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	<title>Braunkohle - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Braunkohle&amp;diff=23062&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-16T15:07:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:DBM Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Lignit Westerwald.JPG|mini|Braunkohle (Exponat im Deutschen Bergbau-Museum Bochum)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lignite Klingenberg.jpg|mini|Braunkohle aus dem [[Tagebau]] [[Tagebau Welzow-Süd|Welzow-Süd]], die im [[Heizkraftwerk Klingenberg]] (Berlin) vor dessen Umrüstung auf Erdgas 2017 verfeuert wurde.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Braunkohle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (früher auch &amp;#039;&amp;#039;Turff&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist ein bräunlich-schwarzes, meist lockeres [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimentgestein]], das unter Druck und Luftabschluss durch [[Inkohlung]] von [[Biologie|organischen]] Substanzen entstanden ist. Braunkohle wird zum überwiegenden Teil als [[Fossile Brennstoffe|fossiler Brennstoff]] zur [[Kraftwerk|Energieerzeugung]] oder auch als Grundstoff in der [[Kohlechemie]] verwendet. Rohbraunkohle besitzt etwa ein Drittel des [[Heizwert]]es von [[Steinkohle]], was etwa 8&amp;amp;nbsp;[[Joule|MJ]] oder 2,2&amp;amp;nbsp;[[Kilowattstunde|kWh]] pro Kilogramm entspricht. Aufbereitete (getrocknete) Braunkohle hat ungefähr zwei Drittel des Heizwerts von Steinkohle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stümpfe braunkohle.jpg|mini|Baumstümpfe ([[Lignit]]) in der Braunkohle durch die nicht ganz durchlaufene Inkohlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Deutschland lagernde Braunkohle entstand überwiegend im [[Tertiär (Geologie)|Tertiär]], der [[Erdgeschichte|erdgeschichtlichen Zeit]] vor etwa 65 bis 2 Millionen Jahren.&lt;br /&gt;
Die Kohle in der Lausitz und im Rheinland entstand im [[Miozän]] (vor 5 bis 25&amp;amp;nbsp;Millionen Jahren), diejenige um Helmstedt und Leipzig vor 50 bis 60&amp;amp;nbsp;Millionen Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://braunkohle-wissen.de/braunkohle-wissen-03/ |titel=Die Ressource Braunkohle |hrsg=[[Deutscher Braunkohlen-Industrie-Verein|Deutscher Braunkohlen-Industrie-Verein e.&amp;amp;nbsp;V.]] |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140221030451/http://braunkohle-wissen.de/braunkohle-wissen-03/ |archiv-datum=2014-02-21 |abruf=2014-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In anderen Ländern gibt es in deutlich älteren Formationen Kohlen, die in ihren physikalischen und chemischen Eigenschaften der Braunkohle ähneln ([[Alpen]]täler, Alpenvorland).&amp;lt;ref name=&amp;quot;BergbauHandbuch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei der [[Steinkohle]] sammelte sich organisches Material abgestorbener [[Pflanzen]], z.&amp;amp;nbsp;B. Bäume und Sträucher, in Mooren zunächst als Torf an und durchlief nach der Überdeckung mit Sedimenten unter Druck und Luftabschluss den [[Geochemie|geochemischen]] Prozess der [[Inkohlung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Braunkohle ist schwächer inkohlt als Steinkohle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.gvst.de/site/glossar/print.php?link=glossar_b.htm |text=gvst.de |wayback=20180402035647}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hat einen höheren Schwefelgehalt und eine grobere, lockerere und porösere Grundmasse. Diese enthält manchmal große [[Horizont (Geologie)|Stubbenhorizonte]] (mitunter ganze [[Baumstumpf|Baumstümpfe]], siehe nebenstehendes Bild).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Bei [[asche]]- und wasserfreier [[Kohle]] kann von Braunkohle gesprochen werden, wenn der [[Kohlenstoff]]gehalt zwischen 58 und 73 %, der [[Sauerstoff]]anteil zwischen 21 und 36 % und der [[Wasserstoff]]anteil zwischen 4,5 und 8,5 % beträgt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BergbauHandbuch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Rheinisches Braunkohlerevier|Rheinischen Revier]] enthält Braunkohle maximal 0,5 Prozent Schwefel, im [[Lausitzer Braunkohlerevier]] 0,2 bis 1,5 Prozent.&lt;br /&gt;
