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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Boundary_Scan_Test</id>
	<title>Boundary Scan Test - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T10:34:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Boundary_Scan_Test&amp;diff=198281&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dwi Secundus: Grammatik</title>
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		<updated>2025-10-16T10:34:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammatik&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
{{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Boundary Scan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}} (engl.) und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grenzpfadabtastung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind synonyme Begriffe für ein standardisiertes Verfahren zum Testen [[Digitaltechnik|digitaler]] und [[Analogtechnik|analoger]] Bausteine in der [[Elektronik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Durch die hohe Integrationsdichte von [[integrierte Schaltung|integrierten Schaltungen]] (ICs) und die Komplexität und Kleinheit heutiger Schaltungsaufbauten ([[Leiterplatte]]n), wird es immer schwieriger, physisch auf bestimmte Punkte einer Schaltung zuzugreifen. Die [[Verschaltung]] von Leiterplatten wird vermehrt über zusätzliche innere Verbindungsleitungen geführt. Sogenannte [[Mehrlagenplatine]]n (engl. {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;multilayer PCBs&amp;#039;&amp;#039;}}) können bis zu 20 solcher Verdrahtungsebenen besitzen. Durch die hohe Packungsdichte von Bausteinen und IC-Gehäusen, bei denen die Anschlüsse unter dem Gehäuse verborgen sind ([[Ball Grid Array|BGA]]s), ist ein direkter mechanischer Zugriff auf Anschlüsse z.&amp;amp;nbsp;T. nicht möglich. Es ist also notwendig, ICs und Leiterplatten ohne direkten physischen Zugang zu prüfen, wie er zum Beispiel bei einem [[In-Circuit-Test]] notwendig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb entwickelte in den 1980er Jahren eine Gruppe von Testexperten von [[Philips]], [[BT Group|BT]], [[General Electric Company|GEC]], [[Texas Instruments|TI]] das als Boundary Scan bekannte Verfahren vorwiegend in Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.jtag.com/de/jtag-boundary-scan-firmly-based-on-ieee-standards/# |titel=JTAG Boundary-Scan basiert auf IEEE-Standards |hrsg=JTAG Technologies |abruf=2025-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Joint Test Action Group]] (JTAG) wurde 1985 gegründet, um eine Methodik für das Testen und [[Debuggen]] von ICs und Leiterplatten zu entwickeln. Basierend auf einem von [[Edward B. Eichelberger|Eichelberger]] 1977 vorgeschlagenen Prinzip eines [[Scan Test]]s, bei dem für einen Test alle [[Flipflop]]s eines ICs zu langen [[Schieberegister]]n zusammengeschaltet werden können, so dass  jeder Zustand jedes Flipflops von außen beobachtbar und steuerbar wird, wurde das Konzept des Boundary Scan Tests entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Edward Eichelberger, Thomas Williams  | Titel=A logic Design Structure for LSI Testability | Sammelwerk=Proceedings of the 14th Design Automation Conference | Datum= June 1977 | Seiten= 462–468}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorschläge wurden 1990 durch den [[Institute of Electrical and Electronics Engineers|IEEE]]-Standard 1149.1 international [[Normung|genormt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.ti.com/lit/an/ssya002c/ssya002c.pdf |titel=IEEE Standard 1149.1 (JTAG) Testability |titelerg=Primer |hrsg=[[Texas Instruments]] |datum=1997 |format=PDF |sprache=en |abruf=2025-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Boundary-Scan-Methode verwendet zusätzliche Zellen (Latches), mit deren Hilfe Signale über vordefinierte Pfade von außen in die zu testende Schaltung injiziert werden können. Die Signale aus der Schaltung, die an Pins des IC anliegen, können über den Scanpfad erfasst werden. Im Normalbetrieb sind die Latches passiv. Es besteht kein Unterschied zu ICs ohne Boundary-Scan-Funktionalität; die Anschlüsse des Chip sind nur mit den Pins des IC verbunden. Im Testbetrieb werden sie dem Verfahren entsprechend aktiv gesteuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Anwendung der Boundary-Scan-Methode in einer integrierten Schaltung zu ermöglichen, werden (mindestens) an den Ein- und Ausgängen hochintegrierter Bausteine entsprechende spezielle Modifikationen eingebaut. Dabei ist an jedem Ein- oder Ausgang eines IC eine Boundary-Scan-Zelle eingebaut. Alle Boundary-Scan-Zellen sind [[Reihenschaltung|seriell]] zu einer Kette verknüpft, welche die gesamte I/O-Struktur der Integrierten Schaltung umfasst. Das IC besitzt mindestens vier eigens reservierte Steuerungs- und Daten-Pins. Dabei handelt es sich um Testdaten-Eingang (TDI) und -Ausgang (TDO), einen Test-Takt (TCK) und einen Test-Mode-Select-Anschluss (TMS) sowie den optionalen Test-Reset-Eingang (TRST). Diese Pins ergeben zusammen den Test Access [[Port (Schnittstelle)|Port]] (TAP). Dabei handelt es sich um einen synchronen [[Endlicher Automat|endlichen Automaten]] (engl. {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;finite state machine&amp;#039;&amp;#039;}}, FSM) mit 16 möglichen Zuständen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über TDI/TDO werden die [[Testdaten]] weitergegeben. TMS dient zur Verteilung von Steuerbefehlen, welche individuell für jede Integrierte Schaltung den gewünschten Test-Modus einstellen. Mit der steigenden Flanke von TCK werden jeweils die externen Daten von TDI in die entsprechenden [[Register (Computer)|Register]] eingelesen. TRST dient zum Initialisieren der FSM.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Jtag chain.svg|mini|350px|Scankette aus drei Testgeräten]]&lt;br /&gt;
