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	<title>Brachyurie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T13:39:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Brachyurie&amp;diff=1495838&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uwe Gille: HC: Entferne Kategorie:Katzenkrankheit; Ergänze Kategorie:Erbkrankheit der Katze</title>
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		<updated>2024-02-19T13:41:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Katzenkrankheit&quot; title=&quot;Kategorie:Katzenkrankheit&quot;&gt;Kategorie:Katzenkrankheit&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Erbkrankheit_der_Katze&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Erbkrankheit der Katze (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Erbkrankheit der Katze&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stumper.jpg|mini|302px|Brachyurie bei einem [[Stumper]]]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brachyurie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (aus {{grcS|βραχύς|brachýs|de=kurz}} und {{grcS|οὐρά|ourá|de=Schwanz}}; nicht zu verwechseln mit {{grcS|οὖρα|oúra|de=[[Urin|Harn]]}}) wird eine angeborene Verkürzung des Schwanzes bei [[Wirbeltiere]]n bezeichnet. Die angeborene Abwesenheit des Schwanzes bei normalerweise geschwänzten Tieren wird als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwanzlosigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anurie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig August Kraus: &amp;#039;&amp;#039;Kritisch-etymologisches medicinisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage, Göttingen 1844. S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Brachy- und Anurie sind vom [[Kupieren]] abzugrenzen, bei dem ein vorhandener Schwanz durch den Menschen teilweise oder vollständig [[Amputation|amputiert]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Brachy- und Anurie kommt bei [[Haushund|Hunden]], [[Hauskatze|Katzen]], [[Hausschwein|Schweinen]], [[Hausrind|Rindern]], [[Hausschaf|Schafen]] und [[Haushuhn|Hühnern]] vor. Häufigkeit, [[Erbgang (Biologie)|Erbgang]] und klinische Bedeutung sind dabei je nach [[Art (Biologie)|Spezies]] und Rasse unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Bild:Welchcorgipembroke.JPG|thumb|302px|Anurie bei einem Welsh Corgi Pembroke]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hund ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Racibórz 2007 082.jpg|mini|310px|Brachyurie und Korkenzieherschwanz bei einer Englischen Bulldogge]]&lt;br /&gt;
Brachyurie beim Hund wird auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stummelrute&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Ausprägungen reichen von einer leichten Verkürzung bis hin zu völliger Anurie, mit oder ohne Verkrüppelung des Schwanzes (&amp;#039;&amp;#039;Knickrute&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Korkenzieherschwanz&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brachyurie und/oder Anurie werden bei verschiedenen [[Hunderasse|Rassen]] als Bestandteil des Standards angesehen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Australian Shepherd]], [[Entlebucher Sennenhund]], [[Englische Bulldogge]], [[English Cocker Spaniel]], [[Mops (Hunderasse)|Mops]], [[Bobtail]], [[Schipperke]] und [[Welsh Corgi Pembroke]]), kommt aber auch bei nicht systematisch gezüchteten Rassen als Variante vor (z. B. [[Stumper]] bei [[Altdeutsche Hütehunde|altdeutschen Hütehunden]]). Knickruten und Korkenzieherschwänze treten bei gewissen Rassen ebenfalls gehäuft auf, z. B. [[Dackel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krankheitswert ===&lt;br /&gt;
