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	<title>Boris Sarafow - Versionsgeschichte</title>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Boris Sarafov.jpg|mini|Boris Sarafow]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Boris Petrow Sarafow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Boris Petrov Sarafov&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, [[Mazedonische Sprache|mazedonisch]] und {{bgS|Борис Петров Сарафов}}; * [[12. Juni]] [[1872]] im Dorf Libjahowo (heute: [[Ilinden (Dorf)|Ilinden]], [[Bulgarien]]) im damaligen [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]]; † [[28. November]] [[1907]] in [[Sofia]], Bulgarien) war ein [[Bulgarische Streitkräfte#Geschichte|bulgarischer Militär]], Freiheitskämpfer, [[Woiwode]] und Anführer des [[Oberste Makedonien-Adrianopel Komitee|Obersten Makedonien-Adrianopel Komitees]] (kurz OMOK, {{bgS|Върховния македоно-одрински комитет}}), der „[[Balgarski makedono-odrinski rewoljuzionni komiteti|Inneren Makedono-Odrinischen Revolutionären Organisation]]“ (kurz IMORO) und des [[Ilinden-Preobraschenie-Aufstand]]es.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Bulgarien&amp;#039;&amp;#039;. Band 6 (aus {{bgS|Енциклопедия България. Том 6}}). Verlag Marin Drinow der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften, Sofia, 1988.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arthur D. Howden Smith|Arthur Smith]]: &amp;#039;&amp;#039;Fighting the Turk in the Balkans; an American’s adventures with the Macedonian revolutionists&amp;#039;&amp;#039;. Verlag G.P. Putnam’s Sons, New York / London, 1908; {{archive.org|32882018661358-fightingthetur|Blatt=}} [http://www.promacedonia.org/as2/as2_2.html promacedonia.org] (bulgarisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus der Geheimkorrespondenz der IMORO sind u.&amp;amp;nbsp;a. seine Decknamen &amp;#039;&amp;#039;Aleksandar Iwanowitsch&amp;#039;&amp;#039; (bulg. Александър Иванович) und &amp;#039;&amp;#039;Begot&amp;#039;&amp;#039; (bulg. Бегот), &amp;#039;&amp;#039;[[Krum (Bulgarien)|Krum]]&amp;#039;&amp;#039; (bulg. Крум), &amp;#039;&amp;#039;Krumski&amp;#039;&amp;#039; (bulg. Крумски), &amp;#039;&amp;#039;Boris Iwanow&amp;#039;&amp;#039; (bulg. Борис Иванов), &amp;#039;&amp;#039;Kerim pascha&amp;#039;&amp;#039; (bulg. Керим паша), &amp;#039;&amp;#039;Prinz&amp;#039;&amp;#039; (bulg. Принца), &amp;#039;&amp;#039;Majstor&amp;#039;&amp;#039; (bulg. Майстор), &amp;#039;&amp;#039;Twojta chubowst&amp;#039;&amp;#039; (bulg. Твойта хубост) überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;Boris Nikolow: &amp;#039;&amp;#039;Die IMORO Pseudonyme und Chiffren 1893–1934&amp;#039;&amp;#039; (aus dem Bulg. &amp;#039;&amp;#039;ВМОРО - псевдоними и шифри 1893–1934&amp;#039;&amp;#039;), Verlag Zwezda, Sofia 1999, {{Falsche ISBN|954-951-417}}, S. 7, 15, 17, 18, 23, 52, 56, 62, 73, 80, 95.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Schauspieler [[Krastjo Sarafow]] war sein Bruder, der bulgarische Diplomat und Chronist [[Simeon Radew]] war ein guter Freund von Boris Sarafow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Boris Sarafov Chetnik VMORO.JPG|links|mini|Boris Sarafow als [[Tschetnik]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boris Sarafow wurde am 12. Juni 1872 im Dorf Libjahowo (heute: Ilinden, Bulgarien) in der Nähe der Stadt Newrokop (heute: Goze Deltschew, Bulgarien), das damals noch zum [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] gehörte, geboren. Sein Vater [[Petar Sarafow]] war ein bulgarischer Lehrer zur Zeit der [[Bulgarische Wiedergeburt|Bulgarischen Wiedergeburt]], sein Onkel [[Kosta Sarafow]] und sein Großvater [[Archimandrit]] Chariton ([[Chariton Karpusow|Krasto Karpusow]]) waren Anführer des Kampfes für eine [[Bulgarisches Exarchat#Vorgeschichte|unabhängige bulgarische Kirche]] in Newrokop und [[Serres (Griechenland)|Serres]]; alle drei setzten sich für das [[Bulgarisches Exarchat|Bulgarische Exarchat]] gegenüber dem griechisch geprägten [[Ökumenisches Patriarchat von Konstantinopel]] ein. Sein Bruder war der berühmte bulgarische Schauspieler [[Krastjo