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	<title>Brautraub - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Brautraub&amp;diff=563716&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Shark1989z: /* Trivialliteratur */ Verlinkung</title>
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		<updated>2025-12-20T14:25:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Trivialliteratur: &lt;/span&gt; Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die gewaltsame Entführung – zum spielerischen Brauch siehe [[Hochzeitsbrauch #Brautentführung|Brautentführung]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brautraub&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mädchenraub&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Frauenraub&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die [[Entführung]] eines [[Mädchen]]s oder einer [[Frau]] zum Zwecke der [[Ehe]]schließung bzw. des [[Konkubinat|Konkubinats]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen und Formen ==&lt;br /&gt;
Bei einem Brautraub, auch Raubheirat genannt, wird die zukünftige [[Brautpaar|Braut]] ihrer Familie oder ihrem [[Vormundschaft|Vormund]] „[[Raub|geraubt]]“, um sie mit dem Entführer oder einem männlichen Mitglied der Tätergruppe zu verheiraten. Die Praxis eines derartigen Menschenraubs weiblicher Opfer zu Heiratszwecken ist historisch in weiten Teilen der Welt belegbar. In ältesten [[Indogermanische Sprachen|indogermanischen]] Quellen wird die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raubehe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; als eine der möglichen Eheformen genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schramm 2011-41&amp;quot; /&amp;gt; Ein Beispiel für den Raub ganzer Frauengruppen, der oft im Zuge von [[Krieg]]shandlungen überliefert ist, ist der römische [[Raub der Sabinerinnen]]. Von einem analogen „Männerraub“ zu Heiratszwecken ist historisch nichts bekannt, allerdings enthält die in vielen Varianten überlieferte griechische [[Amazonen]]sage in manchen Versionen ähnliche Motive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfolgt die Entführung &amp;#039;&amp;#039;gegen&amp;#039;&amp;#039; den Willen der Braut, ist die resultierende Eheschließung eine [[Zwangsheirat]]. Entsprechend kann der Entführer wegen [[Freiheitsdelikt|Nötigung]], [[Entführung]] und/oder [[Freiheitsberaubung]] belangt werden. Bei diesem „[[Brauch]]“ wird das Selbst&amp;amp;shy;bestimmungs&amp;amp;shy;recht der Frau gebrochen. Nach [[Kanonisches Recht|katholischem Kirchenrecht]] stellt ein solcher „Frauenraub“ &amp;#039;&amp;#039;([[Raptio]])&amp;#039;&amp;#039; ein [[Ehehindernis]] dar, das die kirchenrechtlich gültige Eingehung einer Ehe ausschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Entführungsehe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die keine Zwangsehe ist, kommt dagegen dann zustande, wenn die Frau entweder nachträglich aus freien Stücken in die Eheschließung mit dem Entführer einwilligt oder von vornherein mit der Entführung einverstanden war oder sogar an ihr mitgewirkt hat. Eine solche „Entführung“ mit der Zustimmung der Braut kann zuweilen auch mit stillschweigender Duldung seitens ihrer Familie stattfinden. In Kulturen, in denen [[Heiratsvermittlung|arrangierte Ehen]] üblich sind oder die Heirat des Wunschkandidaten der Heiratswilligen durch familiäre Mitspracherechte erschwert wird, wählen Brautpaare häufig den Weg des Scheinraubs, wobei es sich im Prinzip um eine gemeinsame Flucht handelt. So sollen 5 % aller [[Islamische Ehe#Türkei|Heiraten in der Türkei]] als Folge von &amp;#039;&amp;#039;kız kaçırma&amp;#039;&amp;#039; („Mädchenraub“) zustande kommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rasuly-Paleczek 2011-111&amp;quot; /&amp;gt; Duldet die Familie die Heirat nicht, muss das Paar oft eine anschließende Verfolgung durch Angehörige der Braut fürchten. Manchmal wird eine Entführung gegen den Willen der Brautfamilie sogar zum Anlass für einen sogenannten „[[Ehrenmord]]“ genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Hochzeitsbräuchen