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	<title>Braun - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Braun&amp;diff=129186&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: /* Germanische Sprachen */ Form, typo</title>
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		<updated>2026-02-08T07:46:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Germanische Sprachen: &lt;/span&gt; Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Die Farbe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Braun&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet ein stark abgedunkeltes [[Orange (Farbe)|Orange]] oder [[Rot]].&amp;lt;ref&amp;gt;Farbmuster nach &amp;#039;&amp;#039;[[#Weblinks|Handprint]]&amp;#039;&amp;#039; (14. September 2006).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bekannte [[Liste der Pigmente#Braun|braune Farbmittel]] sind [[Van-Dyck-Braun]], [[Sepia (Farbstoff)|Sepia]], [[Rötel]], [[Umbra (Farbe)|Umbra]] und [[Ocker]].&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Farbmuster&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{{Farbmuster|Schwarzbraun|#553A26}}&lt;br /&gt;
{{Farbmuster|Gelbbraun|#645D25}}&lt;br /&gt;
{{Farbmuster|Orangebraun|#965220}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{{Farbmuster|Rotbraun|#963F20}}&lt;br /&gt;
{{Farbmuster|Kastanienbraun|#800000}}&lt;br /&gt;
{{Farbmuster|Ockerbraun|#957101}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farblehre ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Optical grey squares orange brown.svg|mini|Beide Farbflächen haben den [[RGB-Farbraum|RGB]]-[[Hexadezimale Farbdefinition|Farbcode]]&amp;amp;nbsp;#D18600&amp;amp;nbsp;≈&amp;amp;nbsp;orange; der Eindruck &amp;#039;&amp;#039;braun&amp;#039;&amp;#039; des oberen Kreises entsteht dadurch, dass das umgebende Grau einen niedrigeren Helligkeitswert suggeriert als das „helle“ Schachbrettfeld, das sich im Schatten befindet]]&lt;br /&gt;
[[Farbmetrik|Farbmetrisch]] wird eine Farbe als Braun bezeichnet, wenn sie durch Abmischen von Rot mit Grün (Rötel) oder von Rot mit Grün und Schwarz (Umbra) entstanden ist. Braun ist eine [[gebrochene Farbe]]. Die als Braun bezeichneten Töne nehmen einen vergleichsweise großen Bereich in Farbräumen ein. So gibt es etwa die grobe Unterteilung in Gelb-, Gold-, Rot- und Schwarzbraun. Braun gehört zu den [[Tertiärfarbe]]n und andererseits zu den [[Naturfarben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbgruppe der Brauntöne umfasst [[Farbton|Farbtöne]] zwischen [[Neutralgelb]] und [[Weinrot]] bei einer [[Helligkeit (Farbe)|Helligkeit]] unter 50 %. Die [[Sättigung (Farbe)|Sättigung]] für die roten Brauntöne liegt bei etwa 30 % und etwa bei 70 % für Gelbtöne.&amp;lt;ref&amp;gt;Grafik „unsaturated color zones in a generic color wheel“. In: &amp;#039;&amp;#039;[[#Weblinks|Handprint]]&amp;#039;&amp;#039; (26. September 2006).&amp;lt;/ref&amp;gt; Gelbtöne schlagen schneller in eine als eigenständig empfundene [[Farbnuance]] um, während gebrochene Rottöne bei gleichem Schwarzanteil noch als [[Dunkelrot]] empfunden werden. Braun in seiner Vielfalt lässt sich entsprechend mit einer breiten Palette von Farbmitteln ermischen. Eine Tertiärfarbe, in der der Anteil der warmen Farbmittel überwiegt, führt zu den Brauntönen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachliches ==&lt;br /&gt;
=== Germanische Sprachen ===&lt;br /&gt;
