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	<title>Bodenmais - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T20:44:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bodenmais&amp;diff=245926&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KlaraSimandl: Unterschied ob man die Natur fotografiert, oder schützt</title>
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		<updated>2026-04-20T14:16:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unterschied ob man die Natur fotografiert, oder schützt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art               = Markt&lt;br /&gt;
|Name              = Bodenmais&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Bodenmais COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 49/04//N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 13/06//E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Bodenmais in REG.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Bayern&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk  = Niederbayern&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Regen&lt;br /&gt;
|Höhe              = 689&lt;br /&gt;
|PLZ               = 94249&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 09924&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 09276117&lt;br /&gt;
|LOCODE            = DE AIS&lt;br /&gt;
|Gliederung        = 19 [[Gemeindeteil]]e&lt;br /&gt;
|Straße            = Markt Bodenmais&amp;lt;br /&amp;gt;Bahnhofstr. 56&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.bodenmais.de/ www.bodenmais.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = [[Michael Adam (Politiker)|Michael Adam]]&lt;br /&gt;
|Partei            = SPD&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bodenmais&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Marktgemeinde#Bayern|Markt]] im [[Niederbayern|niederbayerischen]] [[Landkreis Regen]] und [[Heilklimatischer Kurort]]. Er ist unter anderem bekannt durch sein Bergwerk und den [[Silberberg (Bodenmais)|Silberberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Anders als der heutige Name es vermuten lässt, kommt der Ortsname nicht von am Boden angepflanzten [[Mais]], das erst nach [[Christoph Kolumbus|Kolumbus]] erster [[Entdeckung Amerikas|Amerikareise 1492]] nach Europa gelangte: 1301 wird erstmals der dem heutigen Namen ähnlich klingende Name Pobenmaizz erwähnt. Poben ist die slawische Abwandlung des Eigennamens Popo, oder Bobo. Vermutlich kamen slawische Einwanderer vor 800 in die Region und rodeten den Boden. Meizen ist die mittelhochdeutsche Form für &amp;#039;[Holz] schlagen, roden&amp;#039;. Damit weist der Ortsname auf die Rodung unter der Führung von Popo hin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Josef Keim |Titel=Besiedelungsgeschichte des Bezirksamtes Regen. |Band=Ostbayerische Monatsschrift 11 |Datum=1922 |Seiten=200}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Geographische Lage ===&lt;br /&gt;
Der gleichnamige [[Hauptort]] liegt tief im [[Bayerischer Wald|Bayerischen Wald]], südwestlich am Fuß des [[Großer Arber|Großen Arbers]], des höchsten Bergs in [[Bayern]] außerhalb der [[Alpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Panorama|Bodenmais-Panorama01.jpg|800|Panoramablick über Bodenmais im Winter}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Es gibt 19 [[Gemeindeteil]]e (in Klammern ist der [[Siedlungstyp]] angegeben):&amp;lt;ref&amp;gt;{{BLO Ortsdatenbank|objekt=Gemeinde Bodenmais|val=773|abruf=2021-04-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BayernPortal Ortsteile|val=92997599517 |objekt=Gemeinde Bodenmais |abruf=2021-12-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=15em|anzahl=2|gesamtbreite=31em|liste= &lt;br /&gt;
* [[Bergwinkl]] ([[Einöde]])&lt;br /&gt;
* Bodenmais (Hauptort)&lt;br /&gt;
* [[Böhmhof]] ([[Weiler]])&lt;br /&gt;
* [[Glashütte (Bodenmais)|Glashütte]] (Weiler)&lt;br /&gt;
* [[Harlachberg (Bodenmais)|Harlachberg]] (Einöde)&lt;br /&gt;
* [[Karlhammer]] (Weiler)&lt;br /&gt;
* [[Klause (Bodenmais)|Klause]] (Weiler)&lt;br /&gt;
* [[Kohlplatz (Bodenmais)|Kohlplatz]] (Weiler)&lt;br /&gt;
* [[Kothinghammer]] (Einöde)&lt;br /&gt;
* [[Kreuzseign]] (Einöde)&lt;br /&gt;
* [[Mais (Bodenmais)|Mais]] ([[Dorf]])&lt;br /&gt;
* [[Miesleuthen]] (Dorf)&lt;br /&gt;
* [[Mooshof (Bodenmais)|Mooshof]] (Weiler)&lt;br /&gt;
* [[Oberlohwies]] (Einöde)&lt;br /&gt;
* [[Silberberg (Bodenmais, Ortsteil)|Silberberg]] (Dorf)&lt;br /&gt;
* [[Sternhammer]] (Einöde)&lt;br /&gt;
* [[Unterlohwies]] (Dorf)&lt;br /&gt;
* [[Untersteinhaus]] (Weiler)&lt;br /&gt;