Sarafow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boris Sarafow besuchte die lokale [[Bulgarisches Exarchat|Schule des Exarchats]] und machte im Jahr 1890 sein Abitur an der [[Bulgarisches Männergymnasium von Thessaloniki|Bulgarischen Männerschule „Kyrill und Method“]] in [[Thessaloniki]]. Dort lernte er unter anderem [[Georgi Nikolow Deltschew|Gotze Deltschew]], [[Damjan Gruew|Dame Gruew]] und [[Gjortsche Petrow]] kennen und schloss sich der [[Balgarski makedono-odrinski rewoljuzionni komiteti|bulgarischen Freiheitsbewegung]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1890 trat er, zusammen mit [[Dimitar Dumbalakow]], [[Iwan Poschcharliew]] und [[Christo Sarakinow]], der Militärschule von Sofia bei. Zusammen mit Gotze Deltschew und [[Boris Draganow]] gründeten sie eine revolutionäre Gruppe, die eng mit der von Dame Gruew an der [[Universität Sofia|Universität von Sofia]] gegründeten Gruppe für die [[Geschichte Bulgariens#Makedonische Frage|Befreiung Makedoniens]] zusammenarbeitete. Am 2. August 1893 wurde Sarafow befördert und diente von dort an im 15. [[Lom (Bulgarien)|Lomer]] Regiment in [[Belogradtschik]], wo er neue Anhänger für sein revolutionäres Schaffen in Makedonien fand, darunter [[Christo Tschernopeew]], [[Tane Nikolow]], [[Toma Dawidow]], [[Bobi Stojtschew]]. Am 1. Januar 1894 wurde Sarafow in das 1. Fußregiment von Sofia versetzt, von wo aus er in Kontakt mit dem „Obersten Makedonien-Adrianopel-Komitee“ von [[Trajko Kitantschew]] kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedschaft im Obersten Komitee ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Boris sarafov cheta.jpg|300px|mini|Die Tscheta von Boris Sarafow, „Illustrated London News“, 1902]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1895 wurde Boris Sarafow, der in der [[Bulgarisches Heer#Geschichte|Bulgarischen Armee]] bereits zum [[Oberleutnant]] befördert worden war, [[Woiwode]] in einer der [[Tschetnik|Tschetas]], die sich an der sogenannten „[[Aktion der Tschetas]]“ vom Juni bis August 1895 in Makedonien beteiligten. Er befehligte das 4. [[Detachement]], das aus 65 [[Komitadschi]] bestand, zu denen die Tschetas von [[Koljo Risow]], [[Kotscho Mustruka]], [[Ango Kostadinow]], [[Krastju Balgarijata]] und [[Angel Malinski]] gehörten.&lt;br /&gt;
Seine Tscheta überquerte die Grenze zum Osmanischen Reich am 17. Juni und nahm am 12. Juli [[Melnik (Bulgarien)|Melnik]] ein, wonach sie sich am 22. Juli wieder nach Bulgarien zurückzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Misserfolg der Aktion, begann er ab September 1895 eine viermonatige Ausbildung an der Sankt Petersburger Militärakademie. Er trug dort sichtbar die Uniform des 1. Fußregiments von Sofia und propagierte den revolutionären Kampf für Makedonien unter den dort anwesenden Bulgaren. Trotz des Vorschlages des Russischen Reiches, lehnte er es ab sich von seiner [[Bulgarische Staatsangehörigkeit|Bulgarischen Staatsbürgerschaft]] loszusagen und begann ab 1896 [[Konstantinopel]], das Kloster [[Zográfou]] und das [[Kloster Hilandar]] zu bereisen, um dort Geld für das Oberste Komitee zu sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Thessaloniki]] traf er auf die Anführer der IMORO und begann von diesem Moment an, gemeinsame Aktionen mit ihnen zu planen und Waffen für die revolutionären Kämpfer innerhalb Makedoniens zu sammeln. In Bulgarien übergab er wertvolle Informationen über die Kampfstärke der Osmanischen Armee und deren Plankarten an den Kriegsminister [[Ratscho Petrow]]. Der bulgarische Kriegsminister und der Ministerpräsident [[Konstantin Stoilow (Politiker)|Konstantin Stoilow]] sicherten ihm bis zu 10.000 Gewehre für eine Tscheta zu. Boris Sarafow, der zu jener Zeit im 5. Donau-Fußregiment diente, gründete zusammen mit General [[Iwan Zontschew]] sogenannte Offiziersvereine in den bulgarischen Kasernen, um von dort aus Offiziere für den Kampf in Makedonien zu rekrutieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1897 unternahm er erneut den Versuch, Geld und Waffen zu sammeln und bereiste dabei das Russische Reich, Österreich-Ungarn, die USA sowie Serbien und Rumänien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Als