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	<title>Bonze - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T14:00:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bonze&amp;diff=105465&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M-sch: Definition erweitert</title>
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		<updated>2025-11-23T17:58:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Definition erweitert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der umgangssprachliche, [[Schimpfwort|abwertende]] Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bonze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird als Fremdbezeichnung für reiche oder einflussreiche Personen in [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]], [[Wirtschaft]] oder [[Politik]] verwendet, zum Beispiel Geschäftsführer großer Unternehmen oder Funktionäre von [[Politische Partei|Parteien]] (vgl. „Parteibonzen“), die ihre Macht zur persönlichen Bereicherung missbraucht haben und ohne entsprechende Leistungen zu ihrem Posten und [[Wohlstand]] gekommen sind. Mindestens attestiert diese Bezeichnung Personen eine gleichgültige Haltung gegenüber Mitarbeitern, Mitgliedern, Wählern usw., denen sie ihren Erfolg mit verdanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologische Herkunft ==&lt;br /&gt;
Der Ausdruck „Bonze“ bezeichnete ursprünglich einen [[Buddhistisches Mönchtum|buddhistischen Mönch]] oder Priester und stammt aus dem [[Japanische Sprache|Japanischen]]. Die Entlehnungsabfolge ist [[Französische Sprache|französisch]] {{lang|fr|&amp;#039;&amp;#039;bonze&amp;#039;&amp;#039;}} &amp;lt; [[Portugiesische Sprache|portugiesisch]] {{lang|pt|&amp;#039;&amp;#039;bonzo&amp;#039;&amp;#039;}} &amp;lt;  [[Japanische Schrift|jap.]] {{lang|ja|坊主|3=bōzu}} oder {{lang|ja|凡僧|3=bonsō}}. Als &amp;#039;&amp;#039;bonzii&amp;#039;&amp;#039; findet es sich 1552 bei [[Francisco de Xavier]] und als {{lang|fr|&amp;#039;&amp;#039;bonze&amp;#039;&amp;#039;}} 1688 in Gabriel de Magalhães’ {{lang|fr|&amp;#039;&amp;#039;Nouvelle relation de la Chine&amp;#039;&amp;#039;}}.&amp;lt;ref&amp;gt;[[James Murray (Lexikograf)|James A. H. Murray]]: &amp;#039;&amp;#039;A New English Dictionary on Historical Principles&amp;#039;&amp;#039;. Band 1, S. 988, Oxford 1888 (Anm.: japanische Transkriptionen modernisiert)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung als Schimpfwort ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Demonstration der Kieler Schuljugend gegen Fahrpreiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr (Kiel 42.569).jpg|mini|Kundgebung in Kiel 1968: &amp;#039;&amp;#039;Brecht den Bonzen die Gräten. Alle Macht den [[Rätekommunismus|Räten]].&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Etwa seit [[Christoph Martin Wieland]] 1767 wurden mit dem Ausdruck [[Bigotterie|bigotte]] Priester gescholten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Paul, Werner Betz: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. 1966, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Bedeutung findet sich etwa in [[Schiller]]s Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Der Venuswagen&amp;#039;&amp;#039; in dem Vers &amp;#039;&amp;#039;Die ihr in das Eis der Bonzenträne / Eures Herzens geile Flammen mummt, / Pharisäer mit der Janusmiene! / Tretet näher – und verstummt.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [[Adolf Josef Storfer]] bekam das Wort im 19. Jahrhundert dann im Deutschen eine weltliche Bedeutung und wurde auf Staatsmänner, Vorgesetzte und Inhaber von hohen Ämtern angewendet. Um 1890 wurde es außerdem innerhalb der [[Arbeiterbewegung]] zu einer spöttischen Bezeichnung für die sozialdemokratischen Inhaber von staatlichen oder kommunalen Ämtern sowie für [[Gewerkschaft]]sfunktionäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Dieser Bezeichnung liegt gleichsam der Vorwurf zugrunde, die Führer seien verbürgerlicht, der Masse und ihren revolutionären Neigungen entfremdet. Die Bezeichnung ist schließlich auch von den Gegnern des [[Sozialismus]] als [[Politisches Schlagwort|Schlagwort]] gegen dessen Führer aufgegriffen worden&lt;br /&gt;
