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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Brennhaar</id>
	<title>Brennhaar - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T16:55:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Brennhaar&amp;diff=135891&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-21T10:11:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brennhaare&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[haar]]ähnliche Strukturen, die mechanisch durch winzige [[Widerhaken]] oder mittels besonderer [[Wirkstoff]]e bei Berührung ein Brennen verursachen. Bekannt sind sie vor allem durch [[Brennnesseln]], bei denen sie am Stiel und oberhalb der Blätter an der Pflanze sitzen. Es gibt aber auch bei Insekten, namentlich den [[Raupe (Schmetterling)|Raupen]] der [[Prozessionsspinner]], und bei den [[Vogelspinnen]] Brennhaare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brennhaare bei Pflanzen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Urtica dioica stinging hair.jpg|mini|Brennhaare der [[Große Brennnessel|Großen Brennnessel]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Urtica dioica, stinging hair.jpg|mini|Mikroskopische Aufnahme von Brennhaaren der großen Brennnessel – (a) ist noch intakt mit versiegelter runder Spitze, bei (b) ist die Spitze durch Berührung abgebrochen und dadurch ein scharfer Injektionsapparat gebildet]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brennhaare bei Loasa spec.JPG|mini|Brennhaarbesatz bei [[Blumennesselgewächse|&amp;#039;&amp;#039;Loasa&amp;#039;&amp;#039; spec.]]]]&lt;br /&gt;
Bei einer Berührung mit Brennhaaren vieler [[Brennnesselgewächse]] oder der [[Blumennesselgewächse]] (oder von &amp;#039;&amp;#039;[[Neesia]]&amp;#039;&amp;#039;) entstehen schmerzhafte [[Quaddel]]n. Die Brennhaare besitzen an ihrer Spitze ein Köpfchen, das verkieselt ist und eine [[Sollbruchstelle]] besitzt. Wird das Köpfchen bei Berührung abgerissen, hinterlässt es das scharfkantige, starre Haar. Dieses bohrt sich in die Haut und entleert das in ihm enthaltene Gemisch aus [[Serotonin]], [[Histamin]], [[Acetylcholin]], [[Ameisensäure]] und [[Natriumformiat]]. Der Hauptwirkstoff, der für die Quaddelbildung verantwortlich ist, ist bislang nicht bekannt. Bereits ein Zehntausendstel [[Gramm|Milligramm]] dieser Brennflüssigkeit reicht aus, um die bekannte Wirkung zu erzielen.&lt;br /&gt;
Die Basis der Haare (Sockel) besteht neben [[Epidermis (Pflanze)|epidermalen]] Zellen auch aus [[Hypodermis|hypodermalen]] Zellen, ist also eine [[Emergenz (Botanik)|Emergenz]], während das eigentliche Brennhaar ein einzelliges [[Trichom]] darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Pflanzliche Abwehr von Herbivoren]], [[Brennnesseln#Brennhaare|Abschnitt „Brennhaare“ im Artikel Brennnesseln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brennhaare bei Tieren ==&lt;br /&gt;
Die Brennhaare der [[Gliederfüßer]] sind Borsten, Bestandteil der [[Exoskelett|Cuticula]], [[Chitin]] als strukturbestimmendes Material enthaltend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brennhaare bei Insekten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Thaumetopoea processionea 100613.jpg|mini|Eichen-Prozessionsspinnerraupe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Thaumetopoea processionea MKL Bd. 13 1890 (128905374).jpg|mini|Schematische Zeichnung eines Brennhaares der Eichen-Prozessionsspinnerraupe]]&lt;br /&gt;
Die [[Raupe (Schmetterling)|Raupen]] einiger [[Schmetterlinge|Schmetterlingsarten]] besitzen Brennhaare, die sie vor ihren Fressfeinden schützen sollen. Zu den Arten, deren Raupen Brennhaare besitzen, gehören beispielsweise die [[Eichen-Prozessionsspinner]] (&amp;#039;&amp;#039;Thaumetopoea processionea&amp;#039;&amp;#039;), deren Brennhaare leicht brechen und mit dem Wind kilometerweit verbreitet werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;N. Leitz, M. Arnold, Reinhard Leitz: &amp;#039;&amp;#039;Raupendermatitis durch Eichen-Prozessionsspinner.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Deutsche Dermatologe.&amp;#039;&amp;#039; 9, 2003, S. 684–685.