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	<title>Britpop - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: neuer Sortierschlüssel für &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Musik_(Vereinigtes_K%C3%B6nigreich)&quot; title=&quot;Kategorie:Musik (Vereinigtes Königreich)&quot;&gt;Kategorie:Musik (Vereinigtes Königreich)&lt;/a&gt;: &amp;quot;Pop&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Britpop&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Musikstil und eine aus [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] stammende Musikbewegung, die Anfang der 1990er Jahre entstand und sich durch eine Rückbesinnung auf die Traditionen britischer, gitarrenlastiger Rock- und Popmusik auszeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Noel Gallagher2.jpg|mini|Noel Gallagher von Oasis (2005)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blur Newcastle 2009 Coxon James.jpg|mini|Blur (2009)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund/Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der beiden wichtigsten Quellen ist dabei der britische [[Indie-Rock|Independent]] der späten 1980er Jahre mit Bands wie [[The Stone Roses]] oder [[The Smiths]]. Allerdings zielt der Britpop im Gegensatz zu diesen Bands auf ein breites Publikum und knüpft deswegen ebenfalls an die Größen der Popmusik der 1960er Jahre wie [[The Beatles]], [[The Kinks]] oder [[The Rolling Stones]] an. Bekannte Vertreter des Britpop sind [[Oasis]], [[Blur]] oder [[Pulp (Band)|Pulp]]. Erstere haben sich bis zu ihrer Auflösung 2009 als eine der erfolgreichsten Bands in der Rockszene etabliert, wie sich auf ihrer letzten Welttour 2005/06 zeigte, wo sie Stadien mit bis zu 80.000 Fans erreichten. Weitere Vertreter sind [[The Verve]], [[Suede]], [[Supergrass]] und [[Ash (Band)|Ash]]. In der Regel kommen die Gruppen aus England, prominente Ausnahmen sind z.&amp;amp;nbsp;B. [[Travis]] (Schottland) oder die Waliser [[Manic Street Preachers]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegung hat sich als Reaktion auf die verschiedenen musikalischen und kulturellen Trends der späten 1980er und frühen 1990er Jahre entwickelt. [[Acid House]] und das Aufkommen von [[Hip-Hop]] führten zu einem wieder wachsenden Interesse an den rhythmischen Songs des [[Independent]], was im [[Madchester]] mündete. Durch diese Strömung wurde die eher traditionelle Gitarrenmusik nebensächlich. Die [[Shoegazing]]bewegung stellte sich mit einem eher [[psychedelisch]]en, relativ eintönigen Sound, der stark von Bands wie [[The Jesus and Mary Chain]] und [[My Bloody Valentine]] geprägt war, gegen den Trend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Britpop sah sich teilweise als Gegenströmung zum US-amerikanischen [[Grunge]]. Im Zuge der US-amerikanischen Invasion von Bands wie [[Nirvana (US-amerikanische Band)|Nirvana]], [[Mudhoney]], [[Pearl Jam]], [[Soundgarden]] und [[Alice in Chains]] strebten einige britische Bands wie [[Bush (Band)|Bush]] nach der Nachahmung des Grunges. Andere setzten die Imitation des Madchester, als Teil der Baggybewegung, fort. Die britische Musikpresse blieb davon unbeeindruckt und bejubelte weiterhin etablierte US-Bands wie [[Dinosaur Jr.]] und [[Sonic Youth]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprünge und Einflüsse ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Morrissey-Alexander-Film (cropped).jpg|mini|Morrissey, Sänger der Smiths]]&lt;br /&gt;
