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	<title>Brauron - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Brauron&amp;diff=516652&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Literaturangabe</title>
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		<updated>2026-01-21T17:13:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literaturangabe&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Brauron-plan.jpg|mini|Plan des Heiligtums von Brauron um 400 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brauron&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Βραυρών}}) ist eine antike Kultstätte der [[Artemis]] an der Ostküste [[Attika (Landschaft)|Attikas]], etwa auf der Höhe von [[Athen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ort war seit der [[Jungsteinzeit]] (3500 v. Chr.) besiedelt, seine Bedeutung in vorgeschichtlicher Zeit war wohl vor allem durch seinen Naturhafen und die günstige Lage zu den [[Kykladen]] und [[Kleinasien]] bedingt. Ein weiterer Aufstieg des Ortes ist bis in [[Mykenische Kultur|mykenische Zeit]] (ca. 1600–1100 v. Chr.) nachzuweisen, danach wurde er aus unbekannten Gründen möglicherweise sogar verlassen. Zweihundert Jahre später wurde er wiederbelebt, weitere 200 Jahre später (700 v. Chr.) beginnt die Blütezeit des Heiligtums, die um 300 v. Chr. nach einer Überschwemmung endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 600 v. Chr. wurde der spätere Athener Tyrann [[Peisistratos]] in Brauron auf dem Landgut seines Vaters Hippokrates geboren und kehrte später mindestens einmal nach missglückter Machtübernahme in Athen kurzzeitig nach Brauron zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der lokalen Tradition galt Brauron als der Ort, an dem sich die Flotte der Griechen zum Auslaufen nach [[Troja]] versammelt hat und an dem [[Iphigenie]] geopfert wurde (vgl. [[Trojanischer Krieg]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude im Heiligtum ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; perrow=&amp;quot;4&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brauron.jpg|Stoa des Artemisheiligtums&lt;br /&gt;
Brauron2.jpg|Mädchenstatue (&amp;#039;&amp;#039;arktos&amp;#039;&amp;#039;) mit Kaninchen.&amp;lt;br /&amp;gt;4. Jh. v. Chr.&lt;br /&gt;
Brauron3.jpg|Das alte Brauron&lt;br /&gt;
Brauron-9.jpg|Einlassung für Klinen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dorische Tempel bedeckte eine Fläche von 19,20 × 10,35 m und war das höchstgelegene Gebäude. Von dem Bau sind nur die Fundamente erhalten. Reste eines älteren Tempels wurden aufgrund von antiken Felsabarbeitungen auf der Terrasse vermutet, auf der sich heute die kleine Kapelle des Heiligen Georg befindet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Rupprecht Goette: &amp;#039;&amp;#039;Überlegungen zur Topothese von Gebäuden im antiken Brauron.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologischer Anzeiger&amp;#039;&amp;#039; 2005/1, S. 26 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der für den Kult erforderliche Altar wurde im Areal östlich des jüngeren Tempels vermutet, konnte archäologisch jedoch nicht nachgewiesen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Charalambos Bouras: &amp;#039;&amp;#039;Ἡ Ἀναστήλωσις τῆς στοᾶς τῆς Βραυρῶνος.&amp;#039;&amp;#039; Athen 1967, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größtes Gebäude des Heiligtums ist die ca. 60 × 80 m messende sogenannte „Stoa der Arktoi“ oder „Bärinnenhalle“, die die Form des Buchstaben Pi hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Hallenbau umfassend Charalambos Bouras: &amp;#039;&amp;#039;Ἡ Ἀναστήλωσις τῆς στοᾶς τῆς Βραυρῶνος.&amp;#039;&amp;#039; Athen 1967.&amp;lt;/ref&amp;gt; An der Rückseite der Hallen lagen im Westen und Norden Räume von zumeist quadratischem Grundriss. Nach Einlassungen im Fußboden der Räume wiesen diese ursprünglich eine Ausstattung mit insgesamt 99 hölzernen Klinen (Speisesofas) auf. Der Bau diente demzufolge für die Unterbringung von Bankettgesellschaften für das an das rituelle Opfer anschließende Gelage.&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Leypold: &amp;#039;&amp;#039;Bankettgebäude in griechischen Heiligtümern.&amp;#039;&amp;#039; Reichert, Wiesbaden 2008, S. 49–52.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Nordhalle wurden zudem im Eingangsbereich der Räume zahlreiche Statuen von Mädchen und Knaben im Alter von zehn bis zwölf Jahren gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Charalambos Bouras: &amp;#039;&amp;#039;Ἡ Ἀναστήλωσις τῆς στοᾶς τῆς Βραυρῶνος.&amp;#039;&amp;#039; Athen 1967.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein an der Nordseite des Hallenbaus anschließender, schmaler Hof diente vermutlich zur Aufbewahrung von Gewändern, denen als Weihgabe eine große Bedeutung zukam.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Burkhard Emme |Titel=Peristyl und Polis. Entwicklung und Funktionen öffentlicher griechischer Hofanlagen klassischer und hellenistischer Zeit |Sammelwerk=Urban Spaces |Band=1 |Verlag=de Gruyter |Ort=Berlin |Datum=2013 |Seiten=60 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau wurde nicht fertiggestellt: Die im Osten und Westen gelegenen Säulenhallen kamen nicht zur Ausführung. Da der Hallenbau aufgrund der Formgebung seiner Kapitelle in das ausgehende 5. Jahrhundert v. Chr. datiert wird, wurde vermutet, dass der Abbruch der Bauarbeiten mit Athens Niederlage im Peloponnesischen Krieg 404 v. Chr. einherging.