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	<title>Bredenstein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-11-30T03:11:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bredenstein 01.jpg|miniatur|Oberseite des Bredensteins mit Einritzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bredenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ein so genannter [[Zeichenstein]], liegt nahe der [[B 497]] im [[Naturpark Solling-Vogler]], etwa zwei Kilometer südlich von [[Neuhaus im Solling]] in [[Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist bereits auf der Karte des [[Solling]]s aus dem Jahr 1603 eingezeichnet, die [[Johannes Krabbe (Kartograf)|Johannes Krabbe]] (1553–1616) im Auftrag des Herzogs [[Heinrich Julius (Braunschweig-Wolfenbüttel)|Heinrich Julius]] verfertigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
An einem Seitenbach der [[Ahle (Schwülme)|Ahle]] liegt unweit ihrer Quelle der etwa 1,0 × 0,7 m messende und 0,5 m hohe [[Sandstein]]block. Er trägt auf seiner Oberfläche eine Einritzung in der Form eines 40 cm großen [[Mühle (Spiel)|Mühlespiels]]. In der Mitte befindet sich ein [[Schalenstein|Schälchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutung und Vergleichswerke ==&lt;br /&gt;
Zum Bredenstein liegen abschließende wissenschaftliche Untersuchungen zu Entstehung und Bedeutung nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleichbare Darstellungen aus [[Prähistorie|prähistorischer]] oder historisch älterer Zeit sind aus ganz Europa bekannt, zum Beispiel in Höhlen im [[Wald von Fontainebleau]] oder in [[Felsritzungen des Valcamonica]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jüngere Muster stammen von einer ursprünglich vermutlich [[eisenzeit]]lichen [[Cross-Slab]] aus [[Glencolumbkille]] in [[Irland]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.megalithicireland.com/Glencolmcille%20station%2002.html Bilder von Glencolumbkille], abgerufen am 19. Juni 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Mühlespiel ziert auch den Bildstein von [[Ernstkirchen]], der auf Ende des 8. Jahrhunderts datiert wird. Die Einritzungen in derartigen senkrechten Kreuzplatten oder Torbalken wurden offenbar nicht als Mühlespiel genutzt, sondern stellen religiöse oder kultische Sinnbilder dar. Nach [[Dietrich Evers]] stellen derartige [[Petroglyphe]]n ein primitives kosmologisches Modell dar. Sie spiegeln sich in Begrifflichkeiten wie Ober-, Mittel- und [[Unterwelt]] bzw. später in [[Himmel (Religion)|Himmel]], Erde und Hölle wider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionale Vergleichswerke finden sich auf einer Grabplatte in der Krypta von [[St. Wiperti (Quedlinburg)]] und an einem im [[Torhaus (Holzminden)|Museum Holzminden]] gelagerten Balken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der Vertiefung in der Mitte des Bredensteins weist die Darstellung auf einem unweit der [[Burgruine Pfeffersberg]] von [[Hans Fink (Volkskundler)|Hans Fink]] entdeckten Menhir, einer der [[Felsbildplätze in Österreich]], eine bemerkenswerte Ähnlichkeit auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://members.aon.at/~wacker/fels.htm „Mühlespiel“ in der Tschötscher Heide]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer Deutung von [[Marie E. P. König]] zufolge visualisiert eine derartige Bildsymbolik das Weltbild der Ersteller.&amp;lt;ref&amp;gt;Erni Kutter: Der Kult Der Drei Jungfrauen, 2003, S. 76–77&amp;lt;/ref&amp;gt; Halbkugelartige Vertiefungen, wie auf einem Schalenstein bei [[Elvas (Brixen)|Elvas]] oder in der Mitte des Bredensteins, wurden von [[Gerda Weiler]] als Symbol des kosmischen und irdischen weiblichen Leibes gedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Erni Kutter: Der Kult Der Drei Jungfrauen, 2003, S. 75&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Jutta Voss]] stellte die These auf, dass sich diese ursprüngliche Symbolik zu kultischen Gefäßen weiterentwickelte und schließlich der christliche [[Kelch (Liturgie)|Kelch]] entstand.&amp;lt;ref&amp;gt;Erni Kutter: Der Kult Der Drei Jungfrauen, 2003, S. 76&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demgegenüber wurde auch eine profane Nutzung des Bredensteins als Grenzstein für Besitz einer nahen Siedlung diskutiert. 