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	<title>Borstei - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T12:01:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Borstei&amp;diff=35013&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schotterebene: Revert - verzichtbar</title>
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		<updated>2025-04-03T04:19:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Revert - verzichtbar&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:BORSTEI Brunnen Das Urteil des Paris.jpg|mini|Blick in die Bernhard-Borst-Straße mit Brunnen von 1960 &amp;#039;&amp;#039;Urteil des Paris&amp;#039;&amp;#039;, Bildhauer Prof. [[Jakob Wilhelm Fehrle]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muenchen Borstei.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Hirsch&amp;#039;&amp;#039; (1954) von [[Heinrich Düll]] und [[Georg Pezold]] in der Hildebrandstraße]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zentaur in der Borstei 01.jpg|thumb|Eros reitet den Zentaur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Borstei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine denkmalgeschützte Wohnsiedlung im [[München|Münchner]] Stadtbezirk [[Moosach (München)|Moosach]], die zwischen 1924 und 1929 von dem Architekten und Bauunternehmer [[Bernhard Borst]] erbaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:BORSTEI Zerstörung durch einen Bombentreffer.jpg|mini|Zerstörung durch Bombentreffer]]&lt;br /&gt;
Als neuen Standort seines [[Bauunternehmen]]s erwarb Bernhard Borst 1923 ein ca. 90.000 m² großes [[Grundstück]] an der [[Dachauer Straße]] mit Gleisanschluss. Neben Werkstätten sollten dort auch Wohnhäuser entstehen. Borst schrieb dafür einen [[Architekturwettbewerb]] aus. Unter den 60 Einreichungen, die im Münchner [[Glaspalast (München)|Glaspalast]] ausgestellt waren, wurden zwei 2. Preise vergeben, jedoch kein Sieger gekürt. Borst erstellte nun selbst einen Entwurf: da die Unterbringung des Bauunternehmens entfiel, entstanden in den Folgejahren mehrere um Höfe angeordnete, durch Gewölbe und Durchfahrten verbundene Wohnhäuser. 1927 zog Borst den [[Architekt]]en [[Oswald Bieber]] hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Bau der Borstei verwirklichte der [[Unternehmer]] Borst eines seiner Ideale: {{&amp;quot;|So suchte ich die Wohnfrage zu lösen: Das Schöne des [[Einfamilienhaus]]es mit dem Praktischen einer Etagenwohnung zu verbinden. Dabei wollte ich alles auf die Entlastung der [[Hausfrau]] und auf die [[Gesundheit]] der Menschen abstimmen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben war die Verwebung von Kunst und Natur von großer Bedeutung für Borst und den Entwurf der Anlage. So finden sich in den Freianlagen verschiedene Skulpturen und Reliefe sowie Fresken an den Gebäuden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.100-jahre-landschaftsarchitektur.de/ausstellung#epoche-1 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Gärten der Borstei in München&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20160625121853}}. Jahr 1924 in der Onlineausstellung „100 Jahre Landschaftsarchitektur“ vom [[bdla]]. Abgerufen am 27. März 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Heizungs- und Warmwasserversorgung erhielt die Borstei das erste zentrale [[Heizkraftwerk]] [[Deutschland]]s (1928), das bis heute in Betrieb ist. Die Zwei-, Drei- und Vier-Zimmerwohnungen boten einen für die damalige Zeit hohen [[Komfort]]: [[Zentralheizung]], fließend heißes Wasser, Telefon, [[Gasherd]]e, [[Parkett]], Bad, Waschbecken und [[Bidet]], beheizte Garagen, &amp;#039;&amp;#039;Entstaubungsräume&amp;#039;&amp;#039; zum Teppichklopfen, ebenerdige Abstellräume für Fahrräder und Kinderwagen und Kinderspielplätze in den Höfen.&lt;br /&gt;
