<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Breonen</id>
	<title>Breonen - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Breonen"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Breonen&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-28T16:49:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Breonen&amp;diff=2258365&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Konrad Fischnaler; Kleinkram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Breonen&amp;diff=2258365&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-14T22:59:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Konrad Fischnaler; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Droysens Hist Handatlas S17 Germanien.jpg|miniatur|„Breuni“ in der römischen Provinz &amp;#039;&amp;#039;[[Raetia]]&amp;#039;&amp;#039; (gelb)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Römische Provinzen im Alpenraum ca 14 n Chr.png|miniatur|Die „Breuni“ unter den Stämmen in den neuen römischen Provinzen 14 n. Chr.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Breonen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Breunen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Breuni&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; waren ein antiker Stamm auf dem Gebiet des heutigen [[Tirol (Bundesland)|Tirol]]. Die Breonen werden in verschiedenen antiken Texten erwähnt, häufig in engem Zusammenhang mit den [[Genaunen]]. In älterer Literatur wurden sie gerne den [[Kelten]] zugeordnet, was aber nicht mit archäologischen Befunden zusammenpasst. Plausibler erscheint eine Zugehörigkeit zu den [[Räter]]n, es gibt jedoch auch abweichende Theorien. Im Verlauf der Antike wurden die Breonen nach und nach [[Romanisierung|romanisiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man lokalisiert sie im zentralen [[Tirol]], also im mittleren [[Inntal]], im vorderen [[Stubaital|Stubai]]- und im [[Wipptal]] nördlich und südlich des [[Brennerpass|Brenners]] (dessen Namensursprung aber nichts mit ihnen zu tun hat&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Finsterwalder]], Hermann M. Ölberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Tiroler Ortsnamenkunde. Gesammelte Aufsätze und Arbeiten Forschungen zur Rechts- und Kulturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Einzelne Landesteile betreffende Arbeiten, Inntal und Zillertal.&amp;#039;&amp;#039; Wagner, Innsbruck 1990, ISBN 3-7030-0222-0, S.&amp;amp;nbsp;232.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gehören zu den Stämmen, die [[Drusus]], ein Stiefsohn des [[Kaiser Augustus|Kaisers Augustus]], bei seinem Eroberungszug 15 v. Chr. bezwang. Sie finden sich daher auch in der Liste der Stämme erwähnt, die Augustus auf der Inschrift am [[Tropaeum Alpium]] in [[La Turbie]] oberhalb von Monaco zum Gedenken an diesen Alpenfeldzug anfertigen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Plinius der Ältere]], &amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia]]&amp;#039;&amp;#039; 3, 136.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Horaz]] erwähnt sie in einer den Feldzug feiernden Ode (Carm. 4,14,9ff.), woraus man auf ihren herausragenden Widerstand schließen könnte: &amp;#039;&amp;#039;milite nam tuo/ Drusus Genaunos, inplacidum genus/ Breunosque velocis et arcis/ Alpibus inpositas tremendis/ deiecit&amp;#039;&amp;#039; … („Denn mit deinem Heer warf Drusus die Genaunen, ein friedloses Volk, und die schnellen Breunen sowie die auf den fürchterlichen Alpenhöhen liegenden Burgen nieder“).&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Schön: &amp;#039;&amp;#039;Der Beginn der römischen Herrschaft in Rätien.&amp;#039;&amp;#039; Thorbecke, Sigmaringen 1986, ISBN 3-7995-4079-2, S.&amp;amp;nbsp;124.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Eroberung Italiens durch die [[Ostgoten]] wurden die schon zuvor wehrpflichtigen Grenztruppen der Breonen nördlich des Brenners zu einheimischen [[Foederaten]] des Ostgotenreiches.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herwig Wolfram]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Goten. Von den Anfängen bis zur Mitte des sechsten Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage, Beck, München 2001, ISBN 3-406-33733-3, S.&amp;amp;nbsp;20 und 316.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später verbündeten sie sich mit den [[Bajuwaren]] gegen eindringende [[Langobarden]] und [[Slawen]]stämme.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Raimund von Klebelsberg]] zu Thumburg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zu Ehren Emil von Ottenthals&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Schlern-Schriften]].&amp;#039;&amp;#039; Band 9) Wagner, Innsbruck 1925, S.&amp;amp;nbsp;405.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bajuwaren lösten in fränkischem Auftrag 540 die Breonen als Wächter der Alpenpässe ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Herwig Wolfram: &amp;#039;&amp;#039;Ethnogenese im frühmittelalterlichen Donau- und Ostalpenraum (6. bis 10. Jh.).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Helmut Beumann]], Werner Schröder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Frühmittelalterliche Ethnogenese im Alpenraum.&amp;#039;&amp;#039; Thorbecke, Sigmaringen 1985, ISBN 3-7995-6105-6, S.