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	<title>Booßen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dodowp: /* Literatur */ Verlinkung</title>
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		<updated>2026-05-01T00:46:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Frankfurt (Oder)&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 52/22/21 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 14/28/11 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-BB &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 77 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 2.7&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 1477&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2019-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.frankfurt-oder.de/PDF/Kommunalstatistischer_Jahres_und_Demografiebericht_2020.PDF?ObjSvrID=2616&amp;amp;ObjID=9304&amp;amp;ObjLa=1&amp;amp;Ext=PDF&amp;amp;WTR=1&amp;amp;_ts=1613457622|titel=Microsoft Word - KJDB_2020_Gesamtbericht_15022021_Final.docx - Kommunalstatistischer_Jahres-_und__Demografiebericht_2020.PDF|werk=frankfurt-oder.de|archiv-url=|archiv-datum=|abruf=2025-10-31|format=PDF; 9,48 MB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1974-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 15234 &amp;lt;!-- Quelle: dasoertliche.de --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 033605 &amp;lt;!-- Quelle: dasoertliche.de --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = Gebietsgliederung Frankfurt Oder, Lage Booßens hervorgehoben.svg&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Gebietsgliederung der Stadt Frankfurt (Oder), Lage Booßens hervorgehoben&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Booßen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{Audio|LL-Q188 (deu)-Sebastian Wallroth-Booßen.wav|Anhören}}) ist ein [[Ortsteil]] der kreisfreien Stadt [[Frankfurt (Oder)]] im Bundesland [[Brandenburg]] in [[Deutschland]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://service.brandenburg.de/service/de/adressen/kommunalverzeichnis/ansicht/~12053-frankfurt-oder |titel=Frankfurt (Oder) |werk=service.brandenburg.de |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2025-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mapframe width=&amp;quot;200&amp;quot; height=&amp;quot;200&amp;quot; text=&amp;quot;Umrisskarte Booßen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 [&lt;br /&gt;
  {&lt;br /&gt;
   &amp;quot;type&amp;quot;: &amp;quot;ExternalData&amp;quot;,&lt;br /&gt;
   &amp;quot;service&amp;quot;: &amp;quot;geoshape&amp;quot;,&lt;br /&gt;
   &amp;quot;ids&amp;quot;: &amp;quot;Q893226&amp;quot;&lt;br /&gt;
  }&lt;br /&gt;
 ]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/mapframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
Booßen liegt sieben Kilometer nordwestlich des Stadtgebietes von Frankfurt (Oder) zwischen den Ausläufern der &amp;#039;&amp;#039;Lebuser Platte&amp;#039;&amp;#039; und dem circa 104 Hektar&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://bravors-test.brandenburg.de/de/verordnungen-212302 |titel=Verordnung über das Naturschutzgebiet „Booßener Teichgebiet“ |werk=bravors-test.brandenburg.de |abruf=2025-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; großen Naturschutzgebiet &amp;#039;&amp;#039;Booßener Teiche&amp;#039;&amp;#039;, etwa 75 Kilometer östlich von [[Berlin]]. Von West nach Ost fließt der kleine Bach Mühlgraben durch Booßen. Der Mühlgraben beginnt mit zwei Quellen am „Schwarzen Berg“ und endet in den Booßener Fischteichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Östlich von Booßen liegt fünf Kilometer entfernt [[Kliestow]], ein Ortsteil von Frankfurt (Oder), sechs Kilometer westlich [[Treplin]], eine Gemeinde im Landkreis [[Landkreis Märkisch-Oderland|Märkisch-Oderland]], und elf Kilometer nördlich das [[Amt Lebus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Booßen wird von der Stadt Frankfurt (Oder) verwaltet, zu der