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	<title>Bruce-Effekt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T07:35:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bruce-Effekt&amp;diff=1403615&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Datumsformat im Einzelnachweis korrigiert, Kleinkram</title>
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		<updated>2024-01-07T19:45:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Datumsformat im Einzelnachweis korrigiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bruce-Effekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine bei [[Säugetiere]]n auftretende Form der vorzeitigen Beendigung der [[Schwangerschaft]] bei Kontakt des Weibchens mit dem Geruch eines fremden Männchens. Der Effekt ist bei mindestens 12 [[Nagetiere|Nagetierarten]] bekannt, am bekanntesten ist er bei der [[Hausmaus]]. Benannt ist er nach [[Hilda M. Bruce]], die diesen Zusammenhang 1959 entdeckte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hilda M. Bruce: &amp;#039;&amp;#039;An Exteroceptive Block to Pregnancy in the Mouse.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nature]].&amp;#039;&amp;#039; 184/105, 11. Juli 1959, [[doi:10.1038/184105a0]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bruce-Effekt wird durch einen [[Olfaktorische Wahrnehmung|olfaktorischen]] Stimulus ausgelöst – also über den Geruchssinn. Bei Mäusen ist die Wahrnehmung des [[Urin]]s eines fremden Männchens ausreichend. Dabei wird beim Weibchen das Hormon [[Prolaktin]] reduziert, der [[Östrogen]]spiegel dagegen erhöht, was das Wachstum der [[Uterus]]schleimhaut verhindert und die [[Nidation]] der [[Blastozyste]] unmöglich macht, schließlich folgt eine [[Fehlgeburt]]. Diese „Schwangerschafts-Blockierung“ ist besonders wirksam, wenn ein unbekanntes Männchen zum trächtigen Weibchen gebracht wird. Der Effekt ist nur in den ersten drei Tagen der Schwangerschaft zu beobachten. Danach haben die vom Männchen stammenden [[Wirbeltierpheromone|Pheromone]] keine Wirkung mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es für diesen Effekt kaum Nachweise bei freilebenden Tieren gibt, ist allerdings umstritten, ob es sich dabei nicht um ein nur unter [[Laborbedingungen]] auftretendes [[Artefakt (Diagnostik)|Artefakt]] handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jerry. O. Wolff: &amp;#039;&amp;#039;Laboratory Studies with Rodents: Facts or Artifacts?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;BioScience.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 53 (2003), No. 4, S. 421–427, ([http://www.bioone.org/doi/abs/10.1641/0006-3568%282003%29053%5B0421%3ALSWRFO%5D2.0.CO%3B2 Abstract])&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings veröffentlichten im Februar 2012 Forscher von der [[University of Michigan]] eine Studie, die erstmals einen umfassenden Nachweis des Bruce-Effekts bei wildlebenden Tieren erbringen soll. Dabei wurden bei [[Dschelada|Blutbrustpavianen]] (&amp;#039;&amp;#039;Theropithecus gelada&amp;#039;&amp;#039;) aus dem äthiopischen [[Simien-Nationalpark]] 80 % der Schwangerschaften innerhalb einer Woche abgebrochen, nachdem das dominante Männchen ersetzt wurde. Weiterhin legen Daten zu den Geburtenintervallen der Weibchen nahe, dass ein solcher Schwangerschaftsabbruch den Fortpflanzungserfolg eines Weibchens erhöhen kann, dessen Nachkommen sonst [[Infantizid (Zoologie)|infantizid]]gefährdet wären. Der Bruce-Effekt könnte somit eine evolutionär entwickelte Strategie der Weibchen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Eila K. Roberts, Amy Lu, Thore J. Bergman &amp;amp; Jacinta C. Beehner: &amp;#039;&amp;#039;A Bruce Effect in Wild Geladas.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Science]].&amp;#039;&amp;#039; 23. Februar 2012, [[doi:10.1126/science.1213600]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Spiegel Online: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,817332,00.html Paviane: Neuer Chef verursacht Fehlgeburten].&amp;#039;&amp;#039; 24. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem sorgen die Männchen durch das Auslösen der Schwangerschaftsabbrüche dafür, dass sie sich selbst häufiger fortpflanzen können, da die Weibchen nun wieder in der Lage sind, Junge von dem „neuen“ Männchen zu bekommen – ähnlich den [[Löwe]]n- oder [[Languren]]männchen, die häufig die Jungtiere der Weibchen töten, wenn sie in ein neues Rudel stoßen.&amp;lt;ref&amp;gt;R. Dawkins: &amp;#039;&amp;#039;The Selfish Gen.&amp;#039;&amp;#039; 1976, S. 147 (2006-Edition, ISBN 978-0-19-929114-4).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2017 wurde erkannt, dass bei Mäusen das Pheromon ESP1 &amp;#039;&amp;#039;(exocrine gland-secreting peptide)&amp;#039;&amp;#039; die Schwangerschaft behindert und dem Bruce-Effekt zugrunde liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |last1=Hattori |first1=T. |last2=Osakada |first2=T. |date=2017 |title=Exocrine gland-secreting peptide 1 is a key chemosensory signal responsible for the Bruce effect in mice. |url= https://www.cell.com/current-biology/fulltext/S0960-9822(17)31177-6 |journal= Cell |volume=27 |issue=20 |pages=3197– 3201. e3. |doi= 10.1016/j.cub.2017.09.013 |pmid=29033330 |access-date=2024-01-07 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wilfried Westheide, Reinhard Rieger: &amp;#039;&amp;#039;Spezielle Zoologie. Teil 2: Wirbel- oder Schädeltiere.&amp;#039;&amp;#039; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2004, ISBN 3-8274-0900-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fortpflanzung (Zoologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paarungsverhalten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunikation (Biologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Riechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nagetier als Thema]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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