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	<title>Bosnier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Darkking3 am 2. April 2026 um 06:49 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bosnier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{hbsS-Latn|Bosanac}}, bosnisch: Bosanac, Pl.: {{lang|hbs-Cyrl|Босанци|Bosanci}}) kann einen [[Staatsangehörigkeit|Staatsangehörigen]] des Gesamtstaates [[Bosnien und Herzegowina]]s oder den Einwohner des Landesteils [[Bosnien]] bezeichnen. Die Bezeichnung wird dabei unabhängig von [[Religion]] oder [[Ethnie]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ausland wird der Begriff fälschlicherweise auch häufig synonym mit [[Bosniaken]], im Sinne einer vermeintlichen [[Titularnation]], verwendet. Der Begriff Bosniaken bezeichnet jedoch nur die [[Slawische Muslime|bosnischen Muslime]] (im [[Slawische Muslime#Ethnische Muslime im Kontext der Nationalitätenpolitik Jugoslawiens|ethnischen Sinn]]) unter Nichtbeachtung der [[Serben#Bosnien und Herzegowina|bosnischen Serben]] und [[Kroaten in Bosnien und Herzegowina|Kroaten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ethnien ==&lt;br /&gt;
[[Datei:DemoBIH1991.png|mini|Bevölkerungsmehrheiten in [[Bosnien und Herzegowina]] im Jahre 1991 (vor Ausbruch des [[Bosnienkrieg]]s)]]&lt;br /&gt;
Die meisten Bosnier gehören einer oder mehrerer der drei großen ethnischen Gruppen des Landes – [[Bosniaken]], [[Kroaten in Bosnien und Herzegowina|Kroaten]] und [[Serben in Bosnien und Herzegowina|Serben]] – an, die sich entlang konfessioneller Grenzen herausgebildet haben, jedoch dieselbe Sprache sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionen ==&lt;br /&gt;
Laut dem Zensus von 2013 bekennt sich in Bosnien-Herzegowina eine Mehrheit von ca. 50,7 % zum [[Islam]] (zumeist Bosniaken), gefolgt vom [[Östliche Orthodoxie in Bosnien und Herzegowina|orthodoxen Christentum]] mit ca. 30,7 % (zumeist serbische Bosnier) und der [[Römisch-katholische Kirche in Bosnien und Herzegowina|römisch-katholischen Kirche]] mit ca. 15,2 % (zumeist kroatische Bosnier). 0,3 % sind Agnostiker und 0,8 % Atheisten. 2,3 % gehören anderen Religionen an oder gaben keine Antwort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache ==&lt;br /&gt;
Die überwiegende Mehrheit der Bosnier spricht die bosnische Sprache. Das Bosnische hat im Laufe seiner geschichtlichen Entwicklung neben lateinischer und kyrillischer Schrift auch verschiedene andere Alphabete verwendet: Bosančica (eine spezielle kyrillische Schrift, die vor allem in Bosnien-Herzegowina, aber auch in Dalmatien verwendet wurde; auch Begovica genannt), Arebica (eine erweiterte arabische Schrift angepasst an das bosnische Alphabet) und in einigen Gebieten auch die Glagoliza. Die in Bosnien gesprochenen Dialekte sind zwar linguistisch homogener als die in Kroatien oder Serbien, jedoch wurde es während des 19. Jahrhunderts aus geschichtlichen Gründen versäumt, eine Standardisierung der Sprache durchzuführen. Das erste bosnische Wörterbuch war ein bosnisch-türkisches Wörterbuch von Muhamed Hevaji Uskufi aus dem Jahr 1631.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Arbeit Uskufis ein Einzelstück blieb, wurden beispielsweise kroatische Wörterbücher regelmäßig erweitert und neu aufgelegt. Dies hatte vor allem folgende Ursachen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bosniakische Elite und viele Schriftsteller bevorzugten Arabisch, Türkisch oder Persisch als Literatursprache.&lt;br /&gt;
Die bosniakische nationale Identität wurde im Vergleich zur kroatischen oder serbischen relativ spät entwickelt und versuchte dann auch nicht, sich über die Sprache zu differenzieren.&lt;br /&gt;
Ursache für den letzteren Punkt dürfte die Tatsache sein, dass Bosnien und Herzegowina lange Zeit abwechselnd mal zum Okzident, mal zum Orient gehörten. Das erklärt auch die Herkunft der arabischen Wörter, die in einer slawischen Sprache sonst eher selten anzutreffen sind. Da der Orient im Mittelalter kulturell und intellektuell weiter vorangeschritten war als der Okzident, verwundert es nicht, dass die Elite orientalische Sprachen bevorzugte – stammte sie doch größtenteils aus eben jenem Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kodifizierungen der bosnischen Sprache während des 19. und 20. Jahrhunderts wurden meist außerhalb Bosnien-Herzegowinas entwickelt. Zum Jahrhundertwechsel kam es zur sogenannten „Bosnischen Renaissance“, auf der die bosnische Sprache bis heute aufbaut: Es wurden vor allem Begriffe normiert, die eher der kroatischen als der serbischen Form ähnelten, das heißt, es wurde die westlich-štokavisch-ijekavische Form mit lateinischer Schrift als Regel festgelegt, wobei aber auch viele spezifisch bosnische Begriffe eingebaut wurden. Die wichtigsten bosnischen Autoren dieser Zeit, die zur Normierung der Sprache beigetragen haben, waren Safvet-beg Bašagić, Musa Ćazim Ćatić und Edhem Mulabdić.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Periode des sozialistischen Jugoslawiens wurde nur der Begriff Serbokroatisch verwendet. Innerhalb des Serbokroatischen überwog jedoch das Serbische, wobei die lateinische Schrift beibehalten wurde. Seit dem Zerfall Jugoslawiens in verschiedene Nationalstaaten werden die vorher als Varianten bezeichneten Formen als verschiedene Sprachen anerkannt. Im Bosnischen wurden großteils die Regeln aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg („Bosnische Renaissance“) wiederhergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bosnische zeichnet sich gegenüber dem Serbischen und Kroatischen vor allem durch eine etwas höhere Anzahl von Fremd- und Lehnwörtern aus dem Türkischen, Arabischen und Persischen (Turzismen) aus. Außerdem ist die Betonung des Buchstabens &amp;#039;h&amp;#039; stärker ausgeprägt als in den anderen beiden südslawischen Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bosnische Diaspora ==&lt;br /&gt;
In der [[Diaspora]] leben Bosnier vor allem in Nordamerika und Westeuropa. Zumeist kamen sie dorthin als [[Arbeitsmigration|Arbeitsmigranten]] („Gastarbeiter“) oder nach Beginn des [[Bosnienkrieg]]es 1992 als Kriegsflüchtlinge. In Deutschland lebten im Jahr [[2013]] rund 240.000 Bosnier.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dw.com/de/bosnier-in-deutschland-eine-zweite-heimat/a-16475659 Belma Fazlagic-Sestic: &amp;#039;&amp;#039;Bosnier in Deutschland: Eine zweite Heimat&amp;#039;&amp;#039;, dw.com 12. Januar 2013 (abgerufen am 3. September 2022).]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Portal|Bosnien und Herzegowina}}&lt;br /&gt;
* [[Herzegowiner]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte von Bosnien und Herzegowina]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bosnier| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Darkking3</name></author>
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