Das deutsche Wort „braun“ geht auf ein [[Indogermanische Ursprache|indogermanisches]] Farbwort &amp;#039;&amp;#039;*bher&amp;#039;&amp;#039; (vgl. [[altindisch]] &amp;#039;&amp;#039;ba-bhrú&amp;#039;&amp;#039; ‚rot‘ oder ‚braun‘) zurück und hat Entsprechungen in allen [[Nordgermanische Sprachen|nord-]] und [[Westgermanische Sprachen|westgermanischen Sprachen]] ([[Altsächsische Sprache|altsächsisch]], [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutsch]] und [[altenglisch]] &amp;#039;&amp;#039;brūn&amp;#039;&amp;#039;, [[Altisländische Sprache|altisländisch]] &amp;#039;&amp;#039;brūn-n&amp;#039;&amp;#039;, [[Englische Sprache|neuenglisch]] &amp;#039;&amp;#039;brown&amp;#039;&amp;#039;, [[Niederländische Sprache|niederländisch]] &amp;#039;&amp;#039;bruin&amp;#039;&amp;#039;, [[Schwedische Sprache|schwedisch]] &amp;#039;&amp;#039;brun&amp;#039;&amp;#039; usw.). Im [[Gotische Sprache|Gotischen]] (der einzigen [[Ostgermanische Sprachen|ostgermanischen Sprache]], von der ein größerer Korpus erhalten ist) ist das entsprechende Adjektiv (&amp;#039;&amp;#039;*brūn-s&amp;#039;&amp;#039;) nicht bezeugt, dies dürfte aber der spärlichen Überlieferung geschuldet sein, namentlich dem Umstand, dass die Farbe Braun im gesamten [[Neues Testament|Neuen Testament]] nicht vorkommt, und somit auch nicht in der [[Wulfilabibel]], dem bei weitem umfangreichsten Schriftzeugnis dieser Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der idg. Wurzel &amp;#039;&amp;#039;*bher&amp;#039;&amp;#039; beruhen die Bezeichnungen einiger brauner Tiere in vielen indogermanischen Sprachen, dazu zählen im Deutschen der &amp;#039;&amp;#039;[[Braunbär|Bär]]&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;[[Biber]]&amp;#039;&amp;#039;. Ein wahrscheinlicher außergermanischer Kognat ist [[Altgriechische Sprache|griechisch]] Φρύνη &amp;#039;&amp;#039;(phrȳ́nē)&amp;#039;&amp;#039; ‚[[Kröten|Kröte]]‘.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Poke&amp;quot;&amp;gt;[[Alois Walde]] (†), [[Julius Pokorny]]: &amp;#039;&amp;#039;Vergleichendes Wörterbuch der indogermanischen Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Walter de Gruyter, Berlin und Leipzig 1930 (unveränderter Nachdruck 1973, ISBN 3-11-004556-7), S.&amp;amp;nbsp;166&amp;amp;nbsp;f., S.&amp;amp;nbsp;179.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hold&amp;quot;&amp;gt;[[Ferdinand Holthausen]]: &amp;#039;&amp;#039;Gotisches etymologisches Wörterbuch. Mit Einschluß der Eigennamen und der gotischen Lehnwörter im Romanischen.&amp;#039;&amp;#039; Universitätsverlag Carl Winter, Heidelberg 1934 (unveränderter Nachdruck 2002, ISBN 3-8253-1374-3), S.&amp;amp;nbsp;18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;DWDS&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.dwds.de/wb/braun Braun].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache]]&amp;#039;&amp;#039; (Herkunft/Etymologie nach [[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in das 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde als „braun“ (gemäß Emil Ernst Ploß oft zur Kennzeichnung einer ins Rötliche gehenden Farbe&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 444 (Anmerkung zu &amp;#039;&amp;#039;praun&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;) bisweilen auch ein dunkler [[Violett]]ton bezeichnet. In dieser Bedeutung findet sich das Adjektiv mehrfach bei [[Martin Luther|Luther]], und auch