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	<title>Bornburg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bornburg&amp;diff=2866991&amp;oldid=prev</id>
		<title>178.78.252.98 am 18. Juni 2025 um 15:54 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-18T15:54:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
| Alternativname = &amp;#039;&amp;#039;Ossenau&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Glauburger Hof&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Günthersburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;19. Jhd.: &amp;#039;&amp;#039;Günthersburgpalais&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Bild = Günthersburg Bornburg 1826 Zeichnung Lagis-Hessen.png&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Die Bornburg um 1826&lt;br /&gt;
| Entstehungszeit = wahrsch. 10.&amp;amp;nbsp;Jhd., urk. 1189/94,&amp;lt;br /&amp;gt;Palais: 19.&amp;amp;nbsp;Jhd.&lt;br /&gt;
| Typologie n. geo. Lage = Niederungsburg, Wasserburg, befestigter Hof,&amp;lt;br /&amp;gt;19.&amp;amp;nbsp;Jhd.: Palais&lt;br /&gt;
| Erhaltungszustand = abgegangen&lt;br /&gt;
| Ständische Stellung = Niederadel, Patrizier&lt;br /&gt;
| Mauerwerksmerkmale = &lt;br /&gt;
| Heutiger Ortsname = [[Frankfurt-Bornheim]]&lt;br /&gt;
| Breitengrad = 50.130129&lt;br /&gt;
| Längengrad = 8.704991&lt;br /&gt;
| Unauffindbar = &lt;br /&gt;
| Region-ISO = DE-HE&lt;br /&gt;
|Poskarte= Deutschland Hessen Frankfurt am Main Stadtteile&lt;br /&gt;
| Höhenordinate = 131&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug = DE-NN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt Be-plan Frankfurt-a-M C-Faber 1552.png|mini|Ausschnitt aus dem [[:Datei:Frankfurt Belagerungsplan 1552.jpg|Belagerungsplan der Stadt Frankfurt am Main nach Conrad Faber von Creuznach von 1552]]: von re. nach li. die befestigten Höfe und Teile der Frankfurter Landwehr: der &amp;#039;&amp;#039;Glauburger Hoff&amp;#039;&amp;#039;, die [[Friedberger Warte|Friedberger Wart]], die [[Stalburger Oede|Stalburger Oed]], der Kühhornshof (hier [[Kühhornshof|Rorbacher Hoff]]), die [[Holzhausenschlösschen|Holzhauser Oed]] ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Günthersburg Bornburg 1855 vermutlich Radierung Carl-Theodor-Reiffenstein.png|mini|Die Günthersburg, Radierung von 1855 von [[Carl Theodor Reiffenstein]], nach älteren Motiven (Burg war 1840 endgültig abgetragen)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Günthersburg Bornburg undatiert Radierung Carl-Theodor-Reiffenstein.png|mini|Die Günthersburg vom selben Künstler aus anderer Sicht: Wassergraben und vorgesetzte Wehrmauer mit [[Schießscharte]]n hier gut erkennbar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ehemalige &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bornburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, später nach ihren Besitzern &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glauburger Hof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Günthersburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine abgegangene [[frühmittelalter]]liche [[Wasserburg]] bei [[Frankfurt-Bornheim|Bornheim]], heute Stadtteil von [[Frankfurt am Main]] in [[Hessen]]. Nach dem Abriss im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entstand an fast gleicher Stelle das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Günthersburgpalais&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, das schon 1891 ebenfalls wieder abgerissen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die Bornburg war ein befestigtes Hofgut mit burgartigem Gebäude ([[Festes Haus]]), das mit einem [[Burggraben#Wasser- und Trockengräben|Wassergraben]] und zum Teil mit [[Wehrmauer]] umgeben war. In der &amp;#039;&amp;#039;Ossenau&amp;#039;&amp;#039; (Ochsenau), wie im [[Mittelalter]] das Gelände des heutigen [[Günthersburgpark]]s bezeichnet wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Blecken: &amp;#039;&amp;#039;Historische Parks in Frankfurt am Main – Günthersburgpark.&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;88–89; In: Tom Koenigs (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stadt-Parks – Urbane Natur in Frankfurt am Main&amp;#039;&amp;#039;, Campus Verlag, Frankfurt/New York&amp;amp;nbsp;1993, ISBN 3-593-34901-9&amp;lt;/ref&amp;gt; stand die Bornburg etwa auf dem Platz, auf dem sich heute das Gebäude der [[Gnadenkirche]] und ehemaligen [[Orangerie]] der [[Rothschild (Familie)|Rothschilds]] befindet. In der Mitte der ersten Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts abgerissen, entstand nahe seiner Stelle das Rothschildsche Günthersburgpalais, das nach dem Tod [[Carl Mayer von Rothschild]]s mit dem Gelände an die Stadt überging und danach, testamentarisch verfügt, abgerissen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Bornburg ===&lt;br /&gt;
Auf dem Gebiet westlich der Bornburg hatte um etwa 110 auf damaligem [[Römisches Reich|römischen]] Gebiet ein Gutshof, eine [[villa rustica]] gelegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hrsg.: Dietwulf Baatz, Fritz-Rudolf Herrmann: Die Römer in Hessen, Stuttgart, Theiss 1982, ISBN 3-8062-0267-2. S. 297–298&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Limesfall]] und der Besetzung des Gebietes durch [[Alamannen]] und später nachrückende [[Franken (Volk)|Franken]] erscheint Bornheim erst wieder um 793 in der Geschichte, als im Bereich des [[Frankfurt-Nordend|Nordends]] königliche [[Meierhof|Meierhöfe]] entstehen, die sich im [[Mittelalter]] dann in Händen Frankfurter [[Patrizier]] befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein erster Nachweis des befestigten Gutshofes oder einer Wasserburg erfolgt 1194 mit &amp;#039;&amp;#039;Henricus von Bornheim&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Henricus de Burnheim&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;Henricus de Borneheim&amp;#039;&amp;#039;), der die Bornburg bewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Burg war ab 1306 im Besitz des späteren (ab 1327) Frankfurter Reichsschultheißen &amp;#039;&amp;#039;Rulmann Weiß von Limburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. auch den Eintrag bei der Frankfurter Patrizierfamilie [[Hartrad (Familie)|Hartrad]]&amp;lt;/ref&amp;gt; der auch nach der Amtsübernahme 1327 seinen Wohnsitz außerhalb der Stadt behielt und die Bornburg bewohnte. 1396 wird &amp;#039;&amp;#039;Junge Wisse&amp;#039;&amp;#039; als Besitzer der Bornburg genannt. Er gewährte der Reichsstadt Frankfurt das [[Öffnungsrecht]] und das [[Vorkaufsrecht]], ob er beides nach dem Besitzerwechsel auch nur bestätigt hat, ist nicht klar, aber folgende Besitzer des Hofes waren nun verpflichtet dieselben Rechte zu gewähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1474 oder 1475 verkauften die [[Schelme von Bergen]] ihr [[Lehnswesen|Reichslehen]] zu Bornheim an die Stadt Frankfurt. Bornheim wird ein Frankfurter Dorf. Als dann 1481 mit einem für die Stadt Frankfurt schmerzlichen – und erst 1484 vom Kaiser bestätigten – Vertrag der fast 160 Jahre währende Streit zwischen der Reichsstadt Frankfurt und den 1429 zu Grafen erhobenen Landvögten der Wetterau um die [[Amt Bornheimerberg|Reichsgrafschaft Bornheimer Berg]] beendet wird, erhält Graf [[Philipp I. (Hanau-Münzenberg)|Philipp von Hanau]] 16, Frankfurt lediglich drei Dörfer der Gegend. Hanau bekommt [[Frankfurt-Nied|Nied]], [[Frankfurt-Griesheim|Griesheim]], [[Frankfurt-Bockenheim|Bockenheim]], [[Frankfurt-Ginnheim|Ginnheim]], [[Frankfurt-Eschersheim|Eschersheim]], [[Frankfurt-Eckenheim|Eckenheim]], [[Frankfurt-Preungesheim|Preungesheim]], [[Frankfurt-Berkersheim|Berkersheim]], [[Massenheim (Bad Vilbel)|Massenheim]], [[Bad Vilbel|Vilbel]], [[Gronau (Bad Vilbel)|Gronau]], [[Frankfurt-Seckbach|Seckbach]], [[Frankfurt-Bergen-Enkheim|Bergen und Enkheim]], [[Frankfurt-Fechenheim|Fechenheim]] sowie [[Bischofsheim (Maintal)|Bischofsheim]] und bestimmt nun Bergen zum Sitz des [[Blutgericht]]s, während die Stadt nur [[Frankfurt-Oberrad|Oberrad]], [[Frankfurt-Hausen|Hausen]] und Bornheim, den bisherigen Gerichtsort, endgültig in Besitz nehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glauburger Hof ===&lt;br /&gt;