auch die Ortsteile [[Güldendorf]], [[Lossow (Frankfurt)|Lossow]], [[Lichtenberg (Frankfurt)|Lichtenberg]], Markendorf-Siedlung, [[Markendorf (Frankfurt)|Markendorf]], [[Hohenwalde (Frankfurt)|Hohenwalde]], Rosengarten/Pagram und [[Kliestow]] gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Booßen wurde Anfang des 13. Jahrhunderts durch die Besiedlungswelle der [[Askanier]] gegründet und mit 64 [[Hufe]]n ausgestattet. Es waren nur wenige [[Wenden|wendische]] Bauern und Fischer ansässig. Die neu angesiedelten Bauern mussten Feldsteine von [[Rodung|gerodeten]] Feldern an den Ort bringen, wo man 1250 die erste Kirche als [[Wehrkirche]] erbaute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Waldemar (Brandenburg)|Markgraf Waldemar]] übereignete der Stadt Frankfurt (Oder) am 7. Juli 1317 das Dorf &amp;#039;&amp;#039;Boz&amp;#039;&amp;#039;, das ist die erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Im Jahr 1395 hieß der Ort Boetz und 1432 Bosse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wbc.poznan.pl/dlibra/publication/556165/edition/476279 |titel=Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz in der Mitte 19. Jahrhunderts ; oder geographisch-historisch-statistische Beschreibung der Provinz Brandenburg, auf Veranlassung des des Staatministers und Ober-Präsidenten Flottwell. Bd.3 - Wielkopolska Digital Library |werk=wbc.poznan.pl |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2025-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1432 wurde Frankfurt durch die [[Hussiten]] belagert und der Ort wurde geplündert. Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurde Booßen 1636 völlig zerstört. 1665 wurde der Ort Bohsen, 1671 Bhosse und 1688 Bohsen genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Wiener Kongress]] wurde [[Preußen]] 1815 in zehn Provinzen aufgeteilt. Mit der Provinz Brandenburg entstanden die Regierungsbezirke Potsdam, Berlin und Frankfurt (Oder). Im Zuge der Verwaltungsreform wurde das Dorf Booßen der Stadt Frankfurt (Oder) zugeordnet, die gleichzeitig auch Hauptstadt des Regierungsbezirkes war und mit den umliegenden Dörfern den eigenen [[Kreis Frankfurt]] bildete. Am 1. Januar 1827 wurde Frankfurt (Oder) [[Kreisfreie Stadt|kreisfrei]], der Kreis Frankfurt wurde aufgelöst und Booßen an den [[Landkreis Lebus]] abgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv-ffo.de/ Frankfurt-so wie es war]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabmal Schulz Boossen.jpg|mini|hochkant|Grabmal von Bertha Schulz-Booßen geborene von Ricaud-Tiregale und Rudolph Schulz-Booßen an der Dorfkirche Booßen]]&lt;br /&gt;
Mitte des 19. Jahrhunderts besiedelten [[Bergmann|Bergarbeiter]] den Ort. Vom Kohlebergbau zeugen heute noch [[Halde|Abraumhalden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rittergut Booßen gehörte von Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1925 der Familie Schulz. Die Familie Schulz ist eine alte märkische Gutsbesitzersfamilie, die schon seit mehreren Generationen zu den größten Grundbesitzerfamilien der Gegend gehört. Zur Familie gehören Bertha Schulz-Booßen geborene von Ricaud-Tiregale (* 23. Juli 1834 in [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg an der Warthe]]; † 22. Februar 1922 in Booßen), Tochter des Oberstleutnant von Ricaud-Tiregale, Vicomte d&amp;#039;Almanon und ihr Mann [[Rudolph Schulz]]-Booßen (auch Rudolf) (* 7. Januar 1827 in Berlin; † 8. Januar 1899 in Berlin), Reichstags- und Landtagsabgeordneter für die National-Liberale Partei,&amp;lt;ref&amp;gt;René Schiller: &amp;#039;&amp;#039;Vom Rittergut zum Grossgrundbesitz. Ökonomische und soziale Transformationsprozesse der ländlichen Eliten in Brandenburg im 19. Jahrhundert. &amp;#039;&amp;#039; Akademie Verlag, Berlin 2003, S. 459, ISBN 3-05-003449-1 und ISBN 978-3-05-003449-2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rittergutsbesitzer auf Booßen und Eigentümer von vier anderen Gütern, darunter dem Gut [[Schenkendöbern|Sembten (Semtyń)]].