die „braunen Nächte“, von denen in der deutschen Barockdichtung häufiger die Rede ist (so etwa in [[Melchior Vulpius]]’ [[Geistliches Lied|Kirchenlied]] „Hinunter ist der Sonne Schein / Die braune Nacht bricht stark herein“, [[Evangelisches Gesangbuch|EG]] 467) beschreiben keinen Braunton, sondern die blau- bis violettschwarze Farbe der tiefsten Dämmerung. Dieser heute obsolete Sprachgebrauch erklärt sich wohl nicht durch [[Bedeutungswandel]], vielmehr handelt es sich hier um ein gänzlich anderes Wort, das auf [[Latein|lat]] &amp;#039;&amp;#039;prunus&amp;#039;&amp;#039;, „[[Pflaume]]“, zurückgeht; es handelt sich also um ein [[Etymologie|etymologisch]] nicht verwandtes [[Homonym]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Braun |Band=2 |Sp=323–325 |lemid=B10752}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Romanische Sprachen ===&lt;br /&gt;
In den [[Romanische Sprachen|romanischen Sprachen]] stellen sich die Bezeichnungen für Brauntöne wesentlich vielgestaltiger dar. Das Lateinische verfügte wohl über kein dem Germanischen entsprechendes grundlegendes [[Farblexem]]; &amp;#039;&amp;#039;fuscus&amp;#039;&amp;#039;, die hierfür wohl noch gängigste Vokabel, wurde auch für graue und schwärzliche Farben verwendet, bedeutete also ebenso wie seine Reflexe in den heutigen romanischen Sprachen (italienisch &amp;#039;&amp;#039;fosco&amp;#039;&amp;#039;, spanisch &amp;#039;&amp;#039;hosco&amp;#039;&amp;#039;) allgemein so viel wie „dunkel, finster“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joan Coromines|Joan Corominas]]: &amp;#039;&amp;#039;Breve diccionario etimológico de la lengua castellana.&amp;#039;&amp;#039; 3., überarbeitete und verbesserte Auflage (1973), 13., unveränderter Nachdruck, Gredos, Madrid 2006, ISBN 978-8-42492-364-8, S.&amp;amp;nbsp;325.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese [[lexikalische Lücke]] wurde erst im [[Mittellatein]]ischen durch die Wortschöpfung &amp;#039;&amp;#039;brunneus&amp;#039;&amp;#039; geschlossen, das eine Anleihe aus dem Germanischen darstellt. Es ist denkbar, dass dieses neue Wort schon im Vulgärlatein der [[Spätantike]] durch germanische Söldner eingebracht und in der gesamten [[Romania]] verbreitet wurde – erstmals ist es im 6. Jahrhundert als &amp;#039;&amp;#039;brunus&amp;#039;&amp;#039; bei [[Isidor von Sevilla]] gebucht.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Sofer: &amp;#039;&amp;#039;Lateinisches und Romanisches aus den Etymologiae des Isidorus von Sevilla. Untersuchungen zur lateinischen und romanischen Wortkunde&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1930; hier wird die übliche Zuschreibung der fraglichen Glosse zu Isidor indes in Frage gestellt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das germanische &amp;#039;&amp;#039;brun&amp;#039;&amp;#039; ist als [[Lehnwort]] bereits im [[Altokzitanisch|Altprovenzalischen]] und [[Altfranzösische Sprache|Altfranzösischen]] vorhanden;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hold&amp;quot; /&amp;gt; modern lebt es in französisch &amp;#039;&amp;#039;brun&amp;#039;&amp;#039;, italienisch &amp;#039;&amp;#039;bruno&amp;#039;&amp;#039; sowie rumänisch &amp;#039;&amp;#039;brun&amp;#039;&amp;#039; fort. Im Spanischen und im Portugiesischen finden sich dazu allerdings keine Entsprechungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Adjektive, die auf die Farbe der [[Kastanien]] (bzw. der