Die Britpopgruppen wurden sehr stark von der Gitarrenmusik der 1960er und 1970er Jahre beeinflusst. Eine besondere Rolle spielten hierbei die zwei Trends des [[Rock ’n’ Roll]] der [[British Invasion]]: die Eckpfeiler des [[Rocker|Rocks]] wie [[The Beatles]] und [[The Rolling Stones]] und die [[Mod (Subkultur)|Modbands]] wie [[The Who]], [[The Kinks]] und [[Small Faces|The Small Faces]]. Relativ einflussreich waren auch die [[Glam Rock]]er der 1970er und 1980er Jahre wie [[David Bowie]] und [[T. Rex]] und die [[Punk (Musik)|Punk]]- und [[New Wave|New-Wave]]-Bands wie die [[Sex Pistols]], [[The Clash]], [[Duran Duran]], [[The Jam]], [[The Police]], [[Madness]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Moody |Titel=Blur: &amp;#039;We were young, good-looking and in the best band in the world&amp;#039; |Sammelwerk=The Guardian |Datum=2014-03-05 |ISSN=0261-3077 |Online=https://www.theguardian.com/music/2014/mar/05/blur-girls-and-boys-1994 |Abruf=2019-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und die [[Buzzcocks]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Independent-Bands der 1980er Jahre wie [[The Smiths]], [[The Jesus and Mary Chain]] und [[James (Band)|James]] waren die direkten Vorläufer des Britpop. Die Madchesterbewegung war ein weiterer großer Einfluss auf den Britpop. Die Bewegung wurde von Bands wie [[The Stone Roses]], [[Happy Mondays]] und [[Inspiral Carpets]] (für die [[Noel Gallagher]] von [[Oasis]] damals als Roadie arbeitete) angeführt. Ein weiterer indirekter Einfluss waren die [[C86]]-Bands, die hauptsächlich poppige Independent-Gitarrenmusik spielten. Viele Bands, die später unter der Bezeichnung Britpop zusammengefasst wurden, wie [[Primal Scream]], starteten als C86-Bands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungeachtet seiner Geringschätzung von [[Shoegaze]] und Grunge dieser Zeit gingen einige Elemente beider Stilrichtungen in beständige Aspekte des Britpops ein. Noel Gallagher betrachtete [[Ride (Band)|Ride]] (deren Mitglied [[Andy Bell (Bassist)|Andy Bell]] zwischenzeitlich bei Oasis spielte) als einen Hauptursprung des Britpops, während [[The Boo Radleys]] [[Dinosaur Jr.]] als Quelle des Britpops angaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Bewegung 1994 in den Vordergrund trat, bleibt unbestimmt, wann sie begann. Wegen seines großen Einflusses auf spätere Bands wird das 1989 erschienene Debütalbum der [[The Stone Roses|Stone Roses]] als erstes Britpop-Album angesehen. Noel Gallagher behauptet, dass das Debütalbum von [[The La’s]] das erste Britpop-Album war. Andere weisen diese Ehre auch dem Debütalbum von Oasis, dem von [[Suede]] oder &amp;#039;&amp;#039;Modern Life is Rubbish&amp;#039;&amp;#039; von [[Blur]] zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
=== Weller, „The Modfather“ und Blur mit „Modern Life is Rubbish“ (1991–1993) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Paul Weller1.jpg|mini|Paul Weller, der „Modfather“ (2009)]]&lt;br /&gt;
[[Paul Weller]] wird als einer der Initiatoren der Bewegung besonders gerühmt. Seine Soloalben &amp;#039;&amp;#039;Paul Weller&amp;#039;&amp;#039; (1991) und &amp;#039;&amp;#039;Wild Wood&amp;#039;&amp;#039; (1993) werden als grundlegende Kraft der Bewegung angesehen. Sein Einfluss auf den Britpop und die Verbindung zur Wiederbelebung des [[Mod (Subkultur)|Mod]] brachte ihm den Spitznamen &amp;#039;&amp;#039;The Modfather&amp;#039;&amp;#039; ein. Er bot den Bands durch seine Aufnahmen einen Leitfaden, trat aber auch mit vielen Britpop-Bands auf. [[Simon Fowler]] und [[Damon Minchella]] von [[Ocean Colour Scene]] spielten in seiner Begleitband und Weller spielte bei dem Britpop-Song &amp;#039;&amp;#039;Champagne Supernova&amp;#039;&amp;#039; von Oasis Gitarre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Schlüsselrolle bei der Entstehung des Britpop spielte die Band [[Blur]]. Während Weller Modelemente zum Britpop beisteuerte, brachte