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	<title>Brasil-Aktion - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Brasil-Aktion&amp;diff=2773525&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-04-22T15:59:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brasil-Aktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden die Aktivitäten katholischer Würdenträger bezeichnet, Mitglieder der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] von einem vom brasilianischen Präsidenten [[Getúlio Vargas]] Anfang 1939 erlassenen Verbot der Erteilung von [[Visum|Einreisevisa]] an [[Juden]] auszunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heide Helwig, [http://books.google.de/books?id=LQbq3IRhIyMC&amp;amp;pg=PA233&amp;amp;lpg=PA233&amp;amp;dq=%22Dekret,+demzufolge+die+Visumvergabe+an+Ausl%C3%A4nder+%C2%ABsemitischer%C2%BB+Herkunft+generell+verboten+wurde%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=_HiTHudALA&amp;amp;sig=ai4VW87kKDAO67yvLMPujDadkUE&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=8bZ5UIzqNo_T4QTZkIHoBA&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=%22Dekret%2C%20demzufolge%20die%20Visumvergabe%20an%20Ausl%C3%A4nder%20%C2%ABsemitischer%C2%BB%20Herkunft%20generell%20verboten%20wurde%22&amp;amp;f=false OB NIEMAND MICH RUFT], S. 233.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwanderung von Deutschsprachigen nach Brasilien in den 1930er Jahren ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Neue Ökonomische Politik|Neuen Ökonomischen Politik]] wurden von Juni 1928 bis Juli 1932 mehr als 61 % der Bauernwirtschaften in der [[Sowjetunion]] in [[Kolchos]]en überführt. Ein Teil der [[Russlandmennoniten]] migrierte über das [[Deutsches Reich|Deutsche Reich]] nach [[Brasilien]]. Auf Initiative des [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amts]] wurde 1931 die &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft für Siedlung im Ausland&amp;#039;&amp;#039; und 1932 [[Rolândia]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1933 reisten [[Johannes Schauff]], [[Erich Koch-Weser]], [[Hans Schlange-Schöningen]] und [[Friedrich Wilhelm Lübke]] nach Brasilien und suchten nach Siedlungsmöglichkeiten für die Emigration von Regimegegnern.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Marc Schneider, [http://books.google.de/books?id=mlZ_237GzO4C&amp;amp;pg=PA71&amp;amp;lpg=PA71&amp;amp;dq=%22November+1933+war+Schauff%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=iLgyPEXYro&amp;amp;sig=-d6Ec6GIYK2PSAz76UbHTgTtdQs&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Q0t5UNrZDMnTsgbzn4DgAw&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=%22November%201933%20war%20Schauff%22&amp;amp;f=false Johannes Schauff (1902-1990)], S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das [[Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums]] definierte den Begriff [[Juden]] nicht als Angehörigen einer Religion, sondern rassistisch. Die [[Nürnberger Gesetze]] zielten darauf, den so definierten Menschen die Existenz im Deutschen Reich zu nehmen, was zu einem Auswanderungsdruck führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antisemitismus in Brasilien ==&lt;br /&gt;
In Brasilien fanden die [[Rassentheorie]]n aus Deutschland und Frankreich auch bei Intellektuellen positive Aufnahme. In keinem Staat außerhalb des Deutschen Reichs hatte die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei]] mehr Mitglieder. In den brasilianischen Statistiken zu Bevölkerungswanderungen wurde bis 1937 zwischen Katholiken und Nichtkatholiken unterschieden, ab 1937 wurde die Kategorie Juden erfasst.&lt;br /&gt;
Das Rundschreiben 1127 an die brasilianischen Konsulate vom 7. Juni 1937 untersagte die Vergabe von Sichtvermerken an Menschen semitischer Herkunft.&amp;lt;ref&amp;gt;Maria Luiza Tucci Carneiro: &amp;#039;&amp;#039;O Anti-semitismo nas Américas.&amp;#039;&amp;#039; memória e história, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Rundschreiben 1249 vom 26. September 1938 ließ Visa für befristete Aufenthalte von Juden bei Vorweisen eines Vermögens zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Izabela Maria Furtado Kestler: &amp;#039;&amp;#039;Exilio e Literatura: Escritores de Fala Alema Durante a Epoca Do Nazismo&amp;#039;&amp;#039;, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Getúlio Vargas]] verbot Anfang 1939 das Erteilen von Einreisevisa an Juden.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Hart: [https://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/schlechte-menschen-1.1247073 &amp;#039;&amp;#039;Schlechte Menschen. Antisemitismus in Südamerika - weit verbreitet und wenig erforscht.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 11. November 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Novemberpogrome 1938|Novemberpogromen 1938]] wurde die Auswanderung von mehreren tausend katholischen Nichtariern als unbedingt nötig erachtet. Der Weg für Katholiken führte über [[Belgien]] und die [[Niederlande]] nach Brasilien. In den niederländischen und belgischen Lagern erhielten die Migranten keine Visa.&lt;br /&gt;
