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	<title>Border Campaign - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Border Campaign&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (englisch: &amp;#039;&amp;#039;Grenzkampagne&amp;#039;&amp;#039;, IRA-intern auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Operation Harvest&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt) war eine Serie von Anschlägen der [[Óglaigh na hÉireann (1922–1969)|Irish Republican Army]] (IRA) ab 1956. Die Ziele der Anschläge lagen in [[Nordirland]] nahe der Grenze zur [[Republik Irland]]. Mangels Unterstützung in der Bevölkerung wurde die Kampagne 1962 eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vorbereitung ===&lt;br /&gt;
Im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges hatte die IRA praktisch aufgehört zu existieren. Ihre Untergrundtätigkeit während des Krieges auf dem britischen Festland konnte von der britischen Polizei und den Geheimdiensten leicht unterbunden werden. Auch in der Republik Irland wurde massiv gegen sie vorgegangen. Der damalige Premier [[Eamon de Valera]] befürchtete, dass die Anschläge gegen britische Ziele die Neutralität Irlands gefährdeten. Er tat sein Möglichstes, um die Strukturen der IRA zu zerschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Flynn, &amp;#039;&amp;#039;Soldiers of folly&amp;#039;&amp;#039;, S. 12 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach 1945 fanden sich wenige Versprengte zusammen, um die IRA zu reorganisieren. Vornehmliches Ziel war die Wiederbewaffnung und die Fortsetzung des Kampfes gegen die Teilung Irlands. 1948 fand erstmals seit zehn Jahren eine &amp;#039;&amp;#039;Army Convention&amp;#039;&amp;#039; statt; das höchste Gremium der IRA wählte eine neue Führung.&amp;lt;ref&amp;gt;Flynn, &amp;#039;&amp;#039;Soldiers of folly&amp;#039;&amp;#039;, S. 15 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits in den 1930er Jahren hatte es innerhalb der IRA einen Meinungswandel gegeben. Zwar wurden die Regierungen Nordirlands und des [[Irischer Freistaat|Irischen Freistaats]] weiterhin als Institutionen angesehen, die die Teilung Irlands aufrechterhalten und damit eine Ausübung des [[Selbstbestimmungsrecht]]es des irischen Volkes verhindern. Zugleich wurden qualitative Unterschiede anerkannt: Während Nordirland weiterhin unter direkter Kontrolle [[Vereinigtes Königreich|Großbritanniens]] stehe, gebe es im Süden der Insel ein gewisses Maß an [[Autonomie]].&amp;lt;ref&amp;gt;M.L.R. Smith: &amp;#039;&amp;#039;Fighting for Ireland? The Military Strategy of the Irish Republican Movement.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, London 1995, ISBN 0-415-09161-6, S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Armeerat der IRA wies die Mitglieder in der &amp;#039;&amp;#039;General Army Order No. 8&amp;#039;&amp;#039; an, weder Einrichtungen noch Repräsentanten der Irischen Republik anzugreifen.&amp;lt;ref&amp;gt;Coogan, &amp;#039;&amp;#039;I.R.A.&amp;#039;&amp;#039;, S. 328; Flynn, &amp;#039;&amp;#039;Soldiers of folly&amp;#039;&amp;#039;, S. 19f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planungen für die &amp;#039;&amp;#039;Border Campaign&amp;#039;&amp;#039; begannen 1950. Um sich Waffen zu beschaffen, überfielen IRA-Kommandos zwischen 1951 und 1955 Armeeeinrichtungen in Nordirland und England. Bei einem Überfall auf die &amp;#039;&amp;#039;Gough Barracks&amp;#039;&amp;#039; in der nordirischen Stadt [[Armagh]] erbeuteten circa 20 IRA-Mitglieder im Juni 1954 zahlreiche Waffen. Der Angriff auf die britische Militäreinrichtung verschaffte der IRA erhebliche öffentliche Aufmerksamkeit und führte zu einer steigenden Zahl von Neueintritten.&amp;lt;ref&amp;gt;Tim Pat Coogan: &amp;#039;&amp;#039;The I.R.A.