<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Boleszewo</id>
	<title>Boleszewo - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Boleszewo"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Boleszewo&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-23T10:17:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Boleszewo&amp;diff=1427818&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eriosw: archivlink geprüft</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Boleszewo&amp;diff=1427818&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-20T09:16:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;archivlink geprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Polen&lt;br /&gt;
| Ort                = Boleszewo&lt;br /&gt;
| Wappen             = kein&lt;br /&gt;
| Woiwodschaft       = Westpommern&lt;br /&gt;
| Powiat             = Sławieński&lt;br /&gt;
| PowiatLink         = Sławieński&lt;br /&gt;
| Gemeinde           = Sławno&lt;br /&gt;
| GemeindeLink       = Sławno (Landgemeinde)&lt;br /&gt;
| Breitengrad        = 54&lt;br /&gt;
| Breitenminute      = 22&lt;br /&gt;
| Breitensekunde     = 20.64&lt;br /&gt;
| Längengrad         = 16&lt;br /&gt;
| Längenminute       = 35&lt;br /&gt;
| Längensekunde      = 9.24&lt;br /&gt;
| OrtEinwohner       = 455&lt;br /&gt;
| OrtEinwDatum       = &amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.gminaslawno.pl/499-4a1ea747a94a6-17242-p_1.htm Website der Gemeinde Sławno, &amp;#039;&amp;#039;Boleszewo (niem. Rotzenhagen)&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 13. Dezember 2012 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| OrtFläche          =&lt;br /&gt;
| Höhe               = 22&lt;br /&gt;
| Postleitzahl       =&lt;br /&gt;
| Telefonvorwahl     =&lt;br /&gt;
| KFZ-Kennzeichen    = ZSL&lt;br /&gt;
| Straße1            = Verbindungsstraße [[Droga wojewódzka 205]] und [[Droga krajowa 37]] (bei [[Słowino]])&lt;br /&gt;
| Schienen1          = [[Polskie Koleje Państwowe|PKP]]-Linie 418 [[Bahnstrecke Korzybie–Darłowo|Korzybie–Darłowo]]&lt;br /&gt;
| Flughafen1         = [[Lech-Wałęsa-Flughafen Danzig|Danzig]]&lt;br /&gt;
| Webpräsenz         =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Boleszewo - kościół.jpg|mini|Dorfkirche (bis 1945 evangelisch)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Boleszewo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rötzenhagen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}) ist ein Dorf in der [[Sławno (Landgemeinde)|Gmina Sławno]] &amp;#039;&amp;#039;(Gemeinde Schlawe)&amp;#039;&amp;#039; im [[Powiat Sławieński]] &amp;#039;&amp;#039;(Schlawer Kreis)&amp;#039;&amp;#039; der [[Polen|polnischen]] [[Woiwodschaft Westpommern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Das Kirchdorf liegt in [[Hinterpommern]], sieben Kilometer nordwestlich von [[Sławno]] &amp;#039;&amp;#039;(Schlawe)&amp;#039;&amp;#039; und 18 Kilometer von der [[Ostsee]]küste entfernt.&lt;br /&gt;
Die Gemarkung der Ortschaft ist in die ebene Landschaft nördlich des Tals der [[Grabow (Fluss)|Grabowa]] (&amp;#039;&amp;#039;Grabow&amp;#039;&amp;#039;) eingebettet und wird im Norden von der [[Moszczenica (Wieprza)|Moszczenica]] (&amp;#039;&amp;#039;Motze&amp;#039;&amp;#039;) begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachbarorte sind im Norden [[Stary Jarosław]] &amp;#039;&amp;#039;(Alt Järshagen)&amp;#039;&amp;#039;, im Osten [[Sławno]] &amp;#039;&amp;#039;(Schlawe)&amp;#039;&amp;#039;, im Süden [[Rzyszczewo (Sławno)|Rzyszczewo]] &amp;#039;&amp;#039;(Ristow)&amp;#039;&amp;#039; und [[Rzyszczewko (Sławno)|Rzyszczewko]] &amp;#039;&amp;#039;(Neu Ristow)&amp;#039;&amp;#039; sowie im Westen [[Karwice (Malechowo)|Karwice]] &amp;#039;&amp;#039;(Karwitz)&amp;#039;&amp;#039; und [[Słowino]] &amp;#039;&amp;#039;(Schlawin)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsname ==&lt;br /&gt;