In einer [[Denkschrift]] suchte das [[Raphaels-Werk Dienst am Menschen unterwegs]] die Ursache für die Nichterteilung darin, dass die Emigranten, in Brasilien durch [[Faulheit]] und mangelnde [[Integration (Soziologie)|Integrationsbereitschaft]] den Unmut der brasilianischen Behörden erregt hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende der Konklave, am 2. März 1939 mit der Wahl von [[Pius XII.]], verhandelte [[Michael von Faulhaber]] im Auftrag von [[Adolf Bertram]] mit [[Sebastião Leme da Silveira Cintra]] und [[Santiago Luis Copello]], über die Auswandererfrage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend sandte Faulhaber den Leiter der Münchner Caritasstelle, August Kett zum Vertreter der brasilianischen Regierung beim [[Internationale Arbeitsorganisation|Internationalen Arbeitsamt]], Helio Lobo, nach Genf.&lt;br /&gt;
[[Hermann Wilhelm Berning]] in einem Schreiben 23. März 1939 und Faulhaber in einem Schreiben vom 31. März 1939 im Namen von [[Adolf Bertram]] und der bayerischen Bischofskonferenz, baten [[Pius XII.]], sich für die Vermittlung brasilianischer Visa an den St. Raphaels-Verein, das heutige [[Raphaels-Werk Dienst am Menschen unterwegs]] einzusetzen.&lt;br /&gt;
Pius XII. forderte in einem 300 Worte zählenden Telegramm den Apostolischen Nuntius in [[Rio de Janeiro]], [[Benedetto Aloisi Masella]] auf, sich bei der brasilianischen Regierung für die Zuteilung von 3.000 Visa für christliche &amp;#039;&amp;#039;Nicht-Arier&amp;#039;&amp;#039; einzusetzen. Pater Max Joseph Größer SAC (* 5. August 1887 in Hannover; † 19. März 1940 in Berlin) erreichte bei Verhandlungen in [[Rom]] Anfang Juni 1939, dass sich [[Pius XII.]] in einer Immediateingabe an den brasilianischen Präsidenten Vargas wandte. Mindestens 700 Juden konnten durch diese Aktion gerettet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort auf Bernings Brief stand noch Mitte Juli 1939 aus.&lt;br /&gt;
[[Luigi Maglione]] teilte Faulhaber am 24. Juni 1939 mit, Vargas habe der Bitte des Papstes entsprochen: &amp;#039;&amp;#039;3000 tedeschi cattolici non ariani&amp;#039;&amp;#039; das Einreisevisum zugesagt.&lt;br /&gt;
Die Zusage änderte an der Visavergabepraxis wenig, zumal diese seit dem 1. Januar 1939 von den Vertretungen Brasiliens in Europa in eigener Verantwortlichkeit erteilt wurden.&lt;br /&gt;
Am 23. Juni 1939 entschied der Conselho de Imigração e Colonização (CIC) in einer Resolution, dass die von Präsident Vargas zugesagten 3000 Visa nach den geltenden brasilianischen Einwanderungsgesetzen vergeben werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausreise aus dem Deutschen Reich nach Brasilien scheiterte an der antisemitischen Haltung brasilianischer Diplomaten in Berlin.&lt;br /&gt;
Das häufig vergebliche Ringen um Vergabe dieser Visa erstreckte sich von Juli 1939 bis zur Auflösung des St. Raffael-Vereines im Juli 1941.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirk Schönlebe, {{Webarchiv|url=http://www.landesbischof-meiser.de/downloads/Hilfe.pdf |wayback=20160304091500 |text=München im Netzwerk der Hilfe für „nichtarische“ Christen}} (1938 – 1941; PDF; 964&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Manfred Hermanns|Hermanns, Manfred]]: Weltweiter Dienst am Menschen unterwegs. Auswandererberatung und Auswandererfürsorge durch das Raphaels-Werk 1871–2011. Friedberg: Palloti 2011. ISBN 978-3-87614-079-7, insbesondere Kap. 8: Auswanderungshilfe für Juden, S. 120–148.&lt;br /&gt;
* Reutter, Lutz-Eugen: Katholische Kirche als Fluchthelfer im Dritten Reich. Recklinghausen/Hamburg: Paulus Verlag 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brasilaktion}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholische Kirche im Deutschen Reich 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brasilianisch-deutsche Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immigration (Brasilien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Migrationspolitik nach Staat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antisemitismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Migrationsgeschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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