vieler Kulturen finden sich Anklänge einer Raubheirat, beispielsweise in spielerischen Scheinkämpfen zwischen der Gruppe der Braut und der des Bräutigams, gespieltem Weinen und Schreien der Braut oder Widerstand, ihr Elternhaus zu verlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rasuly-Paleczek 2011-111&amp;quot; /&amp;gt; Auch in traditionellen Hochzeitsbräuchen des westlichen Kulturraums hat sich eine spielerische „[[Hochzeitsbrauch#Brautentführung|Brautentführung]]“ bis heute erhalten. Dabei wird die Braut während der [[Hochzeit]]sfeier von Gästen heimlich an einen anderen Ort gebracht. Anschließend muss der Bräutigam sie suchen und mit einem symbolischen Preis oder einem Versprechen auslösen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Polis 2010&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ethnologische Deutungen ==&lt;br /&gt;
Die [[Ethnosoziologie]] kennt den Brautraub bei manchen [[Ethnie]]n und [[Indigene Völker|indigenen Völkern]] als eine [[ritual]]isierte Form der auswärtigen Heirat ([[Exogamie]]) zwischen verschiedenen [[Lineage|Abstammungsgruppen]] oder [[Clan]]s, der durch entsprechendes [[Brauch#Brauch und Brauchtum|Brauchtum]] abgesichert ist. Es kann sich dabei aber auch um ein Element der [[Kriegsführung]] handeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rasuly-Paleczek 2011-110&amp;quot; /&amp;gt; Der französische [[Neomarxismus|neomarxistische]] [[Wirtschaftsethnologie|Wirtschaftsethnologe]] [[Claude Meillassoux]] nahm 1975 an, dass sich die Praxis des [[Frauentausch]]es aus einem System des Frauenraubes entwickelt habe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meillassoux 1976-42&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühen [[Anthropologie|Anthropologen]] [[John Ferguson McLennan]] und [[John Lubbock, 1. Baron Avebury]] behaupteten um 1870 aus damals üblicher [[Evolutionismus|evolutionistischer Sicht]], die „Raubehe“ sei auf den frühen Stufen der Menschheit üblich gewesen. Später sei ein Exogamiegebot entstanden, um den Raub der Ehefrauen überflüssig zu machen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wicker 2005-10&amp;quot; /&amp;gt; Heute wird diese Annahme der Evolutionisten abgelehnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rasuly-Paleczek 2011-111&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten|1=[[Diskussion:Brautraub#Überarbeiten|Diskussionsseite unter „Überarbeiten“]]|2=Der folgende Text}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Westeuropa ===&lt;br /&gt;
Im europäischen [[Mittelalter]] wurde in der damals üblichsten Eheform, der [[Muntehe]], die [[Vormundschaft]] über die Braut von ihrem Vater offiziell an den Ehemann übertragen; oft wurde von diesem ein [[Brautpreis]] verlangt. War der Bräutigam nicht bereit, das Brautgeld zu zahlen, kam es vor, dass er die Braut raubte – mit oder ohne deren Zustimmung. Allerdings war diese Art der Eheschließung illegal und wurde streng bestraft. Da die Entführung oder der Raub an sich keine eheschließende Wirkung hatte, musste noch eine rechtliche Eheschließung vollzogen werden – in diesem Fall ohne offizielle Übergabe der Vormundschaft. Da bei der Entführungsehe die Rechte der Familie und des Vormundes der Braut verletzt wurden, kam es häufig zu [[Fehde]]n zwischen den Familien der Braut und des Bräutigams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Griechische Mythologie|mythologisches]] Beispiel für einen Brautraub und eine Entführungsehe ist [[Helena (Mythologie)|Helena]], die als Zwölfjährige von [[Theseus]] entführt, aber wieder befreit wird; später löst ihre einvernehmliche Entführung durch [[Paris (Mythologie)|Paris]] den [[Trojanischer Krieg|Trojanischen Krieg]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Germanen|germanisches]] Beispiel für eine Entführungsehe gegen den Willen der Familie ist [[Thusnelda]], die Tochter des [[Cherusker]]fürsten [[Segestes]]. Sie war bereits einem anderen Mann versprochen und wurde um 15 n. Chr. mit ihrem Einverständnis vom Cheruskerfürsten [[Arminius]] entführt und geheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Russland ===&lt;br /&gt;