Im [[Mitteldeutsches Braunkohlerevier|Mitteldeutschen Braunkohlerevier]] sind es maximal 2,1 Prozent und im [[Helmstedter Braunkohlerevier]] (in Betrieb bis August 2016) waren es bis zu 2,5 Prozent Schwefel (siehe auch [[Rauchgasentschwefelung]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://braunkohle-wissen.de/?page_id=12 |text=braunkohle-wissen.de |wayback=20180402101237}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daneben enthält Braunkohle geringe Anteile diverser Spurenelemente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rohbraunkohle besteht etwa aus 55 % Wasser, 5 % (2…20 %) nichtbrennbaren Bestandteilen und 40 % Kohle. &amp;lt;!---- ?? Beleg ?? ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Über die äußeren Eigenschaften der Braunkohle wird diese in:&lt;br /&gt;
* Weichbraunkohle,&lt;br /&gt;
* Hartbraunkohle,&lt;br /&gt;
* Mattbraunkohle und&lt;br /&gt;
* [[Glanzkohle|Glanzbraunkohle]]&lt;br /&gt;
eingeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Einteilung erfolgt durch ihre [[Petrografie|petrografischen]] und technischen Eigenschaften in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Xylit (Kohle)|xylitische Kohle]],&lt;br /&gt;
* [[Bitumenkohle]]&amp;lt;!-- = [[Gagat|Jet]] und/oder [[Pechkohle]]? --&amp;gt;,&lt;br /&gt;
* [[Kesselkohle]],&lt;br /&gt;
* [[Brikett]]ierkohle,&lt;br /&gt;
* [[Braunkohlenhochtemperaturkoks|Braunkohlenkoks]],&lt;br /&gt;
* [[Schwelkohle]] und&lt;br /&gt;
* [[Salzkohle]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;BergbauHandbuch&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Wirtschaftsvereinigung Bergbau |Titel=Das Bergbau-Handbuch |Auflage=5. |Verlag=Glückauf |Ort=Essen |Datum=1994 |ISBN=3-7739-0567-X |Kapitel=Braunkohle |Seiten=181}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Vorräte ===&lt;br /&gt;
Die weltweit zu damaligen Preisen wirtschaftlich förderfähigen Reserven wurden im Jahre 2015 von der [[Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe]] (BGR) auf 317 Milliarden Tonnen Braunkohle geschätzt, davon 28,6 Prozent (90,7 Milliarden Tonnen) in Russland, 24,2 Prozent (76,7 Milliarden Tonnen) in Australien und 11,4 Prozent (36,1 Milliarden Tonnen) in Deutschland. Bei gleichbleibender Förderung (1,011 Milliarden Tonnen im Jahre 2015) könnte der Bedarf bis ins Jahr 2328 gedeckt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland würden die Vorräte, so die BGR, bei konstanter Förderung (178 Millionen Tonnen im Jahre 2015) noch für 202 Jahre ausreichen. Die Braunkohlereserven betrugen 2012 in Deutschland 40,4 Milliarden Tonnen und die -ressourcen 35,2 Milliarden Tonnen (Definition: Ressourcen = die nachgewiesene Menge Braunkohle, die derzeit technisch und/oder wirtschaftlich &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; gewonnen werden kann, sowie die nicht nachgewiesene, aber geologisch mögliche, zukünftig gewinnbare Menge einer Braunkohlelagerstätte).&amp;lt;ref name=&amp;quot;BGR&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Energie/Downloads/Energiestudie_2016.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=3 |titel=Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen 2016 |hrsg=[[Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe]] (BGR) |seiten=180 |format=PDF; 27 MB |abruf=2021-08-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Förderung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Surface Mining Hambach 200800806.jpg|mini|[[Tagebau Hambach|Braunkohletagebau Hambach]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lom ČSA Most Czech Republic 2016 7.jpg|mini|Abgeräumtes Braunkohleflöz im „Tagebau der tschechoslowakischen Armee“ ({{csS|Lom ČSA}}), [[Tschechien]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Braunkohlebergbau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltweit wurden 2012 etwa 1,1 Milliarden Tonnen Braunkohle gefördert. [[Deutschland]] (16,8 Prozent), die [[Volksrepublik China]] (13,1 Prozent), [[Russland]] (7,0 Prozent), die [[Türkei]] (6,8 Prozent) und die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] (6,5 Prozent) fördern davon etwa die Hälfte. Weitere große Abbaugebiete von Braunkohle in Europa befinden sich in [[Polen]], der [[Tschechische Republik|Tschechischen Republik]] und in [[Südosteuropa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland gibt es drei große Braunkohle-[[Bergbaurevier|Reviere]]: das [[Rheinisches Braunkohlerevier|Rheinische]] in der [[Kölner Bucht|Niederrheinischen