* [[Waid (Bodenmais)|Waid]] (Weiler)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Doppelgipfel des Silberbergs.JPG|mini|Doppelgipfel des Silberbergs]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bodenmais - Panorama - 2015.jpg|mini|Blick vom Silberberg auf Bodenmais]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lore auf einem Bremsberg auf dem Silberberg, Bodenmais.JPG|mini|Lore auf einem Bremsberg am Silberberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Bereits etwa [[450 v. Chr.]] könnte das Gemeindegebiet von Bodenmais bewohnt gewesen sein. Dies legen Funde vom Riederinfelsen nahe. Die dort gefundenen [[Kelten]]schalen aus der späten [[Hallstattzeit]], weisen mit ihrer Größe und Bedeutung auf eine größere Siedlung hin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.hogn.de/2017/01/11/1-da-hogn-geht-um/nachrichten-im-landkreis-regen/mystischer-bayerischer-wald-der-riederinfelsen-bei-bodenmais-sepp-probst/91900 |titel=Mystischer Bayrischer Wald |abruf=2025-06-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das heutige Bodenmais, genau genommen der heutige Marktplatz, scheinen daher plausibel, da es auf halbem Wege zu den Rießloch Wasserfällen liegt, welche ebenso keltische Rituale aus der frühen [[Latènezeit]] aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bis zum 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Ein [[Erdstall]] (Schratzlloch) unweit des Riesbachs konnte mit der [[Radiokohlenstoffdatierung|C-Datierung]] auf das Jahr 900 datiert werden. Eine dauerhafte Besiedlung konnte bislang noch nicht belegt werden, gilt aber als wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste urkundliche Bericht über Bodenmais befindet sich im [[Urbar (Verzeichnis)|Urbar]] der [[Wittelsbach|bayerischen Herzöge]] aus dem Jahr 1300&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bavarikon.de/object/bav:GDA-OBJ-00000BAV80016779?cq=&amp;amp;lang=de |titel=Urbar der bayrischen Herzöge 1300 |datum=1300 |abruf=2025-10-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Käser |url=https://www.museum-vilsbiburg.de/fileadmin/user_upload/dateien/Texte/Urbar_II._Arlan_1300_FILEminimizer_-1.pdf |titel=Herzogliche Aufschreibungen, als frühe Zeugnisse urbanen Lebens in unserer Heimat |datum=2017-09 |abruf=2025-10-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, in dem vom „item das Goldwerch ze Pabenmaiz“ berichtet wird. Um die Mitte des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde in den Gruben bei Bodenmais, genannt „des Allmächtigen Gottes Gabe“, nach [[Silber]] gegraben, um 1485 erhielt der Ort vom bayerischen Herzog [[Albrecht IV. (Bayern)|Albrecht IV.]] besondere Privilegien, durch den großen Freiheitsbrief von 1522 wurde der Ort zur „vollkommen gefreiten [[Bergstadt]]“ erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Gewinnung von Edelmetallen zurückgegangen war, stellte sich das Bergwerk 1542 auf die Erzeugung von [[Vitriol]] um, das damals zum [[Färben]] von Textilien Verwendung fand. Mit der Umwandlung in eine [[Hofmark]] 1580 erloschen die Rechte der freien Bergstadt. Im frühen 17. Jhd. drohte Bodenmais sich in die Bedeutungslosigkeit zu verabschieden, als die Gemeindegebiete sich an andere Gemeinden angliedern wollten (Größtenteils an [[Böbrach]]). Bis auf Maisried, welches noch heute zu Böbrach gehört, haben alle Gemeinden vor Gericht verloren. Eine Besonderheit stellte der Weiler Kohlplatz dar, welcher von den Einheimischen Trosloch genannt wird, da dieser genau an der Grenze zu den [[Bistümer]]n [[Regensburg]] im Nordwesten und [[Passau]] im Südosten liegt. Man fürchtete kirchenrechtliche Konsequenzen und gewährte dem Weiler darum Sonderrechte, wie das steuerfreie Brennen von Alkohol, sowie Prostitution unter mildernden Auflagen. Das Kerngebiet um den Marktplatz galt als verarmte Gegend, in der nur Bergarbeiter und [[Tagelöhner]] lebten. Ab 1602 waren diese sogar teilweise von der Steuerpflicht befreit. Wären die wirtschaftlich starken Randbezirke ausgegliedert worden, hätte es Bodenmais selbst nicht aus eigenem Antrieb geschafft zu überleben. Wie ernst die Lage war, zeigt ein Erlass aus den 1630er Jahren. Dieser gab der Gemeinde die Befugnis, zwei verarmten Menschen die Eheschließung zu verwehren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Haller |Titel=Bodenmais ...und die &amp;quot;Bomoesser&amp;quot; Erster Band |Hrsg=Markt Bodenmais}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Juni 1705 kam es zum sogenannten Translationswunder, als das Gnadenbild von Böbrach nach Bodenmais gebracht wurde. Es ist das einzige von der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]] anerkannte Wunder im bayrischen Wald. Noch heute wird an diesen Tag erinnert, mit unter anderem einer Prozession und dem Bennofest ([[Benno von Meißen|Bennotag]] 16. Juni).