Die eigentliche Scankette beginnt mit dem TDI-Eingangspin der Schaltung. Dieser wird über den Stecker auf der Leiterplatte mit dem TDO des Boundary-Scan-Testgeräts verbunden. Die Kette wird durch Verbinden der TDO-Ausgänge der einzelnen ICs jeweils mit TDI des nächsten IC fortgesetzt. Am Ende der Kette wird über den Stecker der letzte TDO-Ausgang mit TDI des Boundary-Scan-Testgeräts verbunden. TMS, TCK und optional TRST werden parallel von allen ICs mit den entsprechenden Pins am Stecker verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TDI- und TDO-Daten werden über eine Schiebe-Funktion in die Eingangs-Scan-Zellen (Scankette, siehe [[Scan Test]]) seriell ein- bzw. ausgeschoben. Wenn alle TDI-Daten eingetaktet sind, werden sie parallel in die zu testende Schaltungsanordnung ausgegeben. Das Antwortsignal kann dann von den Ausgangs-Scan-Zellen erfasst und seriell ausgelesen werden. Die Scan-Zellen befinden sich meist an den [[Integrierter Schaltkreis|I/O-Pins]], welche dadurch umgangen werden können. Durch das Boundary-Scan-Prinzip vermeidet man das Kontaktieren einer großen Anzahl von Pins und damit mögliche Kontaktfehler und erreicht leicht (Teil)-Schaltungen im Inneren eines Chips. Meist wird eine Vielzahl von Scanketten ({{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;scan chains&amp;#039;&amp;#039;}}) parallel betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Boundary-Scan-Funktionalität können Verbindungen zwischen Pins mit Boundary-Scan-Funktion geprüft werden. Ebenso ist es möglich, Kurzschlüsse zwischen diesen Pins festzustellen.&lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Boundary-Scan-Ausgangszellen können auch externe programmierbare Speicher programmiert werden. Typischerweise handelt es sich dabei um [[Flash-Speicher]]. Durch den Umweg über die Scankette ist dieses Verfahren aber langsamer als andere Programmierverfahren und somit nur für kleinere Datenmengen geeignet.&lt;br /&gt;
Flüchtige Speicher können durch Programmieren und anschließendes Auslesen von Bitmustern über die Boundary-Scan-Zellen überprüft werden. Dadurch können auch ihre Lötverbindungen geprüft werden. Dieses Verfahren wird beispielsweise bei [[Random-Access-Memory|RAM]]-Speichern verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Joint Test Action Group|JTAG]]-Standard [[IEEE]] 1149.1 legt die Spezifikationen des TAP-Busses sowie der Scan-Zellen fest. Dieser Standard wird durch den P1500-Standard zum [[Backplane]]-Testen ergänzt, um viele unterschiedliche Systeme in einer elektronischen Einheit über dieselbe Schnittstelle zu testen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Test von analogen Signalen wurde inzwischen der [[Joint Test Action Group|JTAG]]-Standard [[IEEE]] 1149.4 definiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AC-gekoppelte oder differenzielle Signale können unter Verwendung des [[Joint Test Action Group|JTAG]]-Standard [[IEEE]] 1149.6 getestet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionelle Erweiterungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die reine Testfunktion hinausgehend bieten viele Speicherbausteine mit Boundary Scan über den TAP-Bus auch Möglichkeiten, den betreffenden Baustein in der Schaltung (engl. &amp;#039;&amp;#039;in-circuit&amp;#039;&amp;#039;) zu programmieren. Bei [[Mikroprozessor]]en können über die meist als &amp;#039;&amp;#039;JTAG-Schnittstelle&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete Verbindung auch Diagnoseprogramme zum [[Debuggen]] und Fehlersuchen laufen. Damit ist der Einsatz spezieller und meist teurer [[In-Circuit-Emulator]]en hinfällig. Alle diese Erweiterungen sind allerdings durch spezielle, meist nicht dokumentierte Befehle am TAP-Bus realisiert und stark hersteller- und bausteinspezifisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Integration ==&lt;br /&gt;
Jedes Testverfahren hat seine Grenzen bezüglich Testabdeckung und Fehlererkennung bzw. Diagnose. Dazu kommt die zunehmende Komplexität aktueller und vor allem zukünftiger Baugruppen. Bauformen wie [[Ball Grid Array|BGA]], µBGA oder [[Flip-Chip-Montage|Flip Chip]] lassen kaum noch Möglichkeiten eines mechanischen Zugriffs zu. Um eine optimale bzw. maximale Testtiefe zu erreichen, ist es daher sinnvoll, Prüfverfahren miteinander zu kombinieren. Boundary Scan kann als Option zur größeren Test- und Fehlerabdeckung in [[Automatic Test Equipment|ATE]]-Systeme wie [[In-Circuit-Test]]er, Flying-Probe-Tester,  [[Funktionstest]]systeme oder [[Automatische optische Inspektion|AOI]]-Systeme integriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.corelis.com/products/Boundary-Scan_Tutorial.htm Boundary-Scan Tutorial and Applications] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.goepel.com/fileadmin/pdf/ejs/de/EJS_DFT-Guide.pdf Design for Test - Foresighted Board Level Design for Optimal Testability and Coverage] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrische Messtechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dwi Secundus</name></author>
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