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	<title>Braunschweiger Rogenstein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T09:49:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Braunschweiger_Rogenstein&amp;diff=1504409&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ Dateigröße angepasst</title>
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		<updated>2021-11-04T17:36:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Dateigröße angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rogenstein-geschliffen.jpg|miniatur|Plangeschliffener Braunschweiger Rogenstein mit deutlich erkennbaren roten Ooiden, Muster ca. 9 × 4 cm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rogenstein-verwittert.jpg|miniatur|Braunschweiger Rogenstein mit freigewitterten Ooiden, Muster ca. 11 × 8 cm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Braunschweig Martinikirche Rogenstein.jpg|miniatur|Roter Rogenstein als Mauerwerk und helle profilierte und feingliedrige Baustücke aus Elmkalkstein (insbesondere am dreieckigen Tympanonfeld) an der Südostfassade der [[St. Martini (Braunschweig)|Martinikirche]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rogenstein3.jpg|miniatur|Mauerwerk aus Braunschweiger Rogenstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Braunschweiger Rogenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Naturwerkstein]], der vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert in einem Vorkommen am [[Nußberg (Braunschweig)|Nußberg]] im Landschaftsschutzgebiet [[Prinz-Albrecht-Park]] in [[Braunschweig]] im Bundesland [[Niedersachsen]] abgebaut wurde. Es handelt sich um einen historisch bedeutsamen Werkstein in der [[Region Braunschweig]]. Der Braunschweiger [[Rogenstein]] ist petrologisch ein [[Oolith|oolithischer]] [[Kalkstein]] mit relativ großen, ursprünglich kalzitischen Ooiden, deren Lagenbau noch sehr gut erhalten ist. Er gehört dem [[Unterer Buntsandstein|Unteren Buntsandstein]] an, der vor etwa 250 Millionen Jahren entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Norddeutschland war in der Entstehungszeit des Braunschweiger Rogensteins ein Teil des [[Germanisches Becken|Germanischen Beckens]]. Die Bestandteile des Braunschweiger Rogensteins, die Ooide, wurden in einem hochenergetischen Milieu unter flacher Wasserbedeckung gebildet. Den Ablagerungsraum kann man sich als einen großen, abflusslosen Binnensee vorstellen (Fachausdruck Playa oder [[Salztonebene]])&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Paul: &amp;#039;&amp;#039;Oolithe und Stromatolithe im Unteren Buntsandstein.&amp;#039;&amp;#039;  In: Norbert Hauschke und Volker Wilde (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Trias Eine ganze andere Welt Mitteleuropa im frühen Erdmittelalter.&amp;#039;&amp;#039;  S. 263–270, Verlag Dr. Friedrich Pfeil, München 1999 ISBN 3-931516-55-5&amp;lt;/ref&amp;gt;. Da in das Germanische Becken durch Flüsse Tone und Sande eingeschwemmt wurden, wechseln die Lagen des Braunschweiger Rogensteinvorkommens mit Sand- und Toneinlagerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologische Situation des Vorkommens am Nußberg ==&lt;br /&gt;
Der Rogenstein in Braunschweig am Nußberg müsste normalerweise in einer Tiefe von mehreren Hundert Metern liegen, aber er wurde über lange Zeiträume durch einen darunterliegenden Salzstock nach oben transportiert und trat am Braunschweiger Nußberg an die Erdoberfläche. Dort wurde er bis ins 18. Jahrhundert hinein bis zu einer Tiefe abgebaut, die unter Zuhilfenahme technischer Hilfsmittel damaliger Zeiten möglich war. Der einstige [[Steinbruch]] wurde durch einen sogenannten [[Schurf]] im Dezember 2007 bis zu einer Höhe von 1,5 Metern freigelegt. Anhand dieses [[Aufschluss (Geologie)|Aufschlusses]] kann man erkennen, dass die Gesteinsschichten dieses Rogensteins steil aufgestellt sind und man kann die Gesteinsabfolge des Braunschweiger Rogensteins teilweise wieder betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesteinsbeschreibung und Verwendung ==&lt;br /&gt;
