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	<title>Brakteat - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T16:06:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Brakteat&amp;diff=74422&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;GregorHelms: Änderung 266026062 von Suhusa2 rückgängig gemacht; kennst du den gesamten Beleg oder nur den Ausschnitt?</title>
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		<updated>2026-04-09T20:40:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/266026062&quot; title=&quot;Spezial:Diff/266026062&quot;&gt;266026062&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Suhusa2&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Suhusa2&quot;&gt;Suhusa2&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; kennst du den gesamten Beleg oder nur den Ausschnitt?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Brakteat von Djupbrunns.jpg|mini|hochkant=0.7|Gotländischer C-Brakteat aus Djupbrunns (IK 44) mit Runenschrift ([[Runen-Sequenz ALU]]) und [[Swastika]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brakteaten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|bractea|de=dünnes Blatt von Metall oder Holz, dünnes Metallblech, Goldblättchen}})&amp;lt;ref&amp;gt;{{Georges-1913-Latein |Lemma=brattea |Band=1 |Spalte=860 |SpalteBis=861 |Kommentar=die bei den Römern gebräuchlichere Schreibweise war &amp;#039;&amp;#039;brattea&amp;#039;&amp;#039; |zenoID=20002250527}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sind [[Münze]]n oder [[Medaille]]n, die aus einem dünnen Metallblech (meist [[Silber]] oder [[Billon]]) einseitig und auf einer weichen Unterlage geprägt wurden, im Gegensatz z.&amp;amp;nbsp;B. zu den doppelseitig geprägten [[Denarius|Denaren]] oder den [[Dünnpfennig]]en (Halbbrakteaten).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Helmut Kahnt |Titel=Das Grosse Münzlexikon von A bis Z |Verlag=H. Gietl Verlag &amp;amp; Publikationsservice |Ort=Regenstauf |Datum=2005 |ISBN=3-89441-550-9 |Seiten=57}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Brakteat&amp;#039;&amp;#039; ist keine zeitgenössische Bezeichnung und wurde erstmals im 17. Jahrhundert für diesen Münztypus verwendet. Im [[Deutsche Sprache|Deutschen]] war früher auch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Hohlmünze&amp;#039;&amp;#039; üblich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|ckb|||1931|133|Christliches Kunstlexikon|AUTOR=[[Martin Riesenhuber]]|NAME=[[Christliche Kunstblätter]]|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätantike und Frühmittelalter ==&lt;br /&gt;
Bei den [[Germanen|germanischen]] Brakteaten der [[Völkerwanderungszeit]] des 5. und 6. Jahrhunderts handelt es sich um kreisrunde, einseitig per [[Matrize (Druck)|Matrizen]] geprägte Schmuckscheiben aus Edelmetall. Ihren Ursprung haben die Brakteaten in der Imitation spätantiker [[Römische Kaiser|römischer Kaisermedaillons]]. Von den über 900 bisher gefundenen Brakteaten stammen etwa je 300 aus [[Dänemark]] und [[Schweden]], 190 aus [[Norwegen]], 30 aus [[England]] und 20 vom europäischen Kontinent südlich von Dänemark. Die größten Konzentrationen befinden sich auf [[Gotland]] und in Westnorwegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den mutmaßlichen Abbildungen von Gottheiten werden Tiere dargestellt, darunter Schweine, Vögel, Phantasiegebilde und Pferde. Die Pferdebilder fallen häufig durch ihre stilisierten Vorderläufe auf ([[Germanischer Tierstil|Tierstil]]). Etwa ein Drittel der Brakteaten tragen [[Runen]], die sich als Texte nur zum Teil deuten lassen. Allgemein wird in der Forschung in den Brakteaten überwiegend die [[Magie|magische]] Funktion von Amuletten gesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Düwel (1992) S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brakteaten werden nach ihren Motiven in fünf Haupt-Typen in A-, B-, C-, D- und F-Brakteaten unterschieden, die wiederum jeweils in Formularfamilien aufgegliedert werden. Die Motive sind vereinfacht dargestellt:&amp;lt;ref&amp;gt;Alexandra Pesch: &amp;#039;&amp;#039;Die Goldbrakteaten der Völkerwanderungszeit – Thema und Variation&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde – Ergänzungsbände.