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	<title>Brautkrone - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T15:57:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Brautkrone&amp;diff=769238&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leher Brit: Beleg bearbeitet</title>
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		<updated>2026-04-07T21:26:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Beleg bearbeitet&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Altenburger Hormt 1624 Volkskundemuseum Erfurt.jpg|mini|Altenburger Hormt von 1624 ([[Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brautzug.jpg|mini|[[Lindhorst]]er Brautzug – „Kranzmaikes“, Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BrautkroneL1160340 (2).jpg|mini|Schwäbische Brautkrone aus Messing, Pappe, Glas und Weide; Württemberg um 1800; Die Brautkrone wurde bei ländlichen Hochzeiten getragen. Die in Böhmen gefertigten Glasperlen waren seit der Mitte des 18. Jahrhunderts auf vielen Märkten erhältlich.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brautkrone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (regional auch anders benannt, z. B. in der Fränkischen Schweiz &amp;#039;&amp;#039;Flitterkranz&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Hoher Kranz&amp;#039;&amp;#039;, im Schwarzwald &amp;#039;&amp;#039;Schäppel&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Kopfbedeckung, die ledige Frauen an Feiertagen und Festen tragen, zuletzt an ihrem Hochzeitstag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Brautkrone ist im Vergleich mit [[Brautkranz]] und [[Schleier]] wohl das älteste Schmuckstück auf dem weiblichen Kopf. Die [[Brautpaar|Braut]] wollte mit diesem [[Symbol]] ihre Reinheit darstellen und war zugleich ein Statussymbol für die Familie. Besonders in bäuerlichen Gegenden war und ist auch noch die Brautkrone sehr beliebt. In einigen Gegenden legte die Braut nach dem Kirchgang die Krone ab und hängte sie über den Hochzeitstisch als Zeichen des Friedens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Aussehen war je nach Gegend und Ort sehr unterschiedlich. Am Anfang wurden sie mit Blüten, Tannenzweigen, Kräutern und reifen Früchten geschmückt. In späteren Zeiten und auch heute noch wurden dann kostbarere Materialien wie [[Perle]]n, [[Spiegel]], [[Silber]] und [[Gold]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen wertvollen Kopfschmuck konnten sich nur wohlhabende Familien leisten. Die weniger wohlhabenden konnten ihn aber ausleihen, meist bei Nachbarn und Freunden, die dann als Gegenleistung in Naturalien bezahlt wurden. Oft besaßen auch die Kirchen oder die Gemeinden solche Brautkronen, so dass man sie dort ausleihen konnte. Im Zuge des 18. Jahrhunderts wurde vielerorts dann die Brautkrone wieder vom Brautkranz abgelöst, wie er als heidnischer Brauch schon im 4. Jahrhundert zu finden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum sich bestimmte Familien oder Einzelpersonen auf das „inoffizielle“ Handwerk, Brautkronen herzustellen, verstanden haben, hat möglicherweise damit zu tun, dass es immer wieder Menschen mit besonderem Geschick für diese außergewöhnlichen Arbeiten gab – oft erfolgte die Herstellung aber auch in ärmeren Familien, die sich auf diese Weise etwas dazuverdienen konnten. Somit ist die Qualität der Kronen je nach Region sehr unterschiedlich. Je ärmer eine Gegend war, desto reduzierter und einfacher das Material. In waldreichen Regionen, wo das Glasbläserhandwerk sehr verbreitet war, gab es eher sehr viele Glaskugeln und wenig Metallflitter, während beispielsweise im Umland von Nürnberg, wo bereits seit der Renaissance ein ausgeprägtes Messingzieherhandwerk ansässig war, mehrheitlich und in großer Vielfalt Messingflitterzeug und weniger Glaskugeln in den Trachtenkronen verarbeitet wurden. In sehr armen Regionen wiederum wie beispielsweise in der Rhön oder der Lüneburger Heide überwiegen Wollbommeln, Stoff- und Papierblumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute werden Brautkronen traditionell im Zusammenhang mit einer [[Tracht (Kleidung)|Tracht]] getragen oder als kleine Ausgabe in Form eines kleinen Krönchens oder eines [[Diadem]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionale Ausgestaltung ==&lt;br /&gt;
