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	<title>Brigitte Mohnhaupt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T23:23:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Brigitte_Mohnhaupt&amp;diff=967435&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-40562-02: /* Deutscher Herbst 1977 */</title>
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		<updated>2025-12-13T20:24:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Deutscher Herbst 1977&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brigitte Margret Ida Mohnhaupt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Juni]] [[1949]] in [[Rheinberg]]) ist eine [[Deutschland|deutsche]] ehemalige [[Terrorismus|Terroristin]] der [[Rote Armee Fraktion]] (RAF). Sie gilt als Anführerin der zweiten Generation und war maßgeblich an den Planungen der Anschläge des [[Deutscher Herbst|Deutschen Herbstes]] 1977 beteiligt. Nach ihrer Verhaftung 1982 wurde sie wegen neunfachen [[Mord (Deutschland)|Mordes]] und mehrfachen Mordversuchs zu einer [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslangen Freiheitsstrafe]] als [[Gesamtstrafe]] verurteilt. Am 25. März 2007 wurde sie auf Bewährung entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Studium ===&lt;br /&gt;
Ihre Kindheit verlebte die Tochter eines Verlagskaufmannes in [[Rheinberg]] als Einzelkind in bürgerlichen Verhältnissen. Nach der Scheidung ihrer Eltern 1960 blieb Brigitte Mohnhaupt bei ihrer Mutter. Einer der Lehrer am [[Schönborn-Gymnasium Bruchsal|Schönborn-Gymnasium]] in [[Bruchsal]], an dem sie 1967 ihren Abschluss machte, beschrieb sie als „eine leistungsmäßig gute, ja sogar eigentlich sehr gute Schülerin, allerdings nicht übermäßig fleißig und auch nicht übermäßig interessiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Wagener: [http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2345424,00.html &amp;#039;&amp;#039;Wer ist Brigitte Mohnhaupt?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Welle]]&amp;#039;&amp;#039;, 12. Februar 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Abitur]] wollte Mohnhaupt [[Journalismus|Journalistin]] werden und schrieb sich an der Philosophischen Fakultät der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]] für ein Studium der Publizistik und Geschichte ein. Dort bekam sie Kontakt zur linken Szene und zog mit [[Rolf Heißler]] in die Kommune in der [[Metzstraße (München)|Metzstraße]] 15.&amp;lt;ref&amp;gt;Butz Peters: &amp;#039;&amp;#039;Die Mordmaschine&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinischer Merkur]]&amp;#039;&amp;#039;, 1. Februar 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit ihm war sie kurz (von 1968 bis 1970) verheiratet; auch er wurde später Mitglied der RAF.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kraushaar781&amp;quot;&amp;gt;[[Wolfgang Kraushaar]]: &amp;#039;&amp;#039;„Wann endlich beginnt bei Euch der Kampf gegen die heilige Kuh Israel?“ München 1970: über die antisemitischen Wurzeln des deutschen Terrorismus&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Reinbek 2013, ISBN 978-3-498-03411-5, Kurzbiografie S. 781.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beteiligung an RAF und erste Freiheitsstrafe ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1971 schloss sich Mohnhaupt der RAF an und beteiligte sich an Organisation, Logistik und Waffenbeschaffung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rafinfo.de/bio/m-q/mohnhaupt.php &amp;#039;&amp;#039;Brigitte Mohnhaupt&amp;#039;&amp;#039;.] rafinfo.