&amp;#039;&amp;#039; 36). de Gruyter, Berlin / New York 2007, ISBN 978-3-11-020110-9, S. 18, 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* A-Brakteaten, eine männliche Büste im Profil&lt;br /&gt;
* B-Brakteaten, eine oder mehrere anthropomorphe Vollgestalten&lt;br /&gt;
* C-Brakteaten, ein männliches Haupt im Profil über einem Vierbeiner&lt;br /&gt;
* D-Brakteaten, verziert mit (Un-)Tieren oder Mischwesen.&lt;br /&gt;
* F-Brakteaten, die ein Tier in Seitenansicht zeigen, das denjenigen auf den C-Brakteaten ähnlicher ist als denjenigen auf D-Typen.&lt;br /&gt;
* Ein weiterer Motiv-Typ sind die nachvölkerwanderungszeitlichen „E-Brakteaten“, die der [[Vendelzeit]] und [[Wikingerzeit]] angehören. Von diesem Typ sind bisher mehr als 250 Exemplare bekannt, sie stammen fast zur Gänze von [[Gotland]] und sind überwiegend aus Buntmetall hergestellt, lediglich ein Drittel ist aus Gold. Als Motiv zeigen alle Stücke eine [[Triskele]] mit Tierkopfenden unter einer halbkreisförmigen, zum oberen Rand hin geöffneten Figur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Mythologie]] sind die Brakteaten weniger wegen ihrer Runeninschriften von Bedeutung, sondern weil sie in den bildlichen Darstellungen die Imitation des römischen Kaiserportraits schnell zugunsten der Darstellung nordischer Vorstellungen aufgaben und somit eine Fülle von Bildmaterial aus einer ansonsten schriftarmen Zeit liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Exemplare sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Brakteaten (Dohna)]]&lt;br /&gt;
* [[Brakteat Seeland-II-C]]&lt;br /&gt;
* [[Brakteat von Geltorf]]&lt;br /&gt;
* [[Brakteaten von Nebenstedt]]&lt;br /&gt;
* [[Goldbrakteat aus Neuenhaus]]&lt;br /&gt;
* [[Schatzfund von Vindelev]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bracteates Over Hornbæk Nationalmuseet n2.jpg|A-Brakteat, Over Hornbæk, mit Runeninschrift und Schmuckrand und -öse&lt;br /&gt;
Bracteate from Funen, Denmark (DR BR42).jpg|C-Brakteat, Fünen (I) (IK 58) mit Runenschrift&lt;br /&gt;
Tjurko bracteate replica.jpg|Replik eines [[Tjurkö Brakteat]]en mit Runenschrift von etwa 500 n. Chr.&lt;br /&gt;
Guldbrakteat från trakten av Vadstena.jpg|[[Vadstena C-Brakteat|Goldbrakteat von Vadstena]]&lt;br /&gt;
Mariedammbrakteaten SHM 12762.jpg|Mariedammbrakteat, stempelidentisch mit dem Brakteat vom Vadstena&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalter ==&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
[[Datei:HMF Brakteat 12Jhd.jpg|mini|links|Silberne Brakteaten mit Darstellungen [[Friedrich I. (HRR)|Friedrichs&amp;amp;nbsp;I.]], 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ravensburg Brakteat um 1250.JPG|mini|hochkant|Einseitig um 1250 geprägter Brakteat aus Ravensburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1254 Blaffert Hamburg.jpg|mini|hochkant=0.7|Hohlblaffert, 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1371 Hohlpfennig.jpg|mini|hochkant=0.7|Hohlpfennig, 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1417 Hohlscherf.jpg|mini|hochkant=0.7|Hohlscherf, 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, Hamburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mittelalter]]liche Brakteaten (Hohlpfennige) sind einseitig aus dünnem Silberblech geprägte [[Pfennig#Mittelalter|Pfennige]] mit einem Durchmesser von 22 bis 45&amp;amp;nbsp;mm. Das Münzbild erscheint in einem hohen Relief, während die Rückseite hohl bleibt. Die große Fläche ließ viel Platz für künstlerische Darstellungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Paul Arnold 1978&amp;quot;&amp;gt;[[Paul Arnold (Numismatiker)|Paul Arnold]]: &amp;#039;&amp;#039;Führer durch die ständige Ausstellung des Münzkabinetts.