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	<title>Boris Djacenko - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T06:34:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Boris_Djacenko&amp;diff=517645&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Weblinks */ Tippfehler</title>
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		<updated>2025-12-17T00:56:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gedenktafel Friedlander Str 156 (Adler) Boris Djacenko.jpg|mini|Gedenktafel, Boris Djacenko, Friedlander Straße 156, Berlin-Adlershof, Deutschland]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Boris Djacenko&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. September]] [[1917]] in [[Riga]]; † [[14. April]] [[1975]] in [[Ost-Berlin]]; [[Pseudonym]]: &amp;#039;&amp;#039;Peter Addams&amp;#039;&amp;#039;) war ein deutscher [[Schriftsteller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedhof Adlershof Berlin Grab Boris Djanko 1.jpg|mini|Grab von Boris Djacenko auf dem [[Friedhof Adlershof]]]]&lt;br /&gt;
Boris Djacenko war gebürtiger [[Letten (Volk)|Lette]]. Er besuchte ein [[Gymnasium]] in Riga. Seine Opposition zum autoritären Regime [[Kārlis Ulmanis]]’ führte dazu, dass er der Schule verwiesen wurde. Er arbeitete als [[Matrose]], als [[Schauermann]] und in der Lachsfischerei, daneben [[Studium|studierte]] er als Externer [[Philosophie]] an der [[Universität Lettlands|Universität Riga]] und verfasste seinen ersten, unveröffentlichten [[Roman]] &amp;#039;&amp;#039;Glühende Asche&amp;#039;&amp;#039; über die [[Russische Revolution 1905|Russische Revolution von 1905]]. Wegen seiner linken politischen Einstellung wurde er von der Universitätsleitung [[Exmatrikulation|exmatrikuliert]]. Vor einer drohenden Verhaftung floh Djacenko Anfang 1939 als [[blinder Passagier]] auf einem Frachter nach [[Rotterdam]]; über verschiedene europäische Länder und [[Nordafrika]] gelangte er nach [[Paris]], wo er 1940 wegen [[Kommunismus|kommunistischer]] [[Untergrundarbeit]] [[Verhaftung|verhaftet]] und im französischen Lager [[Le Vernet (Internierungslager)|Le Vernet]] [[Internierung|interniert]] wurde. Nach der Niederlage Frankreichs wurde er als [[Zwangsarbeiter]] ins Deutsche Reich [[Deportation|deportiert]] und in einem Bergwerk eingesetzt. 1941 vereitelte der deutsche [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Überfall auf die Sowjetunion]] einen Fluchtversuch Djacenkos in seine [[Lettland|lettische]] Heimat. [[Dänemark|Dänische]] Grenzer verhafteten ihn und überstellten ihn nach [[Flensburg]] ins Gefängnis, aus dem er erneut floh. Diesmal tauchte er in [[Berlin]] unter, wo er sich in einem Nachtasyl falsche Papiere besorgte, als Koch, Kellner und Bühnenarbeiter tätig war und sich einer Widerstandsgruppe von Zwangsarbeitern in den [[Knorr-Bremse|Knorr-Bremse-Werken]] anschloss. Beim Einmarsch der [[Rote Armee|Roten Armee]] in Berlin arbeitete er mit sowjetischen Stellen zusammen; zeitweise war er kommissarischer [[Bürgermeister]] von [[Werder (Havel)#Stadtgliederung|Töplitz]] und arbeitete als Journalist für die [[Tägliche Rundschau (1945–1955)|Tägliche Rundschau]]. Seit Beginn der 1950er Jahre lebte er als [[freier Schriftsteller]] in [[Ost-Berlin]] ([[Berlin-Adlershof]])&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Adlershof gestern und heute. 1754–2004.&amp;#039;&amp;#039; Aphaia Verlag Berlin, ISBN 3-926677-42-2; S. 31: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerung hält Menschen lebendig&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; und in seinem Sommerhaus in [[Kolberg (Heidesee)|Kolberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boris Djacenko verfasste [[Roman]]e, [[Erzählung]]en und [[Theaterstück]]e. Er galt als ebenso fantasievoller wie linientreuer Erzähler, der für die Handlungen seiner Werke häufig auf Erlebnisse aus seinem bewegten Leben zurückgriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Konflikt mit der Führung der [[SED]], der Djacenko angehörte, kam es 1958 anlässlich der geplanten Veröffentlichung des Fortsetzungsbandes zu seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;Herz und Asche&amp;#039;&amp;#039; von 1954. Während dieser die Widerstandsbewegung gegen den deutschen [[Faschismus]] während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] zum Thema hat, enthielt der Fortsetzungsband die Schilderung des Einmarschs der Roten Armee in Deutschland und brach in einer Szene mit dem in der DDR geltenden Tabu, die [[Vergewaltigung]] von weiblichen Überlebenden aus [[Konzentrationslager]]n durch [[Rote Armee|Rotarmisten]] im Jahre 1945 zu thematisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Pressemitteilung der [[Akademie der Künste (Berlin)|Akademie der Künste]] vom 27. Mai 2010: [https://www.adk.de/de/presse/pressemitteilungen.htm?we_objectID=25244 &amp;#039;&amp;#039;Akademie der Künste stellt verbotenen Roman von Boris Djacenko vor.&amp;#039;&amp;#039;] Abgerufen am 9. Juni 2015. Brigitte Reimann: &amp;#039;&amp;#039;Ich bedaure nichts. Tagebücher 1955 - 1963.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1998, S. 374, Anmerkung zu S. 76. ISBN 3-351-02835-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Intervention der Kulturabteilung des [[ZK der SED|Zentralkomitees der SED]] durfte das Buch nicht erscheinen. Obwohl sich [[Karl Heinz Berger]] als Lektor für die Veröffentlichung einsetzte,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joachim Walther]]: &amp;#039;&amp;#039;Sicherungsbereich Literatur. Schriftsteller und Staatssicherheit in der Deutschen Demokratischen Republik&amp;#039;&amp;#039;. Ch. Links, Berlin 1996, ISBN 3-86153-121-6, S. 452.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde das Manuskript als „sowjetfeindlich“ eingestuft, der laufende [[Vorabdruck]] in der [[Neue Berliner Illustrierte|&amp;#039;&amp;#039;Neuen Berliner Illustrierten&amp;#039;&amp;#039;]] gestoppt, massiver Druck auf den Verfasser ausgeübt und bereits fertiggestellte Druckbögen der Buchfassung vernichtet. Karl Heinz Berger wurde fristlos gekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Djacenko zog sich nach Kolberg zurück und verlegte sich in den folgenden Jahren aufs Verfassen von [[Kriminalroman]]en, die unter dem [[Pseudonym]] &amp;#039;&amp;#039;Peter Addams&amp;#039;&amp;#039; erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grab von Boris Djacenko befindet sich im Gräberfeld E2, auf dem [[Friedhof Adlershof]], im Berliner Bezirk Treptow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