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 9. Juni 1972 wurde sie in [[West-Berlin]] verhaftet und wegen Unterstützung einer kriminellen Vereinigung, [[Körperverletzung (Deutschland)|Körperverletzung]] und unerlaubten Waffenbesitzes zu einer [[Freiheitsstrafe (Deutschland)|Freiheitsstrafe]] von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt. Nach einer Tätlichkeit gegen eine Justizvollzugsbeamtin erhielt sie weitere zwei Monate Freiheitsstrafe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Kassiber]] von [[Gudrun Ensslin]] aus dem Jahr 1973, in dem diese den wichtigsten inhaftierten Mitgliedern der RAF Decknamen für die Kommunikation über das RAF-Infosystem gibt, legt die Vermutung nahe, dass Mohnhaupt schon zum erweiterten Kern der ersten Generation gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=bundesarchiv.de |url=http://www.bundesarchiv.de/aktuelles/aus_dem_archiv/galerie/00166/index.html?index=0&amp;amp;id=0&amp;amp;nr=1 |wayback=20080504210343   }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Diese Vermutung wird weiter erhärtet durch ihren spektakulären Auftritt am 22. Juli 1976 als Zeugin beim [[Stammheimer Prozess]] gegen [[Andreas Baader]], Gudrun Ensslin und [[Jan-Carl Raspe]]. Gleich zu Beginn ihrer Vernehmung erklärte sie, dass sie nur die Fragen der eigenen Anwälte beantworten würde, denn „für das Verhältnis zwischen uns und dem Gericht, der Justiz, der [[Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof|Bundesanwaltschaft]], ist der genaue Begriff Krieg“. Die Bombenanschläge auf US-Einrichtungen im Mai 1972, bei denen vier amerikanische Soldaten getötet wurden, rechtfertigte sie während der Vernehmung unter anderem mit der Begründung, dass Westdeutschland eine „US-Kolonie“ und ein „Subzentrum des US-Imperialismus“ sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pieter Bakker Schut]]: Stammheim&amp;lt;/ref&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die letzten Monate ihrer Strafe verbrachte sie im [[Hochsicherheitstrakt]] der [[Justizvollzugsanstalt Stuttgart|JVA Stuttgart]] und hatte dort jeden Tag mehrere Stunden [[Umschluss]] mit [[Andreas Baader]], Gudrun Ensslin und [[Jan-Carl Raspe]]. Während dieser Zeit wurde sie von Baader und Ensslin systematisch auf ihre neue Führungsrolle innerhalb der in Freiheit befindlichen RAF-Mitglieder vorbereitet. Nach ihrer Haftentlassung am 8. Februar 1977 bestätigte Baader in einem aus der JVA geschmuggelten Dokument, „dass die Mohnhaupt jetzt ’ne Art Befehlsgewalt hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Holl: [http://www.faz.net/aktuell/politik/brigitte-mohnhaupt-baaders-bevollmaechtigte-1405723.html &amp;#039;&amp;#039;Baaders Bevollmächtigte&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]&amp;#039;&amp;#039;, 12. Februar 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutscher Herbst 1977 ===&lt;br /&gt;
Im Laufe des Jahres 1976 hatte sich unter Führung des ehemaligen Rechtsanwaltes [[Siegfried Haag]] die sogenannte zweite Generation der RAF gebildet („Haag-Mayer-Bande“), die sehr konkrete Anschlagspläne u.&amp;amp;nbsp;a. gegen den damaligen [[Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof|Generalbundesanwalt]] [[Siegfried Buback]] und den [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände|Arbeitgeberpräsidenten]] [[Hanns Martin Schleyer]] schmiedete. Dazu übte sich die Gruppe in palästinensischen Ausbildungslagern im [[Demokratische Volksrepublik Jemen|Jemen]] im Umgang mit schweren automatischen Waffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stefan Aust]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Baader-Meinhof-Komplex&amp;#039;&amp;#039;. S. 417&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Attentat auf Buback wurde von den Tätern intern als „Operation Margarine“ bezeichnet. Zu jener Zeit war eine Margarinemarke namens &amp;#039;&amp;#039;SB&amp;#039;&amp;#039; (Bubacks Initialen) beliebt und weit verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhaftung Haags am 30. November 1976 führte zu einem Stillstand, der bis zu Mohnhaupts Haftentlassung andauerte. Sie war dann maßgeblich an der Planung und Ausführung der Anschlagsserie im [[Deutscher Herbst|Deutschen Herbst]] 1977 („[[Offensive&amp;amp;nbsp;77]]“) beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang April 1977 reisten Mohnhaupt und ihr damaliger Partner [[Peter-Jürgen Boock]] nach [[Bagdad]], um dort mit [[Wadi Haddad]], einem Anführer der terroristischen Palästinenserorganisation [[Volksfront zur Befreiung Palästinas]] (PFLP), zu verhandeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Aust: &amp;#039;&amp;#039;Der Baader-Meinhof-Komplex&amp;#039;&amp;#039;. S. 454&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Juli 1977 verschafften sich Mohnhaupt und [[Christian Klar]] mit Hilfe von [[Susanne Albrecht]] Zugang zum Haus des Vorstandssprechers der [[Dresdner Bank]] [[Jürgen Ponto]], um diesen zu entführen. Er wehrte sich jedoch, die Situation eskalierte. Im Endeffekt erschossen Mohnhaupt und Klar Ponto, wofür sie später verurteilt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Aust: &amp;#039;&amp;#039;Der Baader-Meinhof-Komplex&amp;#039;&amp;#039;. S. 462&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. September 1977 kam es zur Entführung von [[Hanns Martin Schleyer]], dem Präsidenten der [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA) und des [[Bundesverband der Deutschen Industrie|Bundesverbands der Deutschen Industrie]] (BDI). Mohnhaupt war an der [[Schleyer-Entführung]] nicht direkt beteiligt, hatte aber in den Wochen zuvor –&amp;amp;nbsp;wie auch schon zuvor im Fall Buback&amp;amp;nbsp;– systematisch Fahrtrouten ausspioniert und den Tathergang konzipiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Peters-397ff&amp;quot;&amp;gt;Butz Peters: &amp;#039;&amp;#039;Tödlicher Irrtum&amp;#039;&amp;#039;. S. 397 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schleyers spätere Ermordung erfolgte nach Aussage Boocks erst nach einer direkten Aufforderung, die Mohnhaupt und er per Telex an Schleyers Bewacher in Brüssel schickten (Wortlaut: „Ware ist verdorben“).&amp;lt;ref&amp;gt;Fernsehinterview Peter-Jürgen Boock&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang Oktober 1977 flog sie mit der Mehrzahl der aktiven RAF-Mitglieder nach Bagdad und verhandelte dort zusammen mit Boock erneut mit Wadi Haddad. In der Folge kam es zur [[Entführung des Flugzeugs „Landshut“|Entführung des Flugzeugs Landshut]] durch die PFLP.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Peters-397ff&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1978 bis 1984 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Scheitern der Freipressungsversuche und dem [[Suizid]] der inhaftierten ersten Generation der RAF blieb Mohnhaupt bis Mai 1978 im [[Naher Osten|Nahen Osten]] und kehrte dann nach Europa zurück. Am 11. Mai wurde sie am [[Flughafen Zagreb]] durch [[Jugoslawien|jugoslawische]] Behörden verhaftet. Da die Bundesrepublik auf das Angebot der jugoslawischen Behörden, Mohnhaupt und ihre Begleiter gegen eine Gruppe [[Kroatien|kroatischer]] Separatisten auszutauschen, nicht einging, wurde sie Anfang November freigelassen und in den [[Südjemen]] abgeschoben, wo sie eine militärische Ausbildung in einem palästinensischen Camp absolvierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1979 kehrte sie erneut nach Europa zurück und organisierte den gescheiterten Mordanschlag auf den [[Supreme Allied Commander Europe|NATO-Oberbefehlshaber]] [[Alexander Haig]] am 25. Juni 1979 („Operation Hengst“).