Esskastanien oder „Maroni“) verweisen, verfügt jede romanische Sprache jeweils in doppelter Ausführung: französisch &amp;#039;&amp;#039;châtain&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;marron&amp;#039;&amp;#039;, italienisch &amp;#039;&amp;#039;castano&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;marrone&amp;#039;&amp;#039;, spanisch &amp;#039;&amp;#039;castaño&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;marrón&amp;#039;&amp;#039;, portugiesisch &amp;#039;&amp;#039;castanho&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;marrom&amp;#039;&amp;#039;, rumänisch &amp;#039;&amp;#039;castaniu&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;maro&amp;#039;&amp;#039;. Der Gebrauch auch der jeweiligen Kognaten divergiert dabei in den Einzelsprachen teils erheblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Französischen und Italienischen haben &amp;#039;&amp;#039;châtain&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;castano&amp;#039;&amp;#039; ein recht eng begrenztes Anwendungsfeld und werden fast ausschließlich zur Bezeichnung einer braunen [[Haarfarbe|Haar-]] oder Fellfarbe, besonders der [[Fellfarben der Pferde]], und allenfalls noch der [[Augenfarbe]] von Lebewesen eingesetzt. Dagegen sind französisch &amp;#039;&amp;#039;brun&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;marron&amp;#039;&amp;#039; allgemeinere Sammelbezeichnungen für allerlei Brauntöne. Dabei ist &amp;#039;&amp;#039;brun&amp;#039;&amp;#039; der althergebrachte Oberbegriff, &amp;#039;&amp;#039;marron&amp;#039;&amp;#039; hingegen eine recht junge Entlehnung aus dem Italienischen, die erst im 18. Jahrhundert allgemein gebräuchlich, aber sehr rasch naturalisiert wurde, jedenfalls keineswegs als Fremdwort wahrgenommen wird. Im heutigen Sprachgebrauch begegnen die beiden Wörter mittlerweile ähnlich [[Worthäufigkeit|häufig]] und sind weitestgehend synonym, also in den meisten Fällen austauschbar – mit einer signifikanten Ausnahme: Als Bezeichnung einer bräunlichen Haar- oder Hautfarbe begegnet &amp;#039;&amp;#039;marron&amp;#039;&amp;#039; selten bis nie.&amp;lt;ref&amp;gt;Isabel Forbes: &amp;#039;&amp;#039;The Terms&amp;#039;&amp;#039; brun &amp;#039;&amp;#039;and&amp;#039;&amp;#039; marron &amp;#039;&amp;#039;in Modern Standard French&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Linguistics&amp;#039;&amp;#039; 15:2, 1979, S. 295–305.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Italienischen sind &amp;#039;&amp;#039;bruno&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;marrone&amp;#039;&amp;#039; gleichfalls allgemein gebräuchlich und weitgehend synonym, wobei sich in der allgemeinen Umgangssprache in jüngster Zeit auch hier das Gewicht merklich zu Gunsten von &amp;#039;&amp;#039;marrone&amp;#039;&amp;#039; verschiebt. In der traditionsreichen Fachsprache der Malerei gilt hingegen nach wie vor &amp;#039;&amp;#039;bruno&amp;#039;&amp;#039; als der richtige Ausdruck.