Die Herkunft des deutschen Ortsnamens &amp;#039;&amp;#039;Rötzenhagen&amp;#039;&amp;#039; ist unklar. Die Namensendung „[[-hagen]]“ weist auf einen eingehegten oder umfriedeten Ort hin. Vielleicht leitet sich der Name von einem – heute nicht belegbaren – Personennamen ab wie &amp;#039;&amp;#039;Rutz&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;Rudolf&amp;#039;&amp;#039;) und bedeutet sinngemäß &amp;#039;&amp;#039;Rodungsplatz des Rudolf&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlawe 1794.jpg|mini|300px|Rötzenhagen an der rechten Seite der Motze, zwischen der Stadt [[Sławno|Schlawe]] und dem westlich von ihr, näher an der [[Ostsee]] gelegenen Kirchdorf [[Słowino|Schlawin]] an der linken Seite des Flüsschens, auf einer Landkarte von 1794]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rötzenhagen war ursprünglich als [[Hagenhufendorf]] angelegt worden.&lt;br /&gt;
Der Name Rötzenhagen fällt erstmals in einer [[Urkunde]] des Jahres 1575, mit der Herzog [[Johann Friedrich (Pommern)|Johann Friedrich]] von Pommern-Stettin Mitgliedern der Familie [[Natzmer (Adelsgeschlecht)|Natzmer]] ihre Besitzungen bestätigte. Dabei bezog er sich auf einen Lehnsbrief von 1512, in dem denselben Personen und auch anderen Besitz und Rechte in Rötzenhagen bescheinigt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Krause, Band 1 (1986), S. 32 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren war Rötzenhagen von einem Bauerndorf zu einem Gutsdorf geworden. Herr der drei Rötzenhagener Gutshöfe war die Familie Natzmer.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Wilhelm Brüggemann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ausführliche Beschreibung des Königlich-Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Stettin 1784, [http://books.google.de/books?id=uwk_AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA887 S. 887–888].&amp;lt;/ref&amp;gt; 1622 wurde ein Gut, das spätere Gut A, an &amp;#039;&amp;#039;Philipp von [[Steinkeller (Adelsgeschlecht)|Steinkeller]]&amp;#039;&amp;#039; verkauft. Im 18. Jahrhundert war Rötzenhagen B ein Vorwerk, und Rötzenhagen C bestand aus drei Bauernhöfen; in den drei Ortsteilen waren Familien sesshaft, deren Söhne gewöhnlich die Offizierslaufbahn einschlugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Straubel: &amp;#039;&amp;#039;Grundbesitz und Militärdienst: Kurzbiographien pommerscher Offiziere (1715 bis 1806)&amp;#039;&amp;#039;, Teil 1.  Böhlau Verlag, Köln 2021, S. 992 ([https://books.google.de/books?id=x5pOEAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA992 eingeschränkte Vorschau]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des 18. und 19. Jahrhunderts befanden sich alle drei Güter A, B und C in raschem Besitzwechsel der Familien Natzmer, &amp;#039;&amp;#039;[[Steinkeller (Adelsgeschlecht)|Steinkeller]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Bandemer (Adelsgeschlecht)|Bandemer]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Schmeling (Adelsgeschlecht)| Schmeling]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Petersdorff (Adelsgeschlecht)|Petersdorff]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Massow (Adelsgeschlecht)|Massow]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Krüger&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Wetzel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wally&amp;#039;&amp;#039;. Rötzenhagen B gehörte von 1766 bis 1773 [[Ewald Georg von Natzmer]], der Präsident des Lauenburger Tribunals war. Nach seinem Tode wurde ein Konkursverfahren eröffnet, in dessen Rahmen Rötzenhagen B der Familie Natzmer verloren ging. Rötzenhagen C gehörte von 1780 bis 1810 dem Landrat [[Gabriel Otto von Schmeling]]. Durch Verkäufe schrumpfte der Umfang zweier Güter bis zum Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] auf die Größe von zwei Bauernhöfen. 1935 geriet das letzte Gut in Schwierigkeiten und wurde verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1818 hatte Rötzenhagen 242 Einwohner. Ihre Zahl stieg bis 1864 auf 568, stand 1895 bei 526 und betrug 1939 noch 483. 1925 lebten in Rötzenhagen 546 Einwohner, die auf 104 Haushaltungen verteilt waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stübs&amp;quot; /&amp;gt; Um 1935 hatte Rötzenhagen unter anderem einen Gasthof, einen Gemischtwarenladen, eine Mühle, zwei Schmieden und eine Stellmacherei.