Blur die frühe Medienaufmerksamkeit und Chart-Erfolg mit ihrem Album &amp;#039;&amp;#039;Modern Life is Rubbish&amp;#039;&amp;#039;. Das Album bewegte den Sound von Blur langsam vom Shoegazing ihres Debütalbums &amp;#039;&amp;#039;[[Leisure (Album)|Leisure]]&amp;#039;&amp;#039; zum schnörkeligen Popsound, der sich an den Eigenarten von [[The Kinks]] orientiert. Im Rückblick enthielt &amp;#039;&amp;#039;Modern Life is Rubbish&amp;#039;&amp;#039; viele Text-, Harmonie-, Akkord- und Soundelemente, sowie den entschlossenen Gesang, der später typisch für den Britpop wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Mod (Subkultur)|Modszene]] hatte einen großen Einfluss im musikalischen oder modischen Bereich auf viele Bands, darunter [[Blur]], [[Ocean Colour Scene]] und [[Menswe@r]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Britpop und die Cool-Britannia-Bewegung (1994–1996) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Oasis Noel and Liam WF.jpg|mini|Oasis-Konzert 2005]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Britpop wird etwa seit 1987 benutzt, als er im [[Sounds Magazin]] geprägt wurde. Die Bezeichnung Britpop kam etwa gleichzeitig mit dem Begriff [[Young British Artists|Britart]] auf. Trotzdem kam der Begriff erst 1994 ins Massenbewusstsein, als er intensiv von Magazinen wie [[New Musical Express]], [[Melody Maker]], Select und [[Q (Zeitschrift)|Q]] benutzt wurde. Das Wort eroberte langsam die Massenmedien. Die große Bekanntheit des Wortes wurde besonders deutlich, als ein Artikel im [[The Guardian]] erschien, in dem ein Redakteur des [[Oxford English Dictionary]] behauptete, dass der Begriff Britpop das Jahr 1995 am besten beschreiben würde. Britpop wurde 1997 in das Oxford English Dictionary aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1993 verhalf das Select Magazin dem britischen Stolz zu einem Aufschwung, als ein Bild des [[Suede]]-Sängers [[Brett Anderson]] mit dem [[Union Jack]] im Hintergrund und dem Satz „Yanks go home!“ auf dem Cover des Magazins abgedruckt wurde. Die Ausgabe enthielt Artikel über Suede, [[The Auteurs]], [[Denim (Band)|Denim]], [[Saint Etienne (Band)|Saint Etienne]] und [[Pulp (Band)|Pulp]]. In den folgenden Jahren dominierten englische Bands die Musikzeitschriften. Größtenteils waren dies neue Bands, aber auch etablierte Bands, die mit der Britpop-Bewegung verbunden wurden, profitierten von dieser Tatsache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach kamen die ersten Wellen der Anerkennung durch die Musikpresse für das, was [[New Musical Express]] als [[New Wave of New Wave]] betitelte. Dies bezeichnete am Anfang eher [[Punk (Musik)|punkige]] Bands wie [[Elastica]], [[S*M*A*S*H]] und [[These Animal Men]]. Obwohl die letzteren beiden ziemlich schnell aus dem Rampenlicht verschwanden, war die Musikpresse zögerlich bei der Anerkennung der Bands, die sie als unbekannte Bands einstufte. Dazu gehörten Oasis, [[Shed Seven]] und [[Whiteout]]. Als jedoch [[The Charlatans (englische Band)|The Charlatans]] und [[Inspiral Carpets]] neue Alben veröffentlichten, bekamen auch die anderen Bands die einen melodischeren Stil verfolgten größere Anerkennung in der Presse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pulp @ Esplande Park (23 7 2011) (5993006163).jpg|mini|links|Jarvis Cocker, Sänger von Pulp (2011)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fans des Britpops streiten darüber, welches Album der Bewegung zum Durchbruch verhalf. Oasis’ Debütalbum &amp;#039;&amp;#039;[[Definitely Maybe]]&amp;#039;&amp;#039;, Blurs drittes Album &amp;#039;&amp;#039;[[Parklife]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Suede&amp;#039;&amp;#039; von [[Suede]] sind Kandidaten dafür (alle 1994 veröffentlicht). Diese Alben definieren die Britpop-Bewegung und ebneten den Weg für viele weitere Bands. Das Album &amp;#039;&amp;#039;His ’n’ Hers&amp;#039;&amp;#039; von [[Pulp (Band)|Pulp]] wurde auch zu dieser Zeit veröffentlicht, Pulp erreichte allerdings erst mit dem 1995 veröffentlichten Album &amp;#039;&amp;#039;Different Class&amp;#039;&amp;#039; Mainstreamerfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Bewegung ging es außer um die Musik auch um britischen Stolz, den Medienhype und das Image der Bands. Suede war die erste der Bands der neuen Musikrichtung, die von der britischen Musikpresse als Antwort auf den US-amerikanischen Grunge aus [[Seattle]] gehandelt wurde. Das Debütalbum von Suede wurde das am schnellsten verkaufte Debütalbum in der Geschichte Großbritanniens. Dieser Titel musste jedoch später an &amp;#039;&amp;#039;Definitely Maybe&amp;#039;&amp;#039; von [[Oasis]] abgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 erreichte die Britpop-Bewegung ihren Höhepunkt. Der berühmte &amp;#039;&amp;#039;Battle of the Bands&amp;#039;&amp;#039; nannte Blur und Oasis als Hauptbewerber um den Titel &amp;#039;&amp;#039;Kings of Britpop&amp;#039;&amp;#039;. Angespornt von den Medien entwickelte sich ein Kampf zwischen zwei Gruppen: [[Noel Gallagher|Noel]] und [[Liam Gallagher]], die den Norden Englands sowie eher Arbeiter und Geringverdiener vertraten, und [[Damon Albarn]] und Alex James, die den Süden und so den gebildeteren Mittelstand repräsentierten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bbc.co.uk/music/sevenages/events/indie/blur-vs-oasis/ bbc.co.uk]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Wettkampf wurde dadurch verkörpert, dass Oasis und Blur ihre Singles &amp;#039;&amp;#039;Roll with It&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Country House&amp;#039;&amp;#039; zum gleichen Zeitpunkt herausbrachten. So gewann dieser Wettbewerb die Aufmerksamkeit der Massenmedien und schaffte es in die BBC News. Als der Wettkampf in die zweite Runde ging, trat Pulp mit ihrer Single &amp;#039;&amp;#039;Common People&amp;#039;&amp;#039; gegen &amp;#039;&amp;#039;Trash&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Beautiful Ones&amp;#039;&amp;#039; von Suede an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende gewann Blur den Kampf mit 274.000 verkaufte Platten vor Oasis mit 216.000 verkauften Singles. Die Songs belegten durchgehend die Chartplätze eins und zwei. Auf lange Zeit gesehen gewann jedoch das Album &amp;#039;&amp;#039;[[(What’s the Story) Morning Glory?]]&amp;#039;&amp;#039; von Oasis und wurde viermal häufiger verkauft als das Album &amp;#039;&amp;#039;[[The Great Escape]]&amp;#039;&amp;#039; von Blur. &amp;#039;&amp;#039;(What’s the Story) Morning Glory?&amp;#039;&amp;#039; verkaufte sich insgesamt über 22 Millionen Mal und ist damit auf Platz fünf der britischen Alben. Das zweite Album von Oasis wird von vielen als das Britpop-Album schlechthin gesehen. Es war in Großbritannien eine Zeit lang populär auf die Frage „What’s the story?“ &amp;#039;&amp;#039;(deutsch: Was gibt’s?)&amp;#039;&amp;#039; mit „Morning Glory“ zu antworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Verve.JPG|mini|The Verve (2008)]]&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit sah man den neuen, jungen Anführer der [[Labour Party]], [[Tony Blair]], aufsteigen. Blair verkörperte die Träume und Wünsche der britischen [[Gegenkultur]] und viele Bands wie Oasis und Blur bewunderten ihn. Noel Gallagher erschien auch auf mehreren öffentlichen Terminen und brachte seine Unterstützung Tony Blairs zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer Oasis, Blur, Pulp und Suede veröffentlichten 1995 auch andere Britpop-Bands Singles und Alben, die die Essenz der Bewegung erfassten und die Haltung der [[Cool Britannia|Cool-Britannia-Bewegung]] einnahmen. Zu diesen Bands gehörten [[Supergrass]], [[Cast (Band)|Cast]] und [[Radiohead]]. Die Cool Britannia Bewegung wurde auch durch poppige Sommerhits von Bands wie [[Dodgy]], [[Sleeper]], [[The Boo Radleys]] und [[Echobelly]] symbolisiert. 