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	<title>Bozzetto - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T15:36:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bozzetto&amp;diff=700719&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Adtonko: Archivlink geprüft</title>
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		<updated>2025-07-30T20:05:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Archivlink geprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum italienischen Zeichentrick-Animator siehe [[Bruno Bozzetto]]. Zum französischen Snowboardfahrer siehe [[Mathieu Bozzetto]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bozzetto Fredenhagen Bust.JPG|mini|[[Thomas Quellinus]]: Bozzetto für die Büste des [[Thomas Fredenhagen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fredenhagen Bust.JPG|mini|Ausgeführte Büste des Thomas Fredenhagen (1697)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bozzetto&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Italienische Sprache|italienisch]] für &amp;#039;&amp;#039;Skizze&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Entwurf&amp;#039;&amp;#039;) ist ein erstes, skizzenhaftes [[Modell (Kunst)|Modell]] für eine Figur oder eine [[Plastik (Kunst)|Plastik]].&amp;lt;ref&amp;gt;Duden online: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Bozzetto &amp;#039;&amp;#039;Bozzetto&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Bozzetti bestehen aus leicht zu bearbeitendem Material, gewöhnlich aus [[Ton (Bodenart)|Ton]], [[Gips]] oder [[Wachs]], seltener aus Holz.&amp;lt;ref&amp;gt;Großes Kunstlexikon von P. W. Hartmann: {{Webarchiv|url=http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_1335.html |wayback=20111115215702 |text=&amp;#039;&amp;#039;Bozzetto&amp;#039;&amp;#039;  }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bozzetto war aufgrund der schwierig zu bearbeitenden Materialien des endgültigen Werks eine wichtige Vorstufe, um Änderungen und Arbeitsschritte zu erproben. Er diente aber auch dazu, dem Auftraggeber Gelegenheit zu geben, Änderungswünsche geltend zu machen. Oft lässt ein Bozzetto aufgrund von Änderungswünschen des Auftraggebers mehr von der ursprünglichen Intention des Künstlers erkennen als das danach gefertigte Kunstobjekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bozzetti wurden vor allem als Entwürfe in der [[Bildhauerkunst]] verwendet. Aber auch italienische [[Malerei|Maler]] nutzten dreidimensionale Modelle, um Lichteinfall und Schattenwurf zu erproben oder die Anordnung der Figuren in einem geplanten Gemälde zu untersuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ölskizzen, beispielsweise als Entwürfe für barocke Deckenfresken, werden im Italienischen ebenfalls als &amp;#039;&amp;#039;bozzetti&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Online-Wörterbuch LEO: [http://dict.leo.org/itde/index_de.html#/search=bozzetto &amp;#039;&amp;#039;bozzetto&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Deutschen verwendet man dafür die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;[[Skizze]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Entwurf&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Studie&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Das italienische Wort &amp;#039;&amp;#039;bozzetto&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Diminutiv|Verkleinerungsform]] zu &amp;#039;&amp;#039;bozza&amp;#039;&amp;#039;, das „Entwurf“ oder „Skizze“ bedeutet. Vom selben Stamm &amp;#039;&amp;#039;bozza&amp;#039;&amp;#039; sind die Verben &amp;#039;&amp;#039;abbozzare&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;sbozzare&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet, die ebenfalls allgemein „einen Entwurf machen“ oder „skizzieren“ bedeuten, etwa &amp;#039;&amp;#039;abbozzare&amp;#039;&amp;#039; auch für das Entwerfen von Plänen oder Briefen. Von &amp;#039;&amp;#039;abbozzare&amp;#039;&amp;#039; ist wiederum &amp;#039;&amp;#039;[[abbozzo]]&amp;#039;&amp;#039; („Entwurf“, „Skizze“) abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste verbürgte Wortverwendung von &amp;#039;&amp;#039;bozza&amp;#039;&amp;#039; in der Bildhauerkunst findet sich 1482 für die kleine Tonskizze [[Andrea del Verrocchio|Verrocchios]] zu seiner Christus-Thomas-Gruppe von [[Orsanmichele|San Michele]] in Florenz („la boza et principio di si bella cosa“). Im 16. Jahrhundert nimmt die Verwendung des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;bozzetto&amp;#039;&amp;#039; zu, wobei auch die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;modello&amp;#039;&amp;#039; oder lateinisch &amp;#039;&amp;#039;modellum&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;exemplum&amp;#039;&amp;#039; benutzt werden, seltener &amp;#039;&amp;#039;forma&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Reallexikon zur deutschen Kunstgeschichte [http://www.rdklabor.de/wiki/Bozzetto &amp;#039;&amp;#039;Bozzetto&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung von Bozzetti ==&lt;br /&gt;
=== Entwürfe für Skulpturen ===&lt;br /&gt;
Der Bozzetto als eigens angefertigte Werk[[skizze]] aus leicht formbaren Stoff für ein bestimmtes [[Kunstwerk]] ist eine Neuschöpfung der italienischen, besonders der florentinischen [[Frührenaissance]]. Der erste Künstler, in dessen Lebenswerk sich von Auftrag zu Auftrag der Bozzetto als wichtigste Vorstufe belegen lässt, ist [[Andrea del Verrocchio|Verrocchio]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unterscheiden sind Bozzetti, die als Arbeitsmodelle für die Künstlerwerkstatt bestimmt sind, von Vertrags-Bozzetti, die den Vertragszeichnungen entsprechen und dem Auftraggeber bei Vertragsabschluss vorgesetzt wurden. Die beiden ältesten erhaltenen Vertrags-Bozzetti sind [[Donatello]]s Forzori-Altar und Pollaiuolos Konkurrenzentwurf für das Forteguerri-Grab in Pistoia von 1477 (beide heute im Londoner [[Victoria and Albert Museum]] zu sehen), beide aus [[Terrakotta]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Ausführung dieser Bozzetti hatten die Künstler häufig nur wenig Zeit. Zum Beispiel standen 1432 bei der Auftragsvergabe für den Zenobius-Schrein des Florentiner Doms zwischen Ausschreibung der Arbeit und Termin für die Einreichung eines Bozzetto lediglich fünf Tage zur Verfügung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Blütezeit erlebten die Bozzetti im [[Barock]]. Aus der Menge erhaltener Bozzetti der einzelnen Meister lässt sich die bedeutende Rolle der Entwürfe im Werkstattbetrieb ableiten. Dazu kommt eine Bedeutungsverschiebung des Begriffes: Das mittelalterliche „Muster“ oder „exemplum“ war ein getreues Modell des später auszuführenden Werkes. Der in der [[Renaissance]] geprägte Begriff des Bozzetto als Studie geht von einem dynamisierten Verständnis aus. Nicht mehr nur das endgültige Werk, sondern zunehmend auch der künstlerische Prozess geraten in den Fokus. Der neue Wert des Barock-Bozzetto liegt dementsprechend genau im Skizzenhaften, im schnellen plastischen Entwerfen: Er enthüllt die künstlerische Konzeption des Werkes, gerade daher rührt die Wertschätzung des Bozzetto im Barock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studien in der Malerei ===&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Jahrhundert nutzten auch Maler kleine Figuren aus Ton („Tonskizzen“) oder Wachs, um den Lichteinfall und den daraus resultierenden Schattenwurf zu studieren oder die Anordnung einer Figurengruppe zu erproben, oder auch für Gewandstudien. Das bekannteste Beispiel ist [[Jacopo Tintoretto|Tintoretto]], von dem Dutzende von Zeichnungen nach Modellen erhalten sind, besonders nach den Liegefiguren Michelangelos aus der [[Medici-Kapelle]]. Bozzetti sind etwa von [[Antonio da Correggio|Correggio]], [[Tizian]], [[El Greco]] sowie [[Barocci]] bezeugt. Auch von [[Perugino]] und [[Andrea del Sarto]] ist bekannt, dass sie sich vollplastischer Modelle bedienten. Von den zahlreichen [[Michelangelo]] zugeschriebenen Bozzetti halten einer genaueren Provenienzkritik jedoch lediglich die Herkules- und Kakus-Gruppe der [[Casa Buonarroti]] stand. In Italien hielt sich die Tradition bis ins 18. Jahrhundert, für Deutschland ist die Verwendung von Bozzetti dagegen nicht nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erweiterte Wortbedeutung im Italienischen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckengemälde Bozzetto 18Jh Jagd.jpg|mini|Entwurf für ein Deckenfresko, &amp;lt;br /&amp;gt; 45 × 47 cm (um 1770)]]&lt;br /&gt;