&amp;#039;&amp;#039; Dresden 1978, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brakteaten waren von Mitte des 12. Jahrhunderts bis ins 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert fast im gesamten deutschsprachigen Raum (mit Ausnahme des [[Rheinland]]s, Westfalens und des Mittelrheingebiets) die vorherrschende regionale Münzsorte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot;&amp;gt;[[Arnold Luschin von Ebengreuth]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Münzkunde&amp;#039;&amp;#039;. S. 273.&amp;lt;/ref&amp;gt; Währungsgeschichtlich gesehen sind Brakteaten typisch für die regionalen Pfennigwährungen der Zeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Paul Arnold 1978&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Regionen wurden die Brakteaten in regelmäßigen Abständen [[Münzverruf|verrufen]] und mussten gegen neues Geld eingetauscht werden. In Magdeburg geschah dies im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zweimal jährlich. Dabei waren z.&amp;amp;nbsp;B. drei neue gegen vier alte Münzen zu wechseln. Die einbehaltene 4. Münze wurde als Schlaggeld bezeichnet und war oft die einzige Steuereinnahme des Münzherrn (&amp;#039;&amp;#039;Renovatio Monetae&amp;#039;&amp;#039;). Die Verrufung störte die Geschäftsinteressen alljener, die an der damaligen [[Geldwirtschaft]] beteiligt waren, namentlich die Händler, die in den deutschen Städtebünden dominierten. Gleichzeitig führte die stete Geldentwertung zu einem enormen Investitionsdrang, sodass Handwerker und Händler ihre Unternehmungen stark ausbauten, die Deutsche [[Hanse]] gegründet wurde und schlussendlich viele der heutigen Städte durch die Hanse gegründet werden konnten. Der Grund des Investitionsdruckes sehen einige darin begründet, dass niemand der letzte sein wollte, der bei den teils zweimal jährlich auftretenden Verrufungen der Brakteaten das Schlaggeld bezahlen musste und somit ja 25 % des Geldwertes verloren hätte. Das Ausbauen und Investieren in den eigenen Betrieb galt als praktischer Schutz vor der Geldentwertung und führte zu großem Wohlstand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Marten Barfuß |Titel=Geld in der Außenwirtschaft |Sammelwerk=Geld und Währung |Verlag=Gabler Verlag |Ort=Wiesbaden |Datum=1993 |Seiten=89–138 |DOI=10.1007/978-3-663-14780-0_5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Städtebünde führten dann ab 1413&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot; /&amp;gt; einen sogenannten [[Ewiger Pfennig|„Ewigen Pfennig“]] ein. Mit dem Ende der Verrufungen begann das Ende der Brakteatenzeit und es wurden wieder die auch vorher üblichen dickeren und doppelseitigen Pfennige geprägt. Die letzten Brakteaten waren Wanderbrakteaten, also Präsenzzeichen von Pilgern, und waren bis zum 17. Jahrhundert in Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Arnold Luschin von Ebengreuth: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Münzkunde.&amp;#039;&amp;#039; S. 92 sowie S. 90.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die &amp;#039;&amp;#039;Brakteaten&amp;#039;&amp;#039; gibt es nach einem alten &amp;#039;&amp;#039;Handelslexicon&amp;#039;&amp;#039; von 1848 auch die deutsche Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Strubben&amp;#039;&amp;#039;, da sie sich beim Verpacken „sträubten“. In einigen Schweizer [[Kanton (Schweiz)|Kantonen]] wurden noch bis ins 18. Jahrhundert brakteatenartige [[Rappen]], [[Heller (Münze)|Haller]] und [[Angster (Münze)|Angster]] hergestellt. Brakteaten wurden im Gegensatz zu den normalen Münzen nicht in Geldbeuteln, sondern in „Brakteatenbüchsen“ transportiert, wo bis zu 40 Stück übereinandergelegt Platz fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beschneidung ===&lt;br /&gt;
