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	<title>Boris Michailowitsch Iofan - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2025-30048-22 am 31. Oktober 2025 um 17:48 Uhr</title>
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		<updated>2025-10-31T17:48:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Umschrift aus dem Kyrillischen|Sprache=Russisch|Ky={{lang|ru|Борис Михайлович Иофан}}|Tl=Boris Michajlovič Iofan|Ts=Boris Michailowitsch Iofan}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Boris Michailowitsch Iofan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (russisch Борис Михайлович Иофан; * {{JULGREGDATUM|28|4|1891|Link=1}} in [[Odessa]], geboren als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baruch Solomonowitsch Iofan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Deyan Sudjic: &amp;#039;&amp;#039;Stalin’s Architect: Power and Survival in Moscow&amp;#039;&amp;#039;. [[Thames &amp;amp; Hudson]], London 2022, p. 30. ISBN 978-0-500-34355-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;; †&amp;amp;nbsp;[[11.&amp;amp;nbsp;März]] [[1976]] in [[Moskau]]) war ein [[Sowjetunion|sowjetischer]] [[Architekt]]. Er gilt als einer der bedeutendsten Architekten der [[Stalinismus|Stalinzeit]]. Seine Werke umspannen mehrere Entwicklungsetappen des [[Sozialistischer Klassizismus|sozialistischen Klassizismus]], der Teil des [[Sozialistischer Realismus|sozialistischen Realismus]] war. Den größten Einfluss gewann er in den 1930er und 1940er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Elternhaus, frühe Kindheit und Abschluss der Kunstschule 1911 ===&lt;br /&gt;
Boris Michailowitsch Iofan wurde als zweites Kind in [[Odessa]] geboren. Sein älterer Bruder [[Dmitri Iofan]] ging nach [[Sankt Petersburg]], um sich dort weiterzubilden und um das Leben und Straßenszenen Petersburgs mitzubekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iofan zeichnete in seiner Jugend am liebsten die Gebäude Odessas und setzte sie in riesige, monumentale Gebäude um. Sein Bruder Dmitri schickte ihm aus St. Petersburg Bücher über [[Neoklassizismus (bildende Kunst)|neoklassizistische Kunst]], diese Bücher sollten seinen zukünftigen architektonischen Stil prägen, wie sich später zeigen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss der [[Kunstschule von Odessa]] im Jahre 1911 folgte Boris mit 19 Jahren seinem älteren Bruder Dmitri und arbeitete zwei Jahre lang in St. Petersburg als Assistent des Architekten [[Alexander Tamanjan]] und seines Bruders [[Dmitri Iofan]], der schon länger mit Alexander Tamanjan zusammenarbeitete, und Boris einen Platz sicherte. In seiner Zeit als Assistent studierte er Bücher über die [[Neoklassizismus (bildende Kunst)|neoklassizistische Kunst]], die, wie er später meinte, seine Architektur erst zu dem machte, zu dem sie wurde.&lt;br /&gt;
Nach dieser Arbeit als Assistent reiste er nach [[Rom]], um sich dort über neue [[Stilrichtung]]en zu informieren. In Rom absolvierte er die Hochschule für bildende Künste mit Examen im Jahr 1916.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er die klassische Tradition bevorzugte, begann er in Rom bei dem Architekten [[Armando Brasini]] zu arbeiten. Aus dieser Zeit stammte seine Liebe zum [[Neoklassizismus (Kunst)|Neoklassizismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seine Liebe zum Neoklassizismus ===&lt;br /&gt;
Iofan entwarf und baute viel in [[Königreich Italien (1861–1946)|Italien]], wertete diese Tätigkeit aber später als bloße Vorbereitung auf seine Arbeit in der [[Sowjetunion]] ab. Er vervollkommnete sein Können im Bereich des Neoklassizismus und war damit einerseits auf die neue Situation im Kunstleben der neu gegründeten Sowjetunion vorbereitet, in die er im Jahre 1924 zurückkehrte, andererseits aber ebenso in das allgemeine Formensystem einbezogen, das auch der Architektur des [[Italienischer Faschismus|faschistischen]] [[Königreich Italien (1861–1946)|Italien]] und ab den 1930er Jahren [[NS-Staat|nationalsozialistischen Deutschland]] zugrunde lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Iofan die [[Neoklassizismus (bildende Kunst)|neoklassizistische Kunst]] in der Sowjetunion nicht ausüben durfte, richtete er sein Augenmerk auf die gewünschte Stilrichtung des [[Sozialistischer Klassizismus|sozialistischen Klassizismus]], mit der er seine architektonischen Meisterwerke wie den [[Palast der Sowjets]] projektierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeit in der Sowjetunion nach 1924 ===&lt;br /&gt;
