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	<title>Branchenmix - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T04:34:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Branchenmix&amp;diff=282549&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie, Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2025-12-25T09:13:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie, Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Branchenmix&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist im [[Handel]] die Mischung verschiedener [[Wirtschaftszweig]]e in [[Einkaufszentrum|Einkaufszentren]], [[Gewerbegebiet]]en, [[Laden (Geschäft)|Läden]] ([[Shop-in-shop]]), [[Warenhaus|Warenhäusern]] und ganzen [[Stadtviertel]]n oder im [[Finanzwesen]] eine optimale [[Risikodiversifizierung]] eines [[Portfolio]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Ein guter Branchenmix verhindert allgemein [[Monostruktur]]en, so dass es auf eine ausreichende [[Diversifikation (Wirtschaft)|Diversifikation]] von Branchen in einer [[Region]] oder innerhalb eines Portfolios ankommt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Praxishandbuch_Immobilienerwerb_inkl_Arb/3UgPDAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=branchenmix+monostruktur&amp;amp;pg=PA151&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1618396943612 Michael Brückner, &amp;#039;&amp;#039;Praxishandbuch Immobilienerwerb&amp;#039;&amp;#039;, 2016, S. 151]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Branchenmix setzt mithin die Kombination von mindestens zwei Wirtschaftszweigen voraus und zielt auf optimale [[Polystruktur]]en ab. Dabei tragen verschiedene Faktoren wie [[Kaufkraft (Konsum)|Kaufkraft]], [[soziales Milieu]], [[Einzugsgebiet]] oder [[Erschließung (Grundstück)|Erschließung]] zum Erfolg eines [[Wirtschaftsstandort]]s bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Branchenstrukturanalyse]]n können vorhandene Monostrukturen aufdecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handel ==&lt;br /&gt;
Der [[Marktführer]] [[ECE Projektmanagement]] gibt den typischen Branchenmix eines innerstädtischen Einkaufszentrums mit [[Textilie]]n von 40 %, [[Hardware]] (insbesondere [[Elektronik]] von 25 %), [[Lebensmittel]] mit 11 %, [[Sport]] und [[Schuh]]e 10 %, [[Gastronomie]] und [[Gesundheit]] je 6 % und [[Dienstleistung]]en mit 2 % der gesamten [[Verkaufsfläche]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Junker, &amp;#039;&amp;#039;Genug ist ihnen nicht genug&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 219&amp;lt;/ref&amp;gt; Es muss mithin ein vielseitiges Waren- und Dienstleistungsangebot vorhanden sein. [[Verbraucher]] wollen im Einkaufszentrum einen möglichst großen Teil ihrer [[Kaufentscheidung]]en treffen können, wozu eine ausreichende Anzahl mehrerer Branchen erforderlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Branchenmix ermöglicht zudem auch „Kopplungsgewinne“ einzelner Anbieter.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lernen_von_Shoppingcentern/-enIAgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Branchenmix&amp;amp;pg=PA126&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1617 Tanja Korzer, &amp;#039;&amp;#039;Lernen von Shoppingcentern&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 126]&amp;lt;/ref&amp;gt; So suchen [[Fachgeschäft]]e der [[Nahrungsmittel|Nahrungs-]] und [[Genussmittel]]branche ebenso die räumliche Nähe zueinander wie [[Apotheke]]/[[Drogerie]]/[[Parfümerie]]/[[Sanitätshaus]] oder [[Accessoire]]/[[Schmuck]]/[[Uhr]]en, weil sich die [[Sortiment]]e häufig ergänzen und [[Komplementärgut|unvollständige Komplemente]] darstellen ([[Synergieeffekt]]e).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Einkaufszentrum wird häufig auf einen [[Ankermieter]] abgestellt, an welchem sich der Branchenmix orientiert. Zudem entscheiden die unterschiedlichen Nutzungsarten im Objekt und in der Umgebung über den wirtschaftlichen Erfolg.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/print-welt/article400145/Branchenmix-fuer-Brinkmann-Immobilie-gesucht.html Gisela Reiners, &amp;#039;&amp;#039;Branchenmix für Brinkmann-Immobilie gesucht&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Die Welt]], 15. Juli 2002&amp;lt;/ref&amp;gt; Supermärkte werden beispielsweise oft mit Bäcker und Metzger im Eingangsbereich zusammen angeordnet (&amp;#039;&amp;#039;Store in the Store&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Kenning]]: [https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/store-store-46892 &amp;#039;&amp;#039;Store in the Store&amp;#039;&amp;#039;] [[Springer Gabler|Gabler Wirtschaftslexikon]], abgerufen am 5. Juli 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein guter Branchenmix beeinflusst positiv die Einstufung der [[Lage (Immobilie)|Lage]] ([[Wohnlage]], [[Geschäftslage]]) als [[Standortfaktor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzwesen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Asset Allocation.pdf|mini|hochkant=1.3|Beispiel für eine Asset Allokation in einem Investment-Portfolio]]&lt;br /&gt;
