<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bogenhausener_Vertrag</id>
	<title>Bogenhausener Vertrag - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bogenhausener_Vertrag"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bogenhausener_Vertrag&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-22T05:22:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bogenhausener_Vertrag&amp;diff=1416474&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kieferbaumas: Pfalzbayern (bis Ende 1805)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bogenhausener_Vertrag&amp;diff=1416474&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-12T01:11:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfalzbayern (bis Ende 1805)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der geheime &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bogenhausener Vertrag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein im Jahr 1805 geschlossener Vertrag zwischen dem [[Kurpfalz-Bayern|Kurfürstentum Pfalzbayern]] und [[Erstes Kaiserreich|Frankreich]]. Er führte zur Entstehung des [[Königreich Bayern|Königreichs Bayern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt des Regierungsantritts von [[Maximilian I. Joseph (Bayern)|Maximilian IV. Joseph]] war das [[Kurpfalz-Bayern|Kurfürstentum Pfalzbayern]] territorial zersplittert. Ober- und Niederbayern bildeten mit weiten Teilen der Oberpfalz zwar ein zusammenhängendes Herrschaftsgebiet, weitere Gebiete wie die [[Kurpfalz]] und die [[Herzogtum Jülich-Berg|Herzogtümer Jülich-Berg]] lagen jedoch weit vom bayerischen Kerngebiet entfernt. Diese Territorien gingen im [[Frieden von Lunéville]] 1801 großenteils verloren. Gleichzeitig konnte der Kurfürst durch den [[Reichsdeputationshauptschluss]] sein Kernland durch umliegende Gebiete erweitern. 1803 verlor Pfalzbayern jedoch auch den rechtsrheinischen Teil der Kurpfalz mit Mannheim und Heidelberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kaiserliche Armee (HRR)|Österreicher]] und [[Bayerische Armee|Bayern]] unterlagen in der [[Schlacht bei Hohenlinden]] im Jahre 1800 den Franzosen. In der Folgezeit sah man sich mit dem Expansionsdrang [[Napoléon Bonaparte|Napoleons]] konfrontiert. Als sich 1805 erneut eine [[Dritter Koalitionskrieg|Koalition]] gegen Frankreich bildete, musste auch das Kurfürstentum Pfalzbayern handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertragsschluss und Inhalt ==&lt;br /&gt;
Als Napoleon nach langem Drängen Maximilian nur noch die Wahl ließ zwischen einem Bündnis mit Frankreich oder der Eröffnung des Kriegs auch gegen Pfalzbayern und als österreichische Truppen bereits auf die bayerische Grenze zumarschierten, als also Pfalzbayern in die Gefahr geriet, Aufmarschgebiet beider Kriegsparteien zu werden, da entschloss sich der Kurfürst endlich zu dem Abkommen mit Frankreich. Er wäre lieber neutral geblieben, sah aber schließlich ein, dass er sich der realistischen Beurteilung der Situation durch seinen Konferenzminister Freiherr [[Maximilian von Montgelas]] anschließen musste. So kam es am 25. August 1805 in der Wohnung des erkrankten Montgelas, dem [[Schloss Stepperg (München)|Gartenhaus Bogenhausen]], zum Abschluss der Allianz. Auf pfalzbayerischer Seite unterzeichnete Freiherr von Montgelas den Vertrag, in welchem Pfalzbayern den Einmarsch französischer Truppen erlaubte und sein Bündnis mit [[Kaisertum Österreich|Österreich]] und [[Russisches Kaiserreich|Russland]] beendete. Die beiden Vertragsparteien gewährten sich in militärischen Konflikten gegenseitig Beistand. Frankreich sollte 100.000 und Pfalzbayern 20.000 Soldaten stellen, die im Bündnisfall unter französischem Oberbefehl stehen würden. Außerdem wurde festgelegt, dass Pfalzbayern keinen Separatfrieden mit dem Gegner schließen dürfe und Napoleon für Lieferungen Pfalzbayerns an seine Soldaten bezahlen sollte, solange sie sich auf pfalzbayerischem Gebiet befänden. Pfalzbayern garantierte in dem Vertrag Frankreich die in Besitz genommenen Territorien in Italien, der französische Kaiser Pfalzbayern den aktuellen Besitzstand, wie er vom [[Reichsdeputationshauptschluss]] 1803 festgelegt worden war. Damit konnte Pfalzbayern seine beträchtlichen Gebietsgewinne in Franken und Schwaben sichern. Ferner verzichtete Napoleon auf eine Expansion auf rechtsrheinisches Gebiet und sagte zu, sich für einen weiteren angemessenen Gebietszuwachs zugunsten Pfalzbayerns einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kurfürst zögerte mit der endgültigen Ratifizierung des Vertrags, sah sich aber schließlich dazu gezwungen, als der österreichische Feldmarschallleutnant [[Karl Philipp zu Schwarzenberg]] mit 200 Husaren in [[Schloss Nymphenburg]] einfiel und mit ultimativen Drohungen den Anschluss der bayerischen an die österreichischen Truppen forderte. So ratifizierte der nach [[Würzburg]] geflohene Maximilian den Vertrag am 28. September 1805 und ließ die bayerischen Truppen, ca. 30.000 Soldaten, noch am Tag der Ratifizierung an die französische Armee anschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Primäre Folge des Vertrages war die militärische Unterstützung Napoleons durch Bayern. Bayerische Truppen unter General [[Carl Philipp von Wrede|Wrede]] kämpften bei [[Iglau]] in Böhmen gegen die Österreicher, was zum gleichzeitigen französischen Sieg bei [[Schlacht von Austerlitz|Austerlitz]] am 2. Dezember 1805 beitrug.&lt;br /&gt;
In der Folge belohnte Napoleon den Kurfürsten im [[Frieden von Pressburg]] am 26. Dezember 1805. Bayern erhielt die von Österreich abgetretenen Grafschaften Tirol und Vorarlberg. Zudem wurde im Punkt VII des Friedensvertrags dem Kurfürsten die Königswürde zuerkannt: „Die Kurfürsten von Baiern und Würtemberg nehmen den Königstitel an, ohne jedoch aufzuhören, Glieder des deutschen Bundes zu seyn. Se. Majestät der Kaiser von Deutschland und Oesterreich erkennt sie in dieser Würde.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Adolph Winkopp]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Rheinische Konföderations-Akte.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Mayn 1808, S. 3–25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.hdbg.eu/koenigreich/web/index.php/objekte/index/herrscher_id/1/id/282 Geheimvertrag von Bogenhausen vom 25. August 1805] beim [[Haus der Bayerischen Geschichte]] (mit dem französischen Text)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://geschichte.iivs.de/koenigreich_bayern/entstehung.htm | wayback=20090129143047 | text=Entstehung des Königreichs Bayern}}&lt;br /&gt;
* [https://www.hdbg.de/polges/pages/kap6a.htm Politische Geschichte Bayerns]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikgeschichte (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtlicher Vertrag (Kurfürstentum Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:München im 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1805]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertrag (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer völkerrechtlicher Vertrag (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtlicher Vertrag (Königreich Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertrag (19. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kieferbaumas</name></author>
	</entry>
</feed>