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	<title>Bovenden - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bovenden&amp;diff=31266&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wilske: /* Integrierte Gesamtschule Bovenden, früher Schule am Osterberg */</title>
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		<updated>2025-12-02T16:03:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Integrierte Gesamtschule Bovenden, früher Schule am Osterberg&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Ort Bovenden. Zum gleichnamigen Adelsgeschlecht siehe [[Bovenden (Adelsgeschlecht)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art               = Flecken&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Bovenden COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 51/35/23/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 09/55/20/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Bovenden in GÖ-2016.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Niedersachsen&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Göttingen&lt;br /&gt;
|Höhe              = 139&lt;br /&gt;
|PLZ               = 37120&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 0551, 05593, 05594&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 03159007&lt;br /&gt;
|Straße            = Rathausplatz 1&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.bovenden.de/ www.bovenden.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Thomas Brandes&lt;br /&gt;
|Partei            = SPD&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bovenden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;!--[{{IPA|boːvɛndn̩}}](Aussprache sollte belegt werden)--&amp;gt; ({{ndsS|Bovten}}) ist ein [[Flecken (Ort)|Flecken]] im [[Landkreis Göttingen]] in [[Südniedersachsen]] (Deutschland). Große Bereiche des heutigen Fleckens Bovenden decken sich mit der früheren „Herrschaft Plesse“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Flecken&amp;#039;&amp;#039; ist offizieller Teil des Namens. Der Flecken besteht aus dem Kernort Bovenden und sieben weiteren Ortsteilen. Etwa 14.000 Einwohner haben ihren Haupt- oder Nebenwohnsitz im Flecken Bovenden, davon leben 48 Prozent im Kernort Bovenden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bovenden.de/staticsite/staticsite.php?menuid=82&amp;amp;topmenu=32 |text=Einwohnerstatistik |wayback=20140202221857}} auf der Internetseite der Gemeinde, abgerufen am 23. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bovenden 01.jpg|mini|hochkant=1.4|Bovenden im Leinetal mit Göttinger Wald (rechts) und Nörtener Wald (links) im Hintergrund]]&lt;br /&gt;
Bovenden liegt an den nordwestlichen Ausläufern des [[Göttinger Wald]]s und den südwestlichen des [[Nörtener Wald]]s ungefähr sechs Kilometer nördlich von [[Göttingen]]. Der Kernort Bovenden befindet sich zwischen dem Osterberg und dem [[Keuper]]rücken der Lieth im Tal der in Süd-Nord-Richtung verlaufenden [[Leine (Aller)|Leine]]. Am östlichen Ufer der in gleicher Richtung verlaufenden [[Weende (Leine)|Weende]], die wenige Kilometer weiter nördlich in die Leine mündet. Oberhalb bzw. östlich des Ortsteils [[Eddigehausen]] steht die Ruine der mittelalterlichen [[Burg Plesse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fleckengliederung ===&lt;br /&gt;
Der Flecken Bovenden ist eine Einheitsgemeinde und besteht aus den Ortschaften&lt;br /&gt;
* [[Billingshausen (Bovenden)|Billingshausen]]&lt;br /&gt;
* Bovenden, Kernort&lt;br /&gt;
* [[Eddigehausen]]&lt;br /&gt;
* [[Emmenhausen (Bovenden)|Emmenhausen]]&lt;br /&gt;
* [[Harste]]&lt;br /&gt;
* [[Lenglern]]&lt;br /&gt;
* [[Reyershausen]]&lt;br /&gt;
* [[Spanbeck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortswüstungen ===&lt;br /&gt;
Neben den bestehenden Dörfern zählten noch einst folgende Orte zu Bovenden, die jedoch im späten Mittelalter wüst fielen.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Last, Bovenden, der Flecken mit Tradition und Fortschritt. Verlag Erich Goltze, Göttingen, 1985. S. 11. ISBN 3-88452-811-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Rodershausen oder Rodershusen (2&amp;amp;nbsp;km nordwestlich von Bovenden)&amp;lt;ref&amp;gt;Erhard Kühlhorn, Die Mittelalterlichen Wüstungen in Südniedersachsen, Band 3: O-Z, Verlag für Regionalgeschichte Bielefeld, 1995. S. 203–208, ISBN 3-89534-133-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Aspe oder Aspa (1&amp;amp;nbsp;km nordöstlich von Spanbeck)&amp;lt;ref&amp;gt;Erhard Kühlhorn, Die Mittelalterlichen Wüstungen in Südniedersachsen, Band 1: A-E, Verlag für Regionalgeschichte Bielefeld, 1994. S. 82–94, ISBN 3-89534-131-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Botleveshusen (0,2&amp;amp;nbsp;km westlich von Mariaspring)&amp;lt;ref&amp;gt;Erhard Kühlhorn, Die