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	<title>Boris Georgijewitsch Baschanow - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T20:27:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Boris_Georgijewitsch_Baschanow&amp;diff=391357&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rosenfalter: Tippfehler</title>
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		<updated>2025-11-12T17:46:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Boris Georgijewitsch Baschanow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Борис Георгиевич Бажанов}}, [[Französische Sprache|französisch]] &amp;#039;&amp;#039;Boris Bajanov&amp;#039;&amp;#039;, * [[9. August]] [[1900]] in [[Mohyliw-Podilskyj|Mogilew-Podolsk]], heute [[Ukraine]]; † [[30. Dezember]] [[1982]] in [[Paris]]) war einer der berühmtesten Überläufer aus der frühen [[Sowjetunion]] und antisowjetischer Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an seine Flucht aus der Sowjetunion im Jahre 1928 verfolgte Baschanow in Paris eine Karriere als Journalist der politisch-rechten Emigrantenzeitung &amp;#039;&amp;#039;Vozrozhdenie&amp;#039;&amp;#039;, kollaborierte mit dem britischen Nachrichtendienst und erlangte vor allem als antikommunistischer Publizist durch seine Schilderungen über [[Josef Stalin|Stalin]] und den Machtkampf innerhalb der Sowjetunion der 1920er Jahre einiges an Berühmtheit. In der Forschung werden seine publizistischen Werke wegen ihrer „überzogenen Behauptungen“ eher kritisch betrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert M. Slusser |Titel=Bezhanov and the Damnation of Stalin. By Boris Bazhanov. Translation and Commentary by David W. Doyle (Review) |Hrsg=John W. Boyer, Jan E. Goldstein, Fredrik Albritton Jonsson, University of Chicago |Sammelwerk=The Journal of Modern History |Band=Vol. 65 |Nummer=1 |Ort=Chicago |Datum=1993-03 |DOI=10.1086/jmh.65.1.2124812 |Seiten=243-244}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baschanows Ursprungsgeschichte und Authentizität wurden immer wieder und zu unterschiedlichen Graden angezweifelt, letztere sei jedoch spätestens seit 1995 „durch die Veröffentlichung einiger Politbüro-Protokolle in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Istotschnik&amp;#039;&amp;#039; bestätigt worden.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Otto Wenzel |Titel=Eine Dokumentensammlung für Kommunismus-Kenner |Sammelwerk=Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat |Band=15 |Nummer=15 |Datum=2004 |ISSN=0948-9878 |Online=https://zeitschrift-fsed.fu-berlin.de/index.php/zfsed/article/view/172 |Abruf=2025-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Baschanow wurde 1900 als Sohn eines Physikers in [[Mohyliw-Podilskyj|Mogilew-Podolsk]] geboren. Trotz der Unruhen der [[Oktoberrevolution]] und dem darauffolgenden [[Russischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg]], konnte er sein Abitur wie geplant im Jahre 1918 abschließen, woraufhin er in Kiew Physik zu studieren begann. Bei einer Demonstration der Studenten, die gegen eine Schließung der Universität protestierten, wurde Baschanow angeschossen und zog sich in sein Heimatdorf zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 trat Baschanow aus karrieristischen Gründen der [[Kommunistische Partei Russlands (Bolschewiki)|Kommunistischen Partei]] bei und stieg in der Parteihierarchie rasch auf. Mit der kommunistischen Ideologie der Bolschewiki konnte er jedoch nicht besonders viel anfangen. Am 9. August 1923 wurde er zum Assistenten des Generalsekretärs, [[Josef Stalin]]s, ernannt. Von 1925 bis 1928 war er Mitglied des Politbüros.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://iztok-zapad.eu/en/boris-bazhanov |titel=Boris Bazhanov • Authors • Iztok-Zapad Publishing House |sprache=en |abruf=2025-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine über seine Posten hinaus besonders einflussreiche Rolle kann ihm jedoch nicht nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 flüchtete Baschanow über [[Turkestan]], [[Iran|Persien]] und [[Indien]] aus der Sowjetunion, woraufhin er ins Asyl nach Paris reiste. Dort wurde Baschanow Journalist für die politisch-rechte Emigrantenzeitung &amp;#039;&amp;#039;Vozrozhdenie&amp;#039;&amp;#039; und arbeitete als „Berater“ für [[Wilfred Dunderdale]] vom britischen Nachrichtendienst. Im Zuge des sowjetisch-finnischen [[Winterkrieg]]es reiste er nach Helsinki, wo er in Zusammenarbeit mit dem finnischen Oberbefehlshaber [[Carl Gustaf Emil Mannerheim|Mannerheim]] ein „antikommunistisches Batallion“ zusammenstellte, das aus kriegsgefangenen sowjetischen Soldaten bestand. Als der Krieg endete, wurde das Bataillon aufgelöst und Baschanow kehrte er nach Paris zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gordon Brook-Shepherd |Titel=THE STORM PETRELS |Verlag=Ballantine Books |Datum=1981-12-12 |ISBN=978-0-345-30164-2 |Online=http://archive.org/details/stormpetrels0000gord |Abruf=2025-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar vor dem deutschen [[Unternehmen Barbarossa|Überfall auf die Sowjetunion]] ließen Hitlers Minister [[Alfred Rosenberg]] und dessen Stellvertreter [[Georg Leibbrandt]] Baschanow wegen seines antisowjetischen-Rufes Mitte Juni 1941 nach Berlin holen, um ihn zu fragen, ob er als zukünftiger russischer Staatsführer zur Verfügung stehe, nachdem man die Bolschewiki gestürzt hätte. Baschanow stellte den Nazis die Gegenfrage nach ihrem Kriegsplan; ob sie den Krieg gegen den Kommunismus oder gegen das russische Volk führen wollten; ersterenfalls würden sie den Krieg gewinnen, letzterenfalls verlieren. Rosenberg verwies darauf, dass solche Fragen von Hitler selbst entschieden würden, man würde ihn fragen; und der entschied, wie Baschanow zwei Monate später erfuhr: Russland würde eine deutsche Kolonie und von Deutschen verwaltet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ich war Stalins Sekretär.