&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Furhmann und Elvira Furmann geb. Kreglinger: &amp;#039;&amp;#039;Johann Daniel Fuhrmann und Johanna geb. Bung zu Lennep und ihre Nachkommen&amp;#039;&amp;#039;. Eigenverlag zu Bloemendaal bei Amsterdam. S. 126.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 wurde die Landgesellschaft &amp;#039;&amp;#039;Eigene Scholle&amp;#039;&amp;#039; Eigentümerin des 2000 [[Morgen (Einheit)|Morgen]] großen Rittergutes Booßen. Am 1. August 1926 wurde die Eisenbahnverbindung zwischen Frankfurt (Oder) und Booßen freigegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erhielt die Besitzerin des Rittergutes Booßen, die Landgesellschaft &amp;#039;&amp;#039;Eigene Scholle&amp;#039;&amp;#039;, trotz der bestehenden [[Berechtsame|Bergbauberechtsame]] der Berliner [[Braunkohlen- und Brikett-Industrie AG|Bubiag]] die Genehmigung, die Grundstücke für eine Bebauung zu parzellieren. Die Bubiag hatte nach längeren Verhandlungen einen breiten Streifen beiderseits der Bahnstrecke zur Bebauung freigegeben. Etwa 300 Morgen der Flächen waren zuvor an die Großgärtnerei Böttner verpachtet gewesen. Die Grundstücke wurden in 28 Morgen große Parzellen für kleinbäuerliche Rinderspannstellen und in 2,5 Morgen große Parzellen für Arbeiter aufgeteilt. Am Vorwerk [[Hexenberg (Kliestow)|Hexenberg]] (heute Kliestow) waren acht Kleinbauernstellen vorgesehen. Am [[Bahnhof Booßen]] wurden 52 Kleinsiedlerstellen geplant. Das übrige Gut sollte in bäuerliche Stellen aufgeteilt werden. Die Schweinezucht auf der Schäferei wurde in einem &amp;#039;&amp;#039;Gestüt für schwarze und Edelschweine&amp;#039;&amp;#039; fortgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=|Titel=Beginn der Besiedlung von Booßen. Ein neues Dorf entsteht|Hrsg=|Sammelwerk=Frankfurter Oderzeitung|Band=|Nummer=|Auflage=|Verlag=|Ort=|Datum=1931-10-13|Seiten=|ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Januar 1974 ist Booßen in die Stadt Frankfurt (Oder) [[Eingemeindung|eingemeindet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Im Ortsteil Booßen besteht der unmittelbar gewählte Ortsbeirat aus fünf Mitgliedern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Hauptsatzung der Stadt Frankfurt (Oder) |Datum=2009-02-18 |Kapitel=§ 11 Bildung von Ortsteilen (2) |Seiten=7 |Online=[https://www.frankfurt-oder.de/loadDocument.phtml?ObjSvrID=2616&amp;amp;ObjID=2420&amp;amp;ObjLa=1&amp;amp;Ext=PDF frankfurt-oder.de] |Format=PDF |KBytes=42 |Abruf=2017-05-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ortsvorsteherin ist Marion Krüger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.frankfurt-oder.de/?object=tx,4071.3579.1 |titel=Ortsteil Booßen / Frankfurt (Oder) |werk=frankfurt-oder.de |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2025-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://unser-boossen.de/Wir-ueber-uns/ |titel=Wir über uns |werk=unser-boossen.de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20221001211943/https://unser-boossen.de/Wir-ueber-uns/ |archiv-datum=2022-10-01 |abruf=2022-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlergebnisse.brandenburg.de/53/500/20240609/ortsbeiratswahl_gemeinde/ergebnisse_ortsteil_120530000048.html#id_id_eb30fc64_329c_4167_9707_d2b60eadd728_4967561 |titel=Ergebnisse Ortsbeiratswahlen 2024 in Booßen |werk=wahlergebnisse.brandenburg.de |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2025-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Kirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Boossen - Dorfkirche - panoramio.jpg|mini|Dorfkirche Booßen, 2010]]&lt;br /&gt;