Im [[Oktoberrevolution|vorrevolutionären]] [[Russisches Kaiserreich|Russland]] wurden junge Frauen mit ihrem Einverständnis von ihren [[Liebesbeziehung|Liebhabern]] dann geraubt, wenn die Eltern grundsätzlich gegen eine Eheschließung waren. In der Regel ließ sich das Paar dann von einem [[Orthodoxe Kirchen|Popen]] heimlich [[Hochzeit|trauen]] und stellte die Eltern vor vollendete Tatsachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Sowjetunion|Sowjetzeit]] wurde der Brautraub als Entführung und [[Freiheitsberaubung]] strafrechtlich verfolgt. Auch die Zahlung eines [[Brautpreis]]es war verboten. [[Schenkung]]en an die Familie der Braut wurden jedoch geduldet, auch wenn es sich streng genommen um eine Form von Brautgeld handelte. Mit dem [[Zerfall der Sowjetunion]] lebte der kriminelle Brautraub wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tschetschenien ===&lt;br /&gt;
Bei [[Tschetschenen]] und einigen anderen [[Kaukasus|kaukasischen]] Völkern war der Brautraub bis in die Sowjetzeit hinein üblich. Eine der Ursachen dafür war das vom zukünftigen Ehemann zu zahlende hohe Brautgeld. Auch hatten Familien aus bestimmten Gründen manchmal überhöhte Erwartungen an den zukünftigen [[Schwiegerkind|Schwiegersohn]]. Wollte er seine Auserwählte trotzdem heiraten, musste er sie entführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem strengen [[Ehre]]nkodex der Tschetschenen musste die Entführte zunächst gefragt werden, ob sie bereits vergeben sei oder ob sie beabsichtigte, einen anderen als den Entführer zu heiraten. In diesem Fall hatte er die Frau dem von ihr erwählten Gatten zu übergeben. Wie oft dieser Brauch zur Anwendung kam, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Roma ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Roma]] gibt es vor allem in Osteuropa teilweise noch den [[ritual]]isierten Brautraub, der mit Einverständnis der Braut und ihrer Familie geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirgisistan ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Ala Kachuu}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zerfall der Sowjetunion lebte der Brauch in [[Kirgisistan]] wieder auf, zumeist in krimineller Weise. Berichte sprechen davon, dass etwa 15.000 Frauen pro Jahr entführt und zur Heirat gezwungen werden. Ein entsprechendes Gesetz gegen dieses „ehestiftende Verbrechen“ soll in Vorbereitung sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Süddeutsche 2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brautraub in Kunst und Literatur ==&lt;br /&gt;
Frauenraub und Frauennötigung zählen seit Anbeginn zu häufigen Motiven der Weltliteratur&amp;lt;ref&amp;gt;[[Elisabeth Frenzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Motive der Weltliteratur. Ein Lexikon dichtungsgeschichtlicher Längsschnitte&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 301). 5., überarbeitete und ergänzte Auflage. Kröner, Stuttgart 1999, ISBN 3-520-30105-9, S. 170–185.&amp;lt;/ref&amp;gt; und finden sich auch als Frauenraubszenen in der Bildenden Kunst (Beispiel: [[Pablo Picasso]], &amp;#039;&amp;#039;Frauenraub&amp;#039;&amp;#039; von 1968).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lykke Aresin]], [[Helga Hörz]], [[Hannes Hüttner]], [[Hans Szewczyk]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Humansexuologie.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Volk und Gesundheit, Berlin 1990, ISBN 3-333-00410-0, S. XXXVI.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Märchen ===&lt;br /&gt;
Der Brautraub ist ein auffallend häufiges Motiv in russischen [[Volksmärchen]], dagegen kommt er in [[Westeuropa|westeuropäischen]] Märchen selten vor. Auch in [[afrika]]nischen Märchen geht es nicht selten um den Raub einer Frau zwecks Eheschließung, der (im Gegensatz zu [[Europa|europäischen]] Märchen) oft von [[Fabelwesen]] begangen wird. Auch die [[griechische Mythologie]] kennt Fälle von Brautraub, hier meist von Göttern begangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oper ===&lt;br /&gt;