Die Prüfung des Gewichts erfolgte [[Gewichtsjustierung „al pezzo“ und „al marco“|&amp;#039;&amp;#039;al marco&amp;#039;&amp;#039;]]. In der mittelalterlichen Münztechnik war das die Prüfung des Gesamtgewichts einer bestimmten Anzahl von Münzen an Stelle der Gewichtskontrolle des Einzelstücks. Eine bestimmte Anzahl der Pfennige mussten eine [[Mark (Gewicht)|Gewichtsmark]] ergeben. In der [[Markgrafschaft Meißen]] war das die Prager Mark Silber. Bei dem ungleichmäßigen Gewicht der einzelnen Pfennige war es naheliegend, übergewichtige einfach mit der Schere durch [[Beschneidung (Numismatik)|Abschneiden]] am Rand auf das Durchschnittsgewicht zu bringen. Die Beschneidung war ein Kapitalverbrechen, das mit dem Abschlagen der rechten Hand geahndet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Haupt: &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Münzkunde&amp;#039;&amp;#039;. 1974, S. 24/27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezielle Formen ===&lt;br /&gt;
Eine über das gesamte Mittelalter gebräuchliche Form ist der Hohlpfennig (oder aufgrund des dünnen Bleches auch Dünnpfennig). In Norddeutschland ist er wahrscheinlich schon im 10. Jahrhundert von den Dänen oder Slawen übernommen worden, mindestens aber ist er seit dem 12. bis ins 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in Gebrauch gewesen. Er darf nicht mit [[Schüsselpfennig]]en verwechselt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Üblich waren drei Werte, ein Zweipfennigstück ([[Blaffert]]) mit aufwendigem Bild, ein Einpfennigstück (auch Hohlpfennig genannt) mit grobem Bild und Hohlmünzen im Wert von einem halben Pfennig ([[Scherf]]). Allen dreien ist gemeinsam, dass sie mit gebogenem Rand geschlagen wurden, welcher häufig mit Strahlen verziert ist. Sie tragen weder Wertzahl noch Text, auf einigen sind Buchstaben zu finden. Eine Besonderheit bei den Brakteaten ist das Vorkommen geteilter Stücke. Da derartige Stücke auch in Hortfunden angetroffen werden, wird angenommen, dass derartige Teilungen üblich waren und nicht nur versehentlich auftraten: Um den vereinbarten Preis zu zahlen, wurden die Münzen einfach geteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Münzstätten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Brakteat Dohna aus Hermann Grote, Tafel II., Bild 11.JPG|mini|Burggrafschaft Dohna, wahrscheinlich [[Liste der Burggrafen von Dohna|Heinrich&amp;amp;nbsp;II.]] (1180–1225), [[Brakteaten (Dohna)|Doninscher Brakteat]] (Dynastenbrakteat)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sehr seltenen Brakteaten mit Buchstaben und Umschriften sind oft die frühesten Belege für den Nachweis einer Münzstätte. Zum Beispiel ist der erste Nachweis der [[Münzstätte Leipzig]] mit Brakteaten der Umschrift MARCHIO OTTO DE LIPPI oder OTTO MARCHIO DE LIPPZINA des Markgrafen [[Otto (Meißen)|Otto des Reichen]] erbracht worden. Die ersten Nachweise einer [[Münzstätte Langensalza]] (Salza) lieferten Brakteaten der [[Salza (Adelsgeschlecht)|Herren von Salza]] mit der Umschrift SALZA. Brakteaten mit der Hohlrandinschrift G-O-T-A im Vergleich mit anderen Brakteaten mit stilistisch identischen Münzbildern erbrachte den ersten Nachweis der [[Münzstätte Gotha]] und der früheste Nachweis der [[Münzstätte Wittenberg]] ist mit dem Brakteat der Umschrift + [[Bernhard III. (Sachsen)|BERNARDUS]] DUX VI nachgewiesen. Die Buchstaben VI sind die Anfangsbuchstaben der Münzstätte