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.markt-bodenmais.de/de/wissenswertes3/ortsgeschichte |titel=Ortsgeschichte |abruf=2025-07-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pfarrei-bodenmais.de/pfarrkirche-bodenmais/ |titel=Die Pfarrei Mariä Himmelfahrt |abruf=2025-07-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1760 geriet der Absatz von Vitriol ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders prägend war die Zeit der [[Koalitionskriege|napoleonischen Kriege]], in denen französische Soldaten in der Gemeinde stationiert waren. Noch heute zeugen viele Wörter im heimischen Dialekt von dieser Zeit, sowie viele Geschichten, die meist mit den Worten: „Als der Franzos(e) noch hier war“ beginnen. (Der Soldat, der im Krieg ein Kind ermordet / Die Deserteure vor Russland etc.) Unter anderem ist auch das Kartenspiel [[Watten]] ein Überbleibsel aus dieser Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. und 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Durch ein neues Verfahren, [[Potée]] ([[Polierrot]]) zu erzeugen, das zum Schleifen der Gläser und Polieren der Spiegel Verwendung fand, hatte das Werk in den Jahren 1870 bis 1914 seine größte Blütezeit. Bodenmaiser Potée ging in die ganze Welt. Aber durch die Entwicklung neuer chemischer Herstellungsverfahren war man bald nicht mehr konkurrenzfähig. Die letzte Schicht wurde am 27. Mai 1962 gefahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 kam es im Bodenmais zum Aufstand der Holzarbeiterschaft, die mit dem Anschluss ans [[Deutsches Kaiserreich|Deutsche Reich]] fürchtete, dass Wohnhäuser auch in Bayern zur Gänze aus [[Stein]] gebaut werden könnten. Zuvor bestanden Häuser ganz aus Holz, bzw. nur ein kleiner Teil, das Erdgeschoss aus Stein. Man fürchtete harte wirtschaftliche Einbußen und protestierte lautstark. Weil in dieser Zeit keine Bäume geschlagen wurden, kam es auch zum Aufstand der [[Kultivieren|Kultivierer]], welche die abgeschlagenen Flächen benötigten. Hier wollte es der Zufall, dass ausgerechnet der Sohn des Bürgermeisters gelernter Kultivierer war und auch ihm die Armut drohte. Darum kam dem Bürgermeister die Idee, auf dem Marktplatz das Bömingeranwesen zu errichten, welches aus Stein hochgezogen wurde. Für die Optik, laut anderem Bericht für den Regenschutz, ließ der Ortsvorsteher eine Holzfassade anbringen. Die Schweiklmethode (benannt nach Franz Joseph Schweikl, erster Bürgermeister) hat heute noch Tradition und konnte der Holzindustrie Zeit geben, sich den zeitlichen Begebenheiten anzupassen. Heute werden vor allem Zahnstocher aus Bodenmais in die Welt verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.baysf.de/de/ueber-uns/standorte/forstbetriebe/bodenmais.html |titel=Bodenmais |sprache=de |abruf=2024-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-exportdatenbank.de/24213134/deu/Zahnstocher |titel=Zahnstocher - Hersteller und Lieferanten |abruf=2024-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich ab dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert [[Glashütte]]n im Bodenmaiser Raum angesiedelt hatten, wurde Bodenmais nach 1945 innerhalb von 30 Jahren zum Glasveredlungszentrum und bietet die größte [[Bleikristall]]auswahl Deutschlands. Da sich dort, abseits der großen Verkehrsverbindungen, keine Industrie, außer der Glasindustrie, ansiedeln wollte, hat man frühzeitig den [[Fremdenverkehr]] als Erwerbsmöglichkeit erkannt. Der Ursprung geht schon zurück auf das Jahr 1883, als in Bodenmais der [[Bayerischer Wald-Verein|Bayerische Wald-Verein]] gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch am Tag der sogenannten [[Machtergreifung]] 30. Januar 1933, wurde in Bodenmais die Hakenkreuzfahne gehisst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Chronik der Volksschule Bodenmais 1925-1934/1944-1959 |Datum=1933-01-30 |Seiten=109}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schneller als in vielen anderen Regionen des Deutschen Reiches wurde der amtierende Bürgermeister durch einen Vertreter der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schnelle Radikalisierung der Bodenmaiser zeigte sich auch daran, dass es bereits am 8. Januar 1937, also fast 2 Jahre vor der [[Novemberpogrome 1938|Reichspogromnacht]], zu einem potentiellen Pogrom an der jüdischen Bevölkerung kam. Der Bürgermeister hatte über den Bodenmaiser Anzeiger dazu aufgerufen, [[Juden]] die Beherbergung zu verbieten und mögliche Quartierer hart zu bestrafen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eberhardt Josef |Titel=Bekanntmachung. Betreff: Beherbergung von Juden in Bodenmais |Hrsg=Bodenmaiser Anzeiger |Datum=1937-01-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Abend betranken sich junge Männer der [[Sturmabteilung|SA]] und zogen ohne konkreten Aufruf los, um die Gasthäuser des Ortes zu kontrollieren. Schnell bildete sich ein größerer