&amp;#039;&amp;#039; 15. Auflage, Fontana, London 1990, ISBN 0-00-636943-X, S. 337ff; Flynn, &amp;#039;&amp;#039;Soldiers of folly&amp;#039;&amp;#039;, S. 24ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oktober 1954 scheiterte der Angriff eines großen IRA-Kommandos auf eine Armeeeinrichtung in [[Omagh]]. Dabei wurden acht IRA-Mitglieder verhaftet und später wegen [[Hochverrat]]s zu sieben bis zwölf Jahren Haft verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Coogan, &amp;#039;&amp;#039;I.R.A.&amp;#039;&amp;#039;, S. 333, 340ff; Flynn, &amp;#039;&amp;#039;Soldiers of folly&amp;#039;&amp;#039;, S. 27ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den [[Britische Unterhauswahlen 1955|Britischen Unterhauswahlen 1955]] wurden zwei der Verurteilten, [[Tom Mitchell (Politiker)|Tom Mitchell]] und [[Philip Clarke (Politiker)|Philip Clarke]], für die mit der IRA verbundene Partei [[Sinn Féin]] ins [[House of Commons|Unterhaus]] gewählt. Insgesamt erzielte Sinn Féin über 150.000 Stimmen; die gemäßigte [[Nationalist Party (Nordirland)|Nationalist Party]] hatte keine Kandidaten aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Smith, &amp;#039;&amp;#039;Fighting for Ireland,&amp;#039;&amp;#039; S. 67.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Wahlerfolg glaubte die IRA, ausreichend Rückhalt in der Bevölkerung für die &amp;#039;&amp;#039;Border Campaign&amp;#039;&amp;#039; zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1956 lag der IRA-Führung ein Operationsplan für die &amp;#039;&amp;#039;Border Campaign&amp;#039;&amp;#039; vor, der in den Grundzügen nicht mehr verändert und ein Jahr später von der südirischen Polizei [[Garda Síochána]] beschlagnahmt wurde. Autor des Plans war [[Seán Cronin (Journalist)|Seán Cronin]], ein kurz zuvor aus den USA nach Irland zurückgekehrter Journalist, der im Juli 1957 [[IRA-Stabschef|Stabschef der IRA]] wurde. Dem Plan zufolge sollten durch Methoden des [[Guerilla]]kriegs und durch an die Bevölkerung gerichtete [[Propaganda]] die „Widerstandszentren“ in Nordirland gestärkt werden. Zunächst sollte die Verwaltung dieser Gebiete unmöglich gemacht werden und die Sicherheitskräfte zum Rückzug gezwungen werden. So sollten kleinere „befreite Gebiete“ entstehen, die sich später zu größeren Gebieten zusammenschließen sollten. Das Konzept der IRA wird als stark beeinflusst von den Theorien [[Mao Zedong]]s zum Guerillakrieg bewertet;&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Einschätzung bei Smith, &amp;#039;&amp;#039;Fighting for Ireland&amp;#039;&amp;#039;, S. 67f. und Flynn, &amp;#039;&amp;#039;Soldiers of folly&amp;#039;&amp;#039;, S. 53f.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch wurden Taktiken aus dem [[Irischer Unabhängigkeitskrieg|Unabhängigkeitskrieg]] (1919–1921) wieder aufgegriffen. Damals war es der IRA durch den Einsatz [[Mobile Kolonne|fliegender Kolonnen]] gelungen, Gebiete im Südwesten der Insel weitgehend der Kontrolle durch die Briten zu entziehen. Cronins Plan sah die Bildung von fliegenden Kolonnen mit je 25 Mann vor, die von Basen südlich der Grenze operieren sollten. In ihrer ersten Phase sollte sich die &amp;#039;&amp;#039;Border Campaign&amp;#039;&amp;#039; auf den überwiegend von Katholiken bewohnten Westen Nordirlands konzentrieren. Als mögliche Anschlagsziele galten Straßen und Brücken, Polizei- und Militäreinrichtungen sowie Symbole der britischen Herrschaft in Nordirland.&amp;lt;ref&amp;gt;Flynn, &amp;#039;&amp;#039;Soldiers of folly&amp;#039;&amp;#039;, S. 48–54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 entsandte die IRA circa 20 Organisatoren in die grenznahen Gebiete Nordirlands, die überwiegend von irischen Nationalisten bewohnt waren. Diese sollten IRA-Mitglieder ausbilden, mögliche Anschlagsziele auskundschaften und regelmäßig an das IRA-Hauptquartier in Dublin berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Coogan, &amp;#039;&amp;#039;I.R.A.