Anführer des Obersten Komitees ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Vmk Sarafov.jpg|links|mini|250px|Das Oberste Komitee 1899–1900. Sitzend [[Toma Dawidow]], Boris Sarafow, [[Georgi Petrow (Militärperson)|Georgi Petrow]]. Stehend [[Wladislaw Kowatschew]], [[Georgi Minkov]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem 6. Kongress der „Makedonischen Bruderschaften in Bulgarien“ im Mai 1899 wurde Boris Sarafow zum Anführer des Obersten Komitees gewählt. Mit Unterstützung der IMORO beschloss er, eine aktivere Tätigkeit sowohl innerhalb der Emigration als auch im Inneren Makedoniens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1900 unterschrieb er zusammen mit den Auslandsvertretern der IMORO Gotze Deltschew und Gjortsche Petrow ein gemeinsames Protokoll, wonach alle bulgarischen Offiziere in den Strukturen der IMORO zugelassen werden. Er half bei der Schaffung von Schleuserkanälen an der Grenze, dem illegalen Transport von Waffen sowie bei der Ausbildung von Tschetas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem in der rumänischen Presse aufgedeckt wurde, dass Bulgarien aktiv den Widerstand in Makedonien unterstützte, wurden auf Veranlassung von Boris Sarafow am 22. Juli 1900 die beiden Publizisten [[Ştefan Mihăileanu]] und [[Kiril Fitowski]] in [[Bukarest]] ermordet.&lt;br /&gt;
Dies führte zu einer Krise in den diplomatischen Verhältnissen zwischen Bulgarien und Rumänien, die so weit ging, dass beide Länder eine Teilmobilmachung ihrer Armeen anordneten.&lt;br /&gt;
Sarafow wurde, auf internationales Drängen, zusammen mit anderen Mitgliedern des Obersten Komitees in der Nacht vom 23. auf den 24. März 1901 verhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Gefangenschaft gab er ein Interview für die Londoner [[The Times|Times]], in dem er darlegt, dass die Makedonier eine eigene Nation seien, zu Unterscheiden von der bulgarischen oder serbischen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://makedonika.wordpress.com/2008/07/29/boris-sarafov-the-macedonian-agitation-the-times-1901/ makedonika.wordpress.com] „The Times“, London, 12. April 1901, S. 3–4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. August des gleichen Jahres wurde er freigelassen und nahm am 8. außerordentlichen „Makedono-Odrinischen Kongress“ teil, bei dem er seinen Rücktritt ankündigte. Die Nachfolge traten [[Stojan Michailowski]] und General Iwan Zontschew an. Kurz danach entstanden persönliche Konflikte zwischen Boris Sarfow und dem faktischen Führer des „Obersten Makedono-Odrinischen Komitees“ OMOK Iwan Zontschew sowie zwischen der IMORO und der OMOK. Auf dem 9., wie auch dem 10. „Makedono-Odrinischen Kongress“ geriet Sarafow in neue Konfrontationen mit den Anhängern von Iwan Zontschew und gründete danach ein eigenes Komitee, angeführt von [[Christo Stanischew]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusammenarbeit mit der IMRO ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottoman bank thessaloniki.jpg|300px|mini|Die [[Ottomanische Bank]] nach ihrer Sprengung, April 1903]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von da an trat er in die Dienste des IMORO und sammelte von nun an für deren Zwecke Geld und Waffen in Westeuropa. Im Dezember 1902 lehnte er allerdings den Plan von [[Michail Gerdschikow]] und [[Wultscho Atanasow]] ab, Iwan Zontschew ermorden zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dimitar Atanasow: &amp;#039;&amp;#039;Wojwoden mit [[Schulterstück (Uniform)|Schulterstücke]]&amp;#039;&amp;#039; (aus dem bulg. Войводи с пагони). Verlag Makedonia Press, Sofia 2003, S. 144&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war maßgeblich an der Beschaffung von Waffen und Dynamit für die IMORO beteiligt, mit denen unter anderem die anarchistische „Genfer Gruppe“ der IMORO, die sogenannten Gemedjii ({{bgS|Гемиджиите}}), ihre [[Attentate von Thessaloniki]] 1903 durchführten. Bei den Thessaloniki-Attentaten, die zwischen dem 28. und dem 30. August stattfanden, wurden die [[Ottomanische Bank]], wie auch der französische Kreuzer Guadalkivir gesprengt, anschließend lieferten sich die Attentäter unter Führung von [[Jordan Popjardanow]] eine dreitägige Schlacht mit dem osmanischen Militär, bis schließlich am 30. August die letzten Überlebenden gefangen genommen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Ilinden-Preobraschenie-Aufstand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem auf dem Thessaloniki-Kongress der IMORO der Beschluss für den bewaffneten Aufstand in Makedonien gefasst wurde, formierte Boris Sarafow eine Tscheta von bulgarischen Militärs und marschierte mit ihnen am 26. Januar 1903 über die Grenze nach Makedonien.&lt;br /&gt;