Bucht]], das [[Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft|Mitteldeutsche]] (siehe auch: [[Mitteldeutsche Straße der Braunkohle]]) und das [[Lausitzer Braunkohlerevier|Lausitzer Revier]]. Das [[Helmstedter Braunkohlerevier]] und weitere kleinere Reviere in der [[Oberpfälzer Braunkohlerevier|Oberpfalz]] (u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Wackersdorf]]) sowie in Nord- und Mittelhessen ([[Borkener Braunkohlerevier|Borken]], in der [[Wetterau]], im [[Kaufunger Wald]] bei [[Großalmerode]]/[[Hirschberg (Kaufunger Wald)|Hirschberg]] oder am [[Hoher Meißner|Hohen Meißner]]) sind inzwischen ausgekohlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das größte deutsche Braunkohleunternehmen ist die [[RWE Power AG]] (vormals RWE Rheinbraun AG) mit Sitz in [[Essen]] und [[Köln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] wurde u.&amp;amp;nbsp;a. im Bundesland [[Oberösterreich]] bis Mitte der 1990er Jahre in [[Ampflwang]] ([[Hausruck]]) und [[Trimmelkam]] ([[Salzach-Kohlenbergbau-Gesellschaft|Salzach-Kohlenbergbau]]) Braunkohle unter Tage gefördert. In der westlichen [[Steiermark]] wurde in [[Fohnsdorf]] bis zum Jahr 1978, im [[Bezirk Voitsberg]] in [[Zangtal]] und in [[Rosental an der Kainach]] bis 1990 [[Untertagebau]] und bis 2004 der Tagebau Oberdorf-Bärnbach betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;laut Abschnitt [https://www.rosental-kainach.at/bergbau-in-der-weststeiermark/ Bergbau in der Weststeiermark] auf der Website des Bergbaumuseums Karl-Schacht, abgerufen am 15. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Braunkohlentagebau Langau-Riegersburg]] in [[Niederösterreich]] wurde bereits 1963 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Braunkohleförderung (2021)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Energie/Downloads/energiedaten_2022.html?nn=1542330 |titel=BGR Energiedaten 2022 |titelerg=Daten und Entwicklungen der deutschen und globalen Energieversorgung |hrsg=Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe |seiten= |format=XLSX, 191 KB |sprache=de |abruf=2023-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Rang&lt;br /&gt;
! Land&lt;br /&gt;
! Förderung&amp;lt;br /&amp;gt; (in Mio. [[Tonne (Einheit)|t]])&lt;br /&gt;
! Rang&lt;br /&gt;
! Land&lt;br /&gt;
! Förderung&amp;lt;br /&amp;gt; (in Mio. t)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{CHN}} ||299,0 || 11 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{CZE}} || 29,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{DEU}} || 126,3 || 12 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{BGR}}|| 28,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{TUR}} || 80,1 || 13 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{ROU}}|| 17,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{RUS}} || 77,0 || 14 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{THA}}|| 14,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{IDN}} || 60,0 || 15 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{LAO}} || 13,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{POL}} || 52,4 || 16 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{Bosnien und Herzegowina}}|| 12,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{IND}}|| 47,5 || 17 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{GRC}}|| 12,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{USA}}|| 42,9 || 18 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{HUN}} || 8,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{AUS}} || 42,3 || 19 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{CAN}}|| 8,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{SRB}}|| 36,4 || 20 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{KOS}} || 8,3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit bis zu 300 Millionen Tonnen jährlicher Förderung lag die [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] bis Ende der 1980er-Jahre weltweit an der Spitze der Förderländer. Berechnungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover kamen 2021 zu dem überraschenden Ergebnis, dass China bereits seit längerem der weltweit größte Braunkohleproduzent ist. 2014 erreichte die Produktion in Deutschland eine Höhe von rund 178 Millionen Tonnen (Mio.&amp;amp;nbsp;t) und lag damit um rund 32 Mio.