wütender Mob. Hauptsächlich jüngere Knaben führten die Kontrollen durch. Man wollte auch eine vermeintliche jüdische Gemeinde niederbrennen, jedoch unterlag man einem Irrtum und musste das Vorhaben abbrechen. Am nächsten Morgen war klar, dass es weder eine jüdische Gemeinde noch einen einzigen Juden in Bodenmais gab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Stellungnahme |Hrsg=Bodenmaiser Anzeiger |Datum=1937-08-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. September 1941 kam es vor dem Schulgebäude zum Konflikt, als sich Einwohnerinnen gegen den Kreuzerlass der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] auflehnten. In den Sommerferien waren die Kreuze in der Schule abgehängt worden. Vor allem die Mütter brachten am ersten Schultag persönlich ihre Kinder zur Schule und untersagten ihnen das Gebäude zu betreten, solange die Kreuze nicht wieder aufgehängt würden. Nach Eintreffen des [[Kreisleiter]]s, welcher [[Ida Geiger]] als Rädelsführerin verhaften lassen wollte, eskalierte die Lage. Es kam zum Handgemenge der etwa 200 Frauen mit der Gendarmerie. Am 21. Oktober wurden die Kreuze wieder aufgehängt. Ida Geiger musste bis zum Kriegsende Verhöre ertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dr. Reinhard Haller |Titel=Kinder weinten, Frauen balgen sich mit Gendarmen |Hrsg=Bayerwald Bote |Sammelwerk=pnp |Datum=1991-09-10 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. April 1945 kapitulierte Bodenmais kampflos vor dem [[XII. US-Korps]] sowie der 90. Infanterie-Division. Die 11. Panzerdivision nutzte am gleichen Tag den Ort nur als Durchfahrt Richtung Passau. Die Ortschaft hatte den Amerikanern nahezu nichts entgegenzusetzen, da die verbliebenen Soldaten bereits am 20. April 1945 nach Passau abgezogen worden waren. Der [[Volkssturm]] war schlecht ausgerüstet und sollte mit Axt und Mistgabel kämpfen. An den Zugangsstraßen wurden zwar Panzersperren aus umgeschlagenen Bäumen installiert, aber bei Eintreffen der Amerikaner von den Bewohnern selbst zurückgebaut. Eventuell kam es am [[Kleiner Arbersee|kleinen Arbersee]], welcher in Hörweite liegt, zu kleineren Scharmützeln, welche aber nicht schriftlich festgehalten wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Valentin Geiger |Titel=Pfarrchronik}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 wurde Bodenmais zum [[Luftkurort]] erklärt und 1958 zum Markt erhoben. 1962 begann man mit dem Bau eines beheizten Freibades, 1967 erfolgte der Kurhausbau, und 1972 konnte das Hallenbad in Betrieb genommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1976 kam es im Ort auf Initiative des [[Außenminister der Vereinigten Staaten|US-Außenministers]] [[Henry Kissinger]] zu einem Treffen mit [[Südafrika]]s Staatspräsidenten [[Balthazar Johannes Vorster|Balthazar Vorster]]. In dessen Begleitung befand sich u.&amp;amp;nbsp;a. der Außenminister [[Hilgard Muller]], Außenstaatssekretär [[Bernardus Gerhardus Fourie|Brand Fourie]] und der Chef von [[South African Bureau for State Security|BOSS]], Hendrik Van den Bergh. Während regionale Vertreter das Ereignis positiv bewerteten, befürchtete der damalige Bundeskanzler in der internationalen Wahrnehmung eine Beeinträchtigung der neu ausgerichteten deutschen Afrikapolitik.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesregierung (Vereinigte Staaten)|The Withe House]]: [https://www.fordlibrarymuseum.gov/library/document/0314/1553485.pdf &amp;#039;&amp;#039;Memorandum of Conversation&amp;#039;&amp;#039;]. online auf www.fordlibrarymuseum.gov (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Becker: [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41213149.html &amp;#039;&amp;#039;Südafrika: „Die Buren haben Angst“&amp;#039;&amp;#039;]. [[Der Spiegel|Spiegel]]-Artikel vom 28. Juni 1976, online auf www.spiegel.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Anonymus: [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41170729.html &amp;#039;&amp;#039;Türen öffnen&amp;#039;&amp;#039;]. [[Der Spiegel|Spiegel]]-Artikel vom 14. Juni 1976, online auf www.spiegel.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[SAIRR]]: &amp;#039;&amp;#039;A Survey of Race Relations in South Africa 1976&amp;#039;&amp;#039;. Johannesburg 1977, S. 406–407&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989 erfolgte die Fertigstellung des neuen Rathauses mit Kurverwaltung, der Tiefgarage und des Kurparks. Als Abschluss der Bemühungen des Ortes im touristischen Bereich erhielt er im Dezember 1992 das Prädikat „Heilklimatischer Kurort“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Genaue Zahlen vor 1820 lassen sich nicht finden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1613 bricht in Bodenmais die [[Geschichte der Pest|Pest]] aus, welcher sämtliche Bergmänner zum Opfer fallen.&lt;br /&gt;