&amp;lt;ref&amp;gt;Paolo D&amp;#039;Achille und Maria Grossmann: &amp;#039;&amp;#039;I termini di colore nell’area &amp;#039;bruno-marrone&amp;#039; in italiano: sincronia e diacronia&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Lingua e Stile&amp;#039;&amp;#039; 52, 2017, S. 87–118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Spanischen setzt sich &amp;#039;&amp;#039;marrón&amp;#039;&amp;#039; zusehends als Leitbegriff durch, allerdings nicht im gesamten spanischen Sprachraum. Das Wort gelangte erst im frühen 20. Jahrhundert und nicht aus dem Italienischen, sondern auf dem Umweg über das Französische ins Spanische. Es ist heute zumindest in Spanien fast vollständig naturalisiert, das &amp;#039;&amp;#039;[[Diccionario de la lengua española de la Real Academia Española]]&amp;#039;&amp;#039; markiert es aber auch noch in seiner jüngsten Ausgabe ausdrücklich als [[Gallizismus]]. Im kontinentalen Spanischen hat es als üblichstes Farblexem für alle Brauntöne das ältere, seit dem 10. oder 11. Jahrhundert gebräuchliche &amp;#039;&amp;#039;castaño&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Joan Corominas: &amp;#039;&amp;#039;Breve diccionario etimológico de la lengua castellana.&amp;#039;&amp;#039; 3., überarbeitete und verbesserte Auflage (1973), 13., unveränderter Nachdruck, Gredos, Madrid 2006, ISBN 978-8-42492-364-8, S.&amp;amp;nbsp;138.&amp;lt;/ref&amp;gt; verdrängt, das im Spanischen allerdings weiterhin nicht wie in anderen Sprachen auf Haar-, Fell- und Augenfarben beschränkt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Rosalía García: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.researchgate.net/publication/329410355_Marron_formas_y_matices Marrón: formas y matices]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Revista de Lexicografía&amp;#039;&amp;#039; 17, 2011, S. 7–13.&amp;lt;/ref&amp;gt; In das amerikanische Spanisch ist &amp;#039;&amp;#039;marrón&amp;#039;&amp;#039; jedoch nicht vorgedrungen, dort wird als Allgemeinbegriff für „braun“ neben &amp;#039;&amp;#039;castaño&amp;#039;&amp;#039; in der Regel &amp;#039;&amp;#039;café&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Slawische Sprachen ===&lt;br /&gt;
Im [[Russische Sprache|Russischen]] ist die gebräuchlichste Bezeichnung für Brauntöne коричневый &amp;#039;&amp;#039;(koričnevyj)&amp;#039;&amp;#039;, für „[[zimt]]farben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Liberman&amp;quot;&amp;gt;[[Anatoly Liberman]]: &amp;#039;&amp;#039;A Study in Brown and in a Brown Study.&amp;#039;&amp;#039; Essay in zwei Tranchen in seinem Etymologie-Blog &amp;#039;&amp;#039;The Oxford Etymologist&amp;#039;&amp;#039;: [http://blog.oup.com/2014/09/brown-etymology-word-origin-part-1/ Teil 1] (24. September 2014), [http://blog.oup.com/2014/10/brown-etymology-word-origin-part-2/ Teil 2] (15. Oktober 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf die indogermanische Wurzel &amp;#039;&amp;#039;*bher&amp;#039;&amp;#039; geht im Russischen eine Bezeichnung брынӗт̆ &amp;#039;&amp;#039;(brynĕṯ)&amp;#039;&amp;#039; für ‚weiß oder gelb schimmernd‘ zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Poke&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hold&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Japanisch ===&lt;br /&gt;
[[Kuchiba]] ([[Japanische Schrift|japanisch]] {{lang|ja|朽葉}}, wörtlich „verwelkte Blätter“) ist ein bräunlicher Farbton, der durch Mischung von Gardeniengelb mit Grau-Rot entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Kennfarbe|Farbsymbolik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:SA-Mütze.jpg|mini|Braune [[Schaftmütze]] der [[Sturmabteilung|SA]] ([[Reichsadler#Reichsadler und Parteiadler|Mützenadler]] entfernt)]]&lt;br /&gt;
* In der [[Heraldik]] zählt Braun nicht zu den eigentlichen heraldischen Farben, es wurde erst später den heraldischen [[Tingierung#Tinktur|Tinkturen]] zugeordnet.&lt;br /&gt;