Nach der Gründung Booßens ist im Zuge einer Besiedlungswelle durch die [[Askanier]] in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurden neu angesiedelte Bauern verpflichtet, die auf den Feldern gesammelten Feldsteine auf den Berg zu bringen. Der [[Chor (Architektur)|Chor]] des Gebäudes wurde nach 1250 aus [[Feldstein (Baumaterial)|Feldsteinen]] erbaut. Aus dem Jahr 1317 stammt die älteste Erwähnung der Kirche, als [[Waldemar (Brandenburg)|Markgraf Waldemar]] das Dorf an die Stadt Frankfurt (Oder) übertrug.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Kirchen in und um Frankfurt (Oder) |Verlag=REGIA |Ort=Cottbus |Datum=2021 |ISBN=978-3-86929-468-1 |Seiten=18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1370 wurde sie westlich durch ein kurzes [[Langhaus (Kirche)|Langhaus]] erweitert. Chor und Langhaus tragen ein [[Satteldach]]. Etwa 1480 wurde ein aus der Achse nach Norden verschobener [[Kirchturm]] mit [[Walmdach]] errichtet. Die [[Sakristei]] im Norden des Chors ist circa 1545 entstanden. Später kam an der Südseite des Chors eine Vorhalle hinzu. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wurde die Kirche bis auf die Umfassungsmauern zerstört. Im [[Renaissance]]stil wurde sie 1671 wieder aufgebaut und eingeweiht. An der Turmwestseite bildet ein spitzbogiges Portal mit gestuftem [[Gewände]] der Hauptzugang. 1871 erhielt die Kirche einen neuen [[Altar]] und eine neue [[Kanzel]]. 1961 bekam die Kirche eine komplette Neugestaltung. Dabei wurden der neugotische Altar von 1871 und die Emporen an den Langseiten, die wohl in Zusammenhang mit dem Altar standen, entfernt. Ebenso wurde das noch von 1671 erhaltene Gestühl beseitigt. Am 11. November 1962 wurde die Kirche wieder eingeweiht. 1989 erfolgte eine malermäßige Instandsetzung. Das Kirchenschiff ist entlang der West- und der Südwand von [[Empore]]n umgeben. Die Decke des Schiffs ist als hölzernes [[Tonnengewölbe]] ausgearbeitet. Der Zugang vom Schiff zur Sakristei verfügt über einen spätgotischen Beschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Orgel wurde 1844 auf der Westempore aufgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Wegen der Orgel musste die ansonsten flache Decke als Tonnengewölbe gestaltet werden. Der unbekannte Erbauer der Orgel hat auch die Orgel in der [[Kliestow|Kliestower Kirche]] gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Kern mittelalterliche Dorfkirche in Booßen gehört zu den [[Verlässlich geöffnete Kirche|offenen Kirchen]] in Brandenburg. Im Innern sind mehrere alte Kunstgegenstände vorhanden. Ein lebensgroßes, koloriertes Holzkruzifix an der Ostseite wurde um 1490 gefertigt. An der Nord- und Südwand befinden sich zwei 1671 entstandene Tafelbilder mit der Darstellung der Kreuzigung und der Grablegung Christi. Auch aus dem Jahr 171 stammen zwei farbig gefasste Reliefs der Evangelisten [[Matthäus (Apostel)|Matthäus]] und [[Johannes (Evangelist)|Johannes]] an der Südseite und eine Rundplastik „Christus auf dem Drachen“ in der Sakristei. Die Rundplastik könnte Teil des Kanzelaltars gewesen sein, der bei der Umgestaltung der Kirche 1871 einem neugotischen Altar weichen musste. Es gibt ein Tafelbild mit Christus auf dem Ölberg von 1871. Bei einer Sandsteintaufe sind Herkunft und Entstehung ungewiss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martina Gede |Titel=Dorfkirchen in Frankfurt (Oder) |Hrsg= |Verlag=Stadt Frankfurt (Oder), Kulturamt - Untere Denkmalschutzbehörde |Datum=2018 |Kommentar=Faltblatt}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeinderaum befindet sich im ehemaligen Pfarrhaus in der Berliner Straße. Pfarrerin für die evangelische Kirchengemeinde war 2023 Susanne Noack.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.evangelische-kirche-ffo.de/ueber-uns/unsere-kirchen/boossen |titel=Booßen |werk=evangelische-kirche-ffo.de |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2025-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bismarckturm ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bismarckturm Booßen.jpg|mini|Bismarck-Säule auf dem Großen Kapberg in Booßen]]&lt;br /&gt;