* 1639 kommt es zu größeren Fluchtbewegungen als der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]] Bodenmais erreicht.&lt;br /&gt;
* 1742 sind 4000 schwedische Soldaten wegen des [[Österreichischer Erbfolgekrieg|Österreichischen Erbfolgekrieges]] in Bodenmais stationiert. Die Zahl soll das 8-fache der Einwohnerzahl sein.&lt;br /&gt;
* 1772 sterben 81 Personen an einer Missernte und der folgenden Hungersnot.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Haller |Titel=Bodenmais&lt;br /&gt;
Bilder aus der alten Zeit |Hrsg=Marktgemeinde Bodenmais |Datum=1980 |Seiten=58}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1817 kommt es in Folge des [[Goldrausch zu Bodenmais|Goldrausches zu Bodenmais]] zum ersten größeren Bevölkerungsanstieg.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EFEFEF;&amp;quot;| Jahr&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EFEFEF;&amp;quot;| Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1820|| 1176&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1860|| 1574&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1870|| 1838&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1885|| 1836&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900|| 2048&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910|| 2239&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1919|| 2592&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925|| 2677&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1930|| 2860&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1940|| 3075&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1945|| 3998&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1961|| 3367&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970|| 3291&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1987|| 3331&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1991|| 3503&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1995|| 3504&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000|| 3466&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005|| 3335&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010|| 3338&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015|| 3397&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020|| 3559&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2025|| 3673&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Bis 1945 gab es einen kontinuierlichen Bevölkerungsanstieg. Die hohe Zahl bei Kriegsende erklärt sich durch [[Flüchtling|Geflüchtete]] und [[Vertreibung|Vertriebene]] hauptsächlich aus dem [[Sudetenland]], [[Reichsland Elsaß-Lothringen|Elsaß-Lothringen]] und [[Hamburg]]. Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Markt von 3360 auf 3562 um 202 Einwohner bzw. um 6 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 7/2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kulturzentrum Altes Rathaus.JPG|mini|Kulturzentrum Altes Rathaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BodenmaisMarktplatz.jpg|mini|hochkant|Marktplatz in Bodenmais]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marktgemeinderat ===&lt;br /&gt;
Die [[Kommunalwahlen in Bayern 2026|Kommunalwahlen am 8. März 2026]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bodenmais.de/de/service/blog/aktuelles-wahlen-mgr-wahl-08-03-2026-wahlergebnisse_b23960 |titel=Gemeinserats-wahl 2026 |werk=Bodenmais.de |datum=2026-03-08 |sprache=De |abruf=2026-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und frühere ergaben folgende Sitzverteilungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! width=60 | [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]&lt;br /&gt;
! width=60 | [[Freie Wähler Bayern|Freie Wähler]]&lt;br /&gt;
! width=60 | [[SPD Bayern|SPD]]&lt;br /&gt;
! Gesamt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! 2008&lt;br /&gt;
| 7 || 4 || 5 || 16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! 2014&lt;br /&gt;
| 7 || 5 || 4 || 16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! 2020&lt;br /&gt;
| 7 || 6 || 3 || 16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!2026&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsvorsteher ===&lt;br /&gt;
* 1822 bis 1825 Georg Saller&lt;br /&gt;
* 1825 bis 1830 Joseph Stern&lt;br /&gt;
* 1830 bis 1833 Xaver Morsak&lt;br /&gt;
* 1833 bis 1839 Adam Fritz&lt;br /&gt;
* 1839 bis 1842 Anton Bauer&lt;br /&gt;
* 1842 bis 1845 Adam Fritz&lt;br /&gt;
* 1845 bis 1848 Xaver Weikl&lt;br /&gt;
* 1848 bis 1849 Georg Koller&lt;br /&gt;
* 1849 bis 1852 Georg Weikl&lt;br /&gt;
* 1852 bis 1854 Franz Achatz&lt;br /&gt;
* 1854 bis 1857 Wolfgang Fink&lt;br /&gt;
* 1857 bis 1860 Mathias Weikl&lt;br /&gt;
* 1860 bis 1863 Georg Geiger&lt;br /&gt;
