<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Britomartis</id>
	<title>Britomartis - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Britomartis"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Britomartis&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T10:57:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Britomartis&amp;diff=277512&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-27096-4: Es gab in minoischer Zeit noch keine Münzen. So gut wie alle Darstellungen in der minoischen Kunst können keinen Gottheiten zugewiesen werden, es ist unklar, ob es sich um Göttinnen, Priesterinnen oder Adelige handelt.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Britomartis&amp;diff=277512&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-26T19:19:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Es gab in minoischer Zeit noch keine Münzen. So gut wie alle Darstellungen in der minoischen Kunst können keinen Gottheiten zugewiesen werden, es ist unklar, ob es sich um Göttinnen, Priesterinnen oder Adelige handelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Email Limoges Spiegelrückseite Minos und Britomaris makffm WMH8.jpg|mini|Minos und Britomartis. Limoges um 1600]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Nymphe]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Britomartis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Βριτόμαρτις|Britómartis|de=süße Jungfrau}}) ist eine Figur der [[griechische Mythologie|griechischen Mythologie]]. Sie war eine Tochter des [[Zeus]] und der [[Karme]] (Tochter des [[Eubuleus]]) auf der Insel [[Kreta]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pausanias]] 2,30,3&amp;lt;/ref&amp;gt; Manchmal wurde sie auch [[Diktynna]] oder [[Aphaia]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie und Geschichte ==&lt;br /&gt;
König [[Minos]] –&amp;amp;nbsp;ebenfalls ein Kind des Zeus&amp;amp;nbsp;– verliebte sich in sie und verfolgte das wilde Mädchen neun Monate lang durch die Berge Kretas. Als er sie auf einem steilen Felsen des [[Dikti-Gebirge]]s fast ergreifen konnte, blieb ihr Kleid an einem Myrtenzweig hängen; sie rettete sich durch einen Sprung ins Meer und landete in den Netzen von Fischern, die sie in Sicherheit brachten. Ihr Name „Diktynna“ erinnert an {{lang|grc|δίκτυον|díktyon|de=Netz}}.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kerenyi&amp;quot;&amp;gt;[[Kallimachos]], &amp;#039;&amp;#039;Hymnos&amp;#039;&amp;#039; 3 (An Artemis), 189–200; [[Karl Kerényi]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Mythologie der Griechen.&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, ISBN 3-423-01345-1, S. 117.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Artemis]] erhob sie später in den Rang einer Göttin; Diktynna diente ihr und schützte Gebirge, Küsten, Netze und Häfen. Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Diktynna&amp;#039;&amp;#039; („garnstellende Jägerin“) war jedoch auch ein „Beiwort der Artemis“ selbst.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Gemoll]]: &amp;#039;&amp;#039;Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch.&amp;#039;&amp;#039;  8. Auflage, durchgesehen und erweitert von [[Karl Vretska]], G. Freytag Verlag / Hölder-Pichler-Tempsky, München/Wien 1962, S. 218.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Fischernetzen wird der Name bei [[Diodor]] auf Jagdnetze zurückgeführt,&amp;lt;ref&amp;gt;Diodor 5, 76, 3–4.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei [[Strabon]] auf den kretischen Berg [[Dikti]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Strabon |Titel=Geographika |Band=10 |Kapitel=4, 12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der modernen Forschung sind alle diese Herleitungen stark umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer anderen Überlieferung kam sie im Boot eines Fischers namens Andromedes auf die Insel [[Ägina|Aigina]]. Sie versteckte sich vor seinen Nachstellungen im Wald eines Berges, auf dem heute ihr Heiligtum steht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kerenyi&amp;quot; /&amp;gt; Dort wurde sie in [[Mykenische Kultur|mykenischer Zeit]] als Aphaia verehrt ({{lang|grc|ἀφανής|aphanḗs|de=versteckt, unsichtbar}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Aigina wurde ein Tempel später der [[Athene|Athena]] Aphaia gewidmet. Es stand auch ein anderer ihrer Tempel in einem Vorort von [[Athen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Siegeln und Ringen im alten Griechenland wurde Britomartis mit Ungeheuern dargestellt. Sie trug eine Zweihandaxt und wurde von wilden Tieren begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Gelehrten denken, dass Britomartis eigentlich eine [[Minoische Kultur|minoische]] Gottheit war, und die Trennung der zwei Figuren Aphaia in Aigina bzw. Diktynna in Westkreta später geschah.