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	<title>Brewer-Nash-Modell - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T01:56:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Brewer-Nash-Modell&amp;diff=1262459&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: Unicode-Zeichen entfernt/ersetzt; typo</title>
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		<updated>2026-01-10T06:57:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unicode-Zeichen entfernt/ersetzt; typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brewer-Nash-Modell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chinese-Wall-Modell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) beschreibt ein [[Informationssicherheit|IT-Sicherheitsmodell]] zum Schutz von Daten. Es schützt die [[Vertraulichkeit]] von Informationen mittels eines Systems durchgesetzter Regeln. Damit setzt es das Konzept [[Mandatory Access Control]] der IT-Systemsicherheit um. Es soll eine „unzulässige Ausnutzung von [[Insiderwissen]] bei der Abwicklung von Bank- oder Börsentransaktionen“ oder die Weitergabe von unternehmensspezifischen Insiderinformationen an konkurrierende Unternehmungen durch einen [[Unternehmensberater|Berater]] verhindern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eckert_6te&amp;quot; details=&amp;quot;260&amp;quot;&amp;gt;Claudia Eckert: &amp;#039;&amp;#039;IT-Sicherheit. Konzepte - Verfahren - Protokolle.&amp;#039;&amp;#039; 6., überarbeitete und erweiterte Auflage. Oldenbourg, 2009, ISBN 978-3-486-58999-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Ursprünge hat das Modell in der Finanzbranche und bezeichnet bestimmte Regeln, die verhindern sollen, dass ein Interessenkonflikt herbeigeführt wird (siehe auch [[Chinese Wall (Finanzwelt)]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brewer-Nash-Modell wurde [[1989]] von [[David F.C. Brewer]] und [[Michael J. Nash]] beschrieben&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=David F.C. Brewer, Michael J. Nash |url=https://www.cs.purdue.edu/homes/ninghui/readings/AccessControl/brewer_nash_89.pdf |titel=The Chinese Wall Security Policy |hrsg=Gamma Secure Systems Limited |datum=1989 |abruf=2017-11-03 |format=PDF; 791&amp;amp;nbsp;kB |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formale Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge der Subjekte &amp;lt;math&amp;gt;S&amp;lt;/math&amp;gt; modelliert die Akteure, also z.&amp;amp;nbsp;B. die tätigen Berater in einer Unternehmensberatung, während die Menge der Objekte &amp;lt;math&amp;gt;O&amp;lt;/math&amp;gt; die Schutzobjekte darstellt, also zum Beispiel sensible Dokumente einer Bank oder eines Unternehmens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zugriffshistorie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Brewer-Nash-Modell betrachtet man eine &amp;#039;&amp;#039;Zugriffshistorie&amp;#039;&amp;#039;, welche durch eine Matrix &amp;lt;math&amp;gt;N_t : S \times O \rightarrow 2^R&amp;lt;/math&amp;gt; gegeben ist. Dabei gilt, dass &amp;lt;math&amp;gt;N_t (s, o) = \{r_1, \ldots, r_n\}&amp;lt;/math&amp;gt; genau dann, wenn es Zeitpunkte &amp;lt;math&amp;gt;t&amp;#039; &amp;lt; t&amp;lt;/math&amp;gt; gibt, an denen das Subjekt &amp;lt;math&amp;gt;s&amp;lt;/math&amp;gt; auf das Objekt &amp;lt;math&amp;gt;o&amp;lt;/math&amp;gt; mit Berechtigungen &amp;lt;math&amp;gt;r_1, \ldots, r_n&amp;lt;/math&amp;gt; zugegriffen hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Objektbaum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Objekte werden in einem Objektbaum der Tiefe 3 strukturiert: Die Schutzobjekte sind die Blätter des Baumes. Die Elternknoten der Schutzobjekte stellen die &amp;#039;&amp;#039;Unternehmen&amp;#039;&amp;#039; oder Bereiche dar, zu denen die Objekte gehören. Für ein Objekt &amp;lt;math&amp;gt;o&amp;lt;/math&amp;gt; wird das Unternehmen, dem es zugeordnet ist, mit &amp;lt;math&amp;gt;y(o)&amp;lt;/math&amp;gt; bezeichnet. Die Unternehmen wiederum haben als Elternknoten die &amp;#039;&amp;#039;Interessenskonfliktklassen&amp;#039;&amp;#039;, welche für ein gegebenes Objekt durch &amp;lt;math&amp;gt;x(o)&amp;lt;/math&amp;gt; gekennzeichnet wird. Intuitiv heißt das, dass wenn zwei Unternehmen A und B in der gleichen Interessenskonfliktklasse sind, Subjekte nicht gleichzeitig in Kenntnis von sensiblen Informationen (Objekten) sowohl über A als auch über B kommen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich markiert man Objekte, die allen Subjekten öffentlich zugänglich sein sollen, mit &amp;lt;math&amp;gt;y_0&amp;lt;/math&amp;gt; und definiert für diese Objekte entsprechend die