Iofans erste Arbeiten schienen den generellen architektonische Stil der 1920er Jahre fortzusetzen. Diese wurden zu einem Markstein in seinem Schaffen. Er verwendete hier die modernsten technischen Errungenschaften und löste komplizierte kompositorische Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sehr raffinierte und manchmal auch kleinteilige Formenschatz und die [[Experiment]]e der Architekten und Künstler der 1920er Jahre entsprachen von nun an nicht mehr der neuen [[Symbolik]], wie auch ihm immer klarer wurde. Im Zuge der allgemeinen [[Tendenz]] zur [[Monumentalität]] wurden die neoklassizistischen Formen nach und nach reaktualisiert und Kompositionen mit starrer Achse bevorzugt. Für breite Gesellschaftsschichten verbanden sich diese Veränderungen mit der klaren Idee von der Verwirklichung einer lichten Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1947 fiel Iofan in Ungnade und entwarf nach Stalins Tod 1953 sogar Gebäude in modernem Stil. Seine sechs Jahrzehnte umfassende Karriere endete mit Plattenbauten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ulf Meyer |url=https://www.nzz.ch/feuilleton/boris-iofan-stalins-architekt-wird-neu-entdeckt-ld.1667518 |titel=Daneben wirkte Albert Speers Pavillon für das «Dritte Reich» blass: Stalins Architekt wird neu entdeckt |werk=Neue Zürcher Zeitung |datum=2022-02-08 |abruf=2022-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektonische Werke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dom-na-naberezhnoi.jpg|miniatur|Haus an der Uferstraße (2007)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:The Soviet Union 1937 CPA 549 stamp (Palace of the Soviets).jpg|miniatur|Palast der Sowjets (sowjetische Briefmarke, 1937)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paris-expo-1937-pavillon de l&amp;#039;URSS-13.jpg|miniatur|Sowjetischer Pavillon in Paris (1937)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Namen Boris Iofans werden die bedeutendsten und programmatischsten Projekte in der Sowjetunion der 1930er und 1940er Jahre verbunden, wie das [[Haus an der Uferstraße]], der [[Sowjetischer Pavillon (1937)|Pavillon]] bei der [[Weltfachausstellung Paris 1937|Pariser Weltausstellung]] von 1937, oder der [[Sowjetischer Pavillon (1939)|Pavillon]] bei der [[1939 New York World’s Fair|New Yorker Weltausstellung]] von 1939, sowie der [[Palast der Sowjets]], den er im Verlauf der 1930er und 1940er Jahre projektierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus an der Uferstraße ===&lt;br /&gt;
Das [[Haus an der Uferstraße]] in Moskau, erbaut im Stil des sowjetischen [[Konstruktivismus (Architektur)|Konstruktivismus]], war eines der ersten stalinistischen Bauwerke in der Sowjetunion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Palast der Sowjets ===&lt;br /&gt;
Den [[Palast der Sowjets]] hielt er selbst für sein [[Gesamtwerk|Lebenswerk]], obwohl der Palast auf Grund des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] und anderer Probleme nie über die Fertigstellung des Fundaments hinaus kam. Hier konnte er, wie er selbst sagte, seine räumlichen, bildnerischen und städtebaulichen Fähigkeiten voll entfalten. Was immer er im Lauf seines langen Lebens dann noch entwarf und baute, die 1930er Jahre ließen seiner besonderen künstlerischen Begabung den größten Spielraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sowjetischer Pavillon (1937 in Paris) ===&lt;br /&gt;