Mittelalterlichen Wüstungen in Südniedersachsen, Band 1: A-E, Verlag für Regionalgeschichte Bielefeld, 1994. S. 292–295, ISBN 3-89534-131-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Backenhusen (1,2&amp;amp;nbsp;km östlich von Reyershausen)&amp;lt;ref&amp;gt;Erhard Kühlhorn, Die Mittelalterlichen Wüstungen in Südniedersachsen, Band 1: A-E, Verlag für Regionalgeschichte Bielefeld, 1994. S. 101–107, ISBN 3-89534-131-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Sturmbeke oder Stumbeke (0,9&amp;amp;nbsp;km westlich von Reyershausen)&amp;lt;ref&amp;gt;Erhard Kühlhorn, Die Mittelalterlichen Wüstungen in Südniedersachsen, Band 3: O-Z, Verlag für Regionalgeschichte Bielefeld, 1995. S. 293–298, ISBN 3-89534-133-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes Bovenden ist in einer Urkunde [[Otto I. (HRR)|Ottos des Großen]] vom 2. Februar 949 überliefert, in der der spätere Kaiser ein Tauschgeschäft mit dem [[Abtei Hersfeld|Kloster Hersfeld]] beurkundet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.mgh.de/dmgh/resolving/MGH_DD_K_I_/_DD_H_I_/_DD_O_I_S._192 |titel=MGH DD O I. Nr. 109 |hrsg=Monumenta Germaniae Historica |abruf=2012-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ortsname lautete dort &amp;#039;&amp;#039;Bobbenzunon&amp;#039;&amp;#039; und ist später als &amp;#039;&amp;#039;Bobbantun&amp;#039;&amp;#039; (1141, Fälschung des 13. Jahrhunderts), &amp;#039;&amp;#039; Bobentun&amp;#039;&amp;#039; (1170) und &amp;#039;&amp;#039;Bobentum&amp;#039;&amp;#039; (1191)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.mgh.de/dmgh/resolving/MGH_SS_16_S._225 |titel=MGH SS 16, S. 225 |hrsg=Monumenta Germaniae Historica |abruf=2012-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, seit dem 13. Jahrhundert als &amp;#039;&amp;#039;Boventen&amp;#039;&amp;#039; und seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert in der heutigen Form überliefert. Die Namensherleitung ist noch umstritten, naheliegend ist eine Deutung als Zusammensetzung eines Personennamens &amp;#039;&amp;#039;Bovo, Bob(b)o&amp;#039;&amp;#039; mit der Endung &amp;#039;&amp;#039;-tun&amp;#039;&amp;#039; (die Endung „-tun“ steht im Niederdeutschen für „Zaun, Einhegung“, auch „eingezäuntes Gebiet“ – daher auch das englische „town“), also eine von Bobo gegründete oder beherrschte eingehegte Siedlung. Eine andere Deutung geht nicht von einem Personennamen, sondern von dem Stamm &amp;#039;&amp;#039;bioðan&amp;#039;&amp;#039; (=„oberhalb“, vgl. niederdeutsch &amp;#039;&amp;#039;boven&amp;#039;&amp;#039;) aus, also eine eingehegte Siedlung oberhalb des Überschwemmungsgebiets der Leine.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ortsnamenbuch&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kirstin Casemir, Uwe Ohainski, Jürgen Udolph |Titel=Die Ortsnamen des Landkreises Göttingen |Reihe=Niedersächsisches Ortsnamenbuch (NOB) |BandReihe=Teil IV |HrsgReihe=Jürgen Udolph |Verlag=Verlag für Regionalgeschichte |Ort=Bielefeld |Datum=2003 |ISBN=3-89534-494-X |Seiten=71–72}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 12. Jahrhundert tritt zum ersten Mal die adlige [[Grundherrschaft|Grundherrenfamilie]] der [[Bovenden (Adelsgeschlecht)|Herren von Boventen]] auf, deren früheste Nennung in einer Urkunde aus dem Jahre 1170 stammt. In dieser Urkunde, bei der es sich um Schenkungen in der Umgebung von Bovenden an das Kloster Helmershausen handelt, wird ein Bodo von Boventen in einer Reihe von Zeugen aufgezählt, ab 1211 treten sodann die Herren von Boventen als Patrone der örtlichen Kapelle auf&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl-Heinz Bernotat |Titel=Die Geschichte des Fleckens Bovenden |Ort=Bovenden |Datum=1952 |Seiten=37}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. In den folgenden Jahrzehnten gelang es der Familie von Boventen ihre Güter zu erweitern, sodass sie um die Mitte des 13. Jahrhunderts schon ausgedehnten Besitz im weiteren Umkreis besaßen, ihr Hauptort blieb jedoch Bovenden, in dem sie sieben Höfe, 11½ Hufen Land, zwei Wiesen und ihre Burg hatten. Außerhalb ihres Stammortes traten sie als [[Burgmann]]en auf der [[Burg Hardenberg (Nörten-Hardenberg)|Hardenberg]] auf, standen im mainzischen Diensten und waren oftmals Zeugen bei den [[Hardenberg (niedersächsisches Adelsgeschlecht)|Hardenbergern]]. Die Nähe zu [[Kurmainz]] verhinderte jedoch nicht, dass die &amp;#039;&amp;#039;von Bovenden&amp;#039;&amp;#039; auch [[Lehnswesen|Lehen]] der [[Welfen]] annahmen. Im 14. Jahrhundert wechselten sie sodann immer mehr in das Braunschweiger Lager über, so gelobte beispielsweise Ritter Günther von Bovenden dem Herzog [[Otto I. (Braunschweig-Göttingen)|Otto von Braunschweig]] 1364 gegen jeden, außer dem Erzbischof von Mainz, behilflich zu sein und falls Herzog Otto sie aus ihrem Bündnis mit Kurmainz