&amp;amp;nbsp;t unter der Förderung Chinas. Bis 2019 erhöhte China seine Braunkohleproduktion auf 240 Mio.&amp;amp;nbsp;t, während die Förderung in Deutschland auf rund 131 Mio.&amp;amp;nbsp;t zurückging.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://braunkohle.de/wp-content/uploads/2021/04/IM_02_2021-web.pdf |titel=Bundesverband deutsche Braunkohle |format=PDF |sprache=de |abruf=2021-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Datei:Weltkarte-Braunkohle-Förderung.png|mini|links|hochkant=3.6|&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#8E4C05; font-size:larger;&amp;quot;&amp;gt;×&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wo wird Braunkohle gefördert?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; Fördergebiete/Lagerstätten für Braunkohle]]&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|titel1=Ausführlichere Tabellen der Produktionsländer|Kohle/Tabellen und Grafiken#Braunkohle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verarbeitung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Industriedenkmal Brikettfabrik Herrmannschacht.jpg|mini|links|Industriedenkmal [[Brikettfabrik Herrmannschacht]] in [[Zeitz]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Braunkohle als Hausbrand.jpg|mini|[[Union-Brikett]] der RWE Power AG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sorten mit einem hohen Anteil flüchtiger Bestandteile lassen sich in [[Kokerei]]en zu &amp;#039;&amp;#039;[[Braunkohlenkoks]]&amp;#039;&amp;#039; verarbeiten. Je nach [[Temperatur]] des Verfahrens erhält man&amp;#039;&amp;#039; [[Braunkohleschwelkoks|Schwel-]]&amp;#039;&amp;#039; oder&amp;#039;&amp;#039; [[Grude (Koks)|Grudekoks]]&amp;#039;&amp;#039;. Braunkohlenkoks wird in erster Linie im großtechnischen Maße zur [[Filtration (Trennverfahren)|Filtration]] verwendet, wobei das Material die im [[Labor]]maßstab übliche [[Aktivkohle]] aus [[Holz]] ersetzt. Darüber hinaus wird Rohbraunkohle in [[Kohleveredlung]]sbetrieben durch Zerkleinerung, Trocknung und Formung zu verschiedenen Festbrennstoffen (Briketts, Braunkohlenstaub, [[Wirbelschicht]]braunkohle) weiterverarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland produzieren&amp;lt;!-- ?? Stand wann ? Beleg ?? ---&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;RWE Power AG&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Vattenfall Europe Mining AG (ehem. [[Lausitzer Braunkohle AG]])&amp;#039;&amp;#039; [[Brikett|Braunkohlebriketts]]. RWE vertreibt seine Briketts unter dem Handelsnamen [[Union-Brikett]] und Vattenfall unter dem Namen [[Rekord-Brikett]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nutzung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pendeloque en lignite Marsoulas MHNT.PRE.2012.0.6.95.jpg|mini|links|Anhänger aus Braunkohle als [[steinzeit]]licher Höhlenfund ([[Magdalénien]], 18.000–12.000 v. Chr.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kraftwerk Buschhaus Luftbild (2007).JPG|mini|Das [[Kraftwerk Buschhaus]] bei [[Helmstedt]] verfeuerte [[Salzkohle]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Braunkohle wird heute (2017) –&amp;amp;nbsp;gemahlen und getrocknet&amp;amp;nbsp;– zu 90 Prozent als Brennstoff zur [[Stromerzeugung|Strom-]] und [[Fernwärme]]erzeugung in öffentlichen und industriellen Kraftwerken genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=BMWi |url=https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Energie/kohlepolitik.html |titel=Kohle |werk=www.bmwi.de |sprache=de |abruf=2021-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ag-energiebilanzen.de/index.php?article_id=29&amp;amp;fileName=ageb_jahresbericht2017_20180315-02_dt.pdf#page=26 ag-energiebilanzen.de: Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2017] (PDF) S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die übrigen 10 Prozent werden z.&amp;amp;nbsp;B. zu [[Brikett]]s verarbeitet.&lt;br /&gt;