In [[Richard Wagner]]s [[Oper]] &amp;#039;&amp;#039;[[Die Walküre]]&amp;#039;&amp;#039; von 1870 ist [[Hunding (Operngestalt)|Hunding]] der Ehemann der einst geraubten [[Sieglinde (Nibelungen)|Sieglinde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Trivialliteratur ===&lt;br /&gt;
Seit [[E. M. Hull]]s [[Abenteuerroman|Abenteuer-]] und [[Liebesroman]] &amp;#039;&amp;#039;[[Der Scheich (Roman)|Der Scheich]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1919 wurde das Motiv von Frauenraub und Frauennötigung immer wieder von der [[Trivialliteratur]] aufgegriffen, besonders in den [[Bodice Ripper|Bodice-Ripper-Romanen]] der 1970er und 1980er Jahre, in denen die Entführung der weiblichen Hauptfigur systematisch als dramaturgischer Kunstgriff eingesetzt wird, der es erlaubt, diese Figur vielfältige erotische Abenteuer erleben zu lassen, ohne sie als lüstern oder sexuell initiativ charakterisieren zu müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Film ===&lt;br /&gt;
In [[Indischer Film|indischen Filmen]] geht es oft um geflüchtete Paare, kaum jedoch um den Brautraub als solchen. In der [[Westliche Welt|westlichen Welt]] wird der Brautraub von der [[Filmwirtschaft|Filmindustrie]] zumeist in [[Märchenfilm]]en thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960er Jahren wurde das Thema in mehreren [[Italienischer Film|italienischen Filmen]] aufgegriffen, so 1963 von [[Pietro Germi]] in seiner [[Commedia all’italiana|Komödie]] &amp;#039;&amp;#039;[[Verführung auf Italienisch]]&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Sedotta e abbandonata)&amp;#039;&amp;#039;, oder 1970 von [[Damiano Damiani]] in dem auf der wahren Geschichte der [[Franca Viola]] beruhenden Drama &amp;#039;&amp;#039;[[Recht und Leidenschaft]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;La moglie più bella&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Sowjetunion|sowjetische]] Filmkomödie &amp;#039;&amp;#039;[[Entführung im Kaukasus]]&amp;#039;&amp;#039; hat den Brautraub zum Thema. Die Studentin Nina wird entführt, um sie mit einem Freund ihres [[Verwandtschaftsbeziehung#Onkel und Tante|Onkels]] zu verheiraten. Mithilfe eines Freundes und dank der Tollpatschigkeit der Entführer gelingt ihr aber die Flucht. Der Film aus den 1960ern gilt in Russland heute als Klassiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Frauentausch]] (zwischen sozialen Gruppen wie Clans)&lt;br /&gt;
* [[Heiratsregeln]] (unterschiedliche)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dagmar Grassinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Frauenraub auf einem kleinasiatischen Sarkophag.&amp;#039;&amp;#039; In: Taner Korkut u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anadolu’da Doğdu. 60. Yaşında Fahri Işık’a Armagăn / Festschrift für Fahri Işık zum 60. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Ege Yayınları, Istanbul 2004, S. 321–329.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bride kidnapping|Brautraub}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4155239-8}}&lt;br /&gt;
* Lukas, Schindler, Stockinger: [https://www.univie.ac.at/Voelkerkunde/cometh/glossar/heirat/eba1.htm &amp;#039;&amp;#039;Brautraub, Bräutigamraub.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Interaktives Online-Glossar: Ehe, Heirat und Familie.&amp;#039;&amp;#039; Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien, 1997 (vertiefende Anmerkungen mit Quellenangaben).&amp;lt;!--abgerufen am 10. Juni 2019.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Gabriele Rasuly-Paleczek&lt;br /&gt;
   |url=http://www.univie.ac.at/ksa/html/inh/stud/studmate_files/Soz_Org_2011/Soz_Org_3_LV_Text_2011.pdf&lt;br /&gt;
   |titel=Raubheirat&lt;br /&gt;
   |werk=Einführung in die Formen der sozialen Organisation (Teil 3/5)&lt;br /&gt;
   |hrsg=Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien&lt;br /&gt;
   |seiten=110/111&lt;br /&gt;
   |datum=2011&lt;br /&gt;
   |format=PDF: 853&amp;amp;nbsp;kB, 52&amp;amp;nbsp;Seiten&lt;br /&gt;