Interessenskonfliktklasse &amp;lt;math&amp;gt;x_0 = \{y_0\}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leseregel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun müssen die systembedingten Zugriffsbeschränkungen definiert werden. Die erste Regel, die &amp;#039;&amp;#039;Leseregel&amp;#039;&amp;#039;, besagt, dass ein Subjekt genau dann lesenden Zugriff auf ein Objekt &amp;lt;math&amp;gt;o&amp;lt;/math&amp;gt; erhält, wenn für alle Objekte, auf die es bereits (mit einem beliebigen Recht) Zugriff hatte, gilt, dass sie öffentlich sind, sie dem gleichen Unternehmen wie &amp;lt;math&amp;gt;o&amp;lt;/math&amp;gt; zugeordnet sind oder sie einer anderen Interessenskonfliktklasse als &amp;lt;math&amp;gt;o&amp;lt;/math&amp;gt; angehören. Formal heißt das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\forall o&amp;#039; \in O:&lt;br /&gt;
\big( N_t(s, o&amp;#039;) \neq \emptyset \rightarrow y(o&amp;#039;) = y_0 \vee y(o) = y(o&amp;#039;) \vee x(o) \neq x(o&amp;#039;) \big)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schreibregel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur mit der Leseregel lässt sich kein ungewünschter [[Informationsfluss]] ausschließen. Es besteht nämlich die Möglichkeit, dass ein Subjekt &amp;lt;math&amp;gt;s_1&amp;lt;/math&amp;gt; auf ein Objekt &amp;lt;math&amp;gt;o_1&amp;lt;/math&amp;gt; lesend zugreift und dessen Inhalt daraufhin in ein Objekt &amp;lt;math&amp;gt;o_3&amp;lt;/math&amp;gt; schreibt, welches in einer anderen Interessenskonfliktklasse als &amp;lt;math&amp;gt;o_1&amp;lt;/math&amp;gt; liegt. Ein zweites Subjekt &amp;lt;math&amp;gt;s_2&amp;lt;/math&amp;gt; könnte nun zuerst auf ein Objekt &amp;lt;math&amp;gt;o_2&amp;lt;/math&amp;gt; zugreifen, welches in der gleichen Interessenskonfliktklasse wie &amp;lt;math&amp;gt;o_1&amp;lt;/math&amp;gt; liegt, allerdings einem anderen Unternehmen angehört. Nun könnte sich &amp;lt;math&amp;gt;s_2&amp;lt;/math&amp;gt; durch Lesen von &amp;lt;math&amp;gt;o_3&amp;lt;/math&amp;gt; unzulässiges Insiderwissen über &amp;lt;math&amp;gt;y(o_1)&amp;lt;/math&amp;gt; aneignen, da die Inhalte von &amp;lt;math&amp;gt;o_3&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;o_1&amp;lt;/math&amp;gt; übereinstimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diesen Informationsfluss zu verhindern, definieren wir folgende &amp;#039;&amp;#039;Schreibregel&amp;#039;&amp;#039;, welche besagt, dass ein Subjekt genau dann schreibenden Zugriff auf ein Objekt &amp;lt;math&amp;gt;o&amp;lt;/math&amp;gt; erhält, wenn für alle Objekte, auf welches das Subjekt bereits lesenden Zugriff ausgeübt hat, gilt, dass sie öffentlich oder dem gleichen Unternehmen wie &amp;lt;math&amp;gt;o&amp;lt;/math&amp;gt; zugeordnet sind. Formal heißt das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\forall o&amp;#039; \in O:&lt;br /&gt;
\big( read \in N_t(s, o&amp;#039;) \rightarrow y(o&amp;#039;) = y_0 \vee y(o) = y(o&amp;#039;) \big)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird durch diese Regel also genau der oben beschriebene Fall unterbunden, dass ein Subjekt Insiderinformationen über eine andere Interessenskonfliktklasse an einen Konkurrenten weitergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Clark-Wilson-Modell]]&lt;br /&gt;
* [[Role Based Access Control]]&lt;br /&gt;
* [[Mandatory Access Control]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Kersten]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Computersicherheit.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München u. a. 1991, ISBN 3-486-21873-5 (&amp;#039;&amp;#039;Sicherheit in der Informationstechnik.&amp;#039;&amp;#039; 3, Schriftenreihe Bd. 1).&lt;br /&gt;
* [[Claudia Eckert]]: &amp;#039;&amp;#039;IT-Sicherheit. Konzepte – Verfahren – Protokolle.&amp;#039;&amp;#039; 5. überarbeitete Auflage. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München u. a. 2008, ISBN 978-3-486-58270-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=David F.C. Brewer, Michael J. Nash&lt;br /&gt;
   |Hrsg=IEEE&lt;br /&gt;
   |Titel=The Chinese Wall Security Policy&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Proceedings of IEEE Symposium on Security and Privacy&lt;br /&gt;
   |Datum=1989&lt;br /&gt;
   |Seiten=206–214&lt;br /&gt;
   |Online=https://www.cs.purdue.edu/homes/ninghui/readings/AccessControl/brewer_nash_89.pdf&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=772}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IT-Sicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zugriffskontrolle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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