befreien könne, nur ihm zu dienen. Für zwei Jahrhunderte besaßen die Herren von Boventen maßgeblichen Einfluss auf die Geschicke des Ortes, bis sie ab Ende des 14. Jahrhunderts allmählich an Bedeutung verloren. Nur eine Linie, diejenige zu Lenglern, führte nach 1500 den Namen weiter. Die Besitzungen der Herren von Boventen, in Urkunden als &amp;#039;&amp;#039;nobiles&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;miles&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, wechselten auf die Edelherren von Plesse über. Im Bovender Wappen erinnert heute der Schlüssel an das mainzische Amt der Burgmannen auf der Hardenberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 14. Jahrhundert sind die [[Plessen (Adelsgeschlecht)|Herren von Plesse]] als bedeutendste Grundbesitzer in Bovenden nachweisbar. Ihren gesamten [[Allod|Grundbesitz]] trugen sie am 28. Oktober 1447 dem Landgrafen [[Ludwig I. (Hessen)|Ludwig I.]] von Hessen auf und erhielten ihn von diesem als [[Lehnswesen|Erbmannlehen]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Ahlborn, Ulrich Scheuermann: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte Elliehausens (Stadt Göttingen)&amp;#039;&amp;#039;. Heft 1: &amp;#039;&amp;#039;Die Edelherren von Plesse als Grundherren in Elliehausen&amp;#039;&amp;#039;. Sonderdruck aus Plesse-Archiv 28, Bovenden 1992, S. 243&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf diese Weise konnten sie sich gegenüber dem [[Herzogtum Braunschweig-Lüneburg]] einen höheren Grad an Selbstbestimmung bewahren. Nach dem Aussterben der Plesser 1571 fiel die Herrschaft Plesse an die [[Landgrafschaft Hessen-Kassel]] und war nun eine hessische Enklave. Seit dem 16. Jahrhundert bekam Bovenden als bedeutendster Ort der Herrschaft Plesse auch mehr Rechte: Durch [[Johannes Letzner]] wurde es 1587 erstmals als Flecken bezeichnet, was zumindest auf ein [[Marktrecht]] hinweist, und 1605 wurde das [[Braurecht]] verliehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Homepage&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bovenden.de/staticsite/staticsite.php?menuid=18&amp;amp;topmenu=16 |titel=Zur Geschichte der Ortschaft Bovenden |hrsg=Gemeindeverwaltung des Flecken Bovenden |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20090906173939/http://www.bovenden.de/staticsite/staticsite.php?menuid=18&amp;amp;topmenu=16 |archiv-datum=2009-09-06 |abruf=2009-07-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:Bovenden Jagdschloss.jpg|mini|Hessisches Amtshaus und Jagdschloss]]&lt;br /&gt;
Nach der Aufgabe der [[Burg Plesse]] 1660 wurde Bovenden Verwaltungssitz, ein neues Amtshaus wurde ab 1777 als repräsentative Barockanlage an der Stelle zweier ehemaliger Meierhöfe des [[Marienstein (Nörten-Hardenberg)|Klosters Steina]] erbaut. Die Repräsentations- und Verwaltungsaufgaben wurden in diesem hessischen Schloss bis 1815 ausgeübt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmaltopographie&amp;quot;&amp;gt;Peter Ferdinand Lufen: &amp;#039;&amp;#039;Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 5.2: &amp;#039;&amp;#039;Landkreis Göttingen, Teil 1&amp;#039;&amp;#039;. Altkreis Münden mit den Gemeinden Adelebsen, Bovenden und Rosdorf. Herausgegeben vom Niedersächsischen Landesverwaltungsamt – Institut für Denkmalpflege -. CW Niemeyer, Hameln 1993, ISBN 3-87585-251-6, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; es diente auch als Jagdschloss der Landgrafen von [[Hessen-Rotenburg]]. Die Lage als Enklave bot verschiedenen Berufszweigen besondere Entwicklungsmöglichkeiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Homepage&amp;quot; /&amp;gt; Seit 1860 ist in dem Gebäude das Staatliche Forstamt Bovenden untergebracht, bis in das Jahr 1859 diente es als Verwaltungssitz des damals aufgelösten hannoverschen [[Amt Bovenden|Amtes Bovenden]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Heinz Lies |Titel=Flecken Bovenden |Sammelwerk=Der Landkreis Göttingen |Verlag=Kommunikation und Wirtschaft |Ort=Oldenburg |Datum=1980 |ISBN=3-88363-012-8 |Seiten=35}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Gründung der Göttinger [[Georg-August-Universität Göttingen|Georg-August-Universität]] erlebte auch Bovenden ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts einen wirtschaftlichen Aufschwung. Viele [[Studenten]] kamen in den Ort, der damals noch eine [[Enklave]] der [[Landgrafschaft Hessen-Kassel]] war, um sich dort fahrende Theatergruppen anzusehen, im Wirtshaus „Zum letzten Heller“ sowie in der Ausflugsgaststätte [[Mariaspring]] zu speisen oder sich mit Wein, Branntwein, Kaffee und Zucker einzudecken, welche in [[Göttingen]] mit einer Luxussteuer versehen waren. Im Zuge dieser Ereignisse, die nach den Obrigkeiten der Göttinger Universität als Zeitverschwendung, Ausschweifungen und Schuldenmachen