1995 veröffentlichten [[The Verve]] ihr Album &amp;#039;&amp;#039;A Northern Soul&amp;#039;&amp;#039;. Das Album floppte jedoch und führte dazu, dass die Band sich trennte. Für das Album &amp;#039;&amp;#039;Urban Hymns&amp;#039;&amp;#039; fand sich The Verve 1997 aber wieder – zumindest für kurze Zeit – zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Massenmedien tauften die Bewegung „Third British Invasion“ &amp;#039;&amp;#039;(deutsch: dritte britische Invasion)&amp;#039;&amp;#039;, da sich die Bewegung so großer Popularität in der Bevölkerung erfreute und sich bestimmte Einflüsse der verschiedenen Strömungen in der Musik der Bands widerspiegelte. Dies führte dazu, dass zwischen den Bands Konflikte entstanden, die teilweise von den Medien provoziert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei :Travis-Wiltern-21Nov2007.jpg|mini|Travis (2007)]]&lt;br /&gt;
Die [[BRIT Awards]] von 1996 waren eine Feier des Britpops mit vielen nominierten Britpopbands. Die Verleihung war voll mit der Rivalität zwischen Oasis und Blur. Als Oasis den Preis für das beste britische Album gewann verhöhnten die Gallagherbrüder Blur mit einer betrunkenen Darbietung von deren größtem Hit &amp;#039;&amp;#039;Parklife&amp;#039;&amp;#039;, wobei Liam Gallagher den Text in „Shite-Life“ änderte. Oasis gewann außerdem den Preis für das beste britische Video. Beide Preise wurden im vorherigen Jahr von Blur gewonnen. [[Paul Weller]] gewann 1996 zum zweiten Mal in Folge den Preis für den besten männlichen Künstler und [[Supergrass]] gewann den Preis für die beste Newcomerband. Die Feier war voll gepackt mit hochkarätigen Auftritten, es war aber Pulp-Frontmann [[Jarvis Cocker]], der allen die Show stahl, als er während des Auftritts von [[Michael Jackson]] die Bühne betrat und sein Missfallen zum Ausdruck brachte. Jarvis Cocker wurde festgenommen, bald wieder auf freien Fuß gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Großteil der Britpop-Bands aus [[England]] kam gab es auch einige Ausnahmen. [[Super Furry Animals]], [[Space (britische Band)|Space]], [[Catatonia]], [[Gorky’s Zygotic Mynci]], [[Manic Street Preachers]] und [[Stereophonics]] waren aus [[Wales]]; [[The Gyres]], [[The Supernaturals]], [[Travis]] und [[Belle and Sebastian]] waren aus [[Schottland]]. Dies führte dazu, dass lokale Medien Bands mit „Cool Cymru“ und „Cool Caledonia“, in Anlehnung an &amp;#039;&amp;#039;Cool Britania&amp;#039;&amp;#039;, zu bezeichnen. Trotz des Vorwurfs, auf den Südosten fokussiert zu sein, entwickelte sich der Britpop zu einer wirklich britischen Musik- und Kulturbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausklang der Bewegung (1997–1999) ===&lt;br /&gt;