Es handelt sich um ein deutlich geschichtetes, rotes oolithisches Gestein. Durch seine satte dunkle rote Farbe hebt der Rogenstein Bauwerke hervor. Wenn der Braunschweiger Rogenstein verwittert, kann er ganz selten beige ausbleichen. Durch Verwitterung treten die Ooide plastisch hervor. Dieser Kalkstein ähnelt rotem [[Rogen|Fischrogen]], denn es befinden sich in ihm bis zu fünf Millimeter große runde bzw. ovale Kugelformen. Die Ooide sind durch Bindemittel zementiert, es sind dies Kalzit (49 %) und Quarz (37 %)&amp;lt;ref&amp;gt;Grimm: Denkmalgesteine, Gestein Nr. 164 (siehe Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt; und des Weiteren kommen in geringem Umfang [[Glimmer]], Gesteinsbruchstücke, [[Feldspat]] und [[Schwermetalle]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rogenstein ist gut verwitterungsbeständig. Er schalt äußerst selten großflächig ab, einzelne Ooide sanden teilweise ab. Er lässt sich handwerklich kaum profilieren, doch relativ leicht lässt er sich zu glatten Mauer- bzw. [[Werkstein]]en verarbeiten. Deshalb wurden an zahlreichen Bauwerken Braunschweigs profilierte Werksteine, Bauornamente und -plastik aus [[Elmkalkstein]] und Braunschweiger Rogenstein für einfaches, glattes Mauerwerk verwendet. Die Härte und Beständigkeit des Braunschweiger Rogensteins hängt vor allem mit seinem hohen [[Quarz]]anteil zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rogenstein ließ sich neben Massivbauten als Werkstein für Bodenplatten, Fensterbänke und Treppen, Gehwegplatten und selten für Grab- und Denkmäler verarbeiten. Ferner bestehen in Braunschweig zahlreiche historische Fundamente aus Rogenstein.&lt;br /&gt;
Er wurde an der [[Burg Dankwarderode]], [[St. Katharinen (Braunschweig)|Katharinenkirche]] (heute Zwischenmauern verputzt), [[Aegidienkirche (Braunschweig)|Aegidienkirche]], [[St. Martini (Braunschweig)|Martinikirche]] sowie am [[Altstadtrathaus (Braunschweig)|Altstadtrathaus]] und insbesondere am Westwerk des [[Braunschweiger Dom]]s, ferner an zahlreichen anderen Gebäuden Braunschweigs und in der näheren Umgebung verbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine regionale historische Besonderheit sind aus Braunschweiger Rogenstein hergestellte [[Kanonenkugel]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Abbaue von Rogensteinen als Werkstein ==&lt;br /&gt;
Weitere Vorkommen von Rogenstein, die früher abgebaut wurden, gab es in Braunschweiger Raum am [[Thieder Lindenberg]], am [[Harly-Wald|Harly]] bei [[Goslar]], am [[Samtgemeinde Heeseberg|Heeseberg]] bei [[Jerxheim]] und in der [[Asse]] bei [[Wolfenbüttel]]&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Sickenberg: Steine und Erden. Die Lagerstätten und ihre Bewirtschaftung. Geologie und Lagerstätten Niedersachsens, 5. Bd. Dorn-Verlag, Bremen, Horn 1951, S. 280 und 282&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolf-Dieter Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Bildatlas wichtiger Denkmalgesteine der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Lipp-Verlag, München 1990, ISBN 3-87490-535-7.&lt;br /&gt;
* Henning Zellmer, Ewald Ockenga: &amp;#039;&amp;#039;Der Rogenstein vom Braunschweiger Nußberg&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. v. Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, Hannover o. A. Online verfügbar: [http://www.lbeg.de/extras/geologie/downloads/geotope/Nr_110_braunschweig_nussberg.pdf Zellmer/Ockenga: Der Rogenstein vom Braunschweiger Nußberg] (PDF; 615&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Braunschweiger Rogenstein}}&lt;br /&gt;
* [http://www.geophys.tu-bs.de/alte_homepage/institut/mitarbeiter/grosser/nussberg/nussberg_de.html Geophysikalische Exploration des Nußbergs]&lt;br /&gt;
* [http://www.lbeg.de/extras/geologie/downloads/geotope/Nr_110_braunschweig_nussberg.pdf Der Rogensteins vom Braunschweiger Nußberg] auf der Website des [[Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie|Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie, Niedersachsen]], (pdf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=52.272937|EW=10.554965|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biogenes Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kalksteinsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinbruch in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur (Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturwerkstein der Trias]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit der Trias]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sedimentärer Naturwerkstein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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