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	<title>Boulevardtheater - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Boulevardtheater&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine im [[Paris]] des ausgehenden 18. Jahrhunderts entstandene privatwirtschaftliche Theaterform und kann sich gleichermaßen auf eine Art von Spielstätten wie auf ein Theatergenre beziehen. Am Boulevardtheater besonders erfolgreiche Autoren werden &amp;#039;&amp;#039;Boulevardier&amp;#039;&amp;#039; genannt. Im deutschen Sprachgebrauch wird der Ausdruck Boulevardtheater heute für [[Schwank|Schwänke]] im Bereich des Kleintheaters verwendet. Er umfasst jedoch ursprünglich sämtliche privatwirtschaftlichen Theaterformen mit Genres wie dem Kriminal- und Abenteuerstück, die heute mehrheitlich auf das Kino übergegangen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Boulevardtheater bezeichnet im 18./19. Jahrhundert eher Spielstätten oder Institutionen als ein spezifisches [[Theatergenre]]. Er hängt mit der [[Urbanisierung]] und der Emanzipation der bürgerlichen Unterhaltungsformen zusammen: Im Unterschied zu den hölzernen [[Schaubude]]n auf den Jahrmärkten hatten die Boulevardtheater feste, aus Stein gebaute, repräsentative, aber zumeist privat geführte Häuser. Im engeren Sinne waren mit den „Boulevardtheatern“ ursprünglich die vier direkt nebeneinander stehenden Gebäude [[Cirque Olympique]], [[Théâtre des Folies-Dramatiques]], [[Théâtre de la Gaîté]] und [[Théâtre des Funambules]] am Pariser [[Boulevard du Temple]] gemeint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Boulevard du Temple war bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Unterhaltungsviertel der größten kontinentaleuropäischen Stadt [[Paris]]. Dort entstanden große privatwirtschaftliche Bühnen wie das [[Théâtre de l’Ambigu-Comique]] (1769), die dem [[Melodram (Theater)|Melodram]] und der [[Pantomime]], oft auch in Mischformen mit Konzert- oder [[Zirkus]]-Darbietungen, gewidmet waren. Sie lösten die Spielstätten des [[Pariser Jahrmarktstheater]]s ab. Das [[Napoleonisches Theaterdekret|Napoleonische Theaterdekret]] von 1807 bezeichnete die Boulevardtheater als zweitrangig und verlangte von ihnen eine Spezialisierung auf bestimmte Genres. – Andere europäische Städte wie Wien (mit den [[Wiener Vorstadttheater]]n) und Berlin (mit dem [[Königsstädtisches Theater|Königsstädtischen Theater]]) schlossen sich dieser Entwicklung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „typische“ Genre der Boulevardtheater nennt man heute [[Boulevardstück]]. Die „ernste“ Seite des Boulevardtheaters, also die Abenteuer- und Kriminalstücke, ist heute oft nicht mehr gegenwärtig, weil sie fast restlos von Film und Fernsehen übernommen worden ist. Der Ausdruck Boulevardstück wird im heutigen Sprachgebrauch zumeist als grobe [[Komödie]], als [[Burleske]] oder [[Schwank]], verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In neuerer Zeit wird der Ausdruck Boulevardtheater oft mit einem späteren Stadium der Theatergeschichte verbunden, also nicht mehr mit den großen Boulevardtheatern und ihren aufwändigen, zirkusartigen Produktionen, sondern mit den kleineren [[Music-Hall]]s oder [[Singspielhalle]]n, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden und den [[Vaudeville]]s und [[Farce (Theater)|Farces]], die dort seit dem [[Zweites Kaiserreich|Zweiten Kaiserreich]] zur Aufführung kamen. In Paris waren das die kleineren Unterhaltungstheater, die die Neugestaltung der [[Boulevard]]s durch [[Georges-Eugène Haussmann]] überstanden wie die &amp;#039;&amp;#039;Folies Concertantes&amp;#039;&amp;#039; (1851) oder dort neu gebaut wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Französischen hat „Boulevardtheater“ nicht den negativen Anstrich, den es im Deutschen besitzt, und kann sich auf aktuelles Zeittheater in einem respektablen Rahmen beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*McCormick, John: &amp;#039;&amp;#039;Popular Theatres on Nineteenth-Century France,&amp;#039;&amp;#039; London / New York: Routledge 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4007866-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4007866-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theatergeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Boulevardtheater| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zollernalb</name></author>
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