<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Britisches_Uganda-Programm</id>
	<title>Britisches Uganda-Programm - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Britisches_Uganda-Programm"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Britisches_Uganda-Programm&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T06:25:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Britisches_Uganda-Programm&amp;diff=657133&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Grullab: Linkfix nach Verschieben</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Britisches_Uganda-Programm&amp;diff=657133&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-05T10:57:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkfix nach Verschieben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Britische Uganda-Programm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein Plan Anfang des 20. Jahrhunderts, der vorsah, einen Teil von [[Britisch-Ostafrika]] zu einer Zuflucht für [[Juden]] zu machen. Die Festlegung der [[Zionismus|zionistischen Bewegung]] auf das Gebiet [[Palästina (Region)|Palästina]] war das Ergebnis eines mehrjährigen Ringens um verschiedene erwogene Optionen. Insgesamt wurden mindestens 35&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Simon Sebag Montefiore]] |Titel=Jerusalem – Die Biographie |Nummer=17631 |Auflage=4 |Verlag=S. Fischer Verlag |Ort=Frankfurt am Main |Datum=2014 |ISBN=978-3-596-17631-1 |Seiten=539 f. |Kommentar=Originalausgabe:&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Jerusalem. The Biography&amp;#039;&amp;#039;. Weidenfels &amp;amp; Nicolson, London 2011; übersetzt von Ulrike Bischoff und Waltraud Götting}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gebiete in Betracht gezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Vorschlag und die Reaktionen ==&lt;br /&gt;
Das Angebot wurde 1903 vom britischen Kolonialsekretär [[Joseph Chamberlain]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michel Abitbol |Titel=Histoire d’Israël |Auflage=2 |Verlag=Éditions Perrin |Ort=Paris |Datum=2024 |Reihe=Collection Tempus |NummerReihe=936 |HrsgReihe=Marguerite de Marcillac |ISBN=978-2-262-10643-0 |Seiten=86 f., 91}}&amp;lt;/ref&amp;gt; an [[Theodor Herzl]] ausgesprochen. Vom bald darauf verstorbenen Herzl ist als erste spontane Reaktion diese Aussage überliefert: „Wäre [[Mose]]s Uganda an Stelle von Palästina angeboten worden, er hätte die Gesetzestafeln zerbrochen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Benjamin Barthe |Titel=La Palestine, une terre deux fois promise |Hrsg=Benjamin Barthe, Gilles Paris, Piotr Smolar |Sammelwerk=La guerre sans fin : Israël-Palestine |Verlag=Le Monde/Éditions de l’Aube |Ort=Paris |Datum=2024 |Reihe=Collection Monde en cours |HrsgReihe=Jean Viard, fondateur |ISBN=978-2-8159-6178-3 |Seiten=23–41,&amp;amp;nbsp;hier&amp;amp;nbsp;S. 32 f. |Kommentar=dort zitiert nach [[Tom Segev]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Später urteilte der etwas entmutigte Herzl zustimmend. Er verstand durchaus, dass die Briten ihn und seine Zionisten damit als Ansprechpartner ernst nahmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Die Briten boten eine Fläche von 5000 [[Quadratmeile]]n (ca. 12.950 km²) im [[Mau-Wald|Mau-Plateau]] (im heutigen [[Kenia]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;) an. Der Vorschlag war eine Reaktion auf die [[Pogrom]]e gegen die [[Juden in Russland]] und auf die aussichtslose Situation für jüdische Besiedelungspläne im damals noch osmanischen [[Palästina (Region)|Palästina]] und [[al-ʿArisch]]. Das Land war als Zufluchtsort für verfolgte Juden und nicht als Lösung für alle Juden gedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Angebot wurde auch auf dem 6. [[Zionistenkongress]] von 1903 in [[Basel]] präsentiert. Es löste unter den Delegierten eine heftige Debatte aus. Das afrikanische Land wurde als „[[Notschlafstelle|Nachtasyl]]“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Dan Diner]] |Titel=Ein anderer Krieg – Das jüdische Palästina und der Zweite Weltkrieg, 1935–1942 |Verlag=Deutsche Verlags-Anstalt (Penguin Random House) |Ort=München |Datum=2021 |ISBN=978-3-421-05406-7 |Seiten=105}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; bezeichnet, einem von [[Max Nordau]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; 1903 eingebrachten Begriff für eine Zuflucht in einem beliebigen Land und keinesfalls als Ersatz für &amp;#039;&amp;#039;[[Eretz Israel]]&amp;#039;&amp;#039; (Palästina). Nordau lehnte das Vorhaben ab und argumentierte, Uganda würde sich im