Wittenberg (Vitebergae). Bereits in der Zeit der Brakteatenprägungen wurden [[Münzmeisterzeichen]] verwendet, die jedoch nur selten erklärbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Teil der meißnischen Brakteaten ist zwischen 1170 und 1300 von der ersten meißnischen Münzstätte, der [[Freiberger Münze]] bereitgestellt worden. Sie war seit dem 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert die Landeshauptmünzstätte der [[Wettiner]]. Neben Pfennigen wurden auch [[Hälbling]]e und Viertelchen ausgegeben. Großzahlungen erfolgten in [[Barren (Metall)|Barrensilber]].&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Arnold: &amp;#039;&amp;#039;Die Genealogie …&amp;#039;&amp;#039; In: Numismatischer Verein zu Dresden e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dresdner numismatische Hefte&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 1/1996, S. 10: Hälblinge und Viertelchen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material und Prägetechnik ===&lt;br /&gt;
Das Material ist fast ausschließlich Silber, nur sehr selten wurden Hohlpfennige aus Gold oder Kupfer gefunden, deren Echtheit allerdings fraglich ist. Das Exemplar eines mutmaßlich hochmittelalterlichen Gold-Brakteaten, das auf einer Auktion angeboten wurde, löste entsprechend Kontroversen um die Authentizität aus. Der Numismatiker Häberle hielt das Exemplar etwa für ein Fabrikat des Prager Münzfälschers Kilian aus dem 19. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Hrsg=Gerhard Hirsch Nachf. |Titel=Münzen und Medaillen Auktion 192 |Auflage= |Verlag= |Ort=München |Datum=1996 |ISBN= |Seiten=73}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prägetechnik variierte je nach Region und Epoche. Die meisten Typen waren rund und unterschiedlich groß. In einigen Regionen wurden auch quadratische [[Schrötling]]e verwendet, so dass durch den Prägevorgang eine vierzipflige Form entstand. Beim Prägen dünnerer Münzen wurden mitunter mehrere Münzen „übereinanderliegend“ gleichzeitig hergestellt, woraus das bei vielen Hohlpfennigen unscharfe Münzbild resultiert. Beim Schlagen einzelner Münzen wurde der Schrötling auf die vertiefte Form aufgelegt und mit einem lederbezogenen Stempel in die Form geschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besonderheit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Freipfennig aus der Universitätsbibliothek Leipzig.PNG|mini|175px|[[Freipfennig]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonderer Pfennig ist der [[Freipfennig]], ein [[Erfurt]]er Brakteat, der zur Entrichtung einer Abgabe an den Erzbischof von Mainz diente. Der wegen der Verschlechterung der üblichen Pfennig hauptsächlich im 14. Jahrhundert geprägte spezielle Pfennig aus feinem Silber wurde als Hohlpfennig (Brakteat) ausgebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Kahnt: &amp;#039;&amp;#039;Das große Münzlexikon von A bis Z.&amp;#039;&amp;#039; (2005), S. 143&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischof [[Adalbert I. von Saarbrücken|Adalbert I.]] war seit 1109 bzw. 1111 bis 1137 Erzbischof von Mainz. Er löste die [[Dienstbarkeit]] der Inhaber erzbischöflichen Eigentums wie Gebäude und Äcker durch einen [[Erbzins]] (Erbpacht) ab, der in gängiger [[Münze]] zu bezahlen war. Die erhebliche [[Münzverschlechterung|Verschlechterung]] der [[Pfennig]]münze war der Grund dafür, eigens zur Entrichtung einer Abgabe einen Freipfennig aus feinem Silber wertstabil auszubringen.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Kahnt: &amp;#039;&amp;#039;Das große Münzlexikon von A bis Z.&amp;#039;&amp;#039; (2005)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sächsische Münzgeschichte#Brakteatenzeit|Sächsische Münzgeschichte/Brakteatenzeit]]&lt;br /&gt;
* [[Dünnpfennig]] (Halbbrakteat)&lt;br /&gt;