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Klockhaus&amp;#039; kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs&amp;#039;&amp;#039;, Band 1 A, Berlin 1935, S. 1102  ([https://books.google.de/books?id=HRoCFyeSekIC&amp;amp;pg=RA1-PA1102 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 1939 betrug die Gesamtfläche der Gemarkung Rötzenhagen 1150 Hektar, wovon ca. 80 % Ackerland, 15 % Weideland (inklusive &amp;#039;&amp;#039;Große Wische&amp;#039;&amp;#039;) und 3 % Wald waren. Die Gemeinde war in vier Wohnorte aufgeteilt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stübs&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://gemeinde.roetzenhagen.kreis-schlawe.de/ |wayback=20131009202242 |text=Die Gemeinde Rötzenhagen im ehemaligen Kreis Schlawe in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011) }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gut Rötzenhagen A und D&lt;br /&gt;
* Gut Rötzenhagen B&lt;br /&gt;
* Gut Rötzenhagen C&lt;br /&gt;
* Rötzenhagen&lt;br /&gt;
Auf die Güter B und C entfielen 137 Hektar bzw. 76 Hektar. Auf der Gemeindefläche standen insgesamt 81 Wohnhäuser&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stübs&amp;quot; /&amp;gt;, und es gab insgesamt 71 landwirtschaftliche Betriebe.&amp;lt;ref&amp;gt;Krause, Band 1 (1986), S. 190.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige Rötzenhagener Bauern pflegten ihre selbst hergestellten Fleisch- und Wurstwaren zur Haltbarmachung in die [[Räuchern|Räucherhäuser]] des Nachbarorts [[Słowino|Schlawin]] zu bringen.&amp;lt;ref&amp;gt;Krause, Band 1 (1986), S. 310.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1945 gehörte Rötzenhagen mit [[Rzyszczewo (Sławno)|Ristow]] und [[Smardzewo (Sławno)|Schmarsow]] zum [[Amtsbezirk Ristow]], zum [[Standesamt]] Ristow und zum [[Amtsgericht]]sbezirk Schlawe im [[Landkreis Schlawe i. Pom.]] im [[Regierungsbezirk Köslin]] der [[Provinz Pommern]] im [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] hatte Rötzenhagen in der Nacht vom [[5. März]]  [[1945]] um 2 Uhr einen Räumungsbefehl erhalten. Am 6. März zog der Treck der Dorfbewohner mit Pferde-Fuhrwerken zunächst in Richtung [[Sławno|Schlawe]], bog dann auf der Alt Krakower Chaussee in Richtung [[Ostsee]] ab, weil die Flucht über die zugefrorene Ostsee versucht werden sollte, und kam bis [[Wszedzień (Postomino)|Scheddin]]. Da die [[Rote Armee]] inzwischen [[Kołobrzeg|Kolberg]] erreicht hatte, musste der Fluchtplan jedoch aufgegeben werden, und die Dorfbewohner traten nach vier Tagen Aufenthalt die Heimreise an. Auf dem Heimweg kamen ihnen [[Sowjetarmee|sowjetische]] Truppen entgegen, die sie zum Teil ausplünderten und ihnen die Pferde ausspannten. Nachdem in Rötzenhagen noch am 6. März einige deutsche Soldaten gekämpft hatten, wobei elf von ihnen um die Kirche herum fielen, wurde die Ortschaft am 7. März 1945 von Truppen der [[Rote Armee|Roten Armee]] besetzt. Es kam zu leidvollen Geschehnissen mit [[Verschleppung]], Evakuierung und Drangsalierungen der einheimischen Bevölkerung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krause1986&amp;quot;&amp;gt;Krause, Band 1 (1986), S. 342–351.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ganz Hinterpommern nach Kriegsende seitens der [[Sowjetunion]] der [[Volksrepublik Polen]] zur Verwaltung überlassen worden war, wurden die sowjetischen Landwirtschaftsbetriebe allmählich aufgelöst. Auf Anordnung der polnischen Verwaltung musste am [[14. Dezember]]  [[1946]] ein großer Teil der Bevölkerung innerhalb kurzer Zeit mit Handgepäck das Dorf verlassen und sich in Schlawe bei eisiger Kälte auf einem alten Getreidespeicher versammeln. Einzelne Personen wurden auf dem Speicher von den Polen aussortiert und wieder nach Rötzenhagen zurückgeschickt, wo sie auf ihren Höfen Zwangsarbeit zu leisten hatten. Nachdem die Dorfbewohner auf dem Speicher in Schlawe von den Polen nochmals ausgeplündert wurden, trieb man sie mit ihrem restlichen Handgepäck im Schnee zum Bahnhof, um sie für den Weitertransport nach [[Stettin]] in Massen in teils offene [[Güterwagen|Güterwaggons]] einzupferchen (oft bis zu 50 Personen mit Gepäck und Kindern). Während der Fahrt nach Stettin wurde mehrmals die Lokomotive abgekuppelt, und der Zug stand dann tagelang auf freier Strecke. Personen, die den Transport nicht überlebten (insbesondere ältere Menschen, Kranke und Kinder), wurden an den Haltestellen auf bereitgestellte Karren gelegt, abtransportiert und irgendwo begraben. Am zweiten Weihnachtstag 1946 erhielten weitere Dorfbewohner den Räumungsbefehl; sie wurden zu dem Zwischenlager in Schlawe gebracht und nach drei Tagen vom Bahnhof Schlawe aus in offenen Güterwaggons abtransportiert und über [[Stargard|Stargard in Pommern]] in Richtung Westen abgeschoben. Das erlaubte Handgepäck durfte 40 kg pro Person nicht überschreiten.&lt;br /&gt;