* 1863 bis 1866 Michael Zistler&lt;br /&gt;
* 1866 bis 1869 Georg Bledl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
* 1869 bis 1875 Franz Joseph Schweikl&lt;br /&gt;
* 1875 bis 1881 Georg Haller&lt;br /&gt;
* 1881 bis 1887 Josef Weikl&lt;br /&gt;
* 1887 bis 1899 Michael „Schneck“ Wölfl&lt;br /&gt;
* 1899 bis 1917 Michael Hofbauer&lt;br /&gt;
* 1917 bis 1919 Joseph Schellinger&lt;br /&gt;
* 1919 bis 1933: Josef Weikl&lt;br /&gt;
* 1933 bis 1945: Josef Eberhardt ([[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]])&lt;br /&gt;
* 1945: Josef Weikl&lt;br /&gt;
* 1946 bis 1948: Johann Gürster (CSU)&lt;br /&gt;
* 1948 bis 1952: Josef Weikl (parteilos, SPD gestützt)&lt;br /&gt;
* 1952 bis 1956: Leopold Fleischmann (parteilos, SPD und [[Bayernpartei]] gestützt)&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Weikl – Bodenmais Vom Bergbaudorf zum Luftkurort&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1956 bis 1990: Siegfried Weikl (CSU)&lt;br /&gt;
* 1990 bis 2008: Fritz Wühr (CSU)&lt;br /&gt;
* 2008 bis 2012: [[Michael Adam (Politiker)|Michael Adam]] (SPD)&lt;br /&gt;
* 2012 bis 2024: Joachim Haller (CSU)&lt;br /&gt;
* seit März 2024: [[Michael Adam (Politiker)|Michael Adam]] (SPD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finanzen ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde hatte im Jahr 2017 6,999 Millionen Euro Schulden. Im Jahr 2014 betrugen die Lohn- und [[Einkommensteuer]] der Bürger der Gemeinde 6,830 Millionen Euro, und es wurden 127,672 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Kurzdarstellung= Wappen von Bodenmais&lt;br /&gt;
|Blasonierung   = [[Geteilter Schild|Geteilt]] durch den Umriss des Silberbergs in Blau und Silber; oben der goldene [[Kurhut]] mit silbernem Hermelinbesatz, unten gekreuzt ein schwarzer Schlägel und ein schwarzer Bergmannshammer.&lt;br /&gt;
|Quelle         = {{HdBG GKZ}}&lt;br /&gt;
|Begründung     = Der Silberberg und die gekreuzten Bergmannswerkzeuge, das sog. Gezähe, erinnern an die reichen Bodenschätze (Eisenerze, Silber, Schwefel- und Magnetkies) und die Jahrhunderte lange Bergbautradition, die große wirtschaftliche Bedeutung für die Gemeinde hatte. Bodenmais ist wahrscheinlich schon 1242 in den Besitz der Wittelsbacher gelangt. Um 1300 ist ein Goldwerk nachweisbar, seit dem 14. Jahrhundert bestand ein Eisen- und Hammerwerk, später wird vor allem Polierrot für die Glasschleiferei erzeugt. Silber und Blau sind die Farben der wittelsbachischen Landesherren, die den Abbau der Bodenschätze förderten; 1522 wurde Bodenmais (wie Lam) [[gefreite Bergstadt]]; die Berggenossen erhielten einen Freiheitsbrief, der ihnen viele Sonderrechte sicherte sowie die freie Wahl der Bürgermeister, Richter und Räte und die Abhaltung von Märkten gestattete. Der Kurhut versinnbildlicht den Status der Gemeinde als kurfürstliche Hofmark und als unmittelbares kurfürstliches Kammergut seit 1697. Im 18. Jahrhundert kamen alle Bergwerksanteile in landesherrlichen Besitz.&lt;br /&gt;
|Zusatz         = Aufgrund eines Beschlusses des Gemeinderates und Zustimmung des Staatsministeriums des Innern, belegt durch Ministerialentschließung vom 4. Februar 1959, führt die Gemeinde Bodenmais das Wappen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Katholische Pfarrkirche Bodenmais-2.JPG|mini|hochkant|[[Mariä Himmelfahrt (Bodenmais)|Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bodenmais Brunnen Marktplatz.jpg|mini|Marktplatzbrunnen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Evangelische Kirche Bodenmais.JPG|mini|hochkant|Evangelische St.&amp;amp;nbsp;Johanneskirche mit eiförmigem Kirchenschiff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mariä Himmelfahrt (Bodenmais)|Katholische Pfarrkirche]]: Die Bodenmaiser Kirche wurde 1804/05 in der Mitte des Marktplatzes in Richtung des Silberbergs erbaut. 1955/56 wurde sie durch den Anbau eines [[Oktogon (Architektur)|Oktogons]] erweitert. Den Altar schmückt eine Nachbildung des Gnadenbildes von Loreto (ein Geschenk des Kurfürsten), das bereits am 16. Juni 1705 (Namenstag des Heiligen Benno) in einer feierlichen Prozession von Maisried (Böbrach) nach Bodenmais getragen wurde. Zur Erinnerung findet jedes Jahr ein „Umgang“ mit fünftägigem Volksfest statt, bei dem das Gnadenbild mitgetragen wird.&lt;br /&gt;
* Historisches Besucherbergwerk am [[Silberberg (Bodenmais)|Silberberg]]: Seit 1962 steht das Silberbergwerk interessierten Besuchern als [[Schaubergwerk]] offen. 1998 erwarben sechs ehemals im Bergwerk Beschäftigte das Werk mit den dazugehörenden Liegenschaften und betreiben es seither als Besucherbergwerk.&lt;br /&gt;
