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	<title>Bodenertrag - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T22:55:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bodenertrag&amp;diff=1481046&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KaiKemmann: Artikel Flächenertrag existiert noch nicht</title>
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		<updated>2023-08-17T11:17:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Artikel &lt;a href=&quot;/index.php?title=Fl%C3%A4chenertrag&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Flächenertrag (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Flächenertrag&lt;/a&gt; existiert noch nicht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bodenertrag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Volkswirtschaftslehre]] der [[Ertrag]] des [[Produktionsfaktor]]s [[Boden (Produktionsfaktor)|Boden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Jeder volkswirtschaftliche Produktionsfaktor erzielt einen Ertrag. Bei der [[Arbeit (Volkswirtschaftslehre)|Arbeit]] ist es das [[Arbeitseinkommen]], beim [[Kapital]] der [[Zinsertrag]], die Ertragsleistung des Bodens ist das Ergebnis der Wechselbeziehung zwischen [[Bodenfruchtbarkeit]] und menschlicher Arbeit. Die [[Bodennutzung]] führt in der [[Landwirtschaft]] zur [[Ernte]] ([[Frucht|Früchte]], [[Weinlese]], [[Getreideernte]]), in der [[Forstwirtschaft]] zur [[Holzernte]] und im [[Bergbau]] zum [[Abbau (Bergbau)|Abbau]] von [[Rohstoff]]en. Im weiteren Sinne gehören zum Bodenertrag auch die [[Frucht (Recht)|Rechtsfrüchte]], also [[Mietvertrag (Deutschland)|Mieteinnahmen]] oder [[Pachtvertrag (Deutschland)|Pachtzinsen]] aus der [[Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (Deutschland)|Vermietung oder Verpachtung]] des Bodens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ertragsgesetzliche Produktionsfunktion.svg|mini|Ertragsgesetzlicher Kurvenverlauf: Änderung der Ausbringungsmenge &amp;lt;math&amp;gt;Y&amp;lt;/math&amp;gt; durch Variation des Faktors &amp;lt;math&amp;gt;r1&amp;lt;/math&amp;gt;.]]&lt;br /&gt;
Mit dem landwirtschaftlich genutzten Boden und dem Bodenertrag als Ergebnis der Nutzung befassten sich vor allem die [[Physiokratie|Physiokraten]]. Der Physiokