsprechende intermediäre Formen zwischen Birken- und Erlenbruchwald auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflanzensoziologisch werden innerhalb des Verbandes der Birken- und Kiefernbruchwälder (Betulion pubescentis) folgende Gesellschaften unterschieden:&lt;br /&gt;
* Birkenbruchwald, Betuletum pubescentis: Atlantisch-subatlantisch verbreiteter, lichter Moorbirkenwald auf nährstoffarmen Torfböden am Rand von Hochmooren sowie dystrophen Gewässern im nass-oligotrophen Bereich.&lt;br /&gt;
* Rauschbeer-Waldkiefern-Bruchwald, Vaccinio uliginosi-Pinetum sylvestris: Subatlantisch bis subkontinental vorkommende, natürliche, lichte Moorwälder aus Moor-Waldkiefern (&amp;#039;&amp;#039;Pinus sylvestris&amp;#039;&amp;#039; fo. &amp;#039;&amp;#039;turfosa&amp;#039;&amp;#039;) und Moorbirken; verbreitet im nordwestdeutschen Tiefland.&lt;br /&gt;
* Kiefernbruchwald, Ledo-Pinetum sylvestris: Nordisch-kontinental verbreitete Gesellschaft an Moorrändern (in Deutschland östlich der [[Elbe]]) mit der [[Differentialart]] [[Sumpfporst]] (&amp;#039;&amp;#039;Ledum palustre&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Karpatenbirkenbruch, Betuletum carpaticae: Lichter Birken-Moorwald mit der Differentialart [[Karpaten-Birke]] (&amp;#039;&amp;#039;Betula pubescens&amp;#039;&amp;#039; ssp. &amp;#039;&amp;#039;carpatica&amp;#039;&amp;#039;) an den Rändern quelliger Hoch- und Zwischenmoore in den montanen Lagen der Mittelgebirge, beispielsweise im [[Ebbegebirge]], im [[Spessart]], [[Solling]] und [[Kaufunger Wald]].&lt;br /&gt;
{{Anker|Vaccinio-Piceetum|Vaccinio-Piceetea}}&lt;br /&gt;
Darüber hinaus werden Fichtenbruchwälder in der Klasse der boreal-subalpinen Nadelwälder (Vaccinio-Piceetea) eingeordnet und hierbei unter anderem die Assoziationen&lt;br /&gt;
* Fichten-Moorwald, Vaccinio-Piceetum (in der montanen bis subalpinen Höhenstufe der Alpen und in Mittelgebirgen) und&lt;br /&gt;
* [[Bergkiefer]]n-Moorwald, Vaccinio uliginosi-Pinetum rotundatae („Spirkenmoore“ im Alpenvorland und in diversen Mittelgebirgen) unterschieden.&lt;br /&gt;
Bei der erstgenannten fungiert die Fichte (&amp;#039;&amp;#039;Picea abies&amp;#039;&amp;#039;) als Differentialart, bei der Letzteren die Moor-[[Spirke]] (&amp;#039;&amp;#039;Pinus&amp;#039;&amp;#039; × &amp;#039;&amp;#039;rotundata&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Pinus mugo&amp;#039;&amp;#039; ssp. &amp;#039;&amp;#039;uncinata&amp;#039;&amp;#039;) als Charakterart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bruch- und Moorwälder ==&lt;br /&gt;
=== Moorwälder in Nordamerika ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Larix laricina.jpg|mini|Moorwald&amp;lt;!-- mit Schwarz-Fichte und Ostamerikanischer Lärche--&amp;gt; in Minnesota]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Everglades}}&lt;br /&gt;
In der [[Boreale Zone|borealen Zone]] Nordamerikas sind Moorwälder mit [[Schwarz-Fichte]] (&amp;#039;&amp;#039;Picea mariana&amp;#039;&amp;#039;) und [[Ostamerikanische Lärche|Ostamerikanischer Lärche]] (&amp;#039;&amp;#039;Larix laricina&amp;#039;&amp;#039;) sowie [[Abendländischer Lebensbaum|Abendländischem Lebensbaum]] (&amp;#039;&amp;#039;Thuja occidentalis&amp;#039;&amp;#039;) entwickelt. Im Süden und Südosten der [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] existieren Sumpfmoore und Moorwälder, die sich aus der [[Sumpfzypresse]] (&amp;#039;&amp;#039;Taxodium distichum&amp;#039;&amp;#039;) und dem [[Tupelobaum]] (&amp;#039;&amp;#039;Nyssa aquatica&amp;#039;&amp;#039;) zusammensetzen. Bekanntestes Beispiel sind die Everglades in Florida. Es handelt sich um Überflutungsmoore in Flusstälern und im Küstenbereich oder durch Zulaufwasser gespeiste Versumpfungsmoore.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Bruchmoore in Südamerika ===&lt;br /&gt;
=== Moorregenwälder im Kongobecken Afrikas ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Torfwälder in Südostasien ===&lt;br /&gt;