der Studenten angesehen wurden, sprach man auch von der „Bovender Gefahr“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Einwohnerentwicklung von Bovenden.svg|mini|400px|Einwohnerentwicklung von Bovenden von 1871 bis 2017]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Gebietsreform in Niedersachsen|Gemeinde- und Gebietsreform]] wurden am 1. Januar 1973 die acht [[Ortschaft]]en Eddigehausen, Emmenhausen, Harste, Lenglern, Oberbillingshausen, Reyershausen, Spanbeck und das vorher im [[Landkreis Northeim]] gelegene Unterbillingshausen in den [[Flecken (Ort)|Flecken]] Bovenden eingegliedert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindeverzeichnis1970bis1982&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Statistisches Bundesamt |Titel=Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982 |Verlag=W. Kohlhammer GmbH |Ort=Stuttgart/Mainz |Datum=1983 |ISBN=3-17-003263-1 |Seiten=207}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerstatistik ===&lt;br /&gt;
Entwicklung der Einwohner von Bovenden. Vor der Eingemeindung 1973 ist die Zahl des heutigen Kernorts angegeben&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Uta Klaer |Titel=Der Flecken Bovenden im Stadtumland von Göttingen. Vororturbanisierung bei Zentralitätsschwund eines alten Exklavemittelpunktes |Sammelwerk=Plesse-Archiv |Band=1 |Datum=1965 |Seiten=142}}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr || 1871 || 1925 || 1939 || 1950 || 1955 || 1961 || 1970 || 2017 || 2018 || 2020 || 2021&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Einwohner]] || 1572 || 1537 || 1531 || 2460 || 2409&lt;br /&gt;
| 2748&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindeverzeichnis1970bis1982&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 4476&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindeverzeichnis1970bis1982&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 13.559{{EWR|DE|03159007}}&amp;lt;!--Aus Infobox übertragen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 13.586{{EWR|DE|03159007}}&amp;lt;!--Aus Infobox übertragen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 14.144{{EWR|DE|03159007}}&amp;lt;!--Aus Infobox übertragen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 14.272{{EWR|DE|03159007}}&amp;lt;!--Aus Infobox übertragen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konfessionsstatistik ===&lt;br /&gt;
Jahresende 2020 waren von den Einwohnern 45,7 % evangelisch und 11,6 % katholisch. 42,7 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen [[Glaubensgemeinschaft]] an oder machten keine Angabe.&lt;br /&gt;
Jahresende 2023 waren von den Einwohnern 41,6 % evangelisch und 10,5 % katholisch. 47,9 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landkreisgoettingen.de/fileadmin/eigene_Dateien/Landkreis/Regionalplanung_Regionalentwicklung/Servicestelle_Statistik/Statistisches%20Jahresheft/LK_Goettingen_Stat._Bericht_2024_Teil_1.pdf Berichtsheft 2024 Teil 1 Landkreis Göttingen Bevölkerungsbestand nach Religion Seite 44], abgerufen am 25. Juni 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landkreisgoettingen.de/fileadmin/eigene_Dateien/Landkreis/Regionalplanung_Regionalentwicklung/Servicestelle_Statistik/Statistisches%20Jahresheft/Stat_Bericht_2023_09_LK_Goettingen_Optimized.pdf Statistisches Berichtsheft 2023 Landkreis Göttingen Bevölkerungsbestand nach Religion], abgerufen am 23. Oktober 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Jahresende 2024 waren von den Einwohnern 40,1 % evangelisch und 10,4 % katholisch. 49,6 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe. Der Anteil der evangelischen und katholischen Kirchenmitglieder an der Gesamtbevölkerung sinkt jährlich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landkreisgoettingen.de/HTML/Gemeindeprofil_Bovenden.HTML?ObjSvrID=4093&amp;amp;ObjID=10607&amp;amp;ObjLa=1&amp;amp;Ext=HTML&amp;amp;WTR=1&amp;amp;_ts=1750413590#6_Tabellenteil_Demografie-,_Sozial-_und_Wohnstrukturdaten Servicestelle Statistik im Referat Demografie und Sozialplanung des Landkreises Göttingen, Statistische Gemeindeprofile Tabellenteil Demografie-, Sozial- und Wohnstrukturdaten ], abgerufen am 6. Juli 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:StMartini Bovenden.jpg|mini|links|St.-Martini-Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bovenden Bonhoeffer W.jpg|mini|Dietrich-Bonhoeffer-Haus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bovenden Franziskus SW.jpg|mini|St.-Franziskus-Kirche]]&lt;br /&gt;