* Riederinfelsen mit keltischen Opferschalen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sehenswerter-bayerischer-wald.de/rundweg-riederinfelsen-bodenmais-wanderung/ |titel=Wanderwege |abruf=2025-06-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Rieslochfälle|Rißlochwasserfälle]]: mit einer maximalen Fallhöhe von 15 Metern sind sie die höchsten [[Wasserfall|Wasserfälle]] auf der bayrischen Seite des Böhmerwaldes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.risslochwasserfaelle.de/ |titel=Rißlochwasserfälle in Bodenmais |abruf=2025-06-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mehrere Glasbläsereien: Die größte und bekannteste ist die [[Joska Kristall|Joska-Glasbläserei]], die unter anderem Pokale für den Wintersport herstellt. Deshalb liegt Bodenmais auch an der [[Glasstraße (Bayern)|Glasstraße]]&lt;br /&gt;
* Altes Rathaus mit Sonderausstellung über die Geschichte des Bergbaus und der Vitriolhütte am Silberberg sowie mit Ausstellung über den Sänger [[Bernd Weikl]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://buerger.bodenmais.de/buerger/aktuelles/dauerausstellung-bernd-weikl/berndweikl-ehrenbuerger.html |titel=Bernd Weikl, Ehrenbürger des Markt Bodenmais |werk=buerger.bodenmais.de |abruf=2018-07-21 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131201182747/https://buerger.bodenmais.de/buerger/aktuelles/dauerausstellung-bernd-weikl/berndweikl-ehrenbuerger.html |archiv-datum=2013-12-01 |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.markt-bodenmais.de/de/leben-wohnen_ALT/einrichtungen/museum-berndweikl |titel=Dauerausstellung |abruf=2025-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Baudenkmäler in Bodenmais}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statistik ==&lt;br /&gt;
Es gab 2023 insgesamt 1712 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort, davon im produzierenden Gewerbe 445, Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 740, sowie bei Unternehmensdienstleistern 85. Digitales sowie Prostitution mit jeweils nur 3 bilden hierbei das Schlusslicht. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1312. Damit war die Zahl der Einpendler um 310 höher als die der Auspendler. Im Bauhauptgewerbe gab es im gleichen Jahr vier Betriebe mit 44 Mitarbeitern. 2016 gab es 15 landwirtschaftliche Betriebe (davon acht Tierhalter); landwirtschaftlich genutzt war eine Fläche von 301&amp;amp;nbsp;ha, davon 279&amp;amp;nbsp;ha Dauergrünland.&lt;br /&gt;
[[Datei:Riesbach.jpg|mini|Der Riesbach nahe Bodenmais]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Förderung der Tourismus wurde Mitte 2007 von der Marktgemeinde Bodenmais und dem Verein Wirtschaft und Tourismus die Bodenmais Tourismus und Marketing GmbH (BTM) gegründet. 60 % der Geschäftsanteile liegen bei der Gemeinde, 40 % beim Verein. Geschäftsführer der BTM wurde Andreas Lambeck. Das Geschäftsvolumen des Unternehmens lag im Jahr 2009 bei 2,6 Millionen Euro. Im Jahr 2010 lagen die Einnahmen der BTM bei rund 3,4 Millionen Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übernachtungszahlen ==&lt;br /&gt;
Im Juni 2017 waren 126 Übernachtungsbetriebe mit 4.427 Gästebetten geöffnet. Die Zahl der Gästeankünfte betrug 152.657, und es wurden 728.320 Übernachtungen registriert; die durchschnittliche Verweildauer waren 4,8 Tage. Bodenmais ist damit der führende Tourismusort im Landkreis Regen mit einem Anteil von 30,5 % an den Gästeankünften und 34,3 % an den Übernachtungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.statistikdaten.bayern.de/ Statistisches Landesamt Bayern: „Monatserhebung im Tourismus“]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr !! Gästeankünfte !! Übernachtungszahlen !! Übernachtungen/Gast&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1995 || 108.921||995.505||  9,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000 || 110.282||854.880||  7,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005 || 101.057||708.672||  7,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010 || 147.895 ||865.120||  5,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2014 || 143.104 ||752.871||  5,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2019&lt;br /&gt;
|155.123&lt;br /&gt;
|802.352&lt;br /&gt;
|5,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2020&lt;br /&gt;
|133.699&lt;br /&gt;
|635.783&lt;br /&gt;
|4,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2021&lt;br /&gt;
|161.436&lt;br /&gt;
|570.461&lt;br /&gt;
|4,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2022&lt;br /&gt;
|176.424&lt;br /&gt;
|804.550&lt;br /&gt;
|4,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2024&lt;br /&gt;
|175.000&lt;br /&gt;
|767.000&lt;br /&gt;