Sie schleusten 150 Kilogramm Dynamit ein, das auf die Regionen verteilt wurde. Sarafow selbst brach in Richtung [[Kastoria|Kostur]] (heute. [[Kastoria]], [[Griechenland]]) auf. Am 28. März 1903 wurden die Tschetas von Boris Sarafow, [[Iwan Popow (General)|Iwan Popow]], [[Wasil Tschekalrow]], [[Pando Kljschew]] und [[Lasar Poptraikow]] von osmanischen Kräften in Smardesch (heute:Krystallopigi, Griechenland) umstellt, doch gelang ihnen durch die Hilfe von lokalen Dorftschetas die Flucht&amp;lt;ref&amp;gt;Christo Siljanow: &amp;#039;&amp;#039;Die Befreiungskämpfe in Makedonien&amp;#039;&amp;#039;. Band 1 (aus dem bulg. Освободителнитѣ борби на Македония, I). Verlag der [[Ilinden (Organisation)|Ilinden-Organisation]], Sofia 1933, S.&amp;amp;nbsp;223 [http://www.promacedonia.org/obm1/5_4.html promacedonia.org] (bulgarisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Revisor]] der Tschetas im „Revolutionären Gebiet von [[Bitola]]“ beteiligte sich Sarafow am „Kongress der IMORO in [[Smilewo]] (heute: [[Nordmazedonien]])“ im Mai 1903. Er wurde mit absoluter Mehrheit, gemeinsam mit Dame Gruew und [[Atanas Losantschew]], in den Generalstab des Aufstands gewählt. Zusammen mit [[Nikola Detschew]] erarbeitete er den „Disziplinären Kodex der Aufständischen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Christo Siljanow: &amp;#039;&amp;#039;Die Bereiungskämpfe in Makedonien, Band 1&amp;#039;&amp;#039; (aus dem bulg. &amp;#039;&amp;#039;Освободителнитѣ борби на Македония, I&amp;#039;&amp;#039;). Verlag der Ilinden-Organisation, Sofia 1933, S. 238, 241, 242; [http://www.promacedonia.org/obm1/5_4.html promacedonia.org] (bulgarisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem wurden die Rechte, Pflichten und Strafen der Tschetniks, sowie der Zentralen und Regionalen Woiwoden, in der Zeit des [[Ilinden-Preobraschenie-Aufstand]]es festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sarafow versprach den Aufständischen, dass Bulgarien sofort bereit sei, dem Osmanischen Reich nach dem Aufstand den Krieg zu erklären.&amp;lt;ref&amp;gt;Jordan Anastasov (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen von Nikola Petrov Rusenski&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ilinden-Aufstand 1903–1968&amp;#039;&amp;#039; (aus dem bulg. &amp;#039;&amp;#039;Илинденско-Преображенското въстание 1903–1968&amp;#039;&amp;#039;) [http://www.promacedonia.org/ilpr1968/ilpr1968_a1.html promacedonia.org] (bulgarisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Anfang des Aufstandes verfasste er eine Proklamation über den Beginn des Aufstandes. Ans Ende dieser Proklamation setzte er einen verzweifelten Appell an die bulgarische Regierung, in der er das sofortige Einschreiten Bulgariens forderte. Aufgrund der komplizierten außenpolitischen Lage, in der sich Bulgarien zu jener Zeit befand, war es der bulgarischen Regierung jedoch nicht möglich, direkt zu helfen und auf den Appell zu reagieren. Die Tscheta um Sarafow beteiligte sich während des Aufstandes an Kämpfen gegen die osmanischen Truppen in [[Ochrid]], Smilewo und Demir Hisar. Nach dem Beschluss, die Tschetas aufzulösen, zog sich Boris Sarafow nach Bulgarien zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ermordung von Sarafow ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1903 bis 1904 bereiste Sarafow erneut Westeuropa und versuchte, die Ideen und das Schaffen der IMORO dort zu popularisieren. Es wird vermutet, dass er in dieser Zeit vom bulgarischen [[Ferdinand I. (Bulgarien)|Zaren Ferdinand I. ]] finanziert wurde. Dessen