Die St.-Martini-Kirche ist die älteste Kirche von Bovenden. Sie gehört zur evangelischen Kirchengemeinde Bovenden der [[Evangelisch-reformierte Kirche (Landeskirche)|Evangelisch-reformierten Kirche (Landeskirche)]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.reformiert.de/gemeinde/bovenden.html Evangelische Gemeinde Bovenden.] Evangelisch-reformierte Kirche, abgerufen am 13. September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1610 hatte der Landesherr [[Moritz (Hessen-Kassel)|Moritz von Hessen-Kassel]] in Bovenden das reformierte Bekenntnis eingeführt. Zur evangelischen Kirchengemeinde Bovenden gehören auch Christen evangelisch-lutherischen Bekenntnisses in Bovenden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.reformiert.de/plesse-gemeinden.html Plesse-Gemeinden.] Evangelisch-reformierte Kirche, abgerufen am 13. September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „Haus der Mitte“, ein evangelisches Gemeindehaus, wurde in den 1960er Jahren im damals neu entstehenden Ortszentrum erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dietrich-Bonhoeffer-Haus gehört zur [[Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers|Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers]], es wurde 1987 neben der St.-Franziskus-Kirche errichtet und nach [[Dietrich Bonhoeffer]] benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.bovenden.de/events/detail.php?menuid=103&amp;amp;eventid=641 |text=30 Jahre Dietrich-Bonhoeffer-Haus. |wayback=20210913160022}} Flecken Bovenden, abgerufen am 13. September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere evangelische Einrichtung in Bovenden ist die evangelische [[Kindertagesstätte]] Bovenden, die seit 1966 besteht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kita-bovenden.de/2016/06/einblicke-in-unser-fest-zum-50-jaehrigen-jubilaeum/ Einblicke in unser Fest zum 50-jährigen Jubiläum.] Evangelische Kindertagesstätte Bovenden, 2. Juni 2016. Abgerufen am 13. September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere evangelische Kirchen befinden sich in den Ortsteilen Billingshausen, Eddigehausen, Harste, Lenglern, Reyershausen und Spanbeck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Römisch-katholische Kirche|katholische]] St.-Franziskus-Kirche ist nach dem [[Heiliger|heiligen]] [[Franz von Assisi]] bekannt. Das am Plesseweg gelegene Gotteshaus entstand nach Plänen des Bischöflichen Bauamtes, ausgeführt vom Göttinger Architekten Hubertus Frauendorf, und war zunächst eine [[Filialkirche]] der Kirchengemeinde [[St. Vinzenz (Göttingen)]]. Am 28. November 1982 erfolgte die [[Grundsteinlegung]] durch [[Generalvikar]] Heinrich Schenk. Am 27. November 1983, dem [[1. Sonntag im Advent]], folgte die [[Kirchweihe]] durch [[Weihbischof]] [[Heinrich Pachowiak]]. Durch [[Hanns Joachim Klug]] erfolgte die künstlerische Gestaltung des Innenraumes. Seit dem 1. September 2008 gehört die Kirche zur Pfarrei [[St. Paulus (Göttingen)]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.st-paulus-goettingen.de/unsere-pfarrgemeinde/kirchorte/st-franziskus/ St. Franziskus.] Katholische Pfarrgemeinde St. Paulus, abgerufen am 13. September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
{| align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|{{Sitzverteilung|float=left|SPD|Grüne|FDP|FWG|CDU|Land=DE|Überschrift=Rat des Fleckens Bovenden 2021|SPD=13|Grüne=6|CDU=6|FDP=2|FWG=3}}&lt;br /&gt;
|{{Wahldiagramm&lt;br /&gt;
|LAND           = DE&lt;br /&gt;
|TITEL          = Ratswahl 2021&lt;br /&gt;
|TITEL2         = &amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wahlbeteiligung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; 61,74 %&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|JAHRNEU        = 2021&lt;br /&gt;
|PARTEI1        = SPD&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS1      = 43.28&lt;br /&gt;
|PARTEI2        = Grüne&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS2      = 20.70&lt;br /&gt;
|PARTEI3        = CDU&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS3      = 19.11&lt;br /&gt;
|PARTEI4        = FWG&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS4      = 10.18&lt;br /&gt;
|PARTEI5        = FDP&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS5      = 6.74&lt;br /&gt;
|FARBE6         = abf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
=== Rat ===&lt;br /&gt;
Der Rat des Fleckens Bovenden setzt sich aus 30 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, die sich seit der [[Kommunalwahlen in Niedersachsen 2021|Kommunalwahl am 12. September 2021]] wie folgt auf die einzelnen Parteien und Wählervereinigungen verteilen:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://votemanager.kdo.de/20210912/03159007/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=222&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_3_id_281 |titel=Ergebnis Ratswahl Bovenden 2021 |abruf=2022-07-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