=== Romane, Erzählungen, Krimis ===&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|width= 330|&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Menschen an der Grenze&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1950&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dschungel&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1951&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wie der Mensch Gesicht bekam&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1952&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das gelbe Kreuz und andere Novellen&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1953&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Schwalbenkonstrukteur&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1953&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Herz und Asche&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1954&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Hirte Costas&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1954&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Frau im dritten Stock links&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1955&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Khmer-Kette&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1955&lt;br /&gt;
|width= 330|&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Weg in die Wälder&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1955&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wölfe&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1955&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pseudonym: Unteroffizier Bronn&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1956&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Verschwörer der Königsgasse&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1958&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aufruhr in der Königsgasse&amp;#039;&amp;#039;, Halle (Saale) 1959&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Und sie liebten sich doch&amp;#039;&amp;#039;, Halle (Saale) 1960&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Doch unterm Rock der Teufel&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1964&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das geborgte Gesicht&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1964, [[Gelbe Reihe (Belletristik)|Gelbe Reihe]] (PA)&lt;br /&gt;
|width= 330|&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nacht über Paris&amp;#039;&amp;#039;, Halle (Saale) 1965&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die enthauptete Mona Lisa&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1966 (PA)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Engel für zehn Shilling&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1967 (PA)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Diamant im Storchennest&amp;#039;&amp;#039;, Halle (Saale) 1969 (PA)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Schwalbenkonstrukteur&amp;#039;&amp;#039;, 1972 ([[Das neue Abenteuer]], Heft 314)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anruf in der Nacht&amp;#039;&amp;#039;, Halle (Saale) 1973&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Angriff der Sonnenblumen&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1974&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mord im Schloß&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1974 (PA)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;PA – unter dem Pseudonym Peter Addams erschienen&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übersetzungen ===&lt;br /&gt;
* [[Irina Karnauchowa]]: &amp;#039;&amp;#039;Die feuerrote Blume&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1952&lt;br /&gt;
* [[Anna Sakse]]: &amp;#039;&amp;#039;Feld ohne Grenzstein&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1949&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kurt Böttcher (Gesamtredaktion): [[Deutsches Schriftstellerlexikon|Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller]] von den Anfängen bis zur Gegenwart. VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1974; Band 1, S. 155&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Werner Liersch: [https://www.berliner-zeitung.de/der-fall-djacenko-wie-ein-unbequemes-buch-verboten-wurde-und-erwin-strittmatter-eine-wende-vollzog-unerwuenschte-vergewaltigungen-li.22724 &amp;#039;&amp;#039;Unerwünschte Vergewaltigungen. Der Fall Djacenko&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 25.&amp;amp;nbsp;Januar 2003.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783110193381|Seiten=361–365}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|10528419X}}&lt;br /&gt;
* [https://books.google.de/books?id=3AumdVHre10C&amp;amp;pg=PA49&amp;amp;lpg=PA49&amp;amp;dq=%22Peter+Addams%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=YEIvMvCVd9&amp;amp;sig=uF6SV90jSzpt_qLiAxeNo7_NL9M&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Gvi8VN23NoOoPcStgfAP&amp;amp;ved=0CDcQ6AEwBDge#v=onepage&amp;amp;q=%22Peter%20Addams%22&amp;amp;f=false Kurzbiografie Boris Djacenko in Killy Literaturlexikon]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=10528419X|VIAF=62009245}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Djacenko, Boris}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriftsteller (Riga)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lette]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1917]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1975]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Djacenko, Boris&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Addams, Peter (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. September 1917&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Riga]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. April 1975&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ost-Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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