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	<title>Borstengürteltiere - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Borsteng%C3%BCrteltiere&amp;diff=277175&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, Kleinkram</title>
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		<updated>2026-03-13T12:03:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Borstengürteltiere&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Chaetophractus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Leopold Fitzinger|Fitzinger]], 1871&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Euphractinae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      =&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Chlamyphoridae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Gürteltiere&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Dasypoda&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Gepanzerte Nebengelenktiere&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Cingulata&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Nebengelenktiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Xenarthra&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Überordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Chaetophractus vellerosus3.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Kleines Borstengürteltier]] (&amp;#039;&amp;#039;C. vellerosus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Borstengürteltiere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Chaetophractus&amp;#039;&amp;#039;) sind eine [[Säugetiere|Säugetiergattung]] aus der Gruppe der [[Gürteltiere]] (Dasypoda). Ihren Namen haben sie von den borstenartigen Haaren am Panzer. Die Gattung wird heute in zwei Arten unterteilt: das [[Braunborsten-Gürteltier]] (&amp;#039;&amp;#039;C. villosus&amp;#039;&amp;#039;) und das [[Kleines Borstengürteltier|Kleine Borstengürteltier]] (&amp;#039;&amp;#039;C. vellerosus&amp;#039;&amp;#039;). Das „[[Andenborstengürteltier]]“ (&amp;#039;&amp;#039;C. nationi&amp;#039;&amp;#039;) galt bis zum Jahr 2016 als eigenständige Art, wurde dann aber aufgrund fehlender Merkmalsunterschiede zum Kleinen Borstengürteltier mit diesem vereinigt. Darüber hinaus steht das [[Zwerggürteltier]] (&amp;#039;&amp;#039;Zaedyus pichyi&amp;#039;&amp;#039;), das als eigenständige Gattung anzusehen ist, genetischen Untersuchungen zufolge innerhalb der Borstengürteltiere, wodurch letztere keine geschlossene Einheit darstellen. Die Borstengürteltiere leben in trockenen und offenen Landschaften in [[Südamerika]] und ernähren sich als [[Allesfresser]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chaetophractus nationi, Oruro, Bolivia - 20090824.jpg|miniatur|links|Kleines Borstengürteltier aus den Hochlagen der [[Anden]] („Andenborstengürteltier“)]]&lt;br /&gt;
Borstengürteltiere sind weitgehend kleine bis mittelgroße [[Gürteltiere]] mit einer [[Kopf-Rumpf-Länge]] von etwa 20 bis 36 cm und eine Schwanzlänge von 9 bis 18 cm. Das Gewicht variiert zwischen 0,5 und 3,5 kg. Der Kopf ist mit einem Schild aus kleinen, knöchernen Plättchen gepanzert und reicht fast bis zur Nasenspitze. Die Ohren sind eher kurz, stehen weit auseinander und weisen abgerundete Enden auf. Das Gebiss weicht von jenem der anderen [[Säugetiere]] ab und besteht aus charakteristischen Zahnbildungen, die kein [[Zahnschmelz]] und nur eine Wurzel aufweisen. Im Oberkiefer befinden sich 9, im Unterkiefer 9 oder 10 solcher Zähne je Kieferhälfte, insgesamt also 36 bis 38. Von den meisten anderen Gürteltierarten unterscheiden sich die Borstengürteltiere durch die starke Körperbehaarung, die auch den Rückenpanzer miteinschließt. Die Haare sind am Rücken hell- bis dunkelbraun, an der Unterseite sowie an den häufiger mit einem dichteren Fell ausgestatteten Gliedmaßen hellbraun bis weiß gefärbt. Der Rückenpanzer besitzt eine markant breite und flache