|4,382&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pnp.de/lokales/landkreis-regen/erfolgreiches-tourismusjahr-so-viele-gaeste-wie-noch-nie-10319380 |titel=Erfolgreiches Tourismusjahr: So viele Gäste wie noch nie |sprache=de |abruf=2024-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Bodenmais ist mit den [[Liste der Staatsstraßen in Niederbayern#St 2132|Staatsstraßen 2132]] Bad Kötzting–Zwiesel und [[Liste der Staatsstraßen in Niederbayern#St 2136|2136]] Patersdorf–Bayerisch Eisenstein an das überörtliche Straßennetz angebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1928 ist Bodenmais Endpunkt der [[Bahnstrecke Zwiesel–Bodenmais|Bahnstrecke aus Zwiesel]]. Sie wird im Stundentakt von der [[Regentalbahn|Länderbahn]] unter dem Namen [[Waldbahn (Marke)|Waldbahn]] befahren. Auf dem Gemeindegebiet befinden sich mit Bodenmais und Böhmhof zwei Haltestellen. Eine durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft und der DB Station&amp;amp;Service vorgeschlagene Haltestelle Bodenmais Süd wurde vom Marktrat abgelehnt. Eine Erweiterung der Strecke nach Viechtach wurde begonnen, aber wurde dann in den Wirren um das Ende des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit aufgegeben und später nie mehr verfolgt. Man kann heute noch die nach Norden hin verlaufenen Gleise sehen, die an einer Böschung enden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem verkehren hier Buslinien der Unternehmen [[Regionalbus Ostbayern|RBO]] und Wenzl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Haustarifen der Verkehrsbetriebe gilt auf oben genannten Bus- und Bahnlinien das [[Bayerwald-Ticket]] als Tagesticket für die Landkreise Regen, Freyung-Grafenau und Teile des Landkreises Cham. Seit dem 1. Dezember 2015 werden [[Kurkarte]]n der Gemeinde als [[GUTi (Verkehrskonzept)|Gästeservice-Umweltticket (GUTi)]] in den Bus- und Bahnlinien obiger Landkreise anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
In Bodenmais gibt es eine Kindertageseinrichtungen Kita St. Barbara. Sowie die Grund- und Mittelschule Bodenmais.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.kita-bodenmais.de/www.kita-bodenmais.de/ |titel=Kita St. Barbara - Startseite |sprache=de |abruf=2024-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://gmsbod.de/ |titel=Home |abruf=2024-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Bodenmais von Osten aus gesehen.JPG|mini|Bahnhof Bodenmais im Kurpark]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* Franz de Paula Bergmann (1784–1857), Mitbegründer des Eisenkunstgusses in Bayern&lt;br /&gt;
* [[Franz Xaver Nachtmann]] (1799–1846), Königlicher Hofmaler&lt;br /&gt;
* [[Michael Pius Erdl]] (1815–1848), Physiologe und Professor&lt;br /&gt;
* Bader Joseph (Sepp) (1866–1900), erstes Todesopfer von [[Treponema pallidum|Treponema Pallidum]] in Bayern&lt;br /&gt;
* [[Ida Geiger]] (1898–1959), Aufständische&lt;br /&gt;
* [[Hubert Willeitner]] (1932–2018), Forstwissenschaftler und Holzbiologe&lt;br /&gt;
* [[Heinz Wölfl]] (1953–2011), Landrat&lt;br /&gt;
* [[Josef Weikl]] (* 1954), Fußballprofi&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Schreil]] alias &amp;#039;&amp;#039;Woid Woife&amp;#039;&amp;#039; (* 1975), Naturfotograf und Autor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Nietzsche Plakette Übernachtung Bodenmais.jpg|mini|223x223px|Plakette am ehemaligen Gasthof &amp;#039;&amp;#039;zur Post&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
1867 übernachtete [[Friedrich Nietzsche]] im Gasthof &amp;#039;&amp;#039;zur Post&amp;#039;&amp;#039;. In seinem Reisebericht erwähnte er Bodenmais. Eine Plakette an diesem Gebäude erinnert sogar daran, verkürzt jedoch das Zitat auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Bodenmais ist ein hübsches Dorf...&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;. Es würde &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;... am Arsch der Welt&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; weitergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bodenmais.de/ Marktgemeindeverwaltung]&lt;br /&gt;
* [https://www.yumpu.com/de/document/read/2250506/sehenswerte-denkmaler-in-der-marktgemeinde-bodenmais Touristinformation]&lt;br /&gt;
* {{LStDV GKZ|09276117}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Regen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4087868-5|LCCN=n2009073718|VIAF=123793150}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Regen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurort in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergstadt (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Markt in Niederbayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1300]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenmais| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KlaraSimandl</name></author>
	</entry>
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