Die Wäsche konnten die Mieter in der Großwäscherei der Borstei abgeben, die sie innerhalb von 24 Stunden schrankfertig zurücklieferte. Mahlzeiten konnten in der Großküche bestellt werden; sie wurden mit Elektrokarren angeliefert. Für Arbeiten im Haus stehen den Mietern stundenweise – auch heute noch – [[Tischler|Schreiner]], [[Installateur]]e, [[Gärtner]], Maler und andere Handwerker zur Verfügung.&lt;br /&gt;
[[Datei:München Borstei Aerial.jpg|mini|Gesamtanlage]]&lt;br /&gt;
Als die Siedlung fast fertiggestellt war, hatte sie jedoch immer noch keinen Namen. Im Dezember 1928 wurde deshalb ein [[Preisausschreiben]] ausgerufen. Aus den über 2600 Einsendungen wie „Paradies, Schlaraffenhof, Borsts Wohnautomat, Borstelysium&amp;amp;nbsp;…“ wurde der mehrfach genannte Begriff „Borstei“ ausgewählt. Im Jahre 1929 war der Bau der Borstei abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] erhielt die Borstei einen schweren Bombentreffer und Schäden durch Fliegerbordwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Borst, der nach dem Krieg selbst in der Borstei lebte, organisierte für die Bewohner Gartenkonzerte und für die Kinder der [[Siedlung]] [[Karneval|Faschingsfeiern]] und Sommerfeste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Borst wurde beeinflusst von den Architekten [[Theodor Fischer]] und [[August Exter]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Borstei,_M%C3%BCnchen#Die_Borstei_in_M%C3%BCnchen_-_ein_konservatives_Siedlungsmodell|titel=Borstei, München|autor=|hrsg=|werk=|datum=|sprache=|zugriff=2016-06-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Borstei entwickelte sich in den 1930er Jahren schnell zu einem Wohngebiet des höheren Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:BORSTEI Großfresko, Apoll und die Musen.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Apoll und die Musen&amp;#039;&amp;#039;, Fresko in der Bernhard-Borst-Straße, 1959, Maler Heinrich Bickel]]&lt;br /&gt;
Die Siedlung besteht aus 77 aneinandergereihten Mehrfamilienhäusern, die sieben Höfe bilden. Die Gesamtfläche beträgt 68.690&amp;amp;nbsp;m², davon sind 19.062&amp;amp;nbsp;m² überbaut (ca. 23 %). Die insgesamt 772 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen mit 3.778 Räumen haben eine Fläche von 70.200&amp;amp;nbsp;m² (Durchschnittsgröße: ca. 91&amp;amp;nbsp;m²). Die Höfe sind Grünanlagen mit zahlreichen Pflanzungen und geschmückt mit 51 Statuen, zahlreichen Reliefs, einem Teich und neun Brunnen. Daneben gibt es ein eigenes Botanikum, in dem Palmen und Olivenbäume wachsen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=muenchen.de |url=https://www.muenchen.de/stadtteile/moosach-wissenswertes-tipps-und-infos |titel=Moosach: Wissenswertes, Tipps und Infos - offizielles Stadtportal muenchen.de |sprache=de |abruf=2023-04-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Doppelfenster haben einheitliche weiße Fensterläden und ein Teil der Fassaden ist mit Weinreben bewachsen, die keine kelterbaren Trauben hervorbringen. Die individuell gestalteten Häuser sind mit vier haushohen [[Fresko|Fresken]] verziert. In die Häuser integriert wurden Post, Läden, Großküche, Wäscherei, Heizwerk, Kindergärten und ein Cafe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Die meisten Höfe sind für den Anliegerverkehr freigegeben. Für Fahrzeuge stehen 268 Garagen und 46 Stellplätze zur Verfügung. Abstellräume für Fahrräder und Kinderwagen wurden ebenerdig angelegt. Es wurden 73 Gewerberäume eingerichtet, darunter die Ladenstraße, Arztpraxen, Post, ein Café und zwei Kindergärten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Telefonzentrale verband ab 1929 alle Wohnungen und Einrichtungen miteinander.&lt;br /&gt;