Form und ist in bänderartige Segmente unterteilt, die wie beim Kopfschild aus einzelnen, kleinen Knochenplättchen bestehen. Zwischen den beiden festen Schulter- und Beckenteilen des Panzers befinden sich sieben bis neun bewegliche Bänder. Am hinteren Panzerende treten einzelne Löcher in den Plättchen auf, in denen [[Drüse]]n ausgebildet sind. Diese produzieren ein [[Sekret]], welches den Borstengürteltieren einen charakteristischen Duft verleihen. Die kurzen Beine enden vorne und hinten in jeweils fünf krallenbewehrte Zehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina 2000&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith 2012&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Borstengürteltiere bewohnen vor allem den mittleren und südlichen Teil [[Südamerika]]s. Das Verbreitungsgebiet umfasst das südliche [[Bolivien]], [[Paraguay]], [[Argentinien]], das nördliche [[Chile]] und das südliche [[Peru]]. Einzelne Gruppen wurden zudem auf [[Feuerland]] angesiedelt. Bevorzugt werden dabei offene und eher trockene Lebensräume wie Grasland oder Halbwüsten, so vor allem die [[Pampa]]-Region und [[Patagonien]]. Eine [[Population (Biologie)|Population]] des [[Kleines Borstengürteltier|Kleinen Borstengürteltiers]] kommt relativ isoliert in den Hochlagen der [[Anden]] in bis zu 4000 m Höhe vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abba et al. 2010&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
=== Territorialverhalten ===&lt;br /&gt;
[[Datei: Chaetophractus villosus (Wroclaw zoo)-1.JPG|miniatur|hochkant|[[Braunborsten-Gürteltier]] (&amp;#039;&amp;#039;Chaetophractus villosus&amp;#039;&amp;#039;) im Zoo von [[Wrocław]]]]&lt;br /&gt;
Borstengürteltiere sind Einzelgänger, die [[Aktionsraum|Aktionsräume]] unterhalten, welche bis zu 3,5 ha umfassen. Sie graben mit ihren Krallen mehrere Meter lange Baue, die ihnen als Ruheplatz dienen. Auch Fressfeinden, darunter [[Katzen|Raubkatzen]] und [[Greifvögel]], versuchen sie zu entkommen, indem sie sich vergraben. Gelingt dies nicht, pressen sie sich fest an den Boden, um den ungepanzerten Bauch zu schützen und rammen die Krallen in den Boden. Weiterhin haben Borstengürteltiere keine feste Aktivitätsperiode, diese hängt von Klima und Jahreszeit ab. Im Sommer in heißen Gebieten sind sie durchaus nachtaktiv, im Winter in kühlen Gebieten tagaktiv.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina 2000&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith 2012&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
Borstengürteltiere sind [[Allesfresser]], die sowohl pflanzliche Materialien, zu denen vor allem [[Frucht|Früchte]], [[Wurzel (Pflanze)|Wurzeln]] und [[Pflanzenknolle|Knolle]]n zählen, als auch tierische Reste wie [[Insekten]], [[Made]]n, kleine [[Wirbeltiere]] und [[Aas]] zu sich nehmen. Berichten zufolge graben sich einzelne Vertreter der Borstengürteltiere in Kadaver größerer Tiere hinein, um Aas und Insekten zu konsumieren. Es gibt Hinweise darauf, dass das Nahrungsspektrum teils abhängig ist von den [[Jahreszeit]]en und deshalb im Jahresrhythmus etwas variiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina 2000&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith 2012&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortpflanzung ===&lt;br /&gt;
Nach einer [[Tragzeit]] von rund 60 bis 75 Tagen kommen im Normalfall zwei Jungtiere zur Welt, die zwischen 86 und 115 g wiegen. Deren Aufzucht ist allein Aufgabe der Weibchen, die Männchen beteiligen sich nicht daran. Neugeborene sind klein und hilflos, ihre Augen öffnen sich im Alter von zwei bis vier Wochen. Auch der Panzer härtet erst nach einigen Wochen aus. Mit rund 50 bis 60 Tagen werden sie entwöhnt und erreichen die Geschlechtsreife im Alter von neun bis maximal zwölf Monaten. Das höchste bekannte Lebensalter eines Borstengürteltiers betrug 20 Jahre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina 2000&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina et al. 2012&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