[[Bürgermeister]] des Fleckens Bovenden ist seit 2014 Thomas Brandes ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]). 2021 wurde er mit 76,42 Prozent im Amt bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://votemanager.kdo.de/20210912/03159007/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=223&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_3_id_281 |titel=Ergebnis Bürgermeisterwahl Bovenden 2021 |abruf=2022-07-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsräte ===&lt;br /&gt;
Die Ortsteile des Fleckens Bovenden werden durch insgesamt 56 Ratsmitglieder in acht [[Ortsbeirat|Ortsräten]] vertreten. Seit der [[Kommunalwahlen in Niedersachsen 2021|Kommunalwahl 2021]] verteilen diese sich wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://votemanager.kdo.de/20210912/03159007/praesentation/index.html |titel=Wahlenübersicht Kommunalwahl Bovenden 2021 |abruf=2022-07-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Ortsteile&lt;br /&gt;
!SPD&lt;br /&gt;
!CDU&lt;br /&gt;
!Grüne&lt;br /&gt;
!FDP&lt;br /&gt;
!{{0}}[[Wählergruppe|WG]]&lt;br /&gt;
!{{0}}∑&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Billingshausen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
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|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eddigehausen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
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| align=&amp;quot;right&amp;quot; |6&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; |6&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; |17&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; |56&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt; [[Wählergruppe|FWG]] Bovenden, &amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt; Wählergruppe Emmenhausen, &amp;lt;sup&amp;gt;c&amp;lt;/sup&amp;gt; Zukunft für Reyershausen (3 Sitze), FWG Bovenden (2 Sitze), Bunte Liste Reyershausen (1 Sitz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Titel          = &lt;br /&gt;
|Wappenbild     = DEU Bovenden COA.svg&lt;br /&gt;
|Größe          = &lt;br /&gt;
|Kurzdarstellung= Wappen von Bovenden&lt;br /&gt;
|Blasonierung   = Das Wappen des Fleckens zeigt einen in gelbem Feld aufrecht gestellten blauen Schlüssel, Bart nach links weisend, überschnitten mit einem liegenden roten Maueranker.&lt;br /&gt;
|Zusatz         = &lt;br /&gt;
|Quelle         = {{Literatur |Autor=[[Ralf Busch (Kunsthistoriker)|Ralf Busch]] |Titel=Das Wappen des Fleckens Bovenden |Sammelwerk=Plesse-Archiv |Band=4 |Datum=1969 |Seiten=89-92}}&lt;br /&gt;
|ref            = &lt;br /&gt;
|Begründung     = Der [[Mauerhaken (Heraldik)|Maueranker]] verweist auf das Wappen der Edelherren [[Plessen (Adelsgeschlecht)|von Plesse]], die bis zu ihrem Aussterben 1571 Inhaber der Herrschaft Plesse waren. Bereits sie besaßen in der frühesten Form ihres Wappens im selbigen einen querliegenden doppelten roten Hausanker auf einem goldenen Schild. Jene beiden Farben haben sich bis heute im Gemeindewappen erhalten. Der aufrechtgestellte blaue Schlüssel bezieht sich auf das Wappen der früher im Ort ansässigen Herren [[Bovenden (Adelsgeschlecht)|von Boventen]]. Ihr Schild war blau-silbern gespalten, vorne zeigte es einen goldenen oder silbernen Löwen, während der Hintergrund einen schwarzen Holzschlüssel enthielt. Der auf dem Wappen aufgesetzte Helm zeigte einen blausilbernen offenen Flug oder zwei schräg gekreuzte schwarze Schlüssel. Das heutige Gemeindewappen übernahm den Schlüssel in blau und greift damit eine der Grundfarben des Wappens der Herren von Boventen auf.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Baudenkmale in Bovenden|Liste der Bodendenkmale in Bovenden}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bovenden liegt am [[Solling-Harz-Querweg]]. Es bestehen zahlreiche Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten zur Verfügung, wie ein Sportzentrum, Tennisplätze, eine Tennishalle, ein Kegelsportzentrum und ein Turnierplatz mit Reithalle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Eibenwald am Hainberg]], direkt östlich des Kernortes Bovenden und südlich des Ortsteils Eddigehausen gelegen, ist eines der größten natürlichen Restvorkommen der [[Europäische Eibe|Europäischen Eibe]] in Deutschland. Das Habitat ist als [[Naturdenkmal]] eingestuft und über die Wanderwege unterhalb der Plesseburg leicht erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Osterberg (ca. 350&amp;amp;nbsp;m) südlich von Eddigehausen steht der [[Sender Bovenden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Bovenden ist Teil der [[Deutsche Märchenstraße|Deutschen Märchenstraße]], die von Hanau über Bovenden nach Bremen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1989 unterhielt Bovenden einen Kulturaustausch mit seiner englischen Partnergemeinde [[Dursley]]. 