besten Fall für ein koloniales Privatunternehmen eignen, es sei jedoch keinesfalls als „Übungsfeld für die Herausbildung einer politischen Nation“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Shlomo Avineri]] |Titel=Histoire de la pensée sioniste |Verlag=Éditions Jean-Claude Lattès |Ort=Paris |Datum=1982 |Reihe=Judaïques, une bibliothèque juive |HrsgReihe=Janine Gdalia |ISBN=978-2-7096-0160-3 |Kapitel=10 |Seiten=155 und Fußnote 19, S. 313 |Kommentar=Originalausgabe:&amp;#039;&amp;#039; The Making of Modern Sionism. The Intellectual Origins of the Jewish State&amp;#039;&amp;#039;, Basic Books, New York 1981; übersetzt von Erwin Spatz; Nordau wird zitiert in &amp;#039;&amp;#039;Brief an Herzl&amp;#039;&amp;#039; vom 17. Juli 1903. In: Michael Heymann: &amp;#039;&amp;#039;The Minutes of the Zionist General Council : The Uganda Controversy&amp;#039;&amp;#039;, Jerusalem 1977, S. 122}}&amp;lt;/ref&amp;gt; geeignet. Trotz dieser grundsätzlich ablehnenden Haltung wurde Nordaus tendenzielle Kompromissbereitschaft von extremen Zionisten als Verrat aufgefasst und Nordau, den seine Kritiker als „Nordau der Afrikaner“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; verspotteten, wurde während des Aufenthalts in Paris zum Ziel eines Attentats, das er nur knapp überlebte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es entstand die Fraktion der sogenannten „Zion-Zionisten“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; die mehrheitlich in Osteuropa lebten oder dort geboren waren. In den Debatten wurde heftig gestritten und Theodor Herzl wurde bei der Gelegenheit wegen seinen Kontakten zum russischen Politiker [[Wjatscheslaw Konstantinowitsch von Plehwe|Wjatscheslaw von Plehwe]] schwere Vorwürfe gemacht, zumal Plehwe für antisemitische Pogrome verantwortlich gemacht wurde. Nur wegen Herzls noch immer hohen Ansehens, hielten sich die „Zion-Zionisten“ zurück, er war bereits gesundheitlich angeschlagen. Sein Ansehen erlitt aber durch die Ereignisse einen beträchtlichen Schaden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Menachem Ussishkin]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Danny Trom |Titel=L’État de l’exil – Israël, les juifs, l’Europe |Verlag=Presses Universitaires de France (PUF) |Ort=Paris |Datum=2023 |ISBN=978-2-13-084463-1 |Seiten=162}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigte sich ebenfalls als ein entschiedener Gegner des Vorschlags. [[David Ben-Gurion]], damals noch David Grün, sprach in diesem Zusammenhang ablehnend von „Ugandismus“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Viele Zionisten befürchteten, dass die Lösung den Weg zum jüdischen Staat in Palästina erschweren würde, wenn man sich erst einmal auf Ostafrika eingelassen hätte. Vor der Abstimmung bildete sich eine größere Opposition, dennoch wurde mit 295 zu 178 Stimmen beschlossen, eine Expedition nach Ostafrika zu schicken. Teile der Opposition verließen daraufhin erzürnt den Saal. Im Jahr 1905 erreichte eine dreiköpfige Kommission das besagte Gebiet. Es sprachen sich zwei der drei Kommissare gegen eine Tauglichkeit des Landes aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der Inspektionsbericht beim Kongress eingereicht worden war, entschied er sich, das englische Angebot 1905 höflich abzulehnen. Einige Juden sahen dies als einen Fehler an und die „pro-ugandische“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;[[Jewish Territorial Organization|Jewish Territorialist Organization]]&amp;#039;&amp;#039; spaltete sich ab. Auch britische Kolonisten in Kenia hatten gegen das Vorhaben protestiert. Die Mehrheit der Delegierten beschloss am 7. Zionistenkongress, das „Uganda-Projekt“ endgültig zu beerdigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Heymann: &amp;#039;&amp;#039;The Uganda Controversy.&amp;#039;&amp;#039; Edited with an Introduction. In: &amp;#039;&amp;#039;The Minutes of the Zionist General Council.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Jerusalem 1970; Band 2, Jerusalem 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.jewishvirtuallibrary.org/the-uganda-proposal-1903 Uganda Proposal]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Jewish Virtual Library]]&amp;#039;&amp;#039; (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Britisches Uganda-Programm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zionismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Britische Kolonialgeschichte (Afrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kenia)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grullab</name></author>
	</entry>
</feed>