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ioannis Travlos]]: &amp;#039;&amp;#039;Bildlexikon zur Topographie des antiken Attika.&amp;#039;&amp;#039; Wasmuth, Tübingen 1988, S. ?.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Heiligtum wurde ferner das Grab der Iphigenie gezeigt, die von [[Tauris]] nach Brauron zurückgekehrt war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Euripides]], &amp;#039;&amp;#039;Iphigenie auf Tauris&amp;#039;&amp;#039; 1462–1467.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses wurde von den Ausgräbern im Bereich einer kollabierten Grotte vermutet, die verschiedene antike Einbauten aufweist.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ioannis Papadimitriou]], in: &amp;#039;&amp;#039;Praktika&amp;#039;&amp;#039; 1957, S. 44&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Iphigenie wurde mit [[Hekate]] verbunden. Dieser wurden die Gewänder der Frauen, die bei der Geburt starben, dargebracht; der Göttin Artemis hingegen die Gewänder der Frauen, deren Geburt glücklich verlief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Gebäude, die dem Heiligtum zugehörig waren, sind aus einer Inschrift des 4. Jahrhunderts v. Chr. bekannt, darunter ein Gymnasion, ein als Amphipoleion bezeichnetes Gebäude sowie Stallungen. Die Identifikation dieser Bauten mit dem durch Ausgrabungen bekannten Baubestand ist unwahrscheinlich, vermutlich befanden sich die Einrichtungen abseits des zentralen Heiligtumsareals.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Rupprecht Goette: &amp;#039;&amp;#039;Überlegungen zur Topothese von Gebäuden im antiken Brauron.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologischer Anzeiger&amp;#039;&amp;#039; 2005/1, S. 25–38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feste ==&lt;br /&gt;
In Brauron verbrachten adlige Mädchen einige Zeit als &amp;#039;&amp;#039;arktoi&amp;#039;&amp;#039; („Bärinnen“), u.&amp;amp;nbsp;a. mit Tanz, Wettläufen und der Webkunst. Sie wurden hier auf ihre Rolle als erwachsene Frauen vorbereitet. Aus dem 4. Jahrhundert ist ein Beschluss aus Athen bekannt, demzufolge alle Mädchen &amp;#039;&amp;#039;arktoi&amp;#039;&amp;#039; in Brauron sein mussten. &amp;#039;&amp;#039;Arkteia&amp;#039;&amp;#039; war der Name eines Initiationsrituals für Mädchen vor der Pubertät, an dem die &amp;#039;&amp;#039;arktoi&amp;#039;&amp;#039; teilnahmen. Außerdem waren sie verpflichtet, an den &amp;#039;&amp;#039;Brauronien&amp;#039;&amp;#039;, die alle vier Jahre stattfanden, teilzunehmen. Die Mädchen blieben im Dienst der Göttin, bis sie das Heiratsalter erreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Brauronia&amp;#039;&amp;#039; waren ein großes Fest mit musikalischen und reiterlichen Wettkämpfen. Um den vor dem Tempel stehenden Altar fanden Kulttänze der Mädchen statt, wie es Ton[[krateriske]]n aus dem 5. Jahrhundert zeigen. Es wurde auch die heilige Jagd der Artemis als Mysterienspiel aufgeführt. Die Weihereliefs zeigen Artemis als die alte „[[Herrin der Tiere]]“, die vorgeschichtliche, weibliche Gottheit der Natur, der Fruchtbarkeit, des Lebens und des Todes. Geopfert wurden in der Regel Stiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleinere, lokale Feste wurden jedes Jahr gefeiert. Zu den großen &amp;#039;&amp;#039;Brauronia&amp;#039;&amp;#039; setzte sich ein großer, geräuschvoller Festzug vom Brauronion auf der [[Akropolis]] in Athen in Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|III,1|822|824|Brauron|[[Arthur Milchhoefer]]|RE:Brauron}}&lt;br /&gt;
* Charalambos Bouras: &amp;#039;&amp;#039;Ἡ Ἀναστήλωσις τῆς στοᾶς τῆς Βραυρῶνος.&amp;#039;&amp;#039; Athen 1967.&lt;br /&gt;
* Petros G. Themelis: &amp;#039;&amp;#039;Brauron – Führer durch das Heiligtum und das Museum.&amp;#039;&amp;#039; Apollo-Verlag, Athen, o.&amp;amp;nbsp;D.&lt;br /&gt;
* [[Jan N. Bremmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Götter, Mythen und Heiligtümer im antiken Griechenland.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1998, ISBN 3-548-26537-5, S. ?&lt;br /&gt;
* B. Gentili, F. Perusino (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Le orse di Brauron. Un rituale di iniziazione femminile nel santuario di Artemide.&amp;#039;&amp;#039; Pisa 2002.&lt;br /&gt;
* [[Giorgos Despinis]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kultstatuen der Artemis in Brauron.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Athenische Mitteilungen&amp;#039;&amp;#039; 119, 2004, 261–315.&lt;br /&gt;
* [[Hans Rupprecht Goette]]: &amp;#039;&amp;#039;Überlegungen zur Topothese von Gebäuden im antiken Brauron.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologischer Anzeiger&amp;#039;&amp;#039; 2005/1, 25–38.&lt;br /&gt;
* Burkhard Emme: &amp;#039;&amp;#039;Peristyl und Polis. Entwicklung und Funktionen öffentlicher griechischer Hofanlagen klassischer und hellenistischer Zeit&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Berlin 2013, S. 58–63.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Brauron}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=37/55/35/N |EW=23/59/37/E |type=landmark |region=GR-I |dim=1000 }}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4080518-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Attika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultort der Artemis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Markopoulo Mesogeas]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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