&amp;#039;&amp;#039;, S. 383.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während dieser Planungsphase entschied das IRA-Hauptquartier, die nordirische Hauptstadt [[Belfast]] nicht in die Kampagne einzubeziehen, da befürchtet wurde, dass die dortige IRA-Einheit mit Informanten durchsetzt und zu schwach sei, um die katholischen Wohngebiete der Stadt gegen mögliche Angriffe zu verteidigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Coogan, &amp;#039;&amp;#039;I.R.A.&amp;#039;&amp;#039;, S. 335, 348, 383.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlauf ===&lt;br /&gt;
[[Datei:South and ohanlon.jpg|mini|Denkmal für Fergal O’Hanlon und Seán South in Altawark, County Fermanagh.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Border Campaign&amp;#039;&amp;#039; begann in der Nacht zum 12. Dezember 1956 mit einer Serie von Anschlägen im Grenzgebiet Nordirlands, an denen 150 IRA-Mitglieder beteiligt waren. Angegriffen wurden unter anderem Einrichtungen der nordirischen Polizei [[Royal Ulster Constabulary]] (RUC) und der [[British Army|britischen Armee]], Brücken und ein Gerichtsgebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;Coogan, &amp;#039;&amp;#039;I.R.A.&amp;#039;&amp;#039;, S. 384, 386f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. Januar 1957 scheiterte ein Angriff eines IRA-Kommandos unter [[Seán Garland]] auf die Polizeistation der RUC in [[Brookeborough]], [[County Fermanagh]]. Zwei IRA-Mitglieder, [[Seán South]] und [[Fergal O’Hanlon]], starben an den Verletzungen, die sie bei dem Anschlag erlitten hatten. Der Angriff in Brookeborough und der Tod der beiden IRA-Mitglieder fand breite Beachtung in der Presse; South und O’Hanlon wurden unter großer öffentlicher Anteilnahme in der Republik Irland beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Coogan, &amp;#039;&amp;#039;I.R.A.&amp;#039;&amp;#039;, S. 396ff. Kevin Haddick Flynn: {{Toter Link |datum=2018-04 |url=http://www.historyireland.com/volumes/volume15/issue1/features/?id=342 |text=&amp;#039;&amp;#039;Seáin South of Garryowen.&amp;#039;&amp;#039; |archivebot=2018-04-02 03:35:26 InternetArchiveBot}} In: History Ireland 1/15 (Abgerufen am 7. November 2011).&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 2. März 1957 überfielen IRA-Mitglieder in [[County Donegal|Donegal]] einen Güterzug. Der ursprüngliche Plan, den Zug zum Entgleisen zu bringen, scheiterte; stattdessen rollte der Zug führerlos nach [[Derry]] und richtete im dortigen Bahnhof erheblichen Sachschaden an.&amp;lt;ref&amp;gt;Flynn, &amp;#039;&amp;#039;Soldiers of folly&amp;#039;&amp;#039;, S. 144.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf die &amp;#039;&amp;#039;Border Campaign&amp;#039;&amp;#039; setzte nordirische Premierminister [[Basil Brooke, 1. Viscount Brookeborough|Basil Brooke]] am 15. Dezember 1956 den &amp;#039;&amp;#039;Civil Authorities (Special Powers) Act (Northern Ireland)&amp;#039;&amp;#039; von 1922 in Kraft; ein Gesetz, das Justiz und Polizei Sondervollmachten einräumte und die rechtliche Grundlage für [[Internierung]]en ohne Gerichtsverfahren war. Zudem wurde die Partei &amp;#039;&amp;#039;Sinn Féin&amp;#039;&amp;#039; verboten. Die von den Anschlägen überraschte nordirische Regierung setzte 3.000 RUC-Polizisten und 12.000 Hilfspolizisten, sogenannte [[Ulster Special Constabulary|B-Specials]], ein. Zudem machten britische [[Pionier (Militär)|Pioniere]] zahlreiche grenzüberschreitende Straßen unpassierbar, um den Verkehr auf 17 von der Polizei kontrollierte Grenzübergänge zu konzentrieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Coogan, &amp;#039;&amp;#039;I.R.A.&amp;#039;&amp;#039;, S. 388.