Nach Erlangung des Besitzes Ende des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts (das genaue Datum ist nicht bekannt) wird um 1490 die Bornburg in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glauburger Hof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, nach seinem Besitzer Johann [[Glauburg (Familie)|von Glauburg zu Lichtenstein]], Vater von [[Johann von Glauburg]] benannt. Beide waren bekannte Persönlichkeiten der Frankfurter Patrizierfamilie und Teil der [[Patriziergesellschaft]] [[Alten Limpurg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof war befestigt und in die [[Frankfurter Landwehr]] eingebunden, denn er ging 1552 während der Belagerung Frankfurts durch den protestantischen Fürstenbund unter [[Albrecht II. Alcibiades|Albrecht Alcibiades]] [[Markgraf]] von [[Fürstentum Bayreuth|Brandenburg-Kulmbach]] wie die befestigte [[Holzhausenschlösschen|Holzhausen-Oede]], der [[Kühhornshof]], die [[Stalburger Oede|Stalburg-Oede]] sowie anderen Höfe in Flammen auf und das gesamte Frankfurter-Nordend wurde verwüstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Günthersburg ===&lt;br /&gt;
{{Weiterleitungshinweis|Günthersburg|Siehe auch [[Güntersburg]], Sachsen-Anhalt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1690 wird die Bornburg in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Günthersburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; umbenannt, nachdem &amp;#039;&amp;#039;Johann Jakob Günther&amp;#039;&amp;#039;, der durch Spekulationen und gewinnbringende Geschäfte mit den kriegführenden Mächten jener Zeit vom [[Gastwirt]] zum reichen [[Unternehmer|Geschäftsmann]] aufgestiegen war, Burg und Gelände für 5.700&amp;amp;nbsp;[[Gulden]] vom [[Patrizier]] &amp;#039;&amp;#039;Johann Christian Banz von Eyßeneck&amp;#039;&amp;#039; gekauft hat. Knapp dreißig Jahre später ist es damit wieder vorbei. Seine, zumeist adligen, Geschäftspartner haben diesmal ihn übervorteilt und er stirbt 1722 bettelarm und hochverschuldet. Seine Gläubiger verkaufen das 105&amp;amp;nbsp;[[Morgen (Einheit)|Morgen]] große Gelände. Zuerst will es wohl [[Konstantin von Buttlar]], [[Liste der Äbte und Bischöfe von Fulda|Fürstabt]] des [[Kloster Fulda|Klosters Fulda]] erwerben, aber der Rat der Stadt Frankfurt verweigert seine Zustimmung. So geht erst 1766 Hof und Gut an den Bauspekulanten &amp;#039;&amp;#039;Johann Georg Petsch&amp;#039;&amp;#039;; nur zehn Jahre später wird es an die Frau eines Generals weiterveräußert. In den Befreiungskriegen wird es ein [[Lazarett]] für die [[Preußen|preußischen]] Verwundeten und 1837 verkauft der Ratsherr [[Johann Adam Beil]] die Burg und sämtliche Ländereien an den Freiherrn [[Carl Mayer von Rothschild]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Baubeschreibung ====&lt;br /&gt;
Nach bildlichen Quellen aus dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert handelte es sich um ein mehrstöckiges [[Festes Haus]] mit breitem [[Wassergraben]] und zwei Eingängen, die durch [[Zugbrücke]]n gesichert waren. Das Haus hatte ein [[Walmdach|Krüppelwalmdach]] und an einer der länglichen Dachseiten war eine breite vorspringende rechteckige [[Auslucht]] (bzw. Standerker) über fast die vollständige Haushöhe angebaut. An derselben Seite befand sich an einer Hausecke zusätzlich ein etwa gleich hoher freistehender [[Turm]], der nach dem wohl nur teilweisen Wiederaufbau im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zu späterer Zeit eine [[barock]]e [[Haube (Architektur)|Haube]] mit kleinem darüber befindlichen [[Glockenstuhl]] bekam. Mindestens auf einer Seite an einem der beiden Zugänge war eine [[Wehrmauer]] mit [[Schießscharte]]n vorgebaut, wie auf alten Bildern ersichtlich ist. In der ersten Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts (1827 und 1840) wird der Hof endgültig abgebrochen.&lt;br /&gt;