{{Anker|NS-braun}}&lt;br /&gt;
* Als [[Politische Farbe|politische Symbolfarbe]] steht Braun historisch für den [[Nationalsozialismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/news/2011-11/17/extremismus-braun-war-farbe-der-nazis-in-der-ns-zeit-17222007 &amp;#039;&amp;#039;Braun war Farbe der Nazis in der NS-Zeit.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]].&amp;#039;&amp;#039; 17. November 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die braune Farbe fand spätestens ab 1925 einheitlich für die Hemden der [[Sturmabteilung|SA-Uniform]] („Braunhemden“) Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gra.ch/bildung/gra-glossar/begriffe/nationalsozialismus/braun-braune-gesinnung/ GRA Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus]: {{&amp;quot;|Die Dienstuniformen der Parteikader der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und ihrer paramilitärischen Sturmabteilung (SA) waren hellbraun. Bereits in der Weimarer Republik wurden die Nationalsozialisten deshalb als «die Braunen» oder «Braunhemden» bezeichnet – und zwar nicht nur von ihren Gegnern. Braun war auch im Selbstverständnis der NSDAP die Farbe der Partei.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurde Braun als Symbol für die Verbundenheit mit dem Boden gebraucht.&amp;lt;ref&amp;gt;Das deutsche Braun entsprach der Symbolik „schwarz“ der italienischen Faschisten. Es wurde auch im Gegensatz zum Rot der Arbeiterbewegung gewählt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Uniformfarbe wurde zur Kennfarbe. Das „[[Braunes Haus|Braune Haus]]“ war von 1930 bis 1945 in München die Parteizentrale der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]. Darauf fußend wird die Farbe im politischen Spektrum für [[Neonazismus]] und in neuerer Zeit für die [[Rechtsextremismus|extreme Rechte]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gra.ch/bildung/gra-glossar/begriffe/nationalsozialismus/braun-braune-gesinnung/ GRA Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus]: {{&amp;quot;|Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb braun in der politischen Diskussion mit dem Nationalsozialismus und verwandten Gesinnungen verknüpft. […]Das Schweizerische Bundesgericht hat sich 1995 in einem Ehrverletzungsprozess damit befasst (BGE 121 IV 76&amp;amp;nbsp;ff.)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispielsweise wurde im (roten) [[Berlin-Friedrichshain]] dem [[Andreasstraße (Berlin)|Grünen Weg]] am 25. Oktober 1933 der Name &amp;#039;&amp;#039;Brauner Weg&amp;#039;&amp;#039; gegeben. Dies führte dann ab Frühjahr 1945 zum (inoffiziellen) Namen &amp;#039;&amp;#039;Roter Weg&amp;#039;&amp;#039;. Die Farbe wurde zunehmend allgemein für den Nationalismus gesetzt: ein antifaschistisches Komitee veröffentlichte kurz nach Hitlers Machtergreifung 1933 das &amp;#039;&amp;#039;Braunbuch über Reichstagsbrand und Hitler-Terror&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiteres ===&lt;br /&gt;
* „Sonnenbraun“ als [[Sonnenbad#Anwendung und Wirkung|Bräunung der Haut]] gilt heutzutage in westlichen Kulturen als positiv besetzt. Zu Beginn des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts noch galt gebräunte Haut vor allem für Frauen jedoch als unschön, weil die Haut durch ständige Sonnenstrahlung austrocknet und frühzeitig altert. Daher war das [[Schönheitsideal]] über Jahrtausende hinweg weiße Haut, heute manchmal abfällig als „vornehme Blässe“ bezeichnet. Sonnenbräune ist heute fast eine Art [[Statussymbol]], mit dem man vorzeigen kann, dass man genug [[Muße]] und Geld besitzt, um in den [[Urlaub]] zu fahren oder in der Sonne zu liegen.&lt;br /&gt;
