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	<title>Brassinosteroide - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T12:33:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Brassinosteroide&amp;diff=546409&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-09-21T10:03:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Brassinolide Structural Formula.V1.svg|mini|Strukturformel von Brassinolid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brassinosteroide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;BR&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind ubiquitäre [[Phytohormone]]. Die [[Steroide|Steroidverbindungen]] wurden erstmals 1970 aus [[Raps]] (&amp;#039;&amp;#039;Brassica napus&amp;#039;&amp;#039;) isoliert (in 230&amp;amp;nbsp;kg Rapspollen fand man 10&amp;amp;nbsp;mg Brassinolid).&lt;br /&gt;
Bekannt sind bisher ungefähr 70 Verbindungen. Brassinosteroide regulieren mit anderen Phytohormonen die Entwicklung und das Wachstum von Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur ==&lt;br /&gt;
Bei den Brassinosteroiden handelt es sich von Struktur und Synthese her um [[Terpene|Triterpene]]. Es sind [[Steran]]derivate mit einem 7-zähligen Ring B, der ein Sauerstoff-Heteroatom enthält. Ihre Struktur ähnelt stark der von [[Cholesterol]], dem Vorläufer tierischer [[Steroidhormone]]. Das wirksamste Brassinosteroid ist Brassinolid (BL), welches zuerst aus Raps (&amp;#039;&amp;#039;Brassica napus&amp;#039;&amp;#039;) isoliert wurde und zu einem verstärkten Längenwachstum führt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nuhn&amp;quot;&amp;gt;Peter Nuhn: &amp;#039;&amp;#039;Naturstoffchemie&amp;#039;&amp;#039;, S. Hirzel Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2. Auflage, 1990, ISBN 3-7776-0473-9, S.&amp;amp;nbsp;496.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biosynthese ==&lt;br /&gt;
Die Biosynthese erfolgt vermutlich in den [[Plastiden]] aller pflanzlicher Gewebe. Sie geht von der plastidären [[Terpene|Terpenoidsynthese]] über den Methylerithritolphosphatweg (MEP-Weg) aus. Über den MEP-Weg entsteht [[Isopentenylpyrophosphat]] (IPP). Durch Kondensation wird aus drei IPP [[Farnesylpyrophosphat]] (FPP), und aus zwei FPP wird [[Squalen]]. Aus Squalen wird durch Zyklisierung und mehreren Zwischenschritten [[Campesterol]] gebildet, ein häufiges [[Sterol]] in pflanzlichen [[Biomembran|Membranen]]. Dieser Weg ähnelt stark dem [[Cholesterinbiosynthese|Steroidsyntheseweg]] in Tieren. Dieser geht jedoch von IPP aus den tierischen [[Mevalonatweg]] (MVA-Weg) im [[Cytoplasma]] aus.&lt;br /&gt;
Aus [[Campesterol]] entsteht Brassinolid über eine Reaktionskette, an der [[Cytochrom P450]]-abhängige Hydroxylasen und eine Reduktase beteiligt sind.&lt;br /&gt;
Die Inaktivierung kann enzymatisch durch Oxidasen stattfinden. Der Transport von Brassinosteroiden findet wahrscheinlich in Form von verschiedenen Zwischenstufen im [[Phloem]] und [[Xylem]] des pflanzlichen [[Leitgewebe]]s statt, oft wirken sie jedoch wohl auch nahe ihrem Syntheseort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physiologische Wirkungen ==&lt;br /&gt;
Brassinosteroide fördern unabhängig von anderen Phytohormonen die Entwicklung und das Wachstum von Pflanzen. Ein Extrakt der [[Gewöhnliche Pechnelke|Gewöhnlichen Pechnelke]] enthält eine relativ große Menge von Brassinosteroiden, welche sich nachweislich positiv auf das Wachstum anderer Pflanzen auswirken. Sie wirken (auch im Vergleich zu anderen Phytohormonen) bereits in sehr geringen Konzentrationen. [[Mangelmutante]]n weisen Zwergwuchs, herabgesetzte [[Apikaldominanz]], verstärkte [[Anthocyan]]synthese und geringe Fertilität auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zellteilung und -streckung&lt;br /&gt;
Brassinosteroide fördern das Sprosswachstum ähnlich wie, aber additiv zu [[Auxine]]n, durch Induktion der [[Zellteilung]] und [[Streckungswachstum]] ([[Säurewachstum]] durch Aktivierung von Protonenpumpen). Sie steuern auch die Ausbildung des [[Pollenschlauch]]es zur [[Befruchtung]]. Das Wurzelwachstum wird jedoch durch Brassinosteroide gehemmt. Additiv zu Auxinen  verstärken  BR auch die [[Apikaldominanz]] (wodurch so das Austreiben von Seitenknospen gehemmt wird) und den [[Gravitropismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zelldifferenzierung&lt;br /&gt;
