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	<title>Bohnerz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T08:24:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bohnerz&amp;diff=109605&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-38394-26: Rechtschreibfehler korrigiert</title>
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		<updated>2025-12-04T16:52:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rechtschreibfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bohnerz Arnegg.jpg|mini|Bohnerz im roten Boluston ([[Arnegg (Blaustein)|Arnegg]], Mittlere [[Schwäbische Alb]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bohnerz Herrlingen.jpg|mini|Bohnerz-Handstück, in dem der Aufbau der Bohnerzkügelchen erkennbar ist.([[Herrlingen]], Mittlere [[Schwäbische Alb]])]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bohnerz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Eisenstein) ist ein [[Eisenerz]] mit einem relativ hohen Gehalt an Eisenoxid von bis zu 76 %. Es besteht aus erbsen- oder bohnenförmigen, oft konzentrisch-schaligen, manchmal hohlen Knollen ([[Konkretion]]en) aus [[Limonit|Brauneisenstein]]. Es tritt zusammen mit braunem oder rotem ([[Umbra (Farbe)|Umbra]]), oft auch gelbem Lehm ([[Ocker]]) in Spalten und Höhlen aus [[Kalkstein]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Durchmesser der oft fettglänzenden Körner schwankt meist zwischen 9 und 15 Millimetern; teilweise erreicht er bis über 5 Zentimeter. Die Körner ähneln in der Bildung dem [[Erbsenstein]]. Ihre chemische Zusammensetzung ist ungleichmäßig, daher schwankt die Farbe der Bohnerze zwischen verschiedenen Braun- und Grüntönen, kann aber auch ins Gelbliche oder Schwarze tendieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bohnerz aus [[Kandern]] löst sich zum Teil unter Ausscheidung von [[Kieselsäure]] in [[Salzsäure]] auf und besteht aus 5 bis maximal 21 % Kieselerde, 6 bis 7 % [[Aluminiumoxid|Tonerde]], 69 bis 76 % [[Eisen(III)-oxid|Eisenoxid]] und Wasser. Andere Bohnerze sind bloße Gemenge von Brauneisenstein mit Ton. Manche Bohnerze enthalten Spuren von [[Titan (Element)|Titan]], [[Vanadin]] und [[Chrom]], die württembergischen auch [[Phosphor]]- und [[Arsenik]]säure.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genese ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinbruch Schwaebische-Kuppenalb.jpg|mini|Klüftig verkarstetes Geotop. Willmandingen, mittlere Schwäb. [[Kuppenalb]]. Brauner Bohnerzlehm, zementgraue Kalkmergel. Bohnerzgruben nahebei.]]&lt;br /&gt;
Bohnerze entstehen, wenn durch intensive [[Laterit|tropische Verwitterung]] Eisen in sauren Wässern gelöst wird und anschließend eine Ausfällung, beispielsweise in Kalkschichten, erfolgt. Der Kalk neutralisiert die sauren Wässer, die das Eisen transportieren, ähnlich wie beim [[Minette (Erz)|Minette-Erz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Die Erze finden sich weitverbreitet im [[Frankreich|französischen]] [[Jura (Gebirge)|Juragebiet]] (Obersaône), in der [[Schweiz]] (z.&amp;amp;nbsp;B. auf dem [[Randen (Gebirge)|Randen]], im [[Klettgau]], im [[Kanton Aargau]] etwa im ehemaligen [[Eisenbergwerk Küttigen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sghb.ch/wp-content/uploads/2012/12/Minaria-Helvetica-Nr.-23a-2003.pdf &amp;#039;&amp;#039;Minaria Helvetica&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 23a/2003] (PDF; 3&amp;amp;nbsp;MB), {{ISSN|1018-7421}}&amp;lt;/ref&amp;gt;), sowie [[Baden-Württemberg]] ([[Kandern]], [[Bohnerzgrube]]n bei [[Heidenheim an der Brenz]], [[Tuttlingen]], [[Wippingen (Blaustein)|Wippingen]], [[Sonnenbühl|Willmandingen]], [[Farrenberg]], [[Hohentengen am Hochrhein]], [[Laucherthal]] bei Sigmaringen, dort auch ehemaliges Hüttenwerk). Weitere Fundorte liegen in [[Bayern]] ([[Monheimer Alb]]), in [[Oberösterreich]] ([[Dachsteinmassiv]]), in [[Tschechien]] (Beraun, Blansko), in [[Ungarn]] ([[Komitat Ödenburg|Ödenburger Komitat]], [[Banat]]), [[Russland]] (Olonez), [[Afrika]] (Kordofan, Futa Dschallon) und in den [[Vereinigte Staaten|USA]] (North Carolina).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahe der [[Roterdspitze]] in der [[Schlerngruppe (Gebirgsgruppe)|Schlerngruppe]] ([[Südtirol]]er [[Dolomiten]]) tritt Bohnerz offen zu Tage. Es wurde nachweislich bereits in der [[Bronzezeit]] gesammelt und unterschiedlich, u.