Ende 1996 ging die Hysterie um die Bewegung zurück, was daran lag, dass die hohen Erwartungen der Fans nicht erfüllt wurden und die Bands wegen ihrer Drogenexzesse am Ende waren. Bands wie [[Blur]], [[Oasis]] und [[Suede]] erlangten eine große Aufmerksamkeit der Medien durch ihren massiven Alkohol- und Drogenkonsum. Die Veröffentlichungen der Anführer der Bewegung, Oasis und Blur, im Jahr 1997 waren der Schlüssel zur Abwärtsbewegung des Britpops. Das dritte Album von Oasis &amp;#039;&amp;#039;[[Be Here Now]]&amp;#039;&amp;#039; verkaufte sich anfangs sehr gut, konnte mit der Zeit aber nicht mehr der Kritik der Fans, Journalisten und auch Noel Gallagher selbst standhalten. Blurs fünftes Album &amp;#039;&amp;#039;[[Blur (Album)|Blur]]&amp;#039;&amp;#039; wurde von den Kritikern besser aufgenommen, da es, anders als bei Oasis, eine stilistische Entwicklung der Band erkennen ließ. Trotzdem nahmen die Fans den neuen Sound von Blur nicht sofort an. Die Band bewegte sich von ihrem ursprünglichen Sound weg zu einem Stil, der vom amerikanischen [[Low Fidelity]] beeinflusst war. Dieser neue Sound von Blur fand erst mit der Veröffentlichung der Single &amp;#039;&amp;#039;[[Song 2]]&amp;#039;&amp;#039;, die zu einem überraschenden Welthit avancierte, großen Anklang bei den Fans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Radiohead.jpg|mini|Radiohead]]&lt;br /&gt;
Während die bekannten kämpfen mussten, gerieten nun Bands wie [[Radiohead]] und [[The Verve]] in den Fokus der Medien, obwohl Radiohead auch schon früher erfolgreiche Singles hatte. Diese zwei Bands, besonders aber Radiohead, zeigten deutlich mehr esoterische Einflüsse aus den 1960er und 1970er Jahren, als alle anderen Britpop-Bands. Als die Britpop-Bewegung 1997 verblasste, veröffentlichten Radiohead und The Verve ihre Alben &amp;#039;&amp;#039;[[OK Computer]]&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;[[Urban Hymns]]&amp;#039;&amp;#039;, die große Anerkennung fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Bewegung sich verlangsamte, standen viele Bands auf wackligen Beinen. Obwohl einige Bands mit anspruchsvolleren Alben Erfolg fanden, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Pulp (Band)|Pulp]] mit &amp;#039;&amp;#039;This Is Hardcore&amp;#039;&amp;#039;, [[Supergrass]] mit &amp;#039;&amp;#039;In It for the Money&amp;#039;&amp;#039; oder [[Cornershop]] mit &amp;#039;&amp;#039;When I Was Born for the 7th Time&amp;#039;&amp;#039;, konnten viele Bands dem Druck nicht standhalten und trennten sich oder verschwanden in der Versenkung. [[Elastica]] wurde Opfer des eigenen Drogenkonsums und konnte nach dem Album von 1995 vier Jahre lang kein neues Album herausbringen. [[Menswe@r]] konnten nach ihrem Debütalbum kein weiteres Album herausbringen und trennten sich. Bands wie [[Cast (Band)|Cast]], [[Ocean Colour Scene]], [[The Bluetones]] und [[Shed Seven]] veröffentlichten weiterhin Alben, allerdings ohne kommerziellen Erfolg. Ebenso waren viele neue Bands, die während des Britpophypes unter Vertrag genommen wurden, nicht gut genug für die Charts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des Jahrzehnts brach die Bewegung auseinander. [[Blur]] setzte den Weg weg vom Britpop mit den folgenden Veröffentlichungen fort. Frontmann [[Damon Albarn]] gründete zudem mit [[Tank Girl|Tank-Girl]]-Zeichner [[Jamie Hewlett]] die Gruppe [[Gorillaz]]. [[Oasis]] blieb bei den Fans beliebt, kam jedoch in eine inaktive Phase nach der Veröffentlichung von &amp;#039;&amp;#039;Be Here Now&amp;#039;&amp;#039;. Während der Aufnahmen für das nächste Album trennten sich Paul Arthurs und Paul McGuigan von der Band. 2004 verließ auch der langjährige Schlagzeuger Alan White die Band, womit nur noch die Gallagherbrüder als Bandmitglieder aus der Britpopära blieben. [[Suede]] veröffentlichten noch zwei Alben, bevor sie 2003 aus dem Musikgeschäft ausstiegen. Pulp veröffentlichte 2001 nach dreijähriger Pause noch ein Album und verschwand anschließend wieder von der Bildfläche. The Verve trennten sich, nachdem [[Nick McCabe]] die Band verließ, und [[Richard Ashcroft]] startete eine erfolgreiche Solokarriere. Obwohl die Größen des Britpop-Bands untergingen, konnte [[Supergrass]] fortwährend Musik machen, die bei Kritikern und Fans gleichermaßen gut ankam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 2000 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Keane Concert.jpg|mini|Keane (2007)]]&lt;br /&gt;