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie enthalten das [[Nesselgift]] [[Thaumetopoein]] und haben [[Widerhaken]]. Beim Menschen verursachen diese Brennhaare allergische Reaktionen der Haut, Augenreizungen, und wenn sie in die Atemwege gelangen, können Beschwerden wie [[Husten]]reiz und [[asthma]]tische Anfälle die Folge sein. In starken Raupenjahren – [[Gradation (Zoologie)|Gradation]] – kann es erforderlich sein, betroffene Gebiete für den Zutritt ungeschützter Personen zu sperren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Raupen anderer [[Prozessionsspinner]]arten sowie einiger [[Trägspinner]]arten wie der [[Schwammspinner]] (&amp;#039;&amp;#039;Lymantria dispar&amp;#039;&amp;#039;) und der [[Goldafter]] (&amp;#039;&amp;#039;Euproctis chrysorrhoea&amp;#039;&amp;#039;) sind mit Brennhaaren ausgestattet. Eine weitere Schmetterlingsart, deren Raupen Brennhaare besitzen, ist der [[Eichenspinner]] (&amp;#039;&amp;#039;Lasiocampa quercus&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brennhaare bei Spinnen ===&lt;br /&gt;
Viele [[Vogelspinnen]]-Arten verfügen ebenfalls über [[Brennhaare bei Vogelspinnen|Brennhaare]]. Diese sitzen in der Regel auf dem [[Abdomen|Hinterleib]] der Spinnen. Die Brennhaare verursachen auf der Haut einen starken Juckreiz, oder, je nach Art, sogar brennende Ausschläge. Diese Reizungen können bis zu einem Tag lang anhalten. Wenn die Haare in die Atemwege gelangen, führen sie zu starkem Husten und bei [[Allergie|Allergikern]] zu Schwellungen, die gefährlich werden können. Kommen die Brennhaare in die Augen, kann eine Bindehautentzündung die Folge sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brennhaare besitzen nur die beiden in der [[Neue Welt|Neuen Welt]] vorkommenden Unterfamilien der Vogelspinnen, die [[Theraphosinae]] und die [[Aviculariinae]]. Die Haare sind 0,3 bis 0,75&amp;amp;nbsp;mm lang und tragen eine große Anzahl winziger [[Widerhaken]]. Die Wirkungsweise der Brennhaare der Spinnen ist noch nicht genau erforscht. Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass es sich um eine rein mechanische Reizung der Haut durch die vielen Widerhaken handelt und nicht um eine Giftwirkung wie durch einen Spinnenbiss oder das Nesselgift der Brennhaare von [[Raupe (Schmetterling)|Raupen]] der Prozessionsspinner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.brachypelma-smithi.de/vogelspinnen-gift-brennhaare.html | wayback=20130725102153 | text=&amp;#039;&amp;#039;Brennhaare&amp;#039;&amp;#039;}} von &amp;#039;&amp;#039;Brachypelma smithi&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sogenannten [[Bombardierspinne|Bombardierspinnen]] können die vielen kleinen Härchen von der Oberseite des Abdomens mit Hilfe der Hinterbeine schnell abstreifen und dem Angreifer entgegenschleudern. Eine Wolke feiner Brennhaare trifft dann auf den Angreifer. Ein solches Verhalten zeigt auch die [[Riesenvogelspinne]] (&amp;#039;&amp;#039;Theraphosa blondi&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere dieser Vogelspinnen besitzen zwar Brennhaare, bombardieren mit diesen jedoch nicht, sondern strecken einem Angreifer ihr Abdomen entgegen. Bei Berührung können diese den Angreifer verletzen. Hierzu gehören viele Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Avicularia]]&amp;#039;&amp;#039;. Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Ephebopus]]&amp;#039;&amp;#039; haben Brennhaare auf den [[Femur (Gliederfüßer)|Femora]] ihrer [[Pedipalpus|Taster]].&amp;lt;ref&amp;gt;S. D. Marshall, G. W. Uetz: &amp;#039;&amp;#039;The pedipalpal brush of Ephebopus sp. (Araneae, Theraphosidae): evidence of a new site for urticating hairs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin of the British Arachnological Society.&amp;#039;&amp;#039; 8, 4, 1990, S. 122–124.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgebrochene Brennhaare werden nach der nächsten Häutung ersetzt. Eine Ausnahme bilden dabei adulte Männchen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vogelspinnen.info/faq_brennhaare_bombardieren.php Brennen und Bombardieren] bei Vogelspinnen.info&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.brachypelma-smithi.de/images/stories/brennhaare/v_giftt_vogelspinne.pdf Gifttier: Vogelspinne allgemein] (PDF-Datei; 89&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zelltyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entomologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arachnologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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