{{userboxtop|toptext=&amp;lt;small&amp;gt;Innere Systematik der Gürteltiere nach Gibb et al. 2015&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gibb et al. 2015&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Klade|style=white-space:nowrap;font-size:75%;line-height:100%&lt;br /&gt;
|label1=&amp;amp;nbsp;[[Gürteltiere|Dasypoda]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
  |label1=&amp;amp;nbsp;[[Dasypodidae]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
  |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Dasypus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
  |label2=&amp;amp;nbsp;[[Chlamyphoridae]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
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        }}&lt;br /&gt;
      }}&lt;br /&gt;
    }}&lt;br /&gt;
  }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{userboxbottom}}&lt;br /&gt;
Die Borstengürteltiere (&amp;#039;&amp;#039;Chaetophractus&amp;#039;&amp;#039;) stellen eine [[Gattung (Biologie)|Gattung]] aus der Gruppe der [[Gürteltiere]] (Dasypoda) und der [[Ordnung (Biologie)|Ordnung]] der [[Gepanzerte Nebengelenktiere|Gepanzerten Nebengelenktiere]] (Cingulata) dar. Innerhalb der Gürteltiere gehören sie zur [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Chlamyphoridae]] und zur Unterfamilie der [[Euphractinae]]. Diese setzt sich zusätzlich aus den [[Sechsbinden-Gürteltier]] (&amp;#039;&amp;#039;Euphractus sexcinctus&amp;#039;&amp;#039;) und dem [[Zwerggürteltier]] (&amp;#039;&amp;#039;Zaedyus pichiy&amp;#039;&amp;#039;) zusammen. Die Euphractinae sind wiederum als [[Schwestergruppe]] einer [[Klade]] bestehend aus den [[Chlamyphorinae]] mit den beiden Gürtelmullarten und den [[Tolypeutinae]] mit unter anderem den [[Kugelgürteltiere]]n (&amp;#039;&amp;#039;Tolypeutes&amp;#039;&amp;#039;) und dem [[Riesengürteltier]] (&amp;#039;&amp;#039;Priodontes&amp;#039;&amp;#039;) aufzufassen. [[Molekulargenetik|Molekulargenetische]] Untersuchungen ergaben, dass sich die Chlamyphoridae im Oberen [[Eozän]] vor 37 Millionen Jahren aufspalteten, die Euphractinae begannen sich im Unteren [[Miozän]] stärker diversifizierten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krull et al. 2007&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Delsuc et al. 2012&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gibb et al. 2015&amp;quot;/&amp;gt; Die drei heute lebenden Gürteltiergattungen der Euphractinae bilden zusätzlich zusammen die [[Tribus (Biologie)|Tribus]] der [[Euphractini]], welche zahlreiche weitere, heute allerdings ausgestorbene Formen enthält, wie etwa das aus dem [[Oligozän]] nachgewiesene &amp;#039;&amp;#039;[[Prozaedyus]]&amp;#039;&amp;#039;. Innerhalb der Unterfamilie stehen die Euphractini der Tribus der [[Eutatini]] gegenüber, welche heute erloschen ist, aber sehr vielgestaltig war. Mitglieder dieser Gruppe sind unter anderem Gürteltierformen wie &amp;#039;&amp;#039;[[Eutatus]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Stenotatus]]&amp;#039;&amp;#039;. Vor allem &amp;#039;&amp;#039;Stenotatus&amp;#039;&amp;#039; aus dem Mittleren Miozän war dabei sehr formenreich und umfasst wenigstens fünf Arten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Croft et al. 2009&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt zwei Arten sind heute anerkannt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gibb et al. 2015&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{userboxtop|toptext=&amp;lt;small&amp;gt;Innere Systematik der der Euphractinae nach Abba et al. 2015&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abba et al. 2015&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Klade|style=white-space:nowrap;font-size:75%;line-height:100%&lt;br /&gt;