Korrespondenz wird heute im „[[Hoover Institution|Hoover-Institut]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.oac.cdlib.org/view?docId=tf9r29p0b1;developer=local;query=;style=oac4;view=admin „Register of the Ferdinand I, Czar of Bulgaria Papers, 1846-1956“]&amp;lt;/ref&amp;gt;“ aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischenzeitlich führte Sarafow Verhandlungen mit der „Serbischen Militär-Propaganda“. Als Resultat daraus begann sich allmählich die Organisation zu spalten und serbische Tschetas marschierten in die Gebiete von [[Poreče|Poretschie]] und [[Azot (Region)|Azot]], westlich des Flusses [[Vardar]], ein. Später verfasste er einen Brief an den russischen [[Nikolai Pawlowitsch Ignatjew|Grafen Ignatjew]], worin er sich über die serbische Propaganda, die nach seiner Auffassung die bulgarische Bevölkerung in Makedonien gequält habe, beschwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Kongress der IMORO von [[Kloster Rila|Rila]] im Jahre 1905 beschuldigte ihn Jane Sandanski proserbischer Handlungen und es kam zum Streit zwischen beiden. Obwohl die Anhänger Sandanskis den Kongress der IMORO im Jahre 1906 verhinderten, wurde Boris Sarafow zusammen mit [[Iwan Garwanow]] und [[Christo Matow]] als Auslandsvertreter in einer außerordentlichen Sitzung von 23 Delegierten der Revolutionären Gebiete am 7. Dezember wiedergewählt. Die beiden sich gegenüberstehenden Tendenzen in der IMORO, die gemäßigten unter Iwan Garwanow („Garwanisten“ genannt) und die liberale Fraktion angeführt von Sarafow fanden Anfang 1907 zu einer Übereinkunft und beendeten ihren Streit. Im selben Jahr verhalf Sarafow dem armenischen Revolutionär [[Garegin Nschdeh]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Garegin Nschdeh]]: [https://www.nzhdeh.narod.ru/avto.htm Autobiografie] (russisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Eintritt in eine bulgarische Offiziersschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation und die Entsendung von Tschetas nach Makedonien durch die Auslandsvertretung der IMORO stieß auf starken Widerstand seitens der „Gruppe von Serres“ unter der Leitung von Sandanski. In der im November 1907 publizierten Resolution des Revolutionären Gebietes von Serres fanden sich unter den Anschuldigungen gegen Garwanow und Sarafow auch die Behauptungen, dass diese „zusammen mit der bulgarischen Regierung, das wahllose Eindringen von Massen von Tschetas ins Innere initiiert hätten&amp;lt;ref&amp;gt;frei übersetzt aus dem Bulgarischen: „съвместно с българското правителство инспирираха безразборното нахлуване на масови чети във вътрешността“&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Resolution wurde von Jane Sandanski, [[Tschudomir Kantardthiew]], [[Georgi Skrizhowski]] und [[Aleksandar Bujnow]] unterzeichnet. Bereits 1906 wurde auf dem Kongress des Revolutionären Gebietes von Serres im Rila-Kloster der Beschluss gefasst, Dame Gruew, Boris Sarafow, Iwan Garwanow und Christo Matow zu eliminieren, wobei diese Entscheidung von [[Pere Toschew]] und den Vertretern der Organisation in Bulgarien [[Gjortsche Petrow]] und [[Petar Poparsow]] unterstützt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. November wurde Boris Sarafow zusammen mit Iwan Garwanow bei sich zu Hause von [[Todor Paniza]] erschossen. Paniza war ein enger Verbündeter von Jane Sandanski und hatte bereits einen Monat zuvor [[Michail Daew]], ein weiterer politischer Gegner Sandanskis innerhalb der IMORO, erschossen und dessen Platz an der Spitze seines Gebietes eingenommen. Christo Matow überlebte das Attentat, weil er sich zum Treffen der drei verspätet hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Krum Blagow: &amp;#039;&amp;#039;25. Die Ermordung der Auslandsvertreter der IMORO&amp;#039;&amp;#039; (aus dem bulg. 25. Убийството на задграничните представители) in &amp;#039;&amp;#039;Die 50 größten Attentate n der bulgarischen Geschichte&amp;#039;&amp;#039; (aus dem bulg.) {{Webarchiv |url=http://www.krumblagov.com/fifty/25.php |text=50-те най-големи атентата в българската история |wayback=20150504095654}}. Verlag Reporter, Sofia 2000, ISBN 954-8102-44-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exekution der beiden Auslandsvertreter der IMORO auf Anordnung von Sandanski hinterließ unüberwindbare Hürden im Einigungsprozess der politischen Flügel innerhalb der IMORO.