Brassinosteroide führen zur Gefäßbildung, speziell zur Differenzierung des [[Xylem]]s.&lt;br /&gt;
Des Weiteren sind sie essentielle Steuerungsfaktoren dem [[Etiolement]] z.&amp;amp;nbsp;B. bei der [[Skotomorphogenese]] (Entwicklung im Dunkeln) und hemmen die [[Anthocyan]]bildung, die der Pflanze zum Schutz vor [[UV-Licht]] dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Seneszenz&lt;br /&gt;
Die [[Seneszenz bei Pflanzen|Seneszenz]] der Blätter wird durch Brassinosteroide verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ethylensynthese&lt;br /&gt;
Brassinosteroide können im Blatt auch die [[Ethylen]]biosynthese fördern. Das führt zu verlangsamten Wachstum der Unterseite des [[Blattstiel]]s und damit zur [[Epinastie]] (Krümmen der Blätter nach unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stress-/ [[Pathogen]]resistenz&lt;br /&gt;
Außerdem scheinen Brassinosteroide mit Stress- und Krankheitsresistenz in Verbindung zu stehen und zum Beispiel die Kälteresistenz zu steigern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Molekulare Wirkungen ==&lt;br /&gt;
Die  [[Perzeption]] von Brassinosteroide erfolgt in der [[Zellmembran]] (obwohl sie als lipophile Moleküle durch die Membran diffundieren können). Der dafür zuständige [[Rezeptor (Biochemie)|Membranrezeptor]] wird nach der entsprechenden Mutante BRI1 (&amp;#039;&amp;#039;BRassinosteroid Insensitive 1&amp;#039;&amp;#039;) genannt. Es handelt sich um ein [[Homodimer]], das als [[Proteinkinase|Serin/Threonin-Kinase]] wirkt. Normalerweise (ohne Brassinosteroide) ist BRI1 inaktiv, während eine zweite Kinase (BIN2: &amp;#039;&amp;#039;Brassinosteroid INsensitive&amp;#039;&amp;#039; 2) im [[Cytoplasma]] aktiv ist. BIN2 phosphoryliert die beiden [[Transkriptionsfaktor]]en BZR1 und BES1, die daraufhin im [[Proteasom]] abgebaut werden. Durch Einwirkung von Brassinosteroiden wird der Rezeptor BRI1 aktiviert, der dann BIN2 inaktiviert. Die Transkriptionsfaktoren BZR1 und BES1 werden nicht mehr abgebaut und induzieren die [[Genexpression]] Brassinosteroid-regulierter Gene.&lt;br /&gt;
Brassinosteroid-regulierte Gene dienen zum Beispiel der Synthese von [[Zellwand]]bausteinen und dem [[Etiolement]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* J.W. Mitchell, N. Mandava, J.F. Worley, J.R. Plimmer, M.V. Smith: &amp;#039;&amp;#039;Brassins: A new family of plant hormones from rape pollen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nature]].&amp;#039;&amp;#039; 225 (1970), S. 1065–1066.&lt;br /&gt;
* M.D. Grove, G.F. Spencer, W.K. Rohwedder, N. Mandava, J.F. Worley, J.D. Warthen, G.L. Steffens, J.L. Flippen-Anderson, J.C. Cook: [https://www.nature.com/nature/journal/v281/n5728/abs/281216a0.html &amp;#039;&amp;#039;Brassinolide, a plant growth-promoting steroid isolated from Brassica napus pollen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; 281 (1979), S. 216–217.&lt;br /&gt;
* A. Bajguz: &amp;#039;&amp;#039;Metabolism of brassinosteroids in plants.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Plant Physiology and Biochemistry.&amp;#039;&amp;#039; 45 (2007), S. 95–107.&lt;br /&gt;
* S. Fujioka, A. Sakurai: &amp;#039;&amp;#039;Biosynthesis and metabolism of brassinosteroids.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Physiologia Plantarum.&amp;#039;&amp;#039; 100 (1997), S. 710–715.&lt;br /&gt;
* S.D. Clouse, J.M. Sasse: &amp;#039;&amp;#039;Brassinosteroids: Essential regulators of plant growth and development.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annu. Rev. Plant Physiol. Plant Mol. Biol.&amp;#039;&amp;#039; 49 (1998), S. 427–451.&lt;br /&gt;
* D. Heß: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzenphysiologie.&amp;#039;&amp;#039; 11. Auflage. Uni-Taschenbücher-Verlag, 2008.&lt;br /&gt;
* A. Bresinski, C. Körner, J.W. Kadereit, G. Neuhaus, U. Sonnewald: &amp;#039;&amp;#039;Strasburger – Lehrbuch der Botanik.&amp;#039;&amp;#039; 36. Auflage. Spektrum, 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.biology-pages.info/B/Brassinosteroids.html englische Informationsseite über Brassinosteroide] auf &amp;#039;&amp;#039;Kimball&amp;#039;s Biology Pages&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phytohormon]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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