1990 kamen die ersten Besucher aus England. Es folgten Schüleraustauschprojekte mit der Rednock-School. Aufgrund mangelnder Mitgliederzahlen des Arbeitskreises wurde 2011 die Zusammenarbeit eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gazetteseries.co.uk/news/9192800.twinning-association-between-dursley-and-bovenden-in-germany-disbands-due-to-lack-of-members/ &amp;#039;&amp;#039;Twinning association between Dursley and Bovenden in Germany disbands due to lack of members&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Parkanlage unterhalb des Sportplatzes in Bovenden trägt den Namen &amp;#039;&amp;#039;Dursley-Park&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jüdischer Friedhof ===&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Jüdische Gemeinde Bovenden]] [[Datei:Jüdischer Friedhof zu Bovenden im Landkreis Göttingen.jpg|mini|Jüdischer Friedhof]]&lt;br /&gt;
Auf dem Kamm des Lohberges befindet sich zudem, ausgestreckt auf eine Länge von ca. 300&amp;amp;nbsp;m, der frühere [[Jüdischer Friedhof|jüdische Friedhof]], welcher etwa um das Jahr 1680 angelegt wurde und auf dem heute noch 65 [[Mazewa|Grabsteine]] vorzufinden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://zentralarchiv-juden.de/sammlungen/friedhofsdokumentation/niedersachsen/juedische-friedhoefe#c16069 &amp;#039;&amp;#039;Bovenden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Übersicht über alle Projekte zur Dokumentation jüdischer Grabinschriften auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;; hier: &amp;#039;&amp;#039;Niedersachsen&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ältesten stammen dabei aus den 1770er und 1780er Jahren, während die jüngsten auf das Jahr 1926 datieren. Zwar befinden sich in der Bovender Feldmark Flurstücke mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Im Juden Grunde&amp;#039;&amp;#039;, erstmals erwähnt 1571, und &amp;#039;&amp;#039;beim Juden Kirchoff&amp;#039;&amp;#039; genannt 1605, doch lässt sich an keinem der beiden Orte ein früherer Friedhof nachweisen&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Obenaus [Hrsg.], Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen, Band 1, Wallstein, Göttingen 2005. S. 247, ISBN 3-89244-753-5&amp;lt;/ref&amp;gt;. Weitere Belege für ein einstiges [[Judentum|jüdisches Leben]] in Bovenden lieferte bis zu ihrem Abbruch 1845 eine [[Mikwe]], die sich hinter dem Haus in der Unteren Straße 74 befand, sowie ein ehemaliges Hintergebäude, welches als [[Synagoge]] und Schulhaus diente und in der Breiten Straße 19 lag, das allerdings 1922 verkauft und 1960 abgebrochen wurde.&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Jüdische Friedhöfe in Stadt und Landkreis Göttingen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
=== Grundschule am Sonnenberg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundschule Am Sonnenberg in Bovenden.jpg|mini|Grundschule „Am Sonnenberg“]]&lt;br /&gt;
Die Grundschule am Sonnenberg ist eine der zwei Schulen Bovendens. Nach der Grundsteinlegung 1960 erfolgte der Bezug 1962. Realisiert wurde die Schule nach dem „Frankfurter Modell“, das lichtdurchflutete Unterrichtsräume, Flure und Treppenaufgänge, getrennte Eingänge der Klassen und eine entsprechende Farbgebung vorsahen. Die Baukosten betrugen 3,4 Millionen Mark und waren die größte Investition, die die [[Flecken (Ort)|Fleckengemeinde]] bis dahin vorgenommen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilfried Gillmann |Hrsg=Festausschuß der 1050-Jahrfeier Bovenden |Titel=Grundschule Bovenden |Sammelwerk=Festschrift zur 1050-Jahrfeier der Ortschaft Bovenden |Verlag=Erich Goltze |Ort=Göttingen |Datum=2000 |Seiten=82}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute werden etwa 240 Schüler in 13 Klassen von 15 Lehrkräften und 15 pädagogischen Mitarbeitern unterrichtet (Stand Januar 2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Integrierte Gesamtschule Bovenden, früher Schule am Osterberg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:IGS-Bovenden Am Sonnenberg.JPG|mini|Die frühere Haupt- und Realschule und heutige IGS Bovenden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Integrierte Gesamtschule Bovenden, kurz [[Integrierte Gesamtschule|IGS]] Bovenden, wurde im Jahr 2010 eingerichtet. Sie hat rund 800 Schüler der 5. bis 13. Klasse (Stand: November 2019) in 30 Klassen. Es gibt rund 80 Lehrkräfte und weitere Mitarbeitende. Die Schule bietet den Haupt-, den Realschul- und [[Erweiterter Sekundarabschluss I|erweiterten Sekundarabschluss I.]] sowie seit dem Schuljahr 2017/2018 das [[Abitur]]. Laut ihren Leitsätzen ist es ein Ziel der Schule, jedem Kind (ob mit Hauptschul-, Realschul- oder Gymnasialempfehlung) den &amp;#039;&amp;#039;individuell besten Schulabschluss zu ermöglichen&amp;#039;&amp;#039;. Im Sommer 2024 führte die Schule hierfür ein an das [[Daltonplan|Dalton-Konzept]] angelehntes