Besonders bitumenreiche Braunkohle (genannt auch &amp;#039;&amp;#039;[[Gagat|Jet]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 187, zu &amp;#039;&amp;#039;Gagates – eyn steyn&amp;#039;&amp;#039;: „Pechkohle, Jet (bitumenreiche Braunkohle)“.&amp;lt;/ref&amp;gt;) wird zur Herstellung von [[Montanwachs]] verwendet. In geringerem Umfang wird Braunkohle als [[Substrat (Boden)|Bodensubstrat]] als Ersatz für [[Rindenmulch]] vermarktet.&amp;lt;ref&amp;gt;Engelbert Weiß: {{Webarchiv|url=http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/stadtteile/grosspruefening-dechbetten-koenigswiesen/braunkohle-soll-agrarchemie-ersetzen-21358-art1288230.html |wayback=20160916104524 |text=&amp;#039;&amp;#039;Braunkohle soll Agrarchemie ersetzen&amp;#039;&amp;#039;. }} www.mittelbayerische.de, 5. August 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2010 betrug der [[Primärenergieverbrauch]] an Braunkohle 1.637 PJ (= knapp 12 Prozent des Primärenergieverbrauchs der Bundesrepublik Deutschland (13.645 PJ)).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ag-energiebilanzen.de/index.php?article_id=29&amp;amp;fileName=ageb_jahresbericht2012_20130321_1.pdf |titel=Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2012 |hrsg=[[Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen]] |seiten=2 |format=PDF |abruf=2014-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2016 waren es 1.519 PJ und 2017 1.510 PJ.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ag-energiebilanzen.de/index.php?article_id=29&amp;amp;fileName=ageb_jahresbericht2017_20180315-02_dt.pdf#page=26 Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2017] (PDF) S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltprobleme ==&lt;br /&gt;
Die [[Gewinnung (Bergbau)|Gewinnung]] von Braunkohle verursacht tiefgreifende Eingriffe in die [[Ökologie]] der [[Bergbaurevier]]e. Es gilt als erstrebenswert, die [[anthropogen]]en Einflüsse durch vorausschauende [[Umweltplanung]] zu minimieren und die energetischen Ressourcen effizient zu nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Intergovernmental Panel on Climate Change|Weltklimarat]] (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) fordert einen zügigen und grundlegenden Umbau der weltweiten Energieversorgung, um einen tiefgreifenden Klimawandel zu verhindern. Dazu gehört auch der [[Kohleausstieg|Ausstieg aus der Verstromung von Braunkohle]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ipcc14.de/berichte-1/ipcc-arbeitsgruppe-3/145-arbeitsgruppe-drei-veroeffentlicht-ergebnisse |wayback=20140503190458 |text=IPCC, Arbeitsgruppe 3, Summary for Policymakers }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Stromerzeugung aus Braunkohle stieg [[EU]]-weit im Jahr 2017 jedoch leicht, eine Abkehr von der Braunkohleverstromung ist bislang nicht zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2023-06 |url=https://www.agora-energiewende.de/de/presse/agoranews/news-detail/news/2017-erstmals-mehr-strom-aus-wind-sonne-und-biomasse-als-aus-kohle-in-der-europaeischen-union-1/News/detail/ |text=&amp;#039;&amp;#039;2017: Erstmals mehr Strom aus Wind, Sonne und Biomasse als aus Kohle in der Europäischen Union&amp;#039;&amp;#039;}} In: [[Agora Energiewende|agora-energiewende.de]], 30. Januar 2018, abgerufen am 31. Januar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewinnung und Sanierung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Braunkohletagebau Schleenhain.jpg|mini|Braunkohletagebau Schleenhain bei [[Heuersdorf]] in Sachsen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Braunkohle in nennenswerten Mengen wird heute in Europa ausschließlich im [[Tagebau]] abgebaut. Die Gewinnung von Braunkohle im Tagebau ist mit einem hohen [[Flächenverbrauch]] verbunden. Diese Flächen werden nach Inanspruchnahme durch den Bergbaubetrieb wieder [[Rekultivierung|rekultiviert]]. Dabei werden Flächen aufgeforstet und/oder durch gezielte Bewirtschaftung wieder der Landwirtschaft zugeführt. Restlöcher werden in der Regel geflutet und zu Seen mit touristischer Nutzung ([[Leipziger Neuseenland]], [[Villeseen]]) umgestaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michael Haubofd-Rosar, Anke Schwarzenberg |url=http://www.fib-finsterwalde.de/_files/pdf/Veroeffentlichungen/12.pdf |titel=Landwirtschaftliche Rekultivierung im Braunkohlentagebau Jänschwalde durch die Vattenfall Europe Mining AG |format=PDF; 2,5 MB |abruf=2014-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Lagerstätten, entsprechend dem deutschen [[Bergrecht]], möglichst vollständig hereingewinnen&amp;lt;ref group=&amp;quot;ANM&amp;quot; name=&amp;quot;Anm. Veith.