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die heutige Sichtweise in Mazedonien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der russischen Zeitung „Makedonische Stimme“ (Македонскій Голосъ) wurde am 9. Juni 1913 (also 7 Jahre nach Sarafows Mord), vom makedonistischen Herausgeber [[Dimitrija Čupovski]]  ein Interview Boris Sarafows abgedruckt, das er den „Sankt Petersburger Nachrichten“ (Санкт Петербургские Ведомосты) am 21. August 1902 gegeben haben soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitung „Makedonische Stimme“ („Македонскій Голосъ“) Ausgabe 1, 9. Juni 1913&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In diesem Interview behauptete Sarafow, dass die Makedonier eine eigenständige Nation seien.&amp;lt;ref&amp;gt;„Sankt Petersburger Nachrichten“ („Санкт -Петербургские Ведомосты“) 21. August (2. September) 1902&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus schlussfolgernd schrieb Dimitrija Čupovski in einer späteren Ausgabe, dass der moralisch verantwortliche Mörder von Sarafow, Jane Sandanski ein bulgarischer Agent und Verbrecher sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitung „Makedonische Stimme“.(„Македонскій Голосъ“), Ausgabe 11, 1914 г.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Paradoxe an dieser Geschichte ist, dass die moderne mazedonische Presse Sarafow als einen „Varhovist“ (Bezeichnung für die Mitglieder des Obersten Makedonischen Komitees), als Verräter und als einen probulgarisch eingestellten Revolutionär bezeichnen, wohingegen Sandanski als ein früher Makedonist und Kämpfer für ein unabhängiges Makedonien bezeichnet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Tzwetanowski: {{Webarchiv |url=http://217.16.70.245/default.aspx?pBroj=1759&amp;amp;stID=34585&amp;amp;pR=26 |text=&amp;#039;&amp;#039;Sandanski der größte Beschützer des Makedonischen&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20110819102131 }}. „Utrinski Vestnik“ Ausgabe 1759, 16. Oktober 2006 (mazedonisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der mazedonische Historiker [[Blaže Ristovski]] bezeichnet Sarafow hingegen pejorativ als „reinen Bulgaren“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.forum.com.mk/Arhiva/Forum130/filter/filter.htm |text=Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Forum&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe.130, 5. Juni 2003. |wayback=20080217180037}} (mazedonisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite betrachtete Boris Sarafow sich selbst und alle Makedonier als Bulgaren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.freewebs.com/vmro-istorija/Knigi/spombs03.html |text=Boris Sarafow – Erinnerungen |wayback=20091208113128 }} (mazedonisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Boris Sarafov|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120841142|LCCN=no95056191|VIAF=40219658}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sarafow, Boris}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Nordmazedoniens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Bulgarien 1878–1918)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Bulgarien 1878–1918)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sarafow, Boris&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Sarafow, Boris Petrow; Sarafov, Boris Petrov; Петров Сарафов, Борис (bulgarisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=bulgarischer Widerstandskämpfer in Makedonien und Führer der IMRO&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Juni 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Dorf Libjahowo (heute: [[Ilinden (Dorf)]], [[Bulgarien]])&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. November 1907&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sofia]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Vranovski</name></author>
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