Ausgehend vom bildhauerischen Entwurf und der Verwendung als Modell in der Malerei wurde der Begriff &amp;#039;&amp;#039;bozzetto&amp;#039;&amp;#039; im Italienischen auch auf Entwürfe von Gemälden und insbesondere von [[Fresken]] übertragen. Hier zeigt sich – analog zur Rolle der Studien in der Plastik –, dass ein aufgrund der verwendeten Materialien schwer veränderliches Werk vorab in verschiedenen Schritten nicht nur grob skizziert, sondern vollends entworfen wird. Hierbei wird so lange mit dem Entwurf gearbeitet, bis dieser so weit gediehen ist, dass eine Übertragung in den Stein oder auf das Gemäuer beinahe nurmehr als Kopie erscheint. Insofern findet die eigentliche künstlerische Arbeit am Bozzetto statt, das fertige Werk ist eine daraus sich ergebende Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der italienischen Malerei werden Entwürfe auch als &amp;#039;&amp;#039;macchia&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich „Fleck“) oder &amp;#039;&amp;#039;schizzo&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich etwa „das Hingespritzte“) bezeichnet. Der italienische Kunstphilosoph [[Benedetto Croce]] schreibt in seiner &amp;#039;&amp;#039;Theorie der Macchia&amp;#039;&amp;#039; über die Bedeutung des Entwurfes in der Kunst, dass sie der springende Punkt sei, an dem sich das Charakteristische des Kunstwerks hervorbringe. Für Croce läuft der eigentliche künstlerische Prozess in der schrittweisen Annäherung vom ersten Eindruck zum fertigen Werk ab:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ein Bild ausführen, vollenden, bedeutet nichts als ein stärkeres inneres Annähern an den Gegenstand, ein Deutlichmachen und Festigen desselben, was uns als blendender Strahl ins Auge gedrungen ist. Fehlt jedoch jener erste harmonische Accord&amp;amp;nbsp;– die &amp;#039;&amp;#039;macchia&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– so werden Ausführung und Vollendung niemals dazu gelangen uns innerlich zu bewegen, während vielmehr die bloße nackte &amp;#039;&amp;#039;macchia&amp;#039;&amp;#039;, ohne irgendeine nähere gegenständliche Bestimmung durchaus imstande ist, diese Empfindung zu erwecken.|ref= &amp;lt;ref&amp;gt;Benedetto Croce: &amp;#039;&amp;#039;Zur Theorie der Macchia&amp;#039;&amp;#039;, in: derselbe, &amp;#039;&amp;#039;Kleine Schriften zur Ästhetik&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Tübingen 1929.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bozzetto in der Literatur ==&lt;br /&gt;
Der Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Bozzetto (Roman)|Bozzetto]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Hermann Alexander Beyeler]] und Gerd J. Schneeweis (erschienen Anfang Oktober 2014 im Frankfurter Verlag [[weissbooks.w]]) handelt von [[Michelangelo]]s Bozzetto für sein Fresko des [[Jüngstes Gericht|Jüngsten Gerichts]] in der [[Sixtinische Kapelle|Sixtinischen Kapelle]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.bozzetto-dasbuch.de | titel= offizielle Website des Romans| zugriff=2014-10-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Reallexikon zur deutschen Kunstgeschichte: [http://www.rdklabor.de/wiki/Bozzetto &amp;#039;&amp;#039;Bozzetto&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.atelierfenster.com/bozzetto.htm Seite mit Bozzetti]&lt;br /&gt;
* [http://www.liebieghaus.de/lh/index.php?StoryID=116&amp;amp;ObjectID=381 Beispiel aus der Bozzetti-Sammlung des Frankfurter Liebieghauses] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bozzetto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildende Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Attrappe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Adtonko</name></author>
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