Auch wenn Britpop von manchem für tot erklärt wurde, hatten Britpop-„Urgesteine“ wie Oasis, Ash oder [[Travis]] mit zahlreichen Neuerscheinungen sowie neuere Bands wie [[Keane]] oder [[Starsailor]] auch nach der Jahrtausendwende noch großen Erfolg. Zudem rollte seit Anfang 2005 eine neue Welle aus Gitarrensound und Indie-Musik über die britischen Inseln, darunter [[Muse (Band)|Muse]], [[Franz Ferdinand (Band)|Franz Ferdinand]], [[Maxïmo Park]], [[Arctic Monkeys]], [[The Kooks]], [[The Libertines]] bzw. die [[Babyshambles]], [[The Fratellis]], [[Kaiser Chiefs]], [[Editors]], [[Bloc Party]], [[The Futureheads]], [[Razorlight]] sowie [[Hard-Fi]]. Auch hatten Bands aus anderen Ländern, die Britpop-Stile verwenden, zunehmend Erfolg – waren es früher [[Indie]]-/Alternative-Gruppen wie [[The Strokes]], [[The Dandy Warhols]] (USA), so erlebten später etwa [[The Killers]] und die [[Kings of Leon]] aus den USA oder [[Mando Diao]] aus Schweden Höhenflüge – diese Musikstile wurden Mainstream und von populären Radiostationen gespielt. Kennzeichnend für die spätere Entwicklung oder die musikalische Weiterentwicklung bestehender Bands waren vor allem Synthesizer-Einflüsse, die den „Britrock“ tanzbar machten. Öfter kam es deshalb zu einer Vermischung mit [[Electro]]/[[Elektropop]]-Stilrichtungen, so dass sich Bands neue, teilweise selbsternannte Bezeichnungen wie „Elektrorock“ oder „Indie-Noise“ gaben (etwa [[Chikinki]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitleiste einiger Britpop-Bands ==&lt;br /&gt;
Grün dargestellte Bands haben sich aufgelöst. Orange dargestellte Bands waren nach 2012 noch aktiv. Aufgelistet sind die Bands, die den Britpop wesentlich geprägt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- see http://meta.wikimedia.org/wiki/EasyTimeline --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;timeline&amp;gt;&lt;br /&gt;
DateFormat=mm/dd/yyyy&lt;br /&gt;
ImageSize= width:800 height:400&lt;br /&gt;
Period = from:01/01/1989 till:01/01/2012&lt;br /&gt;
TimeAxis = orientation:horizontal&lt;br /&gt;
AlignBars = justify&lt;br /&gt;
PlotArea = width:90% height:90% left:0 bottom:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Colors =&lt;br /&gt;
 id:active value:lightorange&lt;br /&gt;
 id:defunct value:drabgreen&lt;br /&gt;
 id:line value:black&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
PlotData=&lt;br /&gt;
 width:23 textcolor:black align:center&lt;br /&gt;
 bar:Blur from:01/01/1989 till:01/01/2004 color:active text:&amp;quot;[[Blur]]&amp;quot;&lt;br /&gt;
 bar:Blur from:01/01/2004 till:01/01/2012 color:projection text:&amp;quot; &amp;quot;&lt;br /&gt;
 bar:Blur from:01/01/2009 till:01/01/2010 color:active text:&amp;quot;[[Blur]]&amp;quot;&lt;br /&gt;
 bar:Oasis from:05/08/1991 till:10/08/2009 color:defunct text:&amp;quot;[[Oasis]]&amp;quot;&lt;br /&gt;
 bar:Suede from:01/01/1989 till:01/01/2003 color:defunct text:&amp;quot;[[Suede]]&amp;quot;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/timeline&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.heise.de/tp/features/What-happened-to-my-British-Rock-n-Roll-3406318.html What happened to my British Rock’n’Roll? – Über Blairpop, das Badboy-Image Pete Dohertys und die nackte Urgewalt, die die Arctic Monkeys live versprühen], [[Telepolis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Musik (Vereinigtes Königreich)|Pop]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Katzenfan2k25</name></author>
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