Bei der Heirat von [[Marie von Sachsen-Altenburg (1818–1907)|Marie von Sachsen-Altenburg]] mit dem König [[Georg V. (Hannover)|Georg V. von Hannover]] am 18. Februar 1843 in der [[Schlosskirche (Hannover)|Schlosskirche]] von [[Hannover]] trug Georg V. eine große goldene Krone und seine Braut Marie von Sachsen-Altenburg eine etwas kleinere goldene Brautkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Norwegen]], [[Schweden]] und [[Serbien]] werden Brautkronen aus Silber gefertigt; in [[Bayern]], [[Schlesien]] aus Golddraht, Glassteinen und [[Flitter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Schwarzwald]] kommen dazu noch [[Perle]]n, [[Christbaumschmuck|Glaskugeln]], [[Spiegel]] und Bänder oder Papierrosen. Dort heißt die Brautkrone ausschließlich &amp;#039;&amp;#039;Schäppel&amp;#039;&amp;#039; und ist von Ort zu Ort verschieden gestaltet. Einen Überblick über die Verbreitung des Schäppels im Schwarzwald gibt die Sammlung des [[Schwarzwälder Trachtenmuseum]]s in Haslach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Borta&amp;#039;&amp;#039; wird bei [[Sorben]] in der [[Lausitz]] getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Thüringen wird zur [[Altenburger Bauerntracht]] der brautkronenähnliche &amp;#039;&amp;#039;Hormt&amp;#039;&amp;#039; getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Finnland]] gibt es Papierkronen mit Goldblech.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Braut aus [[Athen]] trägt eine große aus [[Filigran]] gefertigte und mit Perlen verzierte Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Gröden]] ([[Südtirol]]) ist die „gherlanda spiza“ ebenfalls Teil der lokalen Tracht und wird heute noch zu Festanlässen getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; caption=&amp;quot;Brautkronen aus dem deutschsprachigen Raum im [[Museum Europäischer Kulturen|MEK]]&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin, Museum Europäischer Kulturen, GLAM on Tour im Museum Europäischer Kulturen (2018) NIK 5787.jpg|[[Nordfriesland]]&lt;br /&gt;
Berlin, Museum Europäischer Kulturen, GLAM on Tour im Museum Europäischer Kulturen (2018) NIK 5790.jpg|[[Mecklenburg]]&lt;br /&gt;
Berlin, Museum Europäischer Kulturen, GLAM on Tour im Museum Europäischer Kulturen (2018) NIK 5791.jpg|[[St. Gallen]]&lt;br /&gt;
Berlin, Museum Europäischer Kulturen, GLAM on Tour im Museum Europäischer Kulturen (2018) NIK 5813.jpg|[[Wankheim]]&lt;br /&gt;
Berlin, Museum Europäischer Kulturen, GLAM on Tour im Museum Europäischer Kulturen (2018) NIK 5836.jpg|[[St. Georgen im Schwarzwald|St. Georgen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krönung der Brautleute in den orthodoxen Kirchen ==&lt;br /&gt;
In den [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen Kirchen]] ist die [[Ehe]] eines der Mysterien ([[Sakrament]]e). Das Sakrament der Ehe wird – anders als bei der katholischen Eheschließung – nicht durch die Brautleute selbst, sondern durch den [[Priester]] gespendet; das Eheversprechen von Braut und Bräutigam bildet die Voraussetzung für die Spendung des Sakraments. Ein zentrales Moment des [[Kirchliche Trauung#Orthodoxe Kirchen|Eheritus]] ist dabei die Krönung der Brautleute.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://orthpedia.de/index.php/Ehe |titel=Das Sakrament der Ehe – DIE KRÖNUNG |abruf=2026-04-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Strohkranz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Otto Bramm, Deutsche Brautkränze und Brautkronen, Jb. f. hist. Volkskunde 3/4, 1934, S. 163 ff. mit Lit.-Anhang, Taf. 29ff.&lt;br /&gt;
* Hartmut Braun: &amp;#039;&amp;#039;Der Schäppel und sein kulturgeschichtlicher Ursprung&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen und Berichte zur Volkskunde in Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, Stuttgart 1973, S. 165–171.&lt;br /&gt;
* Ernst Grohne, Die Sitte der kirchlichen Brautkrone und ihre Geschichte, Niederdt. Zs. f. Volkskunde 11, 1933, S. 69ff&lt;br /&gt;
* Grimm, Dt. Wörterbuch 5, Sp. 2050, II, 4, d; Sp. 2369, II, 1, b, α.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Informationen zur Trachtenkunde der Fachgruppe Trachten und Brauchtumspflege des Deutschen Heimatbundes – Heft 1: Brautkronen(I)&amp;#039;&amp;#039;, Bonn 1997&lt;br /&gt;
* Otto Lauffer, Jungfernkranz und Brautkronen, Zs. f. Volkskunde N. F. 2, 1930, S. 25ff.&lt;br /&gt;
* Ernst Schlee, Der Gebrauch der Brautkronen in Schleswig-Holstein, Die Heimat 46, 1936, S. 129ff. und 157f.&lt;br /&gt;
* Ad. Spamer, Die deutsche Volkskunde 2, Berlin 1935, S. 71ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bridal crowns|Brautkronen}}&lt;br /&gt;
* [https://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/volkskunde/trachten/haslach99/lehenger.htm Schäppel der Tracht aus Schiltach-Lehengericht im Schwarzwald]&lt;br /&gt;
* [https://trachtenkrone.de/ Trachtenkronen in vielen Regionen]&lt;br /&gt;
* [https://flitterkraenze.de/kronen_hauben#franken Brautkronen aus Franken]&lt;br /&gt;
* [https://www.rdklabor.de/wiki/Brautkranz,_Brautkrone RDK Labor: Brautkranz, Brautkrone]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestandteil (Volkstracht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauenkleidung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festkleidung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krone]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leher Brit</name></author>
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