Es blieben nur noch drei deutsche Familien in Rötzenhagen zurück, die erst im Juni 1947 ausreisen durften.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krause1986&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rötzenhagen wurde in &amp;#039;&amp;#039;Boleszewo&amp;#039;&amp;#039; umbenannt. Der Ort ist heute ein Teil der [[Sławno (Landgemeinde)|Gmina Sławno]] im [[Powiat Sławieński]] der [[Woiwodschaft Westpommern]]. Bis 1998 gehörte er zu der damaligen [[Woiwodschaft Słupsk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vertriebenen Rotzenhäger führen seit 1986 in Westdeutschland Dorftreffen durch. Zum ersten Treffen kamen 115 Teilnehmer, zuletzt nimmt die Teilnehmerzahl durch Tod und Krankheit ab.&amp;lt;REF&amp;gt;Martin Krause: &amp;#039;&amp;#039;Die Sehnsucht nach Heimat. Ein Resümee nach 25 Jahren Rötzenhäger Dorfgemeinschaft anläßlich des 20. Dorftreffens.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Pommersche Zeitung&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 29/2011, S. 8, 14.&amp;lt;/REF&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Demographie ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
! Anmerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1818 || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  242 || Kirchdorf und drei Vorwerke&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krug&amp;quot; &amp;gt;Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]:  &amp;#039;&amp;#039;Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats&amp;#039;&amp;#039;, Band 4: &amp;#039;&amp;#039;P-S&amp;#039;&amp;#039;, Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=MQKbGMwLPBcC&amp;amp;pg=PA159 S. 159, Ziffer 2123.]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1864 || align=center | 568  || am 3. Dezember, Gemeindebezirk mit den drei Gutsbezirken Rötzenhagen A, B und C&amp;lt;ref&amp;gt;Preußisches Finanzministerium: &amp;#039;&amp;#039;Die Ergebnisse der Grund- und Gebäudesteuerveranlagung  im Regierungsbezirk Köslin (9. Kreis Schlawe)&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1866, [https://books.google.it/books?id=Nr8nAAAAYAAJ&amp;amp;pg=RA9-PA26 S. 26, Ziffern 153–156.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1867 || align=center | 370 || am 3. Dezember, ohne den Gutsbezirk Rötzenhagen A und D mit 71 Einwohnern, den Gutsbezirk Rötzenhagen B mit 93 Einwohnern und den Gutsbezirk Rötzenhagen C mit 44 Einwohnern, sämtlich Evangelische&amp;lt;ref name=&amp;quot;PL&amp;quot;&amp;gt;Preußisches Statistisches Landesamt: &amp;#039;&amp;#039;Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preußischen Staates und ihre Bevölkerung  (VIII. Kreis Schlawe)&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1873, [https://books.google.it/books?id=VP0_AQAAMAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA134 S. 134–135, Ziffern 94–96,] und [https://books.google.it/books?id=VP0_AQAAMAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA140 S. 140–141, Ziffern 207–209.