Es sind keine Baureste der Burg mehr vorhanden. Ein Teil des Eingangsportals zur Wasserburg befindet sich jedoch noch am Park. Erhalten sind einige [[Radierung]]en und [[Stahlstich]]e aus dem Anfang des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rothschildsches Günthersburgpalais ===&lt;br /&gt;
[[Datei:De nieuwe Günthersburg het Rothschildpalais in Frankfurt in 1855.jpg|mini|Das Rothschildsche Günthersburgpalais um 1855]]&lt;br /&gt;
So wie sein Bruder [[Amschel Mayer von Rothschild]] 1837 ein ursprünglich Stalburgsches, im Vergleich mit dem heutigen Park kleines, erst im ausgehenden 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert „Zur grünen Burg“ genanntes Hofgut im Nordwesten erwirbt,&amp;lt;ref&amp;gt;→ &amp;#039;&amp;#039;Hauptartikel&amp;#039;&amp;#039;:  [[Grüneburgpark]]&amp;lt;/ref&amp;gt; kauft Carl Mayer von Rothschild das nach seinem Besitzer im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert Günthersburg, vorher Bornburg genannte einst Glauburgsche Anwesen im Norden der Stadt. Beide Brüder haben den Wunsch, die Güter in [[Englischer Landschaftsgarten|Englische Gärten]] zu verwandeln. Die Rothschilds lassen das Hofgut in der ersten Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts (1820 und 1847) abreißen. Das Gelände um die ehemalige Burg wird im Auftrag der Rothschilds zwischen 1837 und 1839 vom Frankfurter Stadtgärtner &amp;#039;&amp;#039;Sebastian Rinz&amp;#039;&amp;#039; zu einem [[Englischer Landschaftsgarten|englischen Landschaftsgarten]] mit großen Rasenflächen und Gehölzgruppen umgestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn von Carl Mayer [[Mayer Carl von Rothschild]], der das Gelände 1845 von seinem Vater erbt, lässt um 1855 an markanter Stelle das neue &amp;#039;&amp;#039;Günthersburgpalais&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Villa Günthersburg&amp;#039;&amp;#039; genannt, errichten. Architekt des [[Palast|Palais]], eines [[Klassizismus|klassizistischen]] großen [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhauses]], war [[Friedrich Rumpf (Architekt)|Friedrich Rumpf]], der zuvor bereits ein Rothschildsches Palais im später so benannten Frankfurter [[Rothschildpark]] entworfen hatte. Die [[Orangerie]] auf der Stelle der ehemaligen Burg und ein [[Teehaus|Teehäuschen]] nahe dem Palais ergänzen die Anlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mayer Carl von Rothschild, der letzte Vertreter der [[Bankier]]sfamilie, der in Frankfurt residierte, starb 1886 ohne Nachkommen zu hinterlassen. Testamentarisch hatte er das Gelände der Stadt Frankfurt unter der Bedingung vererbt, dass es der Öffentlichkeit als Park zugänglich gemacht, das Palais aber abgerissen wird. Der Gedanke, das Fremde in seiner Villa herumspazierten, war Mayer Carl von Rothschild wohl unerträglich gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 erwirbt die Stadt Frankfurt getreu dem [[Testament]] Rothschilds Schloss und Günthersburggelände mit insgesamt 29&amp;amp;nbsp;Hektar. Wie im Testament verlangt, wird das Palais abgerissen. Der Gartenarchitekt &amp;#039;&amp;#039;Andreas Weber&amp;#039;&amp;#039; gestaltete den Park neu. Das Teehaus wurde im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] durch Treffer von [[Fliegerbombe]]n vernichtet. Die Rothschildsche Orangerie erhielt im Zweiten Weltkrieg bei [[Luftangriffe auf Frankfurt am Main|Luftangriffen auf Frankfurt]] zwar schwere Schäden, wurde nach dem Krieg jedoch wiederhergestellt und diente ab 1950 unter dem Namen „Gnadenkirche der reformierten Gemeinde“ als [[Kirche (Bauwerk)|Gotteshaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Günthersburgpark ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Günthersburgpark}}&lt;br /&gt;