&amp;lt;ref&amp;gt;Butz Peters: &amp;#039;&amp;#039;Tödlicher Irrtum&amp;#039;&amp;#039;. S. 493 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Monate und Jahre versuchte sie vergeblich, die RAF neu auszurichten und neue Mitglieder zu rekrutieren. Im Herbst 1981 war sie an der versuchten Ermordung des US-Generals [[Frederick J. Kroesen|Frederick Kroesen]] direkt beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. November 1982 wurde sie als eines der letzten aktiven RAF-Mitglieder in einem Waldstück bei [[Heusenstamm]] verhaftet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/politik/knarren-im-wald-a-6eb134cc-0002-0001-0000-000014354928 |titel=Knarren im Wald – Der Spiegel |datum=1982-11-14 |abruf=2021-03-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie war dort zusammen mit [[Adelheid Schulz]] auf dem Weg zu einem Erddepot, in dem u. a. Waffen und Bargeld versteckt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Frank Bachner |url=https://www.tagesspiegel.de/politik/waffen-ausweise-geld-und-spektakulaere-festnahmen-warum-erddepots-eine-so-wichtige-rolle-in-der-geschichte-der-raf-spielen/26828400.html |titel=Warum Erddepots eine so wichtige Rolle in der Geschichte der RAF spielen |datum=2021-01-19 |abruf=2021-03-22 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Depot war einige Zeit früher von [[Pilzesammeln|Pilzesammlern]] zufällig entdeckt worden. Daraufhin ließ die Polizei es rund um die Uhr bewachen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Dezember 1984 kündigte Mohnhaupt während einer Gerichtsverhandlung einen umfassenden [[Hungerstreik]] der RAF-Häftlinge an.&amp;lt;ref&amp;gt;Butz Peters: &amp;#039;&amp;#039;Tödlicher Irrtum&amp;#039;&amp;#039;. S. 601&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tatsache, dass der Aufruf zum Hungerstreik von fast allen Gefangenen befolgt wurde und beinahe gleichzeitig eine neue Attentats- und Mordserie der sogenannten dritten Generation losbrach (der erste Anschlag der „Offensive 84/85“ erfolgte am 18. Dezember 1984), legt den Schluss nahe, dass Mohnhaupt auch von der JVA aus die RAF anführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Antrag der Verteidigung vom 13. Dezember 1984, das Verfahren wegen Vorliegens eines Verfahrenshindernisses einzustellen, war erfolglos geblieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://socialhistoryportal.org/sites/default/files/raf/0019841213_0.pdf &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation zum Verfahren gegen Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar vor dem OLG Stuttgart: Einstellungsantrag der Verteidigung - 13. Dezember 1984.&amp;#039;&amp;#039;] Social History Portal, abgerufen am 21. Juni 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebenslange Freiheitsstrafe ===&lt;br /&gt;
Mohnhaupt wurde am 2.&amp;amp;nbsp;April 1985 wegen Beteiligung an den neun Morden des Jahres 1977, wegen des versuchten Mordes an Frederick Kroesen und seinen drei Begleitern 1981 sowie wegen der versuchten Ermordung von mindestens fünf Staatsanwälten zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe, bestehend aus fünf lebenslangen Einzelstrafen und einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren, verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 2. April 1985, Aktenzeichen 5-1 StE 1/83&amp;lt;/ref&amp;gt; In der mündlichen Urteilsbegründung bezeichnete der Richter Mohnhaupt als „die gefährlichste und bösartigste Frau Deutschlands“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1989 besuchte der damalige Staatssekretär im [[Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz|Justizministerium]] und spätere Justiz- und Außenminister [[Klaus Kinkel]] im Rahmen der sogenannten [[Rote Armee Fraktion#Kinkel-Initiative|Kinkel-Initiative]] Mohnhaupt in der [[Justizvollzugsanstalt Aichach|JVA Aichach]],&amp;lt;ref&amp;gt;Butz Peters: &amp;#039;&amp;#039;Tödlicher Irrtum&amp;#039;&amp;#039;. S. 649&amp;lt;/ref&amp;gt; wo sie 22 Jahre ihrer 24-jährigen Haftzeit verbrachte. Kinkel beschrieb Mohnhaupt später als „verstockt und schwierig“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz einer neuen Welle der Gewalt setzte Kinkel seine Bemühungen um eine Lösung des Problems fort und erreichte schließlich, dass sich die Mehrzahl sowohl der in Freiheit befindlichen wie auch der inhaftierten RAF-Mitglieder zunächst zu einem Verzicht auf Gewalt gegen Personen bereitfanden. Für Mohnhaupt, die sich bis zuletzt erbittert gegen jedes Zugeständnis gewehrt hatte, bedeutete dies de facto die Absetzung als Anführerin der RAF, was sie in einem am 28.&amp;amp;nbsp;Oktober 1993 von der &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichten Brief auch bestätigte („Bruch im Zusammenhalt der Gefangenen und … der RAF“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Verbüßung der wegen der besonderen Schwere der Schuld gerichtlich festgelegten 24 Jahre Mindestverbüßungszeit wurde Mohnhaupt am 25. März 2007 auf Bewährung entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsstil ===&lt;br /&gt;