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 || align=center | 356  || am 1. Dezember, ohne den Gutsbezirk Rötzenhagen A und D mit 71 Einwohnern, den Gutsbezirk Rötzenhagen B mit 86 Einwohnern und den Gutsbezirk Rötzenhagen C mit 42 Einwohnern, sämtlich Evangelische&amp;lt;ref name=&amp;quot;PL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910 || align=center |  353  || am 1. Dezember, ohne die drei Rittergüter Rötzenhagen A und D mit 82 Einwohnern, Rötzenhagen B mit 65 Einwohnern und Rötzenhagen C mit 43 Einwohnern&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?pommern/schlawe.htm |titel=Landkreis Schlawe |titelerg=Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |werk=gemeindeverzeichnis.de |offline=2026-02-16 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230509130620if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?pommern/schlawe.htm |archiv-datum=2023-05-09 |abruf=2026-02-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meyersgaz.org/place/20642024 &amp;#039;&amp;#039;Meyers Gazetteer&amp;#039;&amp;#039;: Rötzenhagen, Kreis Schlawe]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1933 || align=&amp;quot;center&amp;quot; | 488 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot;&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=schlawe.html}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 || align=&amp;quot;center&amp;quot; | 483 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsgliederung ==&lt;br /&gt;
Eine ältere und eine neuere Siedlung gehören zu der Ortschaft:&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grünheide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (polnisch: Łany), südlich gelegen, gegründet 1820, vor 1945 insgesamt 19 Häuser mit einer Dorfschmiede&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Boleszewo-Kolonia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Kolonie Rötzenhagen), nach 1945 entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirche ==&lt;br /&gt;
=== Dorfkirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:KirchKar.JPG|mini|hochkant|Kirchengebäude (Aufnahme von 2008)]]&lt;br /&gt;
Das aus der Zeit um 1500 stammende Kirchengebäude war bis 1915 ein einfacher [[Fachwerk]]bau mit polygonalem Chor.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Böttger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bau- und Kunstdenkmäler des Regierungs-Bezirks Köslin&amp;#039;&amp;#039; (Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde, Hrsg.), Band I, Heft III: &amp;#039;&amp;#039;Kreis Schlawe&amp;#039;&amp;#039;, Stettin 1892, S. 73–76 ([https://books.google.de/books?id=2rrgb5WkOwUC&amp;amp;pg=PA73 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Turm mit rundbogig geschlossenen Schallöffnungen und seitlichen Rautenmustern sowie die Westwand des Schiffes waren in Ziegeln gemauert und könnten aus einem Vorgängerbau entnommen worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1915 wurde das spätmittelalterliche Kirchenschiff auf gleichem Grund aus Ziegeln erneuert. Der Innenraum erhielt vom Maler und Bildhauer &amp;#039;&amp;#039;Groß&amp;#039;&amp;#039; aus [[Słupsk|Stolp]] eine neue Gestaltung. Zur Wiedereröffnung der Kirche 1916 wurde erstmals eine [[Orgel]] angeschafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Reformation bis 1945 war die Rötzenhagener Kirche ausschließlich evangelischen Gottesdiensten vorbehalten. Nach 1945 wurde das Kirchengebäude zugunsten der [[Römisch-katholische Kirche in Polen|Römisch-katholischen Kirche in Polen]] entschädigungslos zwangsenteignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchspiel bis 1945 ===&lt;br /&gt;
In Rötzenhagen waren die Einwohner vor 1945 überwiegend [[evangelisch]]. Im Jahr 1925 hatte der evangelische Bevölkerungsanteil 99,5 % betragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stübs&amp;quot; /&amp;gt; Das Dorf bildete eine selbständige Kirchengemeinde, die jedoch seit ihren Anfängen eine Filialgemeinde im [[Kirchspiel]] [[Rzyszczewo (Sławno)|Altristow]] war. Es lag im [[Kirchenkreis]] [[Sławno|Schlawe]] der [[Kirchenprovinz]] [[Provinz Pommern|Pommern]] der [[Kirche der Altpreußischen Union]]. Letzter deutscher Geistlicher war Pfarrer &amp;#039;&amp;#039;Paul Meyer&amp;#039;&amp;#039;. Der Bestand an Kirchenbüchern reichte bis 1847 zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Wehrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchenbücher in Pommern&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Baltische Studien&amp;#039;&amp;#039;, Band 42, Stettin 1892, S. 201–280, insbesondere S. 255 ([https://www.google.de/books?id=cXVJxsYCJukC&amp;amp;pg=PA255 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das katholische Kirchspiel war in Stolp.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchspiel seit 1946 ===&lt;br /&gt;