 |Autor=Adolf Josef Storfer&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Wörter und ihre Schicksale&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;storfer&amp;quot;&amp;gt;Adolf Storfer, Wörter und ihre Schicksale, Berlin 1935, S. 72, ([http://archive.org/stream/WoumlrterUndIhreSchicksale/Storfer_1935_Woerter_und_Ihre_Schicksale#page/n3/mode/2up online]), Reprint: Vorwerk, Berlin 2000, ISBN 3-930916-37-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In derselben Verwendung zur Schmähung von korrupten Parteifunktionären wurde es auch von [[Politische Linke|linken]] Intellektuellen benutzt, z.&amp;amp;nbsp;B. von [[Kurt Tucholsky]] 1923 in seinem Gedicht &amp;#039;&amp;#039;An einen Bonzen&amp;#039;&amp;#039;. Ein weiteres Beispiel ist der Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Bauern, Bonzen und Bomben (Roman)|Bauern, Bonzen und Bomben]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Hans Fallada]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;storfer&amp;quot; /&amp;gt; Innerhalb der politischen Linken findet die Bezeichnung bis heute Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung des Begriffs kulminierte in Deutschland insbesondere unter den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]], bei denen sich das Wort in fast allen Schriften findet und dabei teilweise auch um eine [[Antisemitismus|antisemitische]] Komponente ergänzt wurde. Auch die [[Weimarer Republik]] als solche wurde von ihnen als &amp;#039;&amp;#039;Bonzokratie&amp;#039;&amp;#039; – „Korruptionsstaat“ – bezeichnet. Nach der [[Gleichschaltung]] 1933 nahm die Verwendung jedoch ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelia Schmitz-Berning: &amp;#039;&amp;#039;Vokabular des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, 1998, ISBN 3-11-013379-2, S. 126.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Höhepunkt des Kampfes der [[Antifaschismus#Weimarer Republik|Antifaschistischen Aktion]] gegen die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] wurden von den Kommunisten die Nationalsozialisten als Bonzen bezeichnet. Verbonzung der Partei war auch der Vorwurf, den die [[Schwarze Front|Strasser-Gruppe]] als Begründung für ihre Abspaltung von der NSDAP im Juli 1930 vorbrachte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Rainer Röhl |Titel=Nähe zum Gegner: Kommunisten und Nationalsozialisten im Berliner BVG-Streik von 1932 |Verlag=Campus |Ort=Frankfurt/Main |Datum=1994 |ISBN=3-593-35038-6 |Seiten=90}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Heute wird das Wort „Bonze“ oft für einen Menschen benutzt, der viel Geld hat und es auch zeigt, zum Beispiel durch [[Statussymbol]]e wie Pelz, teure Autos oder andere Luxusartikel. In der modernen Jugendsprache wird der Ausdruck als Beschimpfung für eine Person verwendet, die Markenprodukte und Statussymbole bevorzugt, sie gerne zur Schau stellt und mit Wertsachen oder Geld protzt; sie soll ausdrücken, dass jemand für „reich, verwöhnt und hochnäsig“ gehalten wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wahrig Herkunftswörterbuch |url=https://www.wissen.de/wortherkunft/bonze |titel=Bonze |werk=wissen.de |hrsg=Konradin Medien GmbH |abruf=2024-01-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Punk]]szene ist „Bonze“ ein abfälliges Schimpfwort für die sozialen Schichten, die über der „[[Mittelschicht]]“ stehen. Oft wird der Begriff dort auch für Leute gebraucht, die sich etwas feiner und modischer kleiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Bonze}}&lt;br /&gt;
* [[Apparatschik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialfigur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort (Person)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M-sch</name></author>
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