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle?&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Diktynna&amp;#039;&amp;#039; brachte man sie auch mit dem Berg [[Dikti]] in Zusammenhang, einem der überlieferten Geburtsorte des Zeus. Obwohl ihre Tempel auch in Athen, [[Sparta]] und [[Las (Lakedaimon)|Las]] standen, war sie zuerst eine lokale Gottheit, die nur in Westkreta bedeutend war, zum Beispiel in [[Lisos (Kreta)|Lisos]] oder – an der nördlichen Küste – in [[Kydonia]]. Nach der Mythologie wurden ihre Tempel von teuflischen Hunden geschützt, die stärker waren als Bären.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle?&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Spenser Faerie Queen Book 3 Frontispiece.jpg|mini|Frontispiz des dritten Buchs &amp;#039;&amp;#039;Legende von Britomart oder der Keuschheit&amp;#039;&amp;#039; von Edmund Spenser: &amp;#039;&amp;#039;The Faerie Queene.&amp;#039;&amp;#039; Buchschmuck von Walter Crane. London 1895.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literarische Adaption ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Britomart&amp;#039;&amp;#039; ist eine Figur in [[Edmund Spenser]]s Versepos &amp;#039;&amp;#039;The Faerie Queene&amp;#039;&amp;#039;, eine jungfräuliche Ritterin, die die Keuschheit symbolisiert. Sie stellt auch militärische Macht als Tugend [[England]]s dar: Ihr Name kann als Wortspiel, als Zusammensetzung von Brit(ain), Britannien, und [[Mars (Mythologie)|Mars]], dem römischen Kriegsgott, verstanden werden. Spenser widmet ihr in seinem Versepos ein ganzes Buch (Buch III). Zu der weit gespannten Geschichte, in die er sie verwickelt, gehören auch immer wieder kompromittierende homoerotische Situationen, in die die Heldin gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Northrop Frye]] und andere sehen sie als Symbol für die damalige englische Königin [[Elisabeth I.]] mit dem Unterschied, dass Britomart als legendäre Vorfahrin Elizabeths nicht ihr ganzes Leben Jungfrau bleiben kann, sondern sich der Liebe zu einem Mann öffnen muss, um Mutter zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Camille Paglia]] nennt Spensers Britomart in ihrem Essay „The Faerie Queene – Spenser und Apollon“ &amp;#039;&amp;#039;eine der sexuell komplexesten Frauengestalten in der Literatur ... ein blendender apollinischer Androgyn mit der Figur eines Knaben.&amp;#039;&amp;#039; Aber sie, &amp;#039;&amp;#039;die eine männliche Hauptperson nach der anderen verhaut&amp;#039;&amp;#039; … &amp;#039;&amp;#039;entsagt dem Athletischen und Kämpferischen zugunsten der Mutterschaft.&amp;#039;&amp;#039; Diese Idealisierung von starken, freien Frauengestalten sei typisch für die englische [[Renaissance]], während die Frauen beispielsweise in der Kunst der italienischen Renaissance eine untergeordnete, ausdrucklose Rolle zu spielen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Roscher|1,1|821|828|Britomartis|[[Adolf Rapp (Philologe)|Adolf Rapp]]|}}&lt;br /&gt;
* {{RE|III,1|880|881|Britomartis|[[Karl Tümpel]]|RE:Britomartis}}&lt;br /&gt;
* {{RE|V,1|584|588|Diktynna|[[Otto Jessen (Philologe)|Otto Jessen]]|RE:Diktynna}}&lt;br /&gt;
* Camille Paglia: &amp;#039;&amp;#039;The Faerie Queene – Spenser und Apollon.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Masken der Sexualität.&amp;#039;&amp;#039; dtv, München 1995, ISBN 3-423-30454-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Britomartis (nymph)}}&lt;br /&gt;
* [https://www.theoi.com/Georgikos/Britomartis.html Britomartis im Theoi Project] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weibliche Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artemis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jagdgottheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-27096-4</name></author>
	</entry>
</feed>