[[Indonesien]]s Wälder sind überwiegend auf mächtigen Torf[[flöz]]en aufgewachsen. Hier, vor allem auf [[Sumatra]] und [[Borneo]], finden sich die größten [[Moor#Tropische Waldmoore|Torfwälder]] weltweit, deren Bäume bis zu 50 Meter hoch werden können. Diese Moore umfassen insgesamt etwa 170.000&amp;amp;nbsp;km², also fast die Hälfte der Fläche Deutschlands. Auf einem Hektar finden sich bis zu 120 Baumarten. Charakteristisch ist auch die hohe Vielfalt an [[Kannenpflanzen]]. Ursachen für die Torfbildung sind ein sehr geringes Gefälle des Geländes und die großen Wassermassen, welche die Flüsse aus dem Landesinneren in die Küstenebenen bringen. In der Regenzeit staut sich das Wasser und überflutet den Waldboden monatelang. Die Torfwälder in Indonesien und Malaysia werden in erschreckendem Maße für die Anlage von [[Palmöl]]-Plantagen vernichtet. Häufig werden sie dazu angezündet. Im Sommer 2015 haben die Waldbrände extreme Ausmaße angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Gefährdet sind Bruchwälder in Europa insbesondere durch Entwässerung und die anschließende land- oder forstwirtschaftliche Nutzung, wie beispielsweise die Aufforstung mit biotopfremden Baumarten (insbesondere [[Bastard-Schwarz-Pappel|Hybridpappeln]]). [[Eutrophierung]] ist als weitere Gefährdungsursache insbesondere der nährstoffarmen Untergesellschaften anzusehen, da hierbei starkwüchsige, [[nitrophil]]e Stauden die konkurrenzschwächeren Moorpflanzen verdrängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Moor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Elsbruch Saarmund.JPG|mini|Elsbruch in [[Saarmund]]]]&lt;br /&gt;
Naturnahe Sauer-Bruchwälder (primäre Moorwälder) werden als „prioritäre Lebensraumtypen“ im Anhang I der [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie]] der EU aufgeführt (Natura 2000-Code 91D0&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/natura2000/Dokumente/91D0_Moorwaelder.pdf &amp;#039;&amp;#039;LRT 91D0* – Moorwälder&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 816&amp;amp;nbsp;kB). [[Bundesamt für Naturschutz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;). Für solche Vorkommen müssen eigens Schutzgebiete eingerichtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere in [[Brandenburg]] werden die noch erhaltenen Erlenbrüche auch als [[Elsbruch]] bezeichnet. Els ist der [[Niederdeutsche Sprache|niederdeutsche]] Ausdruck für Erle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Erlenbruchwälder in Brandenburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bruchwald bei Ehrenburg]]&lt;br /&gt;
* [[Bruchwald Grötzingen]]&lt;br /&gt;
* [[Maudacher Bruch]]&lt;br /&gt;
* [[Luch (Landform)]]&lt;br /&gt;
* [[Zehlaubruch]]&lt;br /&gt;
* [[Bruch (Landschaft)]]&lt;br /&gt;
* [[Feuchtgebiet]]&lt;br /&gt;
* [[Sumpf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinz Ellenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen in ökologischer Sicht.&amp;#039;&amp;#039; 4., verbesserte Auflage. Ulmer, Stuttgart 1986, ISBN 3-8001-3430-6.&lt;br /&gt;
* Richard Pott: &amp;#039;&amp;#039;Die Pflanzengesellschaften Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; UTB für Wissenschaft, Ulmer Verlag, Stuttgart 1992, ISBN 3-8252-8067-5.&lt;br /&gt;
* [[Michael Succow]], Lebrecht Jeschke: &amp;#039;&amp;#039;Moore in der Landschaft: Entstehung, Haushalt, Lebewelt, Verbreitung, Nutzung und Erhaltung der Moore.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Harry Deutsch, Thun/Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-87144-954-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Carrs|Bruchwald}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Florian Siegert |Titel=Brennende Regenwälder |Sammelwerk=[[Spektrum der Wissenschaft]] |Datum=2004-02 |Seiten=27 |Online=https://www.spektrum.de/pdf/sdw-04-02-s024-pdf/835734?file |Format=PDF |KBytes=352}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4333508-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldtyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moorwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flurname]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fice</name></author>
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