Bei ihrer Haftentlassung bezeichnete der damalige Leiter der JVA Aichach Mohnhaupt als „hilfsbereit, durchaus nicht unsympathisch“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ralf Husemann |url=http://www.sueddeutsche.de/politik/621/393411/text/ |titel=„Sie ist keine Hardlinerin“ |werk=sueddeutsche.de |datum=2010-05-17 |zugriff=2017-05-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ganz anders dagegen wirken Berichte aus der Zeit, in der sie aktiv das Kommando der RAF führte. Ehemalige RAF-Mitglieder wie Susanne Albrecht und [[Silke Maier-Witt]] bezeichneten sie als „absolut dominant“, sie habe ihre Kommandos in kurzen, militärisch knappen Sätzen formuliert und, falls es doch einmal zu Diskussionen kam, Gegenargumente, die ihr nicht passten, in verletzender Weise und mit kreischender Stimme niedergeschrien.&amp;lt;ref&amp;gt;Knobbe, Schmitz: &amp;#039;&amp;#039;Terrorjahr 1977&amp;#039;&amp;#039;. S. 95&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Widerspruch zu dieser scheinbaren Selbstsicherheit und Dominanz stehen ihre Öffentlichkeitsscheu und ihr Bedürfnis, sich über viele Jahre hinweg jeweils mit einer Art Stellvertreterfigur an ihrer Seite abzusichern. In den ersten Jahren bis zu deren Verhaftung 1980 war dies [[Sieglinde Hofmann]], danach bis etwa 1985 Christian Klar und in den folgenden Jahren [[Helmut Pohl]], mit dem sie 1989 einen Hungerstreik und die Verhandlungen mit Klaus Kinkel organisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Stammheim – Zeit des Terrors]]&amp;#039;&amp;#039;; [[Dokudrama]] von [[Niki Stein]] und [[Stefan Aust]], 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Stefan Aust]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Baader-Meinhof-Komplex]]&amp;#039;&amp;#039;. Hoffmann &amp;amp; Campe, Hamburg 2005, ISBN 3-455-09516-X.&lt;br /&gt;
* [[Butz Peters]]: &amp;#039;&amp;#039;Tödlicher Irrtum. Die Geschichte der RAF&amp;#039;&amp;#039;. Argon-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-87024-673-1.&lt;br /&gt;
* Martin Knobbe, Stefan Schmitz: &amp;#039;&amp;#039;Terrorjahr 1977&amp;#039;&amp;#039;. Wilhelm Heyne Verlag, München 2007, ISBN 978-3-453-62023-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/fotostrecke/stammheim-urteile-fotostrecke-106584-2.html Fahndungsplakat von 1980]&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/thema/brigitte_mohnhaupt/ Dossier zu Brigitte Mohnhaupt] bei [[Spiegel Online]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1066810699|VIAF=287642922}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mohnhaupt, Brigitte}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Rote Armee Fraktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Attentäter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mordfall)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 1977]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mohnhaupt, Brigitte&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Mohnhaupt, Brigitte Margret Ida (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Terroristin der Rote Armee Fraktion&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Juni 1949&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rheinberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-40562-02</name></author>
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