&amp;amp;nbsp;a. als Schmuck und Werkzeug, verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zahlreichen urweltlichen Knochen, die an den Fundorten aufgefunden wurden, beweisen, dass die Tätigkeit der [[Mineralquelle]]n, aus denen sie abgesetzt wurden, vom ältesten [[Tertiär]] (Paläotherium zu [[Frohnstetten]]) bis in die letzten Zeiten des [[Mammuts]] reichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorkommen im Dachsteingebiet treten oft zusammen mit dem [[Augensteinschotter]] auf, der von der tertiären Sedimentbedeckung der nördlichen [[Kalkalpen]] übrigblieb, und sind Verwitterungsrückstände des [[Dachsteinkalk]]s. Sie bilden verstreute Nester von kleinen, schokoladenbraunen Erz-Konkretionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Quarzsande des [[Molassebecken]]s bei [[Riedern am Sand]] enthalten Bohnerz. In [[Oberschwaben]] werden die [[Graupensandrinne|Graupensande]] in Sandgruben gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhüttung ==&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Gesamtschau statt der hier überproportional dargestellten Lokalgeschichte aus dem Landkreis Waldshut.}}&lt;br /&gt;
Bis in das 19. Jahrhundert wurden Bohnerze vor allem in Südwestdeutschland und der Schweiz abgebaut und deckten so teilweise den [[Eisen]]bedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Erzkessel bei Küßnach im Klettgau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:IMGP1035 (2)Limonit.jpg|mini|Brauneisenerzknolle / [[Limonit]], aus dem [[Callovium]]; Erzkessel Küßnach, Klettgau]]&lt;br /&gt;
Das Bohnerz wurde im [[Klettgau]] im Tagebau in Gruben aufgeschlossen, getrocknet und gewaschen, um den anhaftenden [[Bolus (Pigment)|Ton]] zu entfernen. Dazu wurden Weidenkörbe im Wasser geschwenkt und gerüttelt, teilweise nutzte man einfache Rädermühlen. Besonders große Erzknollen lieferte der Erzkessel bei [[Küßnach]]. In [[Jestetten]] wurde 1555 von den [[Grafen von Sulz]] zur [[Verhüttung]] des Bohnerzes ein [[Rennofen]] errichtet. 1622 wurde der Bau eines neuen Hochofens in [[Eberfingen]] beschlossen, Betreiber waren das [[Kloster St. Blasien (Schwarzwald)|Kloster St. Blasien]] und die Grafen von Sulz (ab 1649 der Fürst von Fürstenberg). Bei [[Rheinau ZH|Rheinau]] wurde das Bohnerz in einem Erzkasten nach Bergwerken sortiert zwischengelagert und zur Verhüttung ins [[Eisenwerk Albbruck]] auf [[Weidling (Bootstyp)|Weidlingen]] verschifft. Weitere Eisenhütten befanden sich in Gutenburg (1660), in Wehr, Säckingen, Laufenburg, Tiefenstein, in Kutterau und bei Oberhof. Mit Entstehen der [[Badische Gewehrfabrik|Badischen Gewehrfabrik]] errichtete man 1820 in St. Blasien eine kleine Eisenhütte. Das Bohnerz war für die Verhüttung ideal, es war leichter zu reduzieren als andere Erze und ergab eine hervorragende Qualität. 1866 kam die Bohnerzgräberei im Klettgau zum Erliegen. 1918 wurden wieder Versuche zur Erzgewinnung unternommen, die 1922 mit der Entdeckung der oolithischen [[Doggererz AG|Dogger- und Malmeisenerze]] bei [[Blumberg]] abgebrochen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1693 entstand aus den &amp;#039;&amp;#039;Ysenschmitten gelegen zu [[Neuhausen am Rheinfall|Nüwenhusen]] underm [[Rheinfall|Loufen]]&amp;#039;&amp;#039; das &amp;#039;&amp;#039;[[Alusuisse|Eisenwerk im Laufen]]&amp;#039;&amp;#039;, das zunächst Eisen aus dem Eisenwerk bei [[Eberfingen]] (erster Anstich 1684, Betrieb bis 1756) bezog, welches vorrangig aus Schaffhauser Bohnerzgruben stammte. Daraus entstanden durch [[Johann Conrad Fischer (Metallurg)|Johann Conrad Fischer]] die heutigen [[Georg Fischer AG|Georg-Fischer-Werke]] bei [[Schaffhausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hüttenwerke mit Bohnerzverhüttung ==&lt;br /&gt;
* Amalienhütte in [[Bachzimmern]]&lt;br /&gt;
* [[Hüttenwerk Wasseralfingen]]&lt;br /&gt;
* [[Zollern (Unternehmen)|Fürstlich Hohenzollernsche Hüttenwerke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Mineralienatlas:Bohnerz|Bohnerz]] im [[Mineralienatlas]]&lt;br /&gt;
* H. Fehlmann: &amp;#039;&amp;#039;Die schweizerische Eisenerzeugung, ihre Geschichte und wirtschaftliche Bedeutung&amp;#039;&amp;#039;. Bern 1932.&lt;br /&gt;
* Christian Birchmeier: &amp;#039;&amp;#039;Bohnerzbergbau im Südranden&amp;#039;&amp;#039;, Neujahrsblatt der [[Naturforschende Gesellschaft Schaffhausen|Naturforschenden Gesellschaft]], Schaffhausen Nr. 38. Schaffhausen, Meili, 1985, ISBN 3-85805-080-6.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Metz]]: &amp;#039;&amp;#039;Geologische Landeskunde des [[Hotzenwald]]es&amp;#039;&amp;#039;. 1987, ISBN 3-7946-0174-2&lt;br /&gt;
* Franz Falkenstein: &amp;#039;&amp;#039;Vom Bohnerz im Klettgau und dem Erzkessel bei Küßnach &amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Land zwischen Hochrhein und Südschwarzwald&amp;#039;&amp;#039; [[Geschichtsverein Hochrhein]] (Hrsg.) 2002 S. 136–149&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bean ores}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Montangeologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Residualgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisenerzbergbau]]&lt;/div&gt;</summary>
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