&amp;amp;nbsp;97–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Mitte des 6. Jahrhunderts erwähnt der fränkische Chronist [[Gregor von Tours]] die Breonen und das „regio Brionum“. Auch [[Venantius Fortunatus]] schreibt über die Breonen in seinem Epos über das Leben des [[Martin von Tours|heiligen Martin]] im Rahmen einer Reisebeschreibung von 565/66, die von Rhein und Donau nach Süden über den Inn und die Alpen führt. Er schildert ihre Siedlungen am Inn und ihren befestigten Hauptort [[Imst]], das antike [[oppidum]] &amp;#039;&amp;#039;Humiste&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinz Dopsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum Anteil der Romanen und ihrer Kultur an der Stammesbildung der Baiuwaren.&amp;#039;&amp;#039; In: Hermann Dannheimer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Bajuwaren. Von Severin bis Tassilo 488–788. Gemeinsame Landesausstellung des Freistaates Bayern und des Landes Salzburg.&amp;#039;&amp;#039; Prähistorische Staatssammlung, München 1988, S.&amp;amp;nbsp;47–55, hier: S.&amp;amp;nbsp;51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein spätes Zeugnis der Breonen lässt sich 765 n. Chr. in die Nähe von [[Teriolis|Zirl]] lokalisieren. Bischof [[Arbeo von Freising]] berichtet von dem reichen Gutsbesitzer freien Standes (&amp;#039;&amp;#039;nobilis&amp;#039;&amp;#039;), Dominicus, der bei den „Preonenes“ im Oberinntal wohnt und &amp;#039;&amp;#039;seiner Abkunft und seines Aussehens nach ein Romanus war&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Otto Weber: &amp;#039;&amp;#039;Studien zum Weinbau der altbayerischen Klöster im Mittelalter. Altbayern, österreichischer Donauraum, Südtirol.&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Beiheft 141), Steiner, Stuttgart 1999, ISBN 3-515-07290-X, S.&amp;amp;nbsp;65; und Walter Leitner, [[Josef Fontana]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Landes Tirol.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Von den Anfängen bis 1490.&amp;#039;&amp;#039; Athesia, Bozen 1985, ISBN 88-7014-390-2, S.&amp;amp;nbsp;235.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Erwähnungen finden sich in den Quarti(nus)-Urkunden von 827/28 n. Chr. im [[Sterzing]]er Raum;&amp;lt;ref&amp;gt;Anselm Sparber: &amp;#039;&amp;#039;Die Quartinus-Urkunde von 827/28.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für Konrad Fischnaler&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Schlern-Schriften.&amp;#039;&amp;#039; Band 12). Innsbruck, Universitätsverlag Wagner 1927, S.&amp;amp;nbsp;176–185 (Festschrift zu Ehren von [[Konrad Fischnaler]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; der dortige Gutsbesitzer Quarti(nus) bezeichnete sich selbst als &amp;#039;&amp;#039;ego Quarti nationis Noricorum et Pregnariorum&amp;#039;&amp;#039; – also als breonischen [[Norital|Nurihtaler]] – und stiftete seinen Besitz in [[Bozen]], Sterzing und im [[Unterinntal]]er Raum an das [[Kloster Innichen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hannes Obermair]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://cma.gbv.de/dr,cma,009,2006,a,07.pdf Das Recht der tirolisch-trientinischen ‚Regio‘ zwischen Spätantike und Frühmittelalter]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Concilium Medii Aevi]] 9 (2006), S. 141–158, hier: S. 151. [[DOI:10.2364/1437905809107]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gab damals offenbar noch eine Führungsschicht der [[Bayern|bairischen]] Romanen, die sich zu ihrer breonischen Herkunft und [[Gens|gentilen]] Gemeinschaft bekannte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herwig Wolfram]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Geburt Mitteleuropas&amp;#039;&amp;#039;. Kremayr und Scheriau, Wien 1987, ISBN 3-218-00451-9, S.&amp;amp;nbsp;337.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die langbezeugte Existenz der Breonen vom 1. bis ins 9. Jahrhundert zeigt, dass – trotz der zahlreichen großen Umbrüche mindestens bis zum Aussterben der [[Agilolfinger]] – hier eine selbst- und traditionsbewusste Ethnie existierte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Störmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Baiuwaren. Von der Völkerwanderung bis Tassilo III.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2002, ISBN 3-406-47981-2, S.&amp;amp;nbsp;97.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folge der [[Bajuwaren|bajuwarischen]] Alpenbesiedlung gingen die Breonen schließlich in diesen auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Menke: &amp;#039;&amp;#039;Die bairisch besiedelten Landschaften im 6. und 7. Jahrhundert nach den archäologischen Quellen.&amp;#039;&amp;#039; In: Hermann Dannheimer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Bajuwaren. Von Severin bis Tassilo 488–788. Gemeinsame Landesausstellung des Freistaates Bayern und des Landes Salzburg.&amp;#039;&amp;#039; Prähistorische Staatssammlung, München 1988, S.&amp;amp;nbsp;70–78, hier: S.&amp;amp;nbsp;73.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Anreiter]]: &amp;#039;&amp;#039;Breonen, Genaunen und Fokunaten.&amp;#039;&amp;#039; Archaeolingua Alapítavány, Budapest 1997, ISBN 963-8046-18-X.&lt;br /&gt;
* Friedrich Schipper: &amp;#039;&amp;#039;Die Christianisierung der Breonen und der Baiuwaren im Tiroler Inland.&amp;#039;&amp;#039; Diplomarbeit, Wien 1996.&lt;br /&gt;
* [[Albert Jäger]]: &amp;#039;&amp;#039;Über das rhätische Alpenvolk der Breuni oder Breonen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Classe der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften&amp;#039;&amp;#039; 42,10. Gerold, Wien 1863, S.&amp;amp;nbsp;351–440.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische europäische Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Räter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Tirols]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Demografie (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Ethnie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
	</entry>
</feed>