1876 wurde ca. 2 km südlich des Bredensteins in dem Ort [[Schönhagen (Uslar)|Schönhagen]] ein 1583 erbautes Haus abgerissen, wie der dortige Pastor dokumentierte. Laut dem Bericht des Pastors war am Kamin des Hauses ein 2 Fuß hoher rechteckiger Stein eingefügt, in den ein Mühlemuster eingearbeitet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Henning Steingräber: Der Herrenhof von Schönhagen, in: Sollinger Heimatblätter, 4, 2010, S. 8ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleichsbeispiel aus mittelalterlicher Zeit ist ein bespielbares da waagerecht nutzbares in Stein graviertes Mühlespiel, das in [[Nevern Castle]] gefunden wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[G. Ulrich Großmann]]: Mittelalterliche Kritzeleien in walisischen Burgen, in: Burgenbau Im 13. Jahrhundert, 2002, S. 161ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Mark A. Hall: Play and playfulness in late medieval Britain, in: Christopher Gerrard, Alejandra Gutiérrez (Hg.): The Oxford Handbook of Later Medieval Archaeology in Britain, 2018, S. 530ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Etymologie|etymologischen]] Untersuchung des Bredensteins verweist auf die Herkunft „breten“, durch den Wurf entscheiden, also Mühle spielen. Da aber im übertragenen Sinn auch Recht sprechen gemeint ist, also ein Gerichtsplatz, erscheint danach nur die zeitliche Einordnung in das ausgehende Frühmittelalter möglich, hergeleitet aus der Siedlungsentwicklung im Solling.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Berger: Der Bredenstein im Solling, in: Almogaren XXIX, 1998, S. 51–84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste Untersuchung zur Namensherkunft bezog sich auf die 1587 beurkundete Bezeichnung „Bredensteinisch Bruch“ für den Forstort mit dem Bredenstein. Danach ist keine Herleitung von „breiter Stein“, sondern von „Breite“, d.&amp;amp;nbsp;h. herrschaftliches Land, anzunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Ludwig Karl Weigand: Deutsches Wörterbuch, Band I, 1873, S. 536&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem besteht danach kein Zusammenhang mit einer Grenzlage, da der Forstort damals zwischen dem [[Schloss Fürstenberg (Fürstenberg an der Weser)|Amt Fürstenberg]] und dem [[Amt Erichsburg]] umstritten war.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Förster: Forstorte im Solling, Band I, 1993, S. 48–49&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=&amp;quot;180&amp;quot; class=&amp;quot;float-left&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot; perrow=&amp;quot;x&amp;quot; caption=&amp;quot; &amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleann Cholm Cille Turas Cholmcille Stad 2 East 2010 09 24.jpg|Bei Glencolmcille&lt;br /&gt;
Bildstein Ernstkirchen.JPG|Bildstein von Ernstkirchen&lt;br /&gt;
Spital aP Felsbilder Höll Bildfelsen V-1.jpg|Felsbilder von Höll (Österreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Siegmund Oehrl: &amp;#039;&amp;#039;Der Bredenstein bei Neuhaus und die Bedeutung der „Mühlespiel“-Ritzungen&amp;#039;&amp;#039;. Sollinger Heimatblätter 2008, Heft 3.&lt;br /&gt;
* Norbert Rikus: &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichtliche Kultsteine im Solling&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ur- und Frühzeit.&amp;#039;&amp;#039; Heft 2 + 3 1986&lt;br /&gt;
* Otfried Ruhlender: &amp;#039;&amp;#039;Denksteine, Denkmäler, Grenz- und Kreuzsteine im Solling&amp;#039;&amp;#039;. Neuauflage 2009&lt;br /&gt;
* F. Mandl: &amp;#039;&amp;#039;Die Mühlspieldarstellungen auf Fels in den Nördlichen Kalkalpen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der ANISA.&amp;#039;&amp;#039; Heft 1/2 1994&lt;br /&gt;
* [[Ernst Andreas Friedrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Bredenstein im Solling&amp;#039;&amp;#039;, S. 24–25, in: &amp;#039;&amp;#039;Wenn Steine reden könnten&amp;#039;&amp;#039;, Band III, Landbuch-Verlag, Hannover 1995, ISBN 3-7842-0515-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.peterpf.homepage.t-online.de/steine/37_bredenstein/37.html Bilder von Bredenstein bei Neuhaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=51.728892|EW=9.508426|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Solling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst der Ur- und Frühgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Derental]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal im Landkreis Holzminden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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