&amp;quot; /&amp;gt; zu können, werden ganze Dörfer umgesiedelt und abgebaggert ([[Devastierung|devastiert]]), was zu Konflikten mit der Bevölkerung führen kann (siehe auch [[Liste abgebaggerter Ortschaften]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Braunkohle wurde früher in großem Maßstab in allen deutschen Braunkohlerevieren im [[Tiefbau (Bergbau)|Tiefbau]] abgebaut. Mit zunehmender Mechanisierung verschob sich das Gewicht der Gewinnung zum Tagebau. Vorteile beim Tiefbau war die dadurch möglich selektive Gewinnung verschiedener Kohlesorten, u.&amp;amp;nbsp;a. für die chemische Industrie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=P. Franke et al. |Titel=25 Jahre Carl Adolph Riebeck |TitelErg=50 Jahre A. Riebeck’sche Montanwerke Aktiengesellschaft 1858 – 1933 |Ort=München |Datum=1933}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schwerpunkt war hier das mitteldeutsche Revier um Halle. In der Regel schlossen die Bergbaugesellschaften mit den Eigentümern der Flächen einen Pachtvertrag ab, der die Wiederherstellung der Flächen zur landwirtschaftlichen Nutzung nach beendetem Abbau vorsah. Die Bruchfelder über den abgebauten Feldesteilen wurden daher eingeebnet und den Eigentümern wieder übergeben. Dieser Prozess verlief nicht immer konfliktfrei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Deutscher Braunkohlen-Industrie-Verein |Titel=50 Jahre mitteldeutscher Braunkohlenbergbau |TitelErg=Festschrift zum 50jährigen Bestehen des Deutschen Braunkohlen-Industrie-Vereins 1885–1935 |Auflage=Erste |Verlag=Knapp |Ort=Halle |Datum=1935 |ISBN= |Seiten=600}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Otfried Wagenbreth]] |Titel=Die Braunkohlenindustrie in Mitteldeutschland |TitelErg=Geologie, Geschichte, Sachzeugen |Auflage=1. |Verlag=Sax |Ort=Markkleeberg |Datum=2011 |ISBN=978-3-86729-058-6 |Seiten=352}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer 2016 veröffentlichten Studie sind die von Energiekonzernen getroffenen Rückstellungen zur Sanierung der Braunkohletagebaue zu niedrig angesetzt und im Ernstfall nicht verfügbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bund-brandenburg.de/fileadmin/bundgruppen/lvbrandenburg/Klimaschutz_Energie/2016-06_FOES_IASS_Finanzielle_Vorsorge_im_Braunkohlebereich.pdf |text=FÖS/IASS: Finanzielle Vorsorge im Braunkohlebereich. Optionen zur Sicherung der Braunkohlerückstellungen und zur Umsetzung des Verursacherprinzips. |format=PDF |wayback=20161204075058}} bund-brandenburg.de, 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Luftverschmutzung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Braunkohlekraftwerk.jpg|mini|[[Wasserdampf]]schwaden aus den Kühltürmen des [[Kraftwerk Niederaußem|Braunkohlekraftwerks Niederaußem]] bei Köln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Luftschadstoffe ====&lt;br /&gt;
Braunkohlekraftwerke stoßen verschiedene Schadstoffe aus, die trotz Abgasfilterung zum Teil in die Umgebung kommen. Hierzu zählen z.&amp;amp;nbsp;B. diverse Schwermetalle sowie [[Feinstaub]]. Deutsche Braunkohle enthält im Vergleich zu deutscher Steinkohle nur etwa ein Drittel der radioaktiven Elemente [[Uran]], [[Thorium]] und [[Radium]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anfrage Grüne 2008&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch entsprechende technische Vorkehrungen konnte bisher vor allem die Emission von [[Schwefeldioxid]] und Flugasche verringert werden. Die Flugasche wird in modernen Kraftwerken z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[Elektrofilter]] zu 99,5 % abgetrennt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anfrage Grüne 2008&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/090/1609032.pdf |titel=Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage zur Zukunft der Kohleverstromung |hrsg=[[Deutscher Bundestag]] |seiten=10 |datum=2008-05-05 |format=PDF; 447 kB |abruf=2019-03-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Schwefeldioxid wird durch die [[Rauchgasentschwefelung]] zu 90 % abgesondert, wobei als Nebenprodukt große Mengen an [[Gips]] anfallen, der vor allem von der Bauindustrie weiter verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Klimarelevanz ====&lt;br /&gt;