1892, nur ein Jahr nach dem Ankauf durch die Stadt, wird der Günthersburgpark für die Allgemeinheit geöffnet und ist als erster Frankfurter Volkspark für jedermann zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915, zehn Jahre nach seinem Tod wird [[Constantin Meunier]]s Skulptur &amp;#039;&amp;#039;[[Der Sämann (Constantin Meunier)|Der Sämann]]&amp;#039;&amp;#039; am südlichen Eingang des Günthersburgparks aufgestellt. Die 1906 von der Stadt Frankfurt angekaufte Bronzeskulptur wurde im Jahr 1890 vom Künstler geschaffen. Es ist eine Stiftung des Unternehmers und damaligen Leiters der [[Cassella Farbwerke Mainkur|Cassella-Werke]], [[Leo Gans]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kunst-im-oeffentlichen-raum-frankfurt.de/de/page162.html &amp;#039;&amp;#039;Kunst im öffentlichen Raum Frankfurt&amp;#039;&amp;#039;] des Kulturamtes der Stadt Frankfurt, Referat Bildende Kunst (abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;September 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um etwa dieselbe Zeit folgt die Skulptur eines Stiers,&amp;lt;ref&amp;gt;Sie entstammt einem Entwurf Boehles aus dem Jahre 1910&amp;lt;/ref&amp;gt; eine überlebensgroße Plastik aus getriebenem Kupferblech des [[Emmendingen]]er Malers [[Fritz Boehle]], benannt &amp;#039;&amp;#039;Schreitender Stier,&amp;#039;&amp;#039; die seitdem im öffentlichen Raum des Parks steht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stjosef-bornheim.de/neustjosef/hist/hist_stadtteil.shtml St. Josef Kirche Bornheim: Stadtteilgeschichte, Teil I] (abgerufen am 25. Januar 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 FFM Guenthersburgpark Orangerie Westseite.jpg|Westfassade der ehe&amp;amp;shy;maligen Orangerie/&amp;amp;shy;Gnadenkirche von 1855 auf dem Standort der ehe&amp;amp;shy;maligen Bornburg&lt;br /&gt;
 FFM Guenthersburgpark Saemann-Statue.jpg|Constantin Meuniers Skulptur &amp;#039;&amp;#039;Der Sämann&amp;#039;&amp;#039; im Frühjahr 2010 im Park&lt;br /&gt;
 Bulle1.JPG|Fritz Boehles Skulptur &amp;#039;&amp;#039;Schreitender Stier&amp;#039;&amp;#039; im Frühjahr 2005 im Stadtpark&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Nutzung ==&lt;br /&gt;
Heute ist das Gelände der [[Günthersburgpark]]. Nachdem die ehemalige Orangerie/Gnadenkirche nicht mehr gebraucht wurde, hat das [[Stifter]]-Ehepaar Karl und Else Seifried, mit einer Spende von 400.000&amp;amp;nbsp;€, das Gebäude dem [[Kinderschutzbund]] geschenkt, der die Räume seit 2004 nutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Siegfried Nassauer: &amp;#039;&amp;#039;Burgen und befestigte Gutshöfe um Frankfurt a.M.: ihre Geschichte und Kriege&amp;#039;&amp;#039;, Verlag der Goldsteinschen Buchhandlung, Frankfurt am Main 1916, 367 Seiten; S.&amp;amp;nbsp;182&lt;br /&gt;
* Hans Pehl: &amp;#039;&amp;#039;Als sie einst die Stadt schützten – Frankfurts befestigte Gutshöfe.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Josef Knecht, Frankfurt 1978. ISBN 3-7820-0411-6, darin S.&amp;amp;nbsp;84&amp;amp;nbsp;f: &amp;#039;&amp;#039;Die Günthersburg&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Rudolf Knappe: &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Wartberg-Verlag. Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-228-6. S.&amp;amp;nbsp;398&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|titel=Bornburg, Stadt Frankfurt am Main |DB=OL |ID=461 |datum=2012-07-23 |abruf=2013-01-24}}&lt;br /&gt;
* [http://www.frankfurt-nordend.de/index.htm frankfurt-nordend.de – Chronik] und [http://www.frankfurt-nordend.de/guenthersburg.htm www.frankfurt-nordend.de/guenthersburg]&lt;br /&gt;
* Bilder auf [http://www.frank66furt.de/burgen/frankfurt/ www.frank66furt.de/burgen/frankfurt/]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser in Frankfurt am Main}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Burganlage in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Frankfurt-Bornheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederungsburg in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserburg in Hessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>178.78.252.98</name></author>
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