Zu Ehren des 1890 entlassenen ersten deutschen [[Reichskanzler]]s Fürst [[Otto von Bismarck]] wurden seit 1868 an vielen Orten [[Deutschland]]s [[Bismarckdenkmal|Bismarckdenkmäler]] errichtet. So auch der Turm in Booßen auf dem Großen Kapberg. Initiiert wurde der Bau dieser Feuersäule im Jahr 1913 von Bismarck-Verehrerin Berta Schulz aus Booßen, Witwe des Rittergutsbesitzers Carl Friedrich Schulz, der Otto von Bismarck persönlich gekannt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feuersäule wurde von Maurern aus Berlin aus Feldsteinen errichtet, die von Booßener Landwirten herbeigeschafft wurden. Der Turm ist 6,15 m hoch, hat einen quadratischen Grundriss mit 3,60 m Kantenlänge und steht auf einer quadratischen Fundamentplatte mit 4,50 m Kantenlänge. Den 4,65 m hohen Turmschaft schließt nach oben ein 1,50 m hoher dreifach gestufter Turmkopf ab. Der obere Turmabschluss hat eine Kantenlänge von 2 m. Auf ihm ist eine Feuerschale eingemauert. Auf der Ost-, Süd- und Westseite weist die Säule 1,25 m mittig über dem Fundament 1,20 breite und 20 cm tiefe Einbuchtungen auf. Auf der Nordseite des Turms führen elf u-förmige in das Mauerwerk eingelassene Steigeisen hinauf zur Feuerschale. Auf der Ostseite war ursprünglich eine Bronzetafel mit einer Inschrift eingelassen. Das genaue Einweihungsdatum ist nicht schriftlich belegt. Es wird angenommen, dass der Bismarckturm anlässlich des 100. Geburtstages Fürst Otto von Bismarcks am 1.&amp;amp;nbsp;April 1915 eingeweiht wurde. Die Bronzetafel wurde einige Jahre nach der Einweihung entwendet. Die Feuerschale wurde während des Zweiten Weltkriegs gestohlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 wurden schadhafte Stellen neu verfugt und fehlende Steine ersetzt. 2006 wurde eine neue dreibeinige Feuerschale angebracht, die bei der [[Sonnenwendfeier]] am 24. Juni 2006 eingeweiht wurde. Die neue Feuerschale wurde wenige Jahre später entwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bismarcktuerme.net/boossen |titel=Der Bismarckturm in Booßen (Frankfurt an der Oder) |werk=bismarcktuerme.net |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2025-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 6,15&amp;amp;nbsp;m hohe Turm auf dem 116 m hohen Großen Kapberg markiert die höchste Erhebung der Stadt Frankfurt (Oder). Ein ausgeschilderter Weg führt von Booßen vom Haus Kleine Straße 16 E zum Bismarckturm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schloss ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Booßen 2021.jpg|mini|Schloss Booßen]]&lt;br /&gt;
Das Schloss wurde 1848 im spätklassizistischen Stil erbaut und später erweitert. Vollständig genutzt wurde es bis 1993 als Senioren- und Pflegeheim. Bis 2013 nutzten eine [[Kindertagesstätte]] und ein [[Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung|Jugendclub]] Räumlichkeiten des alten Schlosses. Das Schloss wurde im Herbst 2013 an einen Unternehmer verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:MAN NG 313 in Frankfurt (Oder).jpg|mini|Bus-Linie 981]]&lt;br /&gt;
Booßen liegt westlich von Frankfurt (Oder) an der [[Bundesstraße 5]] nach Berlin weiterführend, an der [[Oder-Lausitz-Straße]] und an der [[Bahnstrecke Eberswalde–Frankfurt (Oder)]]. Nach Booßen fährt die Buslinie 981 aus Frankfurt (Oder) und die Linie 967 aus Müncheberg kommend. Der [[Bahnhof Booßen]] wurde 1880 eröffnet, 1910 verlegt und 1996 für den Personenverkehr geschlossen. Das Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Von 1843 bis 1925 lebte der Ort Booßen vom Bergbau. Die heutige Wirtschaft ist geprägt durch Fischzucht, Agrarwirtschaft und privates Handwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
In Booßen gibt es die zum [[Staatliches Schulamt|Staatlichen Schulamt]] Frankfurt (Oder) gehörende [[Schulen in Frankfurt (Oder)#Grundschule am Mühlenfließ|Grundschule am Mühlenfließ]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.grundschule-am-muehlenfliess.de/ |titel=Willkommen auf unserer Webseite - Grundschule &amp;quot;Am Mühlenfließ&amp;quot; |werk=grundschule-am-muehlenfliess.de |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2025-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuerwehr ===&lt;br /&gt;