   |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131017020640/http://www.univie.ac.at/ksa/html/inh/stud/studmate_files/Soz_Org_2011/Soz_Org_3_LV_Text_2011.pdf&lt;br /&gt;
   |archiv-datum=2013-10-17&lt;br /&gt;
   |kommentar=Unterlagen zu ihrer Vorlesung im Sommersemester 2011&lt;br /&gt;
   |offline=1&lt;br /&gt;
   |abruf=2019-06-10&lt;br /&gt;
   |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schramm 2011-41&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu fränkischen Stammesrechten ab dem 5. Jahrhundert siehe [[Edward Schramm]]: &amp;#039;&amp;#039;Ehe und Familie im Strafrecht&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Tübinger rechtswissenschaftliche Abhandlungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 114). Mohr Siebeck, Tübingen 2011, ISBN 978-3-16-150929-2, S. 41/42 ({{Google Buch |BuchID=C2X2D60hrbEC |Seite=41 |Hervorhebung=Raubehe |Linktext=Seitenansichten |Land=DE}});&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat: {{&amp;quot;|In den &amp;#039;&amp;#039;fränkischen Stammesrechten&amp;#039;&amp;#039;, ab dem 5. Jahrhundert n. Chr. schriftlich fixiert, kam es auf der »familienrechtlichen« Ebene zu einer Annäherung der vater- und mutterrechtlichen Elemente. Jedoch blieb etwa die Raubehe, d. h. »die gewaltsame Heimführung der Frau gegen den Willen ihrer Gewalthaber«, [Mikat, HRG, Sp. 815] als (familienrechtlich) rechtswirksame Begründung der Ehe anerkannt (offenbar bis in das 11. Jahrhundert), obwohl der Frauenraub schon seit dem 7. Jahrhundert in manchen Stammesrechten unter Strafe gestellt war.}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Polis 2010&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=Reinhard Eckert, Patricia Hladschik&lt;br /&gt;
 |url=https://issuu.com/ufuq.de/docs/zwangsheirat&lt;br /&gt;
 |titel=Zwangsheirat: Brautraub – Entführungsehe&lt;br /&gt;
 |werk=polis aktuell&lt;br /&gt;
 |hrsg=Zentrum &amp;#039;&amp;#039;polis&amp;#039;&amp;#039; – Politik Lernen in der Schule, Wien&lt;br /&gt;
 |seiten=11&lt;br /&gt;
 |datum=2009-02-19&lt;br /&gt;
 |kommentar=Ausgabe 1/2006&lt;br /&gt;
 |abruf=2019-06-10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rasuly-Paleczek 2011-111&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=Gabriele Rasuly-Paleczek&lt;br /&gt;
 |url=http://www.univie.ac.at/ksa/html/inh/stud/studmate_files/Soz_Org_2011/Soz_Org_3_LV_Text_2011.pdf&lt;br /&gt;
 |titel=Raubheirat&lt;br /&gt;
 |werk=Einführung in die Formen der sozialen Organisation (Teil 3/5)&lt;br /&gt;
 |hrsg=Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien&lt;br /&gt;
 |seiten=111&lt;br /&gt;
 |datum=2011&lt;br /&gt;
 |format=PDF: 853&amp;amp;nbsp;kB, 52&amp;amp;nbsp;Seiten&lt;br /&gt;
 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131017020640/http://www.univie.ac.at/ksa/html/inh/stud/studmate_files/Soz_Org_2011/Soz_Org_3_LV_Text_2011.pdf&lt;br /&gt;
 |archiv-datum=2013-10-17&lt;br /&gt;
 |kommentar=Unterlagen zu ihrer Vorlesung im Sommersemester 2011&lt;br /&gt;
 |offline=1&lt;br /&gt;
 |abruf=2019-06-10}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat: {{&amp;quot;|Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde die Raubheirat zum Beispiel von McLENNAN als Urform der Heirat schlechthin betrachtet. (vgl. BARNARD/SPENCER 1997: S. 597, SEYMOUR-SMITH 1986: S. 28 und PANOFF/PERRIN 1982: S. 57). U.&amp;amp;nbsp;a wurde argumentiert, daß die Raubheirat in engem Konnex mit dem weiblichen [[Kindstötung|Infantizid]], der von den frühen Menschen praktiziert worden sei, steht. Da die Mädchen der eigenen Gruppe getötet worden seien, wären die frühen Menschen gezwungen gewesen, ihre Gattinnen durch kriegerische Auseinandersetzungen in anderen Gruppen zu suchen. (SEYMOUR-SMITH 1986: S. 28) Heute wird diese Annahme der Evolutionisten des 19.