|label1=&amp;amp;nbsp;[[Euphractinae]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
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    }}&lt;br /&gt;
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    }}&lt;br /&gt;
  }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{userboxbottom}}&lt;br /&gt;
* [[Kleines Borstengürteltier]] oder Weißhaar-Gürteltier (&amp;#039;&amp;#039;Chaetophractus vellerosus&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|[[John Edward Gray|Gray]]}}, 1865)); westliches [[Bolivien]] und nordwestliches Argentinien&lt;br /&gt;
* [[Braunborsten-Gürteltier]] oder Braunhaar-Gürteltier (&amp;#039;&amp;#039;Chaetophractus villosus&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|[[Anselme Gaëtan Desmarest|Desmarest]]}}, 1804)); nördliches [[Paraguay]] bis südliches [[Argentinien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Molekulargenetik|Molekulargenetische]] Untersuchungen, die im Jahr 2015 veröffentlicht wurden, zeigten auf, dass die Borstengürteltiere möglicherweise [[paraphyletisch]] sind, da das Braunborsten-Gürteltier dem Sexbinden-Gürteltier, das Kleine Borstengürteltier aber dem Zwerggürteltier näher steht. Gleichzeitig vorgenommene Studien zu Schädelmerkmalen und speziellen Charakteristika der Panzerung ergaben zudem keine größeren Unterschiede zwischen dem Kleinen Borstengürteltier und dem „[[Andenborstengürteltier]]“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abba et al. 2015&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gibb et al. 2015&amp;quot;/&amp;gt; das ursprünglich unter der wissenschaftlichen Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Chaetophractus nationi&amp;#039;&amp;#039; als eigenständige Art geführt wurde und welches vom südlichen [[Peru]] bis zum nördlichen [[Chile]] verbreitet ist. Auch aufgrund fehlender genetischer Unterschiede wurde das „Andenborstengürteltier“ im Jahr 2016 mit dem Kleinen Borstengürteltier [[Synonym (Taxonomie)|synonymisiert]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne Vertreter der Borstengürteltiere waren in [[Europa]] schon seit Beginn des 19. Jahrhunderts bekannt, eine erste Beschreibung fertigte [[Félix de Azara]] in seinem Bericht &amp;#039;&amp;#039;Le Tatou Velu&amp;#039;&amp;#039; über das Braunborsten-Gürteltier an, welchen er 1801 in seiner Schriftensammlung &amp;#039;&amp;#039;Essais sur l’Histoire Naturelle des Quadrupèdes de la Province du Paraguay&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht hatte. Der Gattungsname &amp;#039;&amp;#039;Chaetophractus&amp;#039;&amp;#039; wurde aber erst 1871 von [[Leopold Fitzinger]] eingeführt, in seiner Publikation &amp;#039;&amp;#039;Die natürliche Familie der Gürtelthiere (Dasypodes)&amp;#039;&amp;#039; benutzte er den deutschen [[Trivialname]]n „Borstenarmadill“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fitzinger 1871&amp;quot;/&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Armadillo&amp;#039;&amp;#039; wiederum kommt aus dem [[Spanische Sprache|Spanischen]] und bedeutet „kleiner Gepanzerter“ oder „kleiner Gerüsteter“, wobei das Wort heute die offizielle Bezeichnung für die Gürteltiere im [[Englische Sprache|Englischen]] und teilweise im Spanischen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammesgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der [[Fossilbericht]] der Borstengürteltiere reicht möglicherweise bis in das Obere [[Miozän]] zurück. Die ältesten Funde stammen aus der [[Andalhuala-Formation]] in der [[Argentinien|nordargentinischen]] Provinz [[Provinz Tucumán|Tucumán]] und sind etwas jünger als 6 Millionen Jahre. Sie lassen sich dem Kleinen Borstengürteltier zuordnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barasoain et al. 2026&amp;quot;/&amp;gt; Aus Chapadmalal in der argentinischen Provinz [[Buenos Aires (Provinz)|Buenos Aires]] wurden wiederum die frühesten Belege des Braunborsten-Gürteltiers berichtet. Ihr Alter von 3,2 und 4 Millionen Jahren korreliert mit dem Oberen [[Pliozän]]. Deutlich jünger sind weitere Funde des Kleinen Borstengürteltiers, die mit einem Alter von rund 900.000 Jahren in das ältere [[Pleistozän]] datieren und in Punta Hermengo nahe [[Miramar (Buenos Aires)|Miramar]] in der gleichen Provinz entdeckt wurden, es handelt sich dabei im Wesentlichen um Reste der Knochenschildchen des Rückenpanzers.