1905 wurde in Booßen die [[Freiwillige Feuerwehr]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereine ===&lt;br /&gt;
* Ortsverein Booßen e. V.&lt;br /&gt;
* SV Union Booßen e. V.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.union-boossen.de/ |titel=Startseite // Sportverein Union Booßen e.V. |werk=union-boossen.de |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2025-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Heimatverein „Alte Brennerei“ e. V.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.vab-boossen.de/ |titel=Startseite |werk=vab-boossen.de |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2025-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Carnevals-Club Booßen e. V.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.carnevalsclub-boossen.de/ |titel=Startseite - Carnevals-Club Booßen e.V. |werk=carnevalsclub-boossen.de |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2025-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Freizeitsportverein Booßen e. V.&lt;br /&gt;
* Schießsportverein „Märkische Teufel“ e. V.&lt;br /&gt;
* Altenkreis der evangelischen Kirchengemeinde Booßen&lt;br /&gt;
* evangelischer Kirchen- und Gemeindechor&lt;br /&gt;
* Jagdgenossenschaft Booßen&lt;br /&gt;
* Kleingärtnerverein Sonnenblick e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* Kleingartenverein &amp;quot;Am Mühlengraben e.V.&amp;quot; Booßen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Karl von Gerlach]] (1792–1863), Polizeipräsident in Berlin sowie Regierungspräsident in Köln und Erfurt&lt;br /&gt;
* [[Rudolph Schulz]] (1827–1899), Reichstags- und Landtagsabgeordneter&lt;br /&gt;
* [[Wieland Bruch]] (* 1961), Großmeister für Schachkomposition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
Die [[UKW]]-Sendeanlage [[Sender Booßen]] befindet sich auf dem Gelände der Nachbargemeinde [[Treplin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hermann Berghaus]]:  &amp;#039;&amp;#039;Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz&amp;#039;&amp;#039;. Band 3, Brandenburg 1856, [https://books.google.de/books?id=nsBoAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA326 S. 326–333.]&lt;br /&gt;
* [[Theodor Goecke]] (Schriftleitung): &amp;#039;&amp;#039;[[Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 6,1: [[Wilhelm Jung (Architekt)|Wilhelm Jung]], [[Friedrich Solger]], [[Willy Spatz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kreises Lebus.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Brandenburgischer Provinzialverband, Meisenbach Riffarth &amp;amp; Co., Berlin 1909, S. 14 ff.  [http://zbc.uz.zgora.pl/dlibra/docmetadata?id=21806 ZBC]&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Titel=[[Historisches Ortslexikon für Brandenburg]] – Teil VII – Lebus | TitelErg=Bearbeitet von [[Peter P. Rohrlach]] | Hrsg=[[Klaus Neitmann]] | Sammelwerk=Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs (Staatsarchiv Potsdam) – Band 18 | WerkErg=Begründet von [[Friedrich Beck (Archivar)|Friedrich Beck]] | Verlag=Verlag Klaus-D. Becker | Ort=Potsdam | Datum=2011 | Seiten=32ff | ISBN=978-3-941919-84-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Booßen}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://unser-boossen.de/ |titel=Unser Booßen |werk=unser-boossen.de |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2025-10-31 |abruf-verborgen=1 |kommentar=Website des Ortsbeirats}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile der Stadt Frankfurt (Oder)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1046310275|VIAF=305933633}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Boossen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Land Lebus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Frankfurt (Oder))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1317]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1974]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dodowp</name></author>
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