Weil die Wohnanlage mit ihrem östlichen Rand unmittelbar an die [[Landshuter Allee]] ([[Bundesstraße 2 R|Mittleren Ring]]) angrenzt, sind dort Lärmschutzfenster verbaut. Durch die Straßenbahnhaltestelle &amp;#039;&amp;#039;Borstei&amp;#039;&amp;#039; (Tram 20 + 21) in der Dachauer Straße und die U-Bahn-Station &amp;#039;&amp;#039;[[U-Bahnhof Westfriedhof|Westfriedhof]]&amp;#039;&amp;#039; wurde die Borstei an den [[ÖPNV]] angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Gleisanschlüsse und Verladegleise an der Bahnlinie nach Dachau (jetzt Verlauf Landshuter Allee) wurde u.&amp;amp;nbsp;a. das Heizkraftwerk mit Kohle versorgt. Im Norden befand sich in unmittelbarer Nähe das [[Gaswerk Moosach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Borstei Museum.JPG|mini]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Borstei-Museum&amp;#039;&amp;#039; (Löfftzstraße 10, Hofeingang) wurde im Oktober 2006 auf Initiative von Erna (&amp;#039;&amp;#039;Line&amp;#039;&amp;#039;) Borst in Anwesenheit des ehemaligen [[Oberbürgermeister]] [[Christian Ude]] eröffnet. Es nennt sich &amp;#039;&amp;#039;das kleinste Museum Münchens!&amp;#039;&amp;#039;, informiert zu Konzept und Geschichte der Borstei, dem Ehepaar Borst und zeigt zahlreiche Ausstellungsstücke zum Leben in der Borstei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Klaus Weschenfelder: &amp;#039;&amp;#039;Die Borstei in München. Ein konservatives Siedlungsmodell der Zwanziger Jahre.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Miscellanea Bavarica Monacensia.&amp;#039;&amp;#039; Heft 99. München 1980, S. 69.&lt;br /&gt;
* P. Schreiner, M. Michel, A. C. Woltmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Borstei – ein zeitloses Modell für ein menschliches Wohnen.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Borstei-Verwaltung. München, 1987.&lt;br /&gt;
* Axel Winterstein: &amp;#039;&amp;#039;Borstei: Bernhard Borst – Leben für eine Idee.&amp;#039;&amp;#039; Buchendorfer Verlag, München 2005, ISBN 3-934036-99-6.&lt;br /&gt;
* Daniela Walther: &amp;#039;&amp;#039;Gegen das Vergängliche. Die Borstei: Schönheit bis in das letzte Detail.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[BISS (Straßenzeitung)|Biss – Bürger In Sozialen Schwierigkeiten]].&amp;#039;&amp;#039; Heft 7–8/2007, S. 13–15.&lt;br /&gt;
* Borsteimuseum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Gärten der Borstei.&amp;#039;&amp;#039; München 2009, ISBN 978-3-922803-18-8.&lt;br /&gt;
* Borsteimuseum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstwerke der Borstei.&amp;#039;&amp;#039; München 2010, ISBN 978-3-922803-19-5.&lt;br /&gt;
* Maximiliane Buchner: &amp;#039;&amp;#039;Die Borstei in München – Ein bayerisches Utopia?&amp;#039;&amp;#039;. In: [[INSITU (Zeitschrift)|INSITU. Zeitschrift für Architekturgeschichte]] 7 (2/2015), S. 263–274.&lt;br /&gt;
* Kaija Voss: &amp;#039;&amp;#039;Die Borstei – die &amp;quot;kultivierte Wohnsiedlung&amp;quot; in München&amp;#039;&amp;#039;. In: Schönere Heimat, 113. Jahrgang, Heft 1, [[Bayerischer Landesverein für Heimatpflege|Bayerischer Heimatverein für Landespflege e. V.]], München 2024, ISSN 0177-4492. S. 23–32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.borstei.de/ borstei.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.borsteimuseum-muenchen.de/ borsteimuseum-muenchen.de], eingesehen am 9. August 2011&lt;br /&gt;
* [https://architektur-ideenjournal.de/x_borstei.htm Borstei – denkmalgeschützte Wohnanlage in München] (bei »www.architektur-ideenjournal.de«. Fotos vieler Architekturdetails sind zu finden)&lt;br /&gt;
* {{HistLexBay||link|Klaus Weschenfelder|Borstei, München}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/10/13/N |EW=11/32/6/E |type=landmark |region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Siedlung (Städtebau) in München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Moosach (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum in München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1920er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtviertel von München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Moosach (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dachauer Straße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bernhard Borst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oswald Bieber]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schotterebene</name></author>
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