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Soibelzon et al. 2006&amp;quot;/&amp;gt; Die beiden letztgenannten Fundpunkte liegen am Rande des heutigen Verbreitungsgebietes der Borstengürteltiere, gehören aber der [[Pampa]]-Region an, die teilweise als Ursprungsregion der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Chaetophractus&amp;#039;&amp;#039; angesehen wird. Es lässt sich vermuten, dass [[Patagonien]] als einer der weiteren Hauptlebensräume dieser Gürteltiergruppe erst nach dem Ende des jüngsten Eisvorstoßes der der ausgehenden letzten [[Kaltzeit]] vor rund 16.000 Jahren besiedelt wurde, worauf die hohe [[Genetik|genetische]] Variabilität der Populationen in dieser Region hindeutet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Poljak et al. 2010&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedrohung ==&lt;br /&gt;
Das Fleisch dieser Tiere gilt als schmackhaft, weswegen sie vom Menschen gejagt werden. Auch kommt es vor, dass sie verfolgt werden, weil sie mit ihren selbstgegrabenen Bauen in Feldern Schäden anrichten. Trotzdem sind Borstengürteltiere noch relativ häufig, lediglich das Andenborstengürteltier wird von der [[IUCN]] als bedroht gelistet, die beiden anderen Arten sind bisher nicht gefährdet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abba et al. 2010&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina 2000&amp;quot;&amp;gt;Mariella Superina: &amp;#039;&amp;#039;Biologie und Haltung von Gürteltieren (Dasypodidae).&amp;#039;&amp;#039; Universität Zürich, 2000, S. 1–248&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith 2012&amp;quot;&amp;gt;Paul Smith: &amp;#039;&amp;#039;The Xenarthra famalies Myrmecophagidae and Dasypodidae.&amp;#039;&amp;#039; Fauna Paraguay Handbook of the Mammals of Paraguay 2012, S. 1–35&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina et al. 2012&amp;quot;&amp;gt;Mariella Superina und W. J. Loughry: &amp;#039;&amp;#039;Life on the Half-Shell: Consequences of a Carapace in the Evolution of Armadillos (Xenarthra: Cingulata).&amp;#039;&amp;#039; Journal of Mammal Evolution 19, 2012, S. 217–224&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abba et al. 2010&amp;quot;&amp;gt;Agustín Manuel Abba und Mariella Superina: &amp;#039;&amp;#039;The The 2009/2010 Armadillo Red List Assessment.&amp;#039;&amp;#039; Edentata 11 (2), 2010, S. 96–114&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Croft et al. 2009&amp;quot;&amp;gt;Darin Andrew Croft, Federico Anaya, David Auerbach, Carmala Garzione und Bruce J. MacFadden: &amp;#039;&amp;#039;New Data on Miocene Neotropical Provinciality from Cerdas, Bolivia.&amp;#039;&amp;#039; Journal of Mammal Evolution 16 (3), 2009, S. 175–198&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krull et al. 2007&amp;quot;&amp;gt;Maren Möller-Krull, Frédéric Delsuc, Gennady Churakov, Claudia Marker, Mariella Superina, Jürgen Brosius, Emmanuel J. P. Douzery und Jürgen Schmitz: &amp;#039;&amp;#039;Retroposed Elements and Their Flanking Regions Resolve the Evolutionary History of Xenarthran Mammals (Armadillos, Anteaters and Sloths).&amp;#039;&amp;#039; Molecular Biology and Evolution 24, 2007, S.&amp;amp;nbsp;2573–2582.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krull et al. 2007&amp;quot;&amp;gt;Maren Möller-Krull, Frédéric Delsuc, Gennady Churakov, Claudia Marker, Mariella Superina, Jürgen Brosius, Emmanuel J. P. Douzery und Jürgen Schmitz: &amp;#039;&amp;#039;Retroposed Elements and Their Flanking Regions Resolve the Evolutionary History of Xenarthran Mammals (Armadillos, Anteaters and Sloths).