&amp;amp;nbsp;Jhdt. zurückgewiesen. (vgl. PANOFF/PERRIN 1982: S. 57). […] Wesentlich häufiger findet sich hingegen die Flucht der beiden zukünftigen Ehegatten bzw. die mit dem Einverständnis der Braut und/oder Gruppe stattfindende Entführung der Braut. (vgl. PANOFF/PERRIN 1982: S. 57f) (Verweis auf Fevziye und Türkei, zum Beispiel 5 % aller Heiraten in der Türkei kommen als Folge des &amp;#039;&amp;#039;Kiz kacirma&amp;#039;&amp;#039; zustande). Anzumerken ist in Zusammenhang mit der Raubheirat jedoch, daß sich im Hochzeitsbrauchtum vieler Gesellschaften Anklänge einer Raubheirat finden, zum Beispiel Scheingefechte zwischen der Gruppe der Braut und des Bräutigams, Weinen und Schreien auf Seiten der Braut, Widerstand der Braut ihr Elternhaus zu verlassen. (vgl. PANOFF/PERRIN 1982: S. 57f) (vgl. diverse ethnologische Monographien)}}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rasuly-Paleczek 2011-110&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=Gabriele Rasuly-Paleczek&lt;br /&gt;
 |url=http://www.univie.ac.at/ksa/html/inh/stud/studmate_files/Soz_Org_2011/Soz_Org_3_LV_Text_2011.pdf&lt;br /&gt;
 |titel=Raubheirat&lt;br /&gt;
 |werk=Einführung in die Formen der sozialen Organisation (Teil 3/5)&lt;br /&gt;
 |hrsg=Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien&lt;br /&gt;
 |seiten=110/111&lt;br /&gt;
 |datum=2011&lt;br /&gt;
 |format=PDF: 853&amp;amp;nbsp;kB, 52&amp;amp;nbsp;Seiten&lt;br /&gt;
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 |archiv-datum=2013-10-17&lt;br /&gt;
 |kommentar=Unterlagen zu ihrer Vorlesung im Sommersemester 2011&lt;br /&gt;
 |offline=1&lt;br /&gt;
 |abruf=2019-06-10}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat: {{&amp;quot;|Bei der Raubheirat handelt es sich um eine Heirat bei welcher der [[Brautpaar|Bräutigam]] oder seine Verwandtschaftsgruppe die Braut gewaltsam von ihrer Familie nehmen. (vgl. BARNARD/SPENCER 1997:S. 597; SEYMOUR-SMITH 1986:S. 28 und PANOFF/PERRIN 1982: S. 57) Die Raubheirat stellt laut SEYMOUR-SMITH ein Element der Kriegsführung unter traditionell kriegerischen Gruppen dar. Das bekannteste ethnographische Beispiel sind die Yanömamo-Indianer am Amazonias, die von N. CHAGON (1968) untersucht wurden. (SEYMOUR-SMITH 1986: S. 28)}}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meillassoux 1976-42&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Claude Meillassoux: &amp;#039;&amp;#039;Die wilden Früchte der Frau. Über häusliche Produktion und kapitalistische Wirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Syndikat, Frankfurt 1976, ISBN 3-8108-0010-4, S. 42–44.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wicker 2005-10&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hans-Rudolf Wicker: [https://boris.unibe.ch/101497/1/Leitfaden%20Sozialanthropologie.pdf &amp;#039;&amp;#039;Anthropologische Erklärungen.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF: 387&amp;amp;nbsp;kB, 47&amp;amp;nbsp;S.) In: &amp;#039;&amp;#039;Leitfaden für die Einführungsvorlesung in Sozialanthropologie, 1995–2012.&amp;#039;&amp;#039; Institut für Sozialanthropologie, Universität Bern, 31. Juli 2012, S. 10, abgerufen am 13. März 2020 (überarbeitete Version).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Süddeutsche 2013&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=Frank Nienhuysen&lt;br /&gt;
 |url=https://www.sueddeutsche.de/leben/brautraub-in-kirgisistan-krimineller-hochzeitsbrauch-1.1606781&lt;br /&gt;
 |titel=Brautraub in Kirgisistan: Krimineller Hochzeitsbrauch&lt;br /&gt;
 |werk=Süddeutsche.de&lt;br /&gt;
 |datum=2013-02-22&lt;br /&gt;
 |abruf=2019-06-10}}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat: {{&amp;quot;|Ein ehestiftendes Verbrechen: Jedes Jahr werden in Kirgisistan etwa 15.000 Frauen entführt und zur Heirat gezwungen. Nun soll ein neues Gesetz die weit verbreitete Tradition der noch jungen Demokratie endlich unterbinden.}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4155239-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochzeitsbrauch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochzeit und Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritual]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Patriarchatsforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauenraub| Braut]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Shark1989z</name></author>
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