Von den seit 1945 und Vertreibung der Einheimischen hier lebenden katholischen Polen wurde die beschlagnahmte Dorfkirche am 8. Mai 1947 als [[Marienkirche]] neu geweiht. Heute leben im Ort überwiegend [[römisch-katholisch]]e Einwohner. Das Dorf ist jetzt – wie auch der Nachbarort [[Karwice (Malechowo)|Karwice]] (&amp;#039;&amp;#039;Karwitz&amp;#039;&amp;#039;) – eine Filialgemeinde in der [[Parochie]] [[Słowino]] (&amp;#039;&amp;#039;Schlawin&amp;#039;&amp;#039;). Sie liegt im [[Dekanat]] [[Darłowo]] (&amp;#039;&amp;#039;Rügenwalde&amp;#039;&amp;#039;) im [[Bistum Köslin-Kolberg]] der [[Römisch-katholische Kirche in Polen|Katholischen Kirche in Polen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen hier heute lebenden evangelischen Kirchenglieder gehören zum [[Kirchspiel]] [[Koszalin]] (&amp;#039;&amp;#039;Köslin&amp;#039;&amp;#039;) in der [[Diözese Pommern-Großpolen]] der [[Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen|Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schule ==&lt;br /&gt;
=== Schulgeschichte ===&lt;br /&gt;
Das Rötzenhagener Schulgebäude wurde 1926/1927 errichtet. Es besaß zwei Klassenzimmer und zwei Lehrerwohnungen mit dazugehörigen Wirtschaftsgebäuden. Das alte einklassige Schulhaus war in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts erbaut worden. Zuletzt wurden hier mehr als 70 Kinder unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Das Dorf liegt an einer Nebenstraße, die von der [[Droga wojewódzka 205|Woiwodschaftsstraße 205]] (Sławno–[[Darłowo]] (&amp;#039;&amp;#039;Rügenwalde&amp;#039;&amp;#039;)) abzweigt und nach [[Słowino]] (&amp;#039;&amp;#039;Schlawin&amp;#039;&amp;#039;) an der [[Droga krajowa 37|Landesstraße 37]] ([[Karwice (Malechowo)|Karwice]] (&amp;#039;&amp;#039;Karwitz&amp;#039;&amp;#039;)–Darłowo) führt. Seit 1878 ist der Ort Bahnstation an der heutigen [[Polskie Koleje Państwowe|PKP]]-Linie Nr. 418 [[Bahnstrecke Korzybie–Darłowo|Darłowo–Sławno–Korzybie (&amp;#039;&amp;#039;Zollbrück&amp;#039;&amp;#039;)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rötzenhagen, Dorf und drei Rittergüter (A, B, C u.D), Kreis Schlawe, Pommern&amp;#039;&amp;#039;,  in: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Gazetteer&amp;#039;&amp;#039;, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen  Landkarte der Umgebung von Rötzenhagen ([https://www.meyersgaz.org/place/20642024 meyersgaz.org]).&lt;br /&gt;
* Martin Krause: &amp;#039;&amp;#039;Rötzenhagen. Ein Dorf in Pommern&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag, Bonn 1986, {{URN|nbn:de:gbv:9-g-5191507}}.&lt;br /&gt;
* Martin Krause: &amp;#039;&amp;#039;Rötzenhagen. Ein Dorf in Pommern – Nachtrag&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag, Bonn 1988, {{URN|nbn:de:gbv:9-g-5187426}}.&lt;br /&gt;
* Martin Krause: &amp;#039;&amp;#039;Rötzenhagen. Ein Dorf in Pommern. 1945–1947.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, Bonn 1996, {{URN|nbn:de:gbv:9-g-5187435}}.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Vollack]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Kreis Schlawe. Ein pommersches Heimatbuch.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände, Husum 1989.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.territorial.de/pommern/schlawe/ristow.htm &amp;#039;&amp;#039;Amtsbezirk Ristow&amp;#039;&amp;#039; (Territorial.de)]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20131009202242/http://gemeinde.roetzenhagen.kreis-schlawe.de/ Die Gemeinde Rötzenhagen im ehemaligen Kreis Schlawe in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011)]&lt;br /&gt;
* [http://www.schlawe.de/gemeinden/roetzenhagen/index.htm. Rötzenhagen] beim Heimatkreis Schlawe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gmina Sławno}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4309959-2|VIAF=245129627}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1575]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Westpommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Pommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gmina Sławno]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
	</entry>
</feed>