Ein sich aus mehreren unterschiedlichen [[Finanzprodukt]]en zusammensetzendes Portfolio (vom [[Wertpapierdepot]] eines [[Privatanleger]]s über das [[Sondervermögen (Investmentgesellschaft)|Sondervermögen]] einer [[Investmentgesellschaft]] bis zum [[Kreditportfolio]] eines [[Kreditinstitut]]s) muss eine breite [[Streuung (Statistik)|Streuung]] von Finanzprodukten aufweisen. Das gilt insbesondere für [[Aktie]]n und [[Aktienfonds]], aber auch für [[Anleihe]]n und [[Rentenfonds]]. Je spezifischer das Portfolio oder der Fonds ([[Filmfonds]], [[Schiffsfonds]]) ist, umso einseitiger (undiversifizierter) ist das Risiko. Die Streuung eines Kreditportfolios wird im [[Bankwesen]] erreicht durch hohe [[Granularität (Kredit)|Granularität]] unter Vermeidung von [[Klumpenrisiko|Klumpenrisiken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Investmentgesellschaft]]en und [[Kapitalanlagegesellschaft]]en dürfen Gelder nur nach dem Grundsatz der Risikomischung anlegen (so u.&amp;amp;nbsp;a. {{§|110|kagb|juris}}, {{§|214|kagb|juris}}, {{§|243|kagb|juris}} [[Kapitalanlagegesetzbuch|KAGB]]), worunter eine Risikodiversifizierung zu verstehen ist. Ähnlich gehen auch [[Hedgefonds]] vor, wobei für [[Dachhedgefonds]] nach {{§|225|kagb|juris}} KAGB ebenfalls risikobegrenzende Anlagevorschriften vorhanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Versicherungsunternehmen]] haben ihr [[Sicherungsvermögen]] nach den Grundsätzen von Mischung (quantitative Beschränkung einzelner Kapitalanlagearten) und Streuung (auf verschiedene Schuldner) anzulegen. Die [[Anlageverordnung]] (AnlV) listet die zulässigen Anlageformen auf ({{§|2|AnlV_2016|juris}} AnlV), fordert die Beachtung spezieller Mischungsquoten ({{§|3|AnlV_2016|juris}} AnlV), enthält Streuungsvorschriften ({{§|4|AnlV_2016|juris}} AnlV) und verlangt die Einhaltung der Kongruenzregeln ({{§|5|AnlV_2016|juris}} AnlV). Eine Streuung der versicherten Risiken kann unter anderem durch Vermeidung von [[Kumul (Versicherungswesen)|Kumulrisiken]] oder [[Rückversicherung]] erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der optimalen Streuung solcher Portfolios befassen sich unter anderem die [[Portfoliotheorie]]n, die eine diversifizierte [[Asset Allocation]] propagieren. Diese legt fest, welche Mischung in einem Portfolio zugrunde gelegt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[William F. Sharpe]]/Gordon J. Alexander/Jeffery V. Bailey, &amp;#039;&amp;#039;Investments&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 442&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Risikostreuung wird von [[Fondsmanager]]n durch [[Risikodiversifizierung]] erreicht. Sie reduziert oder eliminiert das [[Unsystematisches Risiko|unsystematische Risiko]], während das [[Systematisches Risiko|systematische Risiko]] übrigbleibt. Von Bedeutung ist auch, dass die [[Markt|Märkte]] mehrerer Branchen möglichst unabhängig voneinander funktionieren sollten,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Einf%C3%BChrung_in_die_Theorie_des_Familienu/WVDvDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Branchenmix+portfolio&amp;amp;pg=PT98&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1617023208690 Fritz B. Simon, &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Theorie des Familienunternehmens&amp;#039;&amp;#039;, 2020, o. S.]&amp;lt;/ref&amp;gt; also möglichst kein Branchenmix von [[Automobilhersteller]]n und deren [[Zulieferer]]n (idiosynkratisches Risiko). Bei internationalen Portfolios oder Fonds ist auch die Streuung nach [[Staat]]en zu berücksichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommunen ==&lt;br /&gt;
Auf Gemeindeebene muss die [[Konversion (Kommunalwirtschaft)|Konversion]] in der [[Kommunalwirtschaft (Gemeinde)|Kommunalwirtschaft]] für eine [[Anpassung (Betriebswirtschaftslehre)|Anpassung]] der [[Gemeinde (Deutschland)|kommunalen]] [[Infrastruktur]] an größere Veränderungen der [[Einwohnerzahl]],  [[Bevölkerungsstruktur]] oder [[Wirtschaftsstruktur]] sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abweichungen ==&lt;br /&gt;
Eine Abweichung vom optimalen Branchennmix liegt vor, wenn das Portfolio eine [[Übergewichten (Börse)|Über-]] oder [[Untergewichten (Börse)|Untergewichtung]] einzelner Branchen, Finanzinstrumente oder Staaten aufweist, so dass ein eigenständiges [[Finanzrisiko]] besteht. Welcher Branchenmix optimal ist, kann nicht allgemein dargestellt werden und ist von Land zu Land unterschiedlich. Aus ökonomischer Sicht sollten [[Zukunftsbranche]]n wie [[Biotechnologie]], [[Gentechnik]], [[Informationstechnik]], [[Multimedia]] und [[Telekommunikation]] sowie [[Schlüsselindustrie]]n sinnvoll miteinander kombiniert werden, wobei auf eine ausgewogene Mischung zu achten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Business Improvement District]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kai-Jochen Neuhaus: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Geschäftsraummiete. Recht – Praxis – Verwaltung.&amp;#039;&amp;#039; 4. überarbeitete und wesentlich erweiterte Auflage. Luchterhand, Köln 2011, ISBN 978-3-472-07998-9, mit CD-ROM.&lt;br /&gt;
* Jan Lindner-Figura, Frank Oprée: &amp;#039;&amp;#039;Geschäftsraummiete.&amp;#039;&amp;#039; 2. neu bearbeitete Auflage. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-56613-4.&lt;br /&gt;
* Michael Schultz: &amp;#039;&amp;#039;Gewerberaummiete.&amp;#039;&amp;#039; 3. überarbeitete Auflage. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-55719-4 (&amp;#039;&amp;#039;Beck’sche Musterverträge&amp;#039;&amp;#039; 20).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Versicherungswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Risikomanagement]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Risikomanagement (Bank)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Risikomanagement (Versicherung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immobilienwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsförderung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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