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Januar 1957 waren circa 50 Personen in Nordirland interniert; im Oktober 1957 war die Zahl der Gefangenen auf knapp 250 gestiegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Flynn, &amp;#039;&amp;#039;Soldiers of folly&amp;#039;&amp;#039;, S. 136, 152.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die nordirische Sondergesetzgebung erlaubte auch die Verhängung von [[Ausgangssperre]]n, eine Maßnahme, die im August 1957 nach einem Bombenanschlag in der Stadt [[Newry (Nordirland)|Newry]] in Kraft gesetzt wurde und zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Jugendlichen führte.&amp;lt;ref&amp;gt;Flynn, &amp;#039;&amp;#039;Soldiers of folly&amp;#039;&amp;#039;, S. 150.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Republik Irland trug die &amp;#039;&amp;#039;Border Campaign&amp;#039;&amp;#039; mit zu vorzeitigen Neuwahlen und dem Ende der Regierungszeit von [[John A. Costello]] bei: Am 28. Januar 1957 initiierte [[Clann na Poblachta]], eine [[Republikanismus (Irland)|republikanische]] Partei um [[Seán MacBride]], ein Misstrauensvotum gegen die Regierung von Costello, unter anderem, weil sich die Regierung nur ungenügend für die Wiedervereinigung Irlands eingesetzt habe. Costello löste das Parlament vorzeitig auf; bei den [[Wahlen in Irland (1951–1969)#1957|Neuwahlen im März 1957]] erzielte Sinn Féin ungefähr 66.000 Stimmen und vier Mandate.&amp;lt;ref&amp;gt;Coogan, &amp;#039;&amp;#039;I.R.A.&amp;#039;&amp;#039;, S. 390.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juli 1957 führte Eamon de Valera, der im März erneut die Regierung übernommen hatte, auch in der Republik Irland Internierungen ohne Gerichtsverfahren ein. Anfänglich waren 63 mutmaßliche IRA-Mitglieder in der Republik in [[Curragh (Irland)|Curragh]] interniert; im März 1958 war ihre Zahl auf 131 gestiegen. Internierte, die sich von Gewalthandlungen lossagten, wurden vorzeitig entlassen. Die letzten Internierten wurden im März 1959 freigelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=41758077 |Titel=Englisches Lob |Jahr=1957 |Nr=30 |Datum=24. Juli 1957 |Seiten=29–31}} Coogan, &amp;#039;&amp;#039;I.R.A.&amp;#039;&amp;#039;, S. 390, 412.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der IRA gelang es nicht, die Internierten durch Neurekrutierungen zu ersetzen. Die Zahl der Anschläge in Nordirland sank von 341 im Jahr 1957 auf 26 im Jahr 1960.&amp;lt;ref&amp;gt;Smith, &amp;#039;&amp;#039;Fighting for Ireland&amp;#039;&amp;#039;, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für einen Teil der Anschläge war [[Saor Uladh]], eine insbesondere in der Grafschaft [[County Tyrone|Tyrone]] aktive Splittergruppe um [[Liam Kelly (Politiker)|Liam Kelly]], verantwortlich.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Bowyer Bell: &amp;#039;&amp;#039;The secret army. The IRA.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Transaction, New Brunswick 1997, ISBN 1-56000-901-2, S. 316ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das anfänglich in der Republik vorhandene öffentliche Interesse an der &amp;#039;&amp;#039;Border Campaign&amp;#039;&amp;#039; ließ nach wenigen Monaten nach. Eine Ausnahme bildete die Beisetzung von fünf Menschen, darunter vier IRA-Mitglieder, die bei der vorzeitigen Explosion einer Bombe im November 1957 in Edentubber, ein Ort im [[County Louth]] unweit der Grenze zu Nordirland, getötet worden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Coogan, &amp;#039;&amp;#039;I.R.A.&amp;#039;&amp;#039;, S. 399f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den [[Wahlen in Irland (1951–1969)#1961|Wahlen in der Republik 1961]] verlor Sinn Féin knapp die Hälfte der Stimmen und alle Mandate.&amp;lt;ref&amp;gt;Coogan, &amp;#039;&amp;#039;I.R.A.&amp;#039;&amp;#039;, S. 385.