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	<title>Brief des Jeremia - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T19:06:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Brief_des_Jeremia&amp;diff=1303734&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2024-09-08T09:38:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Linkbox Bücher der Schriftpropheten des Alten Testaments}}&lt;br /&gt;
{{Linkbox Altes Testament}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brief des Jeremia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Schrift des hellenisierten palästinensischen [[Judentum]]s. Sie entstand möglicherweise im 4. Jahrhundert v. Chr. und war Teil einiger griechischen [[Septuaginta]]-Handschriften. Sie gehört nicht zum hebräischen [[Tanach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brief des Jeremias ist in katholischen und evangelischen (in Ausgaben mit [[Apokryphen]]) Bibeln als [[Baruch]] 6 und in orthodoxen Bibeln als eigenes Buch enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wann und unter welchen Umständen die Schrift entstand.&lt;br /&gt;
Sie setzt Texte über die babylonische Gefangenschaft aus dem 5. Jahrhundert. v. Chr. voraus und entstand möglicherweise im 4. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
Der 2. Makkabäerbrief nimmt wahrscheinlich auf sie Bezug.&lt;br /&gt;
Die älteste erhaltene Handschrift ist das Papyrusfragment [[7Q2]] vom Toten Meer aus dem 1. Jahrhundert v. Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text ist nur in griechischer Sprache überliefert. Da er keine Hinweise auf eine hebräische Vorlage enthält, ist es möglich, dass er auf Griechisch verfasst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den griechischen [[Septuaginta]]-Handschriften folgt der Brief des Jeremia auf die [[Klagelieder Jeremias]]&lt;br /&gt;
[[Hieronymus (Kirchenvater)|Hieronymus]] setzte den Text in seiner lateinischen [[Vulgata]]-Übersetzung aus dem 4. Jahrhundert als 6. Kapitel des Buches Baruch, zu dem er allerdings keine inhaltliche oder historische Beziehung hat.&lt;br /&gt;
[[Martin Luther]] nahm den Text nicht in seine Bibelausgaben auf, da er nicht Teil des hebräischen Tanach ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Der Traktat wurde als [[Pseudepigraphie|Pseudepigraph]] zum Buch [[Jeremia]] verfasst und gibt sich einleitend als Anweisung dieses [[Prophetie|Propheten]] an die in das [[Babylonisches Exil|Babylonische Exil]] deportierten [[Jerusalem]]er Juden aus. Damit schließt er formal an die in {{B|Jer|29}} überlieferte Korrespondenz an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen ihrer Sünden habe Gott die Juden nach Babel geführt, wo sie „für lange Zeit, bis zu sieben Generationen“ ({{BB|Bar|6|2}}) bleiben müssten. Dort würden sie „Götterbilder aus Silber, Gold und Holz sehen, die man auf den Schultern trägt und die den Völkern Furcht einflößen“. Doch sie sollten sich davon nicht ergreifen lassen, sondern das [[Zehn Gebote|1. Gebot]] achten ({{BB|Bar|6|5f}}):&lt;br /&gt;
{{&amp;quot;|Wenn ihr seht, wie die Menge sich vor und hinter ihnen niederwirft; sprecht vielmehr im Herzen: Herr, dir allein gebührt Anbetung. Denn mein Engel ist bei euch; er wird über euer Leben wachen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der folgende Hauptteil warnt die Deportierten – tatsächlich also ihre seit gut 400 Jahre in der babylonischen [[Diaspora]]gemeinde ansässigen Nachfahren – vor dem Abfall zu den glänzenden, äußerlich überlegenen Fremdgottheiten des babylonischen [[Kult]]es. Dabei verwendet er in zehn durch Stichworte miteinander verbundenen Abschnitten [[Sarkasmus|sarkastische]] [[Polemik]] gegen die babylonischen Götter, die er als unwirksame, zum Helfen unfähige [[Götze]]n verspottet; dabei ruft er immer wieder dazu auf, sie nicht zu fürchten und ihrem angeblichen Gottsein keinerlei [[Glauben]] zu schenken. Alle diese Götter, so wird ausführlich argumentiert, seien machtlose und vergängliche Werke der Menschen, die mit ihrer Nichtexistenz weder schaden noch nützen könnten. Der Brief schließt mit einer Art „[[Moral]]“ ({{BB|Bar|6|68–72}}):&lt;br /&gt;
{{&amp;quot;|So ist uns auf keine Weise sichtbar, dass sie Götter sind [...]. Besser ist also ein gerechter Mann, der keine Götterbilder hat, denn er ist sicher vor dem Gespött.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit aktualisiert er das biblische [[Bilderverbot]] gegen die damals wohl akute Herausforderung durch den [[Hellenismus]] mit seinem kulturellen Pluralismus und [[Synkretismus]]. Dabei schließt er sprachlich und inhaltlich an biblische Götzenpolemik an, wie sie in {{B|Jes|44|9–20}}, {{BB|Jes|46|5ff}} und {{B|Jer|10|1–16}}, aber auch in den [[Psalm]]en {{B|Ps|115|4–8}} und {{BB|Ps|135|15–18}} vorgeformt war. Diese Polemik hat weitere jüdische Schriften wie den [[Aristeasbrief]], das [[Jubiläenbuch]], und einige Autoren des [[Neues Testament|Neuen Testaments]] beeinflusst. Stellen wie {{B|Röm|1|23}}, {{B|1 Thess|1|9}}, {{B|1 Joh|5|21}} und {{B|Apg|14|15}} setzen eventuell voraus, dass der Jeremiabrief den Urchristen bekannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Odil Hannes Steck]], [[Reinhard Gregor Kratz|Reinhard G. Kratz]], Ingo Kottsieper: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch Baruch. Der Brief des Jeremia. Zusätze zu Ester und Daniel&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Das Alte Testament Deutsch]]. Apokryphen.&amp;#039;&amp;#039; Band 5). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1998, ISBN 3-525-51405-0.&lt;br /&gt;
* Ivo Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch Baruch und der Brief des Jeremia&amp;#039;&amp;#039;. In: Erich Zenger u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Einleitung in das Alte Testament&amp;#039;&amp;#039;. 6. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-17-019526-4, S. 488&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Brief des Jeremia {{B|Bar|6}}, Text nach der [[Einheitsübersetzung]]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=https://gebete.mobi/database/Bibelstellen_list.php?q=%28buch~equals~35%29&amp;amp;goto=2|titel=Bar 4,5-4,20 bis Bar 6,40-6,72 |kommentar=Brief des Jeremia: Bar 6,1–6,6 bis Bar 6,40–6,72|werk=BIBEL HÖREN |abruf=2023-10-02}}&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex|22319|Jeremia, Brief des|Autoren=Claudia Büllesbach|Abruf=2023-10-02}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Deuterokanon}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4410018-8|LCCN=nr96043235|VIAF=2268151002103230280008|REMARK= GND-[[viaf:316751382|VIAF: 316751382(Vermischung)]], weitere [[viaf:1656145856999522920859]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudepigraphie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spätschrift des Alten Testaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apokryphe Schrift des Alten Testaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baruch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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