Für die [[Weltfachausstellung Paris 1937|Weltausstellung des Jahres 1937]] in [[Paris]] wurde Boris Iofans Vorschlag zum Bau eines &amp;#039;&amp;#039;sowjetischen Pavillons&amp;#039;&amp;#039; durch den [[Rat der Volkskommissare der Sowjetunion|Rat der Volkskommissare]] angenommen. Von insgesamt sechs Entwürfen ging sein Entwurf als Sieger hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vorschlag sah einen Bau in dem in der Sowjetunion bewährten architektonischen Stil des [[Sozialistischer Klassizismus|Sozialistischen Klassizismus]] vor, wie er auch im [[Palast der Sowjets]] verwendet wurde. Seine expressive Bauform machte den Pavillon neben dem deutschen zu den beeindruckendsten der Expo des Jahres 1937. Signifikant für den Bau ist die zweifigurige Statue &amp;#039;&amp;#039;[[Arbeiter und Kolchosbäuerin]]&amp;#039;&amp;#039; der Bildhauerin [[Wera Ignatjewna Muchina|Wera Muchina]] auf dem Dach des Pavillons. Iofan erhielt für seinen Entwurf des Pavillons bei der Weltausstellung eine Goldmedaille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Deyan Sudjic, übersetzt von Karin Schreiner: &amp;#039;&amp;#039;Der Architekturkomplex. Monumente der Macht&amp;#039;&amp;#039;. Artemis &amp;amp; Winkler, Düsseldorf 2006, ISBN 3-538-07224-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jeschegodnik Obschtschestwa architektorow Chudoschnikow.&amp;#039;&amp;#039; Jahrbuch der Gesellschaft der Architektur-Künstler. Jg. 14. (russ.) {{Webarchiv | url=http://www.prolibri.de/?i=FR493590 | wayback=20071008043807 | text=Eshegodnik Obschtschestwa architektorow Chudoshnikow}}.&lt;br /&gt;
* Chiger, R. Ja.: &amp;#039;&amp;#039;Puti architekturnoi mysli 1917–1932.&amp;#039;&amp;#039; Der Weg architektonischer Ideen 1917–1932. (russ.)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.prolibri.de/?i=FR493566 | wayback=20071008043916 | text=Chiger, R. J: Pyti architekturnoj Mysli 1917-1932.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Deyan Sudjic: &amp;#039;&amp;#039;Stalin’s Architect: Power and Survival in Moscow&amp;#039;&amp;#039;. [[Thames &amp;amp; Hudson]], London 2022, 319 p. ISBN 978-0-500-34355-5.&lt;br /&gt;
* Vladimir Valentinovič Sedov: &amp;#039;&amp;#039;Stalins Architekt. Aufstieg und Fall von Boris Iofan.&amp;#039;&amp;#039; DOM Publishers, Berlin 2022 (Grundlagen; 144), ISBN 978-3-86922-807-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Boris Iofan}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.expo2000.de/expo2000/geschichte/detail.php?wa_id=13&amp;amp;lang=2&amp;amp;s_typ=28 |text=Die Internetpräsenz der EXPO 2000 über Weltausstellung 1937 in Paris |wayback=20120315095515}}&lt;br /&gt;
* {{archINFORM|arch|3318}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.tu-cottbus.de/theoriederarchitektur/Wolke/deu/Themen/001/Schriefers/schriefers.html |text=Thomas Schiefers über Denkmäler mit Verfallsdatum |wayback=20140102194526}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Ulf Meyer |url=https://www.nzz.ch/feuilleton/boris-iofan-stalins-architekt-wird-neu-entdeckt-ld.1667518 |titel=Daneben wirkte Albert Speers Pavillon für das «Dritte Reich» blass: Stalins Architekt wird neu entdeckt |werk=Neue Zürcher Zeitung |datum=2022-02-08 |abruf=2022-01-22}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124614086|LCCN=n/79/88437|VIAF=52966726}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Iofan, Boris Michailowitsch}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt des Sozialistischen Klassizismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt des Konstruktivismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verdienter Architekt des Volkes der UdSSR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Leninordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Stalinpreises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Roten Banners der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Odessa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Iofan, Boris Michailowitsch&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Иофан, Борис Михайлович (russisch); Iofan, Boris Michajlovič (wissenschaftliche Transliteration); Jofan, Boris (PND)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sowjetischer Architekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. April 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Odessa]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. März 1976&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Moskau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-30048-22</name></author>
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