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Nordirland, wo das Verbot von Sinn Féin nicht für die Wahlen zum britischen Unterhaus galt, glaubten die gemäßigten Nationalisten im Vorfeld der [[Britische Unterhauswahlen 1959|Wahl von 1959]], Sinn Féin-Kandidaten in allen Wahlkreisen überflügeln zu können. Als Grund wurde das geringe öffentliche Interesse an der &amp;#039;&amp;#039;Border Campaign&amp;#039;&amp;#039; und die von den Anschlägen ausgehenden Beeinträchtigungen des Alltags in den ländlichen Gebieten angegeben. Bei der Wahl verlor Sinn Féin im Vergleich zu 1955 mehr als die Hälfte der Stimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Flynn, &amp;#039;&amp;#039;Soldiers of folly&amp;#039;&amp;#039;, S. 179f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offiziell endete die &amp;#039;&amp;#039;Border Campaign&amp;#039;&amp;#039; am 26. Februar 1962 mit einer Erklärung der IRA, der zufolge Waffen und Ausrüstungen deponiert und alle kämpfenden IRA-Mitglieder zurückgezogen worden waren. Als Grund für die Einstellung der &amp;#039;&amp;#039;Border Campaign&amp;#039;&amp;#039; wurde die mangelnde Unterstützung durch das irische Volk genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Coogan, &amp;#039;&amp;#039;I.R.A.&amp;#039;&amp;#039;, S. 418.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Einstellung der Anschläge war seit Januar 1961 im &amp;#039;&amp;#039;Army Council&amp;#039;&amp;#039; der IRA diskutiert worden, da Waffen und Munition fehlten, finanzielle Probleme bestanden und wichtige Mitglieder verhaftet worden waren. Nach Angaben von Beteiligten gab es innerhalb der IRA-Führung keine ernsthafte Opposition gegen die Entscheidung.&amp;lt;ref&amp;gt;Flynn, &amp;#039;&amp;#039;Soldiers of folly&amp;#039;&amp;#039;, S. 196f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt starben zwischen 1956 und 1961 17 Menschen, davon elf Republikaner und sechs Polizisten der RUC. Nach Angaben der nordirischen Regierung entstand ein Sachschaden von [[Pfund Sterling|£]] 1 Million; die zusätzlichen Ausgaben für Sicherheitsmaßnahmen betrugen ungefähr £ 10 Millionen.&amp;lt;ref&amp;gt;Coogan, &amp;#039;&amp;#039;I.R.A.&amp;#039;&amp;#039;, S. 384.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Folgen ===&lt;br /&gt;
Das Ende der &amp;#039;&amp;#039;Border Campaign&amp;#039;&amp;#039; markierte einen Tiefpunkt für die republikanische Bewegung. IRA war auf eine kleine Splittergruppe geschrumpft, die sich im Zustand innerer Zerrissenheit befand. Die Führung zog aus dem Scheitern der Grenzkampagne die Lehre, dass der bewaffnete Kampf ein Irrweg sei und orientierte sich zunehmend an linken Ideologien wie dem [[Marxismus]]. Die Waffenbeschaffung wurde eingestellt; viele Veteranen kehrten der Bewegung den Rücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1967 gründete sich die nordirische [[Bürgerrechtsbewegung]], die ein Ende der [[Diskriminierung]] der katholischen Minderheit erreichen wollte. In der Bürgerrechtsbewegung waren Vertreter des linken Flügels der Republikaner aktiv, ohne einen dominierenden Einfluss auf die Bewegung auszuüben.&amp;lt;ref&amp;gt;Smith, &amp;#039;&amp;#039;Fighting for Ireland&amp;#039;&amp;#039;, S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt; Angriffe [[Unionismus (Irland)|loyalistischer]] Extremisten auf Demonstrationen der Bürgerrechtsbewegung, die durch ein parteiisches Verhalten der RUC begünstigt wurden, führten zu [[Nordirlandkonflikt#Eskalation der Gewalt ab 1969|schweren Unruhen]], zu deren Beendigung im August 1969 die britische Armee eingesetzt wurde. Zuvor hatten loyalistische Extremisten ganze Straßenzüge in den katholischen Vierteln Belfasts niedergebrannt. Mangels Waffen war die Belfaster IRA kaum in der Lage, die Übergriffe zu verhindern und damit ihre seit den 1920er Jahren bestehende Funktion als Verteidigerin der katholischen Stadtviertel auszufüllen. Ende 1969 spaltete sich die IRA in einen marxistisch orientierten Flügel, die [[Official Irish Republican Army|Official IRA]], sowie einen größeren, gewaltbereiteren und nationalistisch orientierten Flügel, die [[Provisional Irish Republican Army|Provisional IRA]], die zu einem der Hauptakteure des [[Nordirlandkonflikt]]s wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewertungen ==&lt;br /&gt;