* In der [[Mode]] bezeichnen braune Farben nach der [[Farbtypenlehre]] die Erdtöne.&lt;br /&gt;
[[Datei:Obi-gokyū.jpg|mini|Budo-Gürtel ({{jaS|帯|obi}}) in den Farben der fünf Schülergrade ({{lang|ja|五級|go-kyū}}).]]&lt;br /&gt;
* In vielen [[Kampfkunst|Kampfkünsten]] wie [[Jiu Jitsu]], [[Jūdō]] und [[Karate]] wird ein Gürtel ({{lang|ja|帯|[[Obi (Gürtel)|Obi]]}}) als Teil der Kampfsportkleidung ({{lang|ja|稽古着|[[Keikogi]]}}) getragen. Der braune [[Gürtel]] repräsentiert den Kenntnisstand des [[Budoka]] und ist den oberen und höchsten Schülergraden ({{lang|ja-Latn|&amp;#039;&amp;#039;[[Kyū]]&amp;#039;&amp;#039;}}-Grade) vorbehalten.&lt;br /&gt;
* In der [[Elektrotechnik]] wird die Farbe Braun als [[Kennfarbe]] bei der [[Isolator (Elektrotechnik)|Isolierung]] von Drähten (siehe [[Kabel#Kennzeichnung vieladriger Leitungen|Kennzeichnung vieladriger Leitungen]] und [[Kabel#Leiteranzahl|Leiteranzahl]]) und bei der [[Widerstand (Bauelement)#Farbkodierung auf Widerständen|Farbkodierung auf Widerständen]] unter anderem für die Ziffer &amp;quot;1&amp;quot; verwendet.&lt;br /&gt;
* [[Gasflasche#Für den industriellen Gebrauch|Gasflaschen]] werden mit den RAL-Farben braun und kastanienbraun markiert, beispielsweise für Acetylen und Helium.&lt;br /&gt;
* Bei der [[Eisenbahn]] wurden braune Anstriche oft verwendet, da sich ihr Erscheinungsbild bei Verschmutzung insbesondere mit [[Bremsstaub]] wenig ändert. Zur [[Geschichte der Eisenbahn in Deutschland#Länderbahnzeit 1871 bis 1920|Länderbahnzeit]] waren [[Reisezugwagen]] dritter [[Wagenklasse]] mehrerer Bahnen braun angestrichen. Bei [[Güterwagen]] waren und sind Anstriche in verschiedenen Brauntönen sehr verbreitet. In der [[Schweiz]] wurden [[Elektrolokomotive]]n und [[Diesellokomotive]]n zeitweise braun angestrichen, bei älteren Lokomotiven der [[BLS AG]] ist dies heute noch der Fall. Ab Mitte der 1930er bis Anfang der 1960er Jahre wurden die meisten Fahrzeuge der [[Ferrovie dello Stato Italiane]] in den Farben &amp;#039;&amp;#039;Castano&amp;#039;&amp;#039; ([[Kastanien]]braun) und &amp;#039;&amp;#039;Isabella&amp;#039;&amp;#039; ([[Naturfarben#Isabellfarben|Isabellfarben]], ein helles Braun) lackiert, der [[Castano-Isabella|Castano-Isabella-Farbgebung]]; in den 1960er Jahren wurde dies zu einem einfarbig kastanienbraunen Anstrich vereinfacht, der um 1970 von grau und anderen Farbtönen abgelöst wurde. Auch die [[Norges Statsbaner (1883–1996)|Norges Statsbaner]] verwendeten bis in die 1980er Jahre einen braunen Anstrich, die Diesellokomotiven [[NSB Di 4]] sind heute noch so lackiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Braun (Farbe)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|braun}}&lt;br /&gt;
* Bruce MacEvoy: [http://www.handprint.com/HP/WCL/color12.html#unzones Color vision. Color temperature. Unsaturated color zones.] bei &amp;#039;&amp;#039;www.handprint.com&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Farbdarstellung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Farbname]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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