* [[Sachsenpfennig#Verfall der Pfennigprägung|Sachsenpfennig/Verfall der Pfennigprägung–Dünnpfennig]]&lt;br /&gt;
* [[Landsberger Hohlpfennig]]&lt;br /&gt;
* [[Münzstätte Bautzen#Brakteatenzeit|Münzstätte Bautzen, Brakteatenzeit]]&lt;br /&gt;
* [[Münzstätte Colditz#Brakteatenzeit|Münzstätte Colditz, Brakteatenzeit]]&lt;br /&gt;
* [[Münzstätte Freiberg#Brakteatenzeit|Münzstätte Freiberg, Brakteatenzeit]]&lt;br /&gt;
* [[Münzstätte Gotha#Brakteatenzeit|Münzstätte Gotha, Brakteatenzeit]]&lt;br /&gt;
* [[Münzstätte Langensalza#Brakteatenzeit|Münzstätte Langensalza, Brakteatenzeit]]&lt;br /&gt;
* [[Münzstätte Leipzig#Erste Belege|Münzstätte Leipzig, Erste Belege (mit Brakteaten)]]&lt;br /&gt;
* [[Münzstätte Weimar#Brakteatenzeit|Münzstätte Weimar, Brakteatenzeit]]&lt;br /&gt;
* [[Münzstätte Wittenberg#Brakteatenzeit|Münzstätte Wittenberg, Brakteatenzeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Karl Hauck (Mediävist)|Karl Hauck]], Morten Axboe, Urs Clavadetscher, [[Klaus Düwel]],  [[Lutz von Padberg]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Goldbrakteaten der Völkerwanderungszeit. Ikonographischer Katalog&lt;br /&gt;
   |Reihe=Münstersche Mittelalter-Schriften&lt;br /&gt;
   |BandReihe=24&lt;br /&gt;
   |Band=3 Bände in 7 Teilen, 1985–1989&lt;br /&gt;
   |Verlag=Fink&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=&lt;br /&gt;
   |ISSN=0178-0425&lt;br /&gt;
   |OCLC=489963743}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Klaus Düwel&lt;br /&gt;
   |Titel=Buchstabenmagie und Alphabetzauber. Zu den Inschriften der Goldbrakteaten und ihrer Funktion als Amulette&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Frühmittelalterliche Studien&lt;br /&gt;
   |Nummer=22&lt;br /&gt;
   |Verlag=&lt;br /&gt;
   |Ort=&lt;br /&gt;
   |Datum=1988&lt;br /&gt;
   |ISSN=0071-9706&lt;br /&gt;
   |Seiten=70–110}}&lt;br /&gt;
* Klaus Düwel: &amp;#039;&amp;#039;Zur Auswertung der Brakteatinschriften. Runenkenntnis und Runeninschriften als Oberschichten-Merkmale&amp;#039;&amp;#039;. In: Karl Hauck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der historische Horizont der Götterbild-Amulette aus der Übergangsepoche von der Spätantike zum Frühmittelalter&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1992, ISBN 3-525-82587-0.&lt;br /&gt;
* Märit Gaimster: &amp;#039;&amp;#039;Vendel period bracteates on Gotland: on the significance of Germanic art.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Archaeologica Lundensia&amp;#039;&amp;#039;, Series in 8°, Band 27, Lund 1998.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Karl Hauck (Mediävist)|Karl Hauck]], [[Klaus Düwel]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Goldbrakteaten aus Sievern. Spätantike Amulett-Bilder d. Dania Saxonica u.d. Sachsen-Origo bei Widukind von Corvey&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Münstersche Mittelalterschriften&lt;br /&gt;
   |Band=1&lt;br /&gt;
   |Verlag=W. Fink&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=1970&lt;br /&gt;
   |ISSN=0178-0425}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Karl Hauck&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Heinrich Beck (Philologe)|Heinrich Beck]], [[Detlev Ellmers]], Kurt Schier&lt;br /&gt;
   |Titel=Der religions- und sozialgeschichtliche Quellenwert der völkerwanderungszeitlichen Goldbrakteaten&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Germanische Religionsgeschichte, Ergänzungsband 5 zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde&lt;br /&gt;
   |Verlag=De Gruyter&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin / New York&lt;br /&gt;
   |Datum=1992&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-11-012872-1&lt;br /&gt;
   |Seiten=229–269}}&lt;br /&gt;