Brachy- und Anurie ist mit verschiedenen [[Fehlbildung]]en der [[Wirbelsäule]] vergesellschaftet. Es können [[Keilwirbel]], Blockwirbel oder [[Schmetterlingswirbel]] auftreten; desgleichen [[Spina bifida]]. Dadurch kann die Entwicklung des [[Rückenmark]]s gestört sein, so dass es zu neurologischen Störungen der hinteren Körperhälfte kommt ([[Paraparese]], [[Paraplegie]], [[Harninkontinenz|Harn-]] und/oder [[Stuhlinkontinenz|Kotinkontinenz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei 17 Hunderassen ist Brachyurie durch eine autosomal-[[Dominanz (Genetik)|dominante]] C189G-[[Mutation]] des T-box-[[Transkriptionsfaktor]]s bedingt, welche in ihrer [[Homozygotie|homozygoten]] Form als [[Letalfaktor]] wirkt. Bei sechs weiteren Hunderassen ([[Boston Terrier]], [[English Bulldog]], [[King Charles Spaniel]], [[Zwergschnauzer]], [[Parson Russell Terrier]], [[Rottweiler]]) ist die genetische Basis der Brachyurie unbekannt, die Vererbung erfolgt in diesen Rassen vermutlich [[Polygenie|polygen]] rezessiv.&amp;lt;ref&amp;gt;M. K. Hytönen u. a.: [http://jhered.oxfordjournals.org/cgi/content/full/100/2/236?view=long&amp;amp;pmid=18854372 &amp;#039;&amp;#039;Ancestral T-box mutation is present in many, but not all, short-tailed dog breeds.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Heredity.&amp;#039;&amp;#039; 2009, 100(2), S. 236–240, PMID 18854372&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem Zuchteinsatz betroffener Hunde ist aus genetischer und tierschützerischer Sicht abzuraten. In Rassen, bei denen Brachy- und Anurie im Standard gefordert werden, ist vor einem Zuchteinsatz pragmatischerweise eine [[Röntgenbild|Röntgenuntersuchung]] der Wirbelsäule durchzuführen, um das Vorliegen von assoziierten Fehlbildungen auszuschließen. In Rassen mit letaler Brachyurie ist eine Verpaarung unter kurzschwänzigen Hunden zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katze ==&lt;br /&gt;
[[Datei:female Manx cat.jpg|mini|300px|Anurie bei einer Manxkatze]]&lt;br /&gt;
Brachy- und Anurie treten sporadisch bei allen Katzenrassen auf. Im Standard gefordert werden sie unter anderem bei [[Manx (Katze)|Manxkatze]], [[Japanese Bobtail Shorthair|Japanese Bobtail]] und [[Kurilen Bobtail]] sowie [[Pixiebob]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krankheitswert ===&lt;br /&gt;
Der Schwanz dient bei Katzen sowohl zur Balance beim Laufen und Klettern als auch als [[Körpersprache|Kommunikationsmittel]]. Kurzschwänzige und schwanzlose Katzen sind in ihren Kommunikationsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Es treten auch Störungen der normalen Bewegungsabläufe auf. Bei der Manxkatze sind Brachy- und Anurie daneben häufig mit Fehlbildungen des [[Becken (Anatomie)|Beckens]] und der [[Wirbelsäule]] vergesellschaftet, wobei das Ausmaß der Defekte an die Schwanzlänge gekoppelt zu sein scheint. Außerdem kann es zu Fehlbildungen des [[Gehirn]]s ([[Anenzephalie]]) und zu einem ausgeprägten [[Exophthalmus]] kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genetisch liegt bei Manx- und Bobtailkatzen ein einfach autosomal dominanter [[Erbgang (Biologie)|Erbgang]] mit unvollständiger Penetranz und variabler Expressivität vor, der [[Homozygotie|homozygot]] [[Letalfaktor|letal]] wirkt. Der Erbgang der sporadischen Brachy- und Anurie bei anderen Rassen ist nicht geklärt. Das bewusste Züchten von schwanzlosen und stummelschwänzigen Katzen erfüllt den Tatbestand der [[Qualzucht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwein ==&lt;br /&gt;
Beim Schwein treten Brachy- und Anurien bei [[Yorkshire-Schwein|Large White]] und [[Deutsche Landrasse|Landrasse]] auf. Die Fehlbildung ist gelegentlich mit Verwachsungen in verschiedenen Bereichen der Wirbelsäule gekoppelt, was zu Bewegungsstörungen führt. Der Erbgang ist nicht bekannt; betroffene Tiere sollten nicht zur Zucht eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rind ==&lt;br /&gt;