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, Frankfurt am Main u. a. 1977, S. 247.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baschanow lebte die folgenden Jahrzehnte in Paris und starb 1982. Sein Grab liegt auf dem Pariser Friedhof [[Cimetière du Père-Lachaise|Père-Lachaise]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschiede in Baschanows Schilderungen ==&lt;br /&gt;
Zwischen den von Baschanow geschriebenen Erinnerungen aus den Jahren 1930 und 1976 liegen einige zentrale Darstellungsunterschiede. Während sich Baschanow 1930 seit Anbeginn des Bürgerkrieges militant [[Antikommunismus|antikommunistisch]] inszenierte, schwächte er diese Darstellung 1976 ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[David W. Doyle]] stellt fest, dass Baschanow 1930 fest behauptete, dass er den [[Kommunistische Partei Russlands (Bolschewiki)|Bolschewiki]] als Antikommunist beigetreten war, in der Absicht, als [[Trojanisches Pferd (Begriffsklärung)|trojanisches Pferd]] innerhalb des Staates zu agieren, wohingegen er 1976 mildernd schilderte, dass er erst in seiner Zeit im Kreml zum Antikommunisten geworden war, da ihn angeekelt habe, was er gesehen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Tod seiner Familie schrieb Baschanow 1930, dass sich seine Schwester wegen der Schrecken des [[Russischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieges]] umgebracht hätte und seine Eltern nach der Übernahme durch die Kommunisten „verschwunden“ wären, womit er implizierte, dass sie von den Kommunisten getötet wurden. 1976 hingegen erwähnt Baschanow seine Schwester überhaupt nicht und erklärt, dass seine Eltern bereits 1920 an [[Typhus]] gestorben seien, nachdem er den Kommunisten beigetreten war.&amp;lt;ref&amp;gt;David W. Doyle: &amp;#039;&amp;#039;Bazhanov and the Damnation of Stalin&amp;#039;&amp;#039;, Ohio University Press, Ohio, 1990, S. X-XI&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Viele Historiker und Politologen, darunter [[Edward Hallett Carr|E. H. Carr]], [[Robert C. Tucker]] oder [[Robert H. McNeal]] beriefen sich in Zeiten des [[Kalter Krieg|Kalten Krieges]] auf Baschanows Schilderungen. Auch der russische Historiker [[Roi Alexandrowitsch Medwedew|Roi Medwedew]] nahm Baschanows Bücher in seinem mehrbändigen Werk über Stalin kritisch als Quelle auf, bezichtigte ihn aber an manchen Stellen der Übertreibung.&amp;lt;ref&amp;gt;Roi Medwedew: &amp;#039;&amp;#039;Das Urteil der Geschichte. Stalin und der Stalinismus.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Dietz, Berlin, 1992, ISBN 3-320-01780-2, S. 9, 75, 80, 86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[David W. Doyle]] sah den Wert von Baschanows Schriften in dem „Gefühl“, das Baschanow dem Leser für die Situation des Machtkampfes innerhalb der Partei vermitteln konnte. Allgemein sei Baschanow nie bescheiden, wenn er sich selbst und seine Taten beschreibt, doch an den von ihm beschriebenen Ereignissen könne man nicht zweifeln.&amp;lt;ref&amp;gt;David W. Doyle: &amp;#039;&amp;#039;Bazhanov and the Damnation of Stalin&amp;#039;&amp;#039;, Ohio University Press, Ohio, 1990, S. XI-XII&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stalin. Der rote Diktator.&amp;#039;&amp;#039; Aretz, Berlin 1931, (Autorisierte Übersetzung aus dem Französischen).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ich war Stalins Sekretär.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, Frankfurt am Main u. a. 1977, ISBN 3-550-17350-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118507001}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118507001|LCCN=n87149162|VIAF=262928842}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Baschanow, Boris Georgijewitsch}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPdSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Baschanow, Boris Georgijewitsch&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bajanov, Boris; Бажанов, Борис Георгиевич (russisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sowjetischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. August 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mohyliw-Podilskyj]], heute [[Ukraine]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Dezember 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rosenfalter</name></author>
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