* Karl Hauck: &amp;#039;&amp;#039;Zur Ikonologie der Goldbrakteaten. XIV: Die Spannung zwischen Zauber- und Erfahrungsmedizin, erhellt an Rezepten aus zwei Jahrtausenden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frühmittelalterliche Studien. Jahrbuch des Instituts für Frühmittelalterforschung der Universität Münster.&amp;#039;&amp;#039; Band 11, 1977, S. 414–519.&lt;br /&gt;
* Jan Peder Lamm, Morten Axboe: &amp;#039;&amp;#039;Neues zu Brakteaten und Anhängern in Schweden&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Frühmittelalterliche Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 23, 1989, S. 453–477.&lt;br /&gt;
* Walter Hannemann: &amp;#039;&amp;#039;Das Geheimnis der Stierkopf-Brakteaten. Ein Beitrag zur Münzgeschichte Mecklenburgs&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Nordost-Archiv&amp;#039;&amp;#039;, 1968, Jg. 1, Heft 1. Nordostdeutsches Kulturwerk e.&amp;amp;nbsp;V., Lüneburg 1968&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Otto Christian Gaedechens]]&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Verein für Hamburgische Geschichte&lt;br /&gt;
   |Titel=Hamburgische Münzen und Medaillen&lt;br /&gt;
   |Ort=Hamburg&lt;br /&gt;
   |Datum=1854}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Martin Herzog&lt;br /&gt;
   |Titel=Freiwirtschaft. Brakteaten als Muster für die wundersame Wirkung von Schwundgeld im Mittelalter&lt;br /&gt;
   |Datum=2002-07-28&lt;br /&gt;
   |Online={{Webarchiv |url=http://www.brainworker.ch/Geldtheorie/brakteaten.htm |text=brainworker.ch |wayback=20030506111308}}}}&lt;br /&gt;
* [[Alexandra Pesch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Goldbrakteaten der Völkerwanderungszeit – Thema und Variation&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde – Ergänzungsbände.&amp;#039;&amp;#039; 36). de Gruyter, Berlin / New York 2007, ISBN 978-3-11-020110-9,&lt;br /&gt;
* [[Dieter Suhr]]: &amp;#039;&amp;#039;Alterndes Geld.&amp;#039;&amp;#039; Novalis-Verlag, Schaffhausen 1988, S. 81–82.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Helmut Kahnt&lt;br /&gt;
   |Titel=Das Grosse Münzlexikon von A bis Z&lt;br /&gt;
   |Verlag=H. Gietl Verlag &amp;amp; Publikationsservice&lt;br /&gt;
   |Ort=Regenstauf&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-89441-550-9}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Karl Walker]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Das Geld in der Geschichte&lt;br /&gt;
   |Verlag=Conzett/Oesch&lt;br /&gt;
   |Ort=Zürich&lt;br /&gt;
   |Datum=1999&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-905267-12-8&lt;br /&gt;
   |Online=[http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/walker/ka5walk.htm userpage.fu-berlin.de]&lt;br /&gt;
   |Abruf=2007-09-03}}&lt;br /&gt;
* Angelo Cesana: &amp;#039;&amp;#039;Basler Brakteaten&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Basler Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1941, S.&amp;amp;nbsp;44–50. [https://www.baslerstadtbuch.ch/stadtbuch/1941/1941_0756.html baslerstadtbuch.ch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bracteates|Brakteat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.britishmuseum.org/collection/object/H_1984-1101-1 Ein Brakteat.] [[Britisches Museum]]; gibt deutlich sein historisches Vorbild wieder (englisch).&lt;br /&gt;
* [http://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/16930/ &amp;#039;&amp;#039;Versuch über die Brakteaten, insbesondere über die Böhmischen&amp;#039;&amp;#039;.] SLUB Dresden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Silbermünze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Münze (Mittelalter)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GregorHelms</name></author>
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