Beim Rind sind verschiedene deutsche [[Fleckvieh]]rassen betroffen (Schwarzbunt, Rotbunt, deutsches Fleckvieh). Die [[phänotyp]]ische Ausprägung der Krankheit lässt sich in vier Kategorien einteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anurie bzw. Brachyurie&lt;br /&gt;
* Caudo-recto-urogenital-Syndrom&lt;br /&gt;
* [[Anophthalmie]]-Anurie-(Brachyurie)-Syndrom&lt;br /&gt;
* Anurie als Teil eines anderen Fehlbildungskomplexes (siehe Weblinks)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Defekt wird polygen autosomal rezessiv mit Schwellwert vererbt, wobei zwischen den Nachkommen einzelner Zuchtbullen signifikante Unterschiede in der Häufigkeit des Auftretens festgestellt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schaf ==&lt;br /&gt;
Beim Schaf finden sich Brachyurie und Anurie bevorzugt beim [[Neuseeland|neuseeländischen]] [[Romney-Schaf]]; sporadisch können aber auch andere Rassen betroffen sein. Es handelt sich um ein einfach autosomal dominantes Merkmal mit variabler Expressivität. [[Homozygotie|Homozygote]] [[Embryo]]nen sterben mit 3 bis 4 Wochen ab ([[Letalfaktor]]). Merkmalsträger sollten nicht zur Zucht eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Huhn ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kaulhuhn2.JPG|mini|150px|Anurie beim Kaulhuhn]]&lt;br /&gt;
Anurie oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kaulschwänzigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; tritt beim [[Kaulhuhn]], beim [[Araucana]] und bei verwandten Rassen auf. Außer [[Feder|Schwanzfedern]] und [[Bürzeldrüse]] fehlen den betroffenen Vögeln die gesamte Schwanzwirbelsäule sowie Teile der Beckenwirbelsäule. Die Anurie ist bei den betroffenen Rassen erwünschtes Zuchtziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krankheitswert ===&lt;br /&gt;
Schwanzlose Hühner haben aufgrund der verminderten Möglichkeiten zur Balance Probleme bei der [[Begattung]]. Durch die fehlende Bürzeldrüse ergeben sich Probleme bei der Gefiederpflege. Die Brutausbeute ist durch eine erhöhte Embryonensterblichkeit eingeschränkt; ebenso ist die Sterblichkeit während der ersten beiden Lebensmonate gegenüber geschwänzten Hühnern fast verdoppelt. Schwanzlose Küken haben öfters Probleme beim Kotabsatz, weil die [[Daune]]n des Kloakengefieders durch Kot verklebt werden und die [[Kloake (Biologie)|Kloake]] verstopfen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erbgang ist einfach autosomal dominant mit unvollständiger Penetranz. Merkmalsträger sollten nicht zur Zucht verwendet werden; das bewusste Züchten von schwanzlosen Hühnern erfüllt den Tatbestand der [[Qualzucht]] und ist in der [[Liste der betroffenen Merkmale des Gutachtens zur Auslegung des Verbotes von Qualzüchtungen#Schwanzlosigkeit (Kaulschwänzigkeit)|entsprechenden Liste]] des deutschen Landwirtschaftsministeriums aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Th. Bartels, W. Wegner: &amp;#039;&amp;#039;Fehlentwicklungen in der Haustierzucht.&amp;#039;&amp;#039; Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart 1998, ISBN 3-432-28131-5.&lt;br /&gt;
* A. Herzog: &amp;#039;&amp;#039;Pareys Lexikon der Syndrome – Erb- und Zuchtkrankheiten der Haus- und Nutztiere.&amp;#039;&amp;#039; Parey Buchverlag, Berlin 2001, ISBN 3-8263-3237-7, S. 67 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Brachyuria|Brachyurie}}&lt;br /&gt;
* [https://secure.vet.cornell.edu/nst/nst.asp?Fun=Display&amp;amp;imgID=10525 Anurie als Teil eines Fehlbildungskomplexes beim Kalb]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Tiermedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbkrankheit des Hundes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbkrankheit der Katze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wiederkäuerkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fehlbildung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uwe Gille</name></author>
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