[[Michael Rainsborough]], Professor für strategische Theorie am [[King’s College London|King’s College]], bewertete die Strategie der IRA in der &amp;#039;&amp;#039;Border Campaign&amp;#039;&amp;#039; als „[[Elitarismus|elitär]]“. Auch bedingt durch das Verbot Sinn Féins in Nordirland wurden keine Versuche unternommen, der eigenen Anhängerschaft oder der Öffentlichkeit zu erklären, was mit der Anwendung von Gewalt erreicht werden solle. Die IRA habe sich in einem Zustand [[Doktrin|doktrinärer]] Unbeweglichkeit befunden und sei weder in der Lage gewesen, alternative, nicht-militärische Optionen zu entwickeln noch die eigenen politischen Ziele den tatsächlichen militärischen Fähigkeiten anzupassen. Dies habe zur Isolation und Niederlage der IRA geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Smith, &amp;#039;&amp;#039;Fighting for Ireland&amp;#039;&amp;#039;, S. 68f, 72. M.L.R. Smith ist das Pseudonym von [http://www.kcl.ac.uk/sspp/departments/warstudies/people/professors/rainsborough.aspx Rainborough] (Abgerufen am 27. November 2011)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Michael Farrell (Bürgerrechtler)|Michael Farrell]], führendes Mitglied der nordirischen Bürgerrechtsbewegung, hatte sich die IRA auf die Politik des bewaffneten Kampfes beschränkt. Es sei keine bedeutende politische Organisation vorhanden gewesen, mit der die Anhängerschaft mobilisiert werden konnte. Somit habe sich kein „Massenwiderstand“ entwickelt, der zur Ergänzung eines Guerillakrieges erforderlich sei. Für die nordirische Regierung sei die &amp;#039;&amp;#039;Border Campaign&amp;#039;&amp;#039; nur ein Ärgernis, aber keine Bedrohung gewesen, so Farrell.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Farrell: &amp;#039;&amp;#039;Northern Ireland. The Orange state.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Pluto Press, London 1976, ISBN 0-86104-300-6, S. 221.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seán Cronin, der Planer der &amp;#039;&amp;#039;Border Campaign&amp;#039;&amp;#039;, nannte 1980 als entscheidenden Grund für ihr Scheitern, dass Sinn Féin nicht von der Unterstützung der Minderheit in Nordirland profitieren und die Unterstützung nicht festigen konnte. Zudem sei die Bewaffnung der IRA unzureichend gewesen, es habe an Geld gefehlt und die IRA sei in Nordirland nur unzureichend organisiert und in vielen Landesteilen nicht existent gewesen. Die IRA der 1950er Jahre sei „engstirnig“ und nicht in der Lage gewesen, die politischen und sozialen Bedingungen der Zeit aufzunehmen. Der Einsatz von Gewalt durch die IRA habe nicht den Interessen der Minderheit in Nordirland entsprochen, so Cronin.&amp;lt;ref&amp;gt;Seán Cronin: &amp;#039;&amp;#039;Irish nationalism. A history of its roots and ideology.&amp;#039;&amp;#039; Academy Press, Dublin 1980, ISBN 0-906187-34-6, zitiert bei Flynn, &amp;#039;&amp;#039;Soldiers of folly&amp;#039;&amp;#039;, S. 201f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Barry Flynn: &amp;#039;&amp;#039;Soldiers of folly. The IRA border campaign 1956–1962.&amp;#039;&amp;#039; Collins, Cork 2009, ISBN 978-1-84889-016-9.&lt;br /&gt;
* Peter Neumann, &amp;#039;&amp;#039;IRA: Langer Weg zum Frieden&amp;#039;&amp;#039;, Rotbuch Verlag, 1999. ISBN 3-434-53043-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IRA]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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