Bei der Verfeuerung von Braunkohle entsteht zwangsläufig [[Kohlenstoffdioxid]]. Braunkohlekraftwerke, wie alle auf fossilen [[Energiequelle]]n basierenden Kraftwerke, geben den im Brennstoff gespeicherten Kohlenstoff bei der Verbrennung in Form von Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre ab. Außerdem entstehen bei Kraftwerken große Mengen Wasserdampf. Die freigesetzten Mengen an Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf sind als [[Treibhausgas]]e wichtige Treiber der [[Globale Erwärmung|globalen Erwärmung]]. Kohlenstoffdioxid ist mit 77 % Anteil das wichtigste durch menschlichen Einfluss freigesetzte Klimagas. Bei Verdopplung des CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Anteils in der Atmosphäre gegenüber dem vorindustriellen Wert von 280&amp;amp;nbsp;ppm ist nach dem [[Vierter Sachstandsbericht des IPCC|Vierten Sachstandsbericht des IPCC]] mit einer Temperaturerhöhung zwischen 2 und 6&amp;amp;nbsp;°C bis zum Jahr 2100 zu rechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Valentin Crastan]]: &amp;#039;&amp;#039;Elektrische Energieversorgung 2&amp;#039;&amp;#039;. Berlin / Heidelberg 2012, S. 19 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der im Brennstoff enthaltene [[Kohlenstoff]] zur Energieumwandlung bei optimaler Verbrennung vollständig in Kohlenstoffdioxid umgewandelt wird, kann bei derartigen Kraftwerken die Kohlenstoffdioxidfreisetzung prinzipbedingt nicht verhindert werden, sondern vorerst nur durch einen besseren [[Wirkungsgrad]] der Kraftwerke und dadurch geringeren Kohleverbrauch reduziert werden. Dennoch liegt der Kohlendioxid-Ausstoß von Braunkohlekraftwerken mit 980–1230&amp;amp;nbsp;g CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;/[[Wattstunde|kWh]] brennstoffbedingt deutlich höher als bei anderen fossil befeuerten Kraftwerken (siehe auch: [[Kohlekraftwerk#Auswirkungen auf das Klima|Kohlekraftwerk]]). So stoßen moderne [[Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk]]e mit 410–430&amp;amp;nbsp;g CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;/kWh z.&amp;amp;nbsp;B. nur rund ein Drittel des Kohlenstoffdioxids von Braunkohlekraftwerken aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christopher Schrader |url=http://www.sueddeutsche.de/wissen/co-ausstoss-klimabilanz-der-kraftwerke-1.629631 |titel=CO2-Ausstoß |titelerg=Klimabilanz der Kraftwerke |werk=[[Süddeutsche Zeitung]] |hrsg=sueddeutsche.de |datum=2007-03-08 |abruf=2015-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Braunkohlekraftwerken ist etwa die Hälfte des durch die Stromerzeugung in Deutschland bedingten Kohlendioxid-Ausstoßes zuzurechnen, während der [[Stromerzeugung in Deutschland#Bruttostromerzeugung nach Energieträgern|Anteil von Braunkohle an der Stromerzeugung]] nur etwa ein Viertel beträgt (Werte gelten für 2011).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2007/CO2-Bilanzen_verschiedener_Energietraeger_im_Vergleich.pdf |titel=CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Bilanzen verschiedener Energieträger im Vergleich |hrsg=Deutscher Bundestag – Wissenschaftliche Dienste |seiten=20–21 |format=PDF; 1,1 MB |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20101121181656/http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2007/CO2-Bilanzen_verschiedener_Energietraeger_im_Vergleich.pdf |archiv-datum=2010-11-21 |abruf=2014-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit ergibt sich für Braunkohle ein ca. dreimal so hoher CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Ausstoß je erzeugte kWh wie für den Durchschnitt der übrigen zur Stromerzeugung eingesetzten Energieträger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorgeschlagene und projektierte [[CO2-Abscheidung und -Speicherung|Abscheidung des CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]] (&amp;#039;&amp;#039;CCS&amp;#039;&amp;#039; – Carbon Capture and Storage) in „kohlenstoffdioxidfreien“ Kraftwerken ist mit technischem, energetischem und finanziellem Aufwand verbunden, was den Wirkungsgrad verringert und somit den Kohleverbrauch erhöht. Im brandenburgischen [[Kraftwerk Schwarze Pumpe#Pilotanlage zur CO2-Abscheidung (2006–2014)|Schwarze Pumpe]] hat der Energiekonzern [[Vattenfall Europe|Vattenfall]] 2008 eine Versuchsanlage zur Kohlendioxidabtrennung errichtet. Ursprüngliche Pläne, das so abgeschiedene Kohlendioxid unterirdisch zu speichern, wurden wegen des Widerstandes in der Bevölkerung und „mangelndem Willen“ zur Umsetzung seitens der deutschen Politik wieder aufgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,801871,00.html |titel=Vattenfall stoppt Milliardenprojekt zur CO2-Speicherung |werk=[[Spiegel online]] |datum=2011-12-05 |abruf=2014-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die CCS-Technologie ist umstritten, da der Wirkungsgrad der Kraftwerke dadurch absinkt und der sichere Verbleib des CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; nicht endgültig gewährleistet werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.moz.de/nachrichten/berlin/artikel-ansicht/dg/0/1/239041/| titel=Forscher bezweifeln Sicherheit und Effizienz der CCS-Technik| werk=[[Märkische Oderzeitung]]| datum=2010-06-04| abruf=2022-09-22| archiv-url=https://web.archive.org/web/20180725114605/https://www.moz.de/nachrichten/berlin/artikel-ansicht/dg/0/1/239041/| abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kohle]]&lt;br /&gt;
* [[Kohle/Tabellen und Grafiken]]&lt;br /&gt;
* [[Steinkohle]]&lt;br /&gt;
* [[Pechkohle]]&lt;br /&gt;
* [[Gagat]]&lt;br /&gt;
* [[Kohleverflüssigung]]&lt;br /&gt;
* [[Fossile Energie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Hans-Georg Schäfer]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Ursprung und Entwicklung der thermischen Veredlung der Braunkohle&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Chemiker-Zeitung&lt;br /&gt;
   |Band=115&lt;br /&gt;
   |Nummer=1&lt;br /&gt;
   |Datum=1991&lt;br /&gt;
   |ISSN=0009-2894&lt;br /&gt;
   |Seiten=19–24}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Wirtschaftsvereinigung Bergbau&lt;br /&gt;
   |Titel=Das Bergbau-Handbuch&lt;br /&gt;
   |Auflage=5.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Glückauf&lt;br /&gt;
   |Ort=Essen&lt;br /&gt;
   |Datum=1994&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-7739-0567-X}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Friedrich H. Franke, Klaus J. Gunstermann, Michael J. Paersch&lt;br /&gt;
   |Titel=Kohle und Umwelt Kommentar=&amp;#039;&amp;#039;Bergbau, Rohstoffe, Energie.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |Band=26&lt;br /&gt;
   |Verlag=Glückauf&lt;br /&gt;
   |Ort=Essen&lt;br /&gt;
   |Datum=1989&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-7739-0518-1}}&lt;br /&gt;
* Bernhard Thole: &amp;#039;&amp;#039;Energierohstoff Braunkohle.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Geowissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Band 11, 1993, Nr. 2, S. 50–58. [[doi:10.2312/geowissenschaften.1993.11.50 DOI]].&lt;br /&gt;
* [[Anton Lissner]], Hans-Georg Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Die Chemie der Braunkohle.&amp;#039;&amp;#039; Band 1 ff., 1953–1956.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lignite|Braunkohle}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bgr.bund.de/DE/Home/homepage_node.html Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.rwe.com/generator.aspx/rwe-power-icw/standorte/braunkohle/tagebaue/hambach/language=de/id=8774/hambach-page.html |text=Braunkohlegewinnung im Tagebau Hambach, Rheinland |wayback=20080213081157}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.bund-nrw.de/themen_und_projekte/braunkohle/ |text=BUND Nordrhein-Westfalen – negative Auswirkungen der Braunkohlenindustrie in NRW |wayback=20150609045136}}&lt;br /&gt;
* [http://www.umweltlexikon-online.de/fp/archiv/RUBenergie/Braunkohle.php Umweltlexikon: Braunkohle]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.denkmodelle.de/wikipedia/bergbaukarte.html |text=Detailliertere Weltkarte zum Bergbau „frei verschiebbar“ im Großformat (5,6&amp;amp;nbsp;MB) |wayback=20140116112453}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;ANM&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref group=&amp;quot;ANM&amp;quot; name=&amp;quot;Anm. Veith.&amp;quot;&amp;gt;Als Hereingewinnen bezeichnet man im Bergbau das rauslösen der [[Bodenschatz|Bodenschätze]] oder [[Gestein]]e aus dem festen Gebirgsverband unter Benutzung von Hilfmitteln. Das hereingewonnene Mineral liegt dann, meist als kleine Materialbrocken, zur weiteren Verwendung da. (Quelle: Heinrich Veith: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Bergwörterbuch mit Belegen.&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4008048-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kohle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Braunkohlebergbau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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