System zum selbstorganisierten Lernen ein. Die Schule ist eine offene Ganztagsschule mit Unterricht an zwei bis drei Nachmittagen pro Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schule ging im Jahr 2010 aus der &amp;#039;&amp;#039;Schule am Osterberg&amp;#039;&amp;#039; hervor, die im November 1979 ihre Arbeit aufnahm, nachdem man sich zwischen der Stadt [[Göttingen]] und den Gemeinden [[Nörten-Hardenberg]] sowie Bovenden auf den Bovender Standort eines neuen Schulzentrums geeinigt hatte. In der Schule am Osterberg wurde im Jahre 2014 der letzte 10. Jahrgang verabschiedet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Obwohl die [[Hannöversche Südbahn]] Hannover–Göttingen und die [[Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg]] direkt durch Bovenden verlaufen, gibt es keinen Bahnhof mehr. Die beiden Strecken sowie die [[Bundesstraße 3]] verlaufen auf 400&amp;amp;nbsp;m Länge im [[Bovender Deckel]] unter der Ortschaft hindurch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsteil [[Lenglern]] hat einen Haltepunkt an der [[Bahnstrecke Göttingen–Bodenfelde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Gertrud II. von Boventhen]] († 8. Juli 1324 in [[Stadt Gernrode|Gernrode]]), war von 1317 bis 1324 die [[Äbtissin]] der vereinigten [[Stift Gernrode und Frose|Stifte von Gernrode und Frose]]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich von Bovenden]] († um Mitte 1359) zweimaliger [[Großkomtur des Deutschen Ordens]] (1342–1346 und 1352–1356) und somit ranghöchster Amtsträger des [[Deutscher Orden|Ordens]] nach dem Hochmeister&lt;br /&gt;
* [[Moritz Gerhard Thilenius]] (1745–1808), Badearzt, wurde in Eddigehausen geboren und später von seinem Landesherrn entführt&lt;br /&gt;
* [[Albert Rosenthal (Reeder)]] (Friedrich Wilhelm Albert Rosenthal; 1828–1882), deutscher Reeder, Kapitän und Werftbesitzer in Bremerhaven, Ausrichter von Nordpolar-Expeditionen,&amp;lt;!-- https://books.google.de/books?id=TRl4DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT55&amp;amp;lpg=PT55&amp;amp;dq=Albert+Rosenthal+(1828%E2%80%931882)&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=je83S8bFNP&amp;amp;sig=ACfU3U1Io6u0nNRYq4wAHqkzMqdfP8OYvw&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiy05_oj9ziAhUJZlAKHSvPDQQQ6AEwCnoECAkQAQ#v=onepage&amp;amp;q=Albert%20Rosenthal%20(1828%E2%80%931882)&amp;amp;f=false --&amp;gt; Direktor der Firma &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Polarschifffahrts-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; in Hamburg&amp;lt;!-- https://books.google.de/books?id=CUkiCRq4BAEC&amp;amp;pg=RA1-PA163&amp;amp;dq=Friedrich+Wilhelm+Albert+Rosenthal&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwion9OklNziAhVHKVAKHeqPAOAQ6AEIQzAF#v=onepage&amp;amp;q=Friedrich%20Wilhelm%20Albert%20Rosenthal&amp;amp;f=false --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Christoph Martin (Jurist)|Christoph Martin]] (1772–1857), Jurist und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Ernst Basch (Zauberkünstler)|Ernst Basch]] (* 21. November 1838 in Bovenden; † 28. Januar 1908), Zauberkünstler und Unternehmer&lt;br /&gt;
* [[Ernst Schulze (Chemiker)|Ernst Schulze]] (* 31. Juli 1840 in Bovenden; † 15. Juni 1912 in Zürich), Professor für Agrikulturchemie in Zürich und Mitbegründer der biochemischen Forschung&lt;br /&gt;
* [[August Jordan]] (1872–1935), Politiker (SPD)&lt;br /&gt;
* [[Carl Faust (Maler)|Carl Faust]] (* 30. Oktober 1874 in Reyershausen; † 14. November 1935 in Düsseldorf), Maler der Düsseldorfer Schule&lt;br /&gt;
* [[Wedig Kausch-Blecken von Schmeling]] (* 1934), leitete von 1972 bis 1977 das Forstamt Bovenden und wohnt seither in dem Flecken&lt;br /&gt;
* [[Ingrid Stampa]] (* 1950), Musikprofessorin, Haushälterin von Kardinal [[Benedikt XVI.|Ratzinger]], Übersetzerin seiner Bücher und Mitarbeiterin im [[Heiliger Stuhl|Vatikan]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.st-paulus-goettingen.de/unsere-pfarrgemeinde/gemeindeleitungsteams/leitungsteam-st-franziskus/ Gemeindeleitbild und Leitungsteam St. Franziskus, Göttingen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Gabriele Lösekrug-Möller]] (* 1951), Politikerin (SPD), MdB&lt;br /&gt;
* [[Michael Lühmann]] (* 1980), Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), lebt in Bovenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Jüdischer Friedhof (Bovenden)}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bovenden.de/ Offizielle Website]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4007879-6}}&lt;br /&gt;
* {{dmoz|World/Deutsch/Regional/Europa/Deutschland/Niedersachsen/Landkreise/G%c3%b6ttingen/St%c3%a4dte_und_Gemeinden/Bovenden/}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Wilske</name></author>
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