&amp;#039;&amp;#039; Molecular Biology and Evolution 24, 2007, S.&amp;amp;nbsp;2573–2582.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Delsuc et al. 2012&amp;quot;&amp;gt;Frédéric Delsuc, Mariella Superina, Marie-Ka Tilak, Emmanuel J. P. Douzery und Alexandre Hassanin: &amp;#039;&amp;#039;Molecular phylogenetics unveils the ancient evolutionary origins of the enigmatic fairy armadillos.&amp;#039;&amp;#039; Molecular Phylogenetics and Evolution 62, 2012, 673–680&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Soibelzon et al. 2006&amp;quot;&amp;gt;E. Soibelzon, A. A. Carlini, E. P. Tonni und L. H. Soibelzon: &amp;#039;&amp;#039;Chaetophractus vellerosus (Mammalia: Dasypodidae) in the Ensenadan (Early-Middle Pleistocene) of the Southeastern Pampean Region (Argentina) - Paleozoogeographical and Paleoclimatic Aspects.&amp;#039;&amp;#039; Neues Jahrbuch für Geologie und Paläontologie, Monatshefte 12, 2006, S. 734–748&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Poljak et al. 2010&amp;quot;&amp;gt;Sebastián Poljak, Viviana Confalonieri, Mariana Fasanella, Magalí Gabrielli und Marta Susana Lizarralde: &amp;#039;&amp;#039;Phylogeography of the armadillo Chaetophractus villosus (Dasypodidae Xenarthra): Post-glacial range expansion from Pampas to Patagonia (Argentina).&amp;#039;&amp;#039; Molecular Phylogenetics and Evolution 55 (1), S. 38–46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fitzinger 1871&amp;quot;&amp;gt;Leopold Joseph Fitzinger: &amp;#039;&amp;#039;Die natürliche Familie der Gürtelthiere (Dasypodes).&amp;#039;&amp;#039; Sitzungsberichte der Methematisch-Naturwissenschaftlichen Klasse der Akademie der Wissenschaften, Wien, Abteilung 1 64, 1871, S. 209–276 und 329–390&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abba et al. 2015&amp;quot;&amp;gt;Agustín M. Abba, Guillermo H. Cassini, Guido Valverde, Marie-Ka Tilak, Sergio F. Vizcaíno, Mariella Superina und Frédéric Delsuc: &amp;#039;&amp;#039;Systematics of hairy armadillos and the taxonomic status of the Andean hairy armadillo (Chaetophractus nationi).&amp;#039;&amp;#039; Journal of Mammalogy 96 (4), 2015, S. 673–689&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gibb et al. 2015&amp;quot;&amp;gt;Gillian C. Gibb, Fabien L. Condamine, Melanie Kuch, Jacob Enk, Nadia Moraes-Barros, Mariella Superina, Hendrik N. Poinar und Frédéric Delsuc: &amp;#039;&amp;#039;Shotgun Mitogenomics Provides a Reference Phylogenetic Framework and Timescale for Living Xenarthrans.&amp;#039;&amp;#039; Molecular Biology and Evolution 33 (3), 2015, S. 621–642&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN&amp;quot;&amp;gt;IUCN SSC Anteater, Sloth and Armadillo Specialist Group: &amp;#039;&amp;#039;Chaetophractus vellerosus.&amp;#039;&amp;#039; In: IUCN: &amp;#039;&amp;#039;IUCN Red List of Threatened Species. Version 2016.&amp;#039;&amp;#039; ([{{IUCN|ID=89604632|ScientificName=Chaetophractus vellerosus|PureURL=yes}}]), zuletzt abgerufen am 17. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barasoain et al. 2026&amp;quot;&amp;gt;D. Barasoain, F. Pujos, D. Ruiz-Ramoni, R. Andrade Flores, V. Serrudo und P. O. Antoine: &amp;#039;&amp;#039;An Early Pleistocene Chaetophractus villosus (Xenarthra, Cingulata) from La Paz, Bolivia: northernmost and highest-altitude record in South America.&amp;#039;&amp;#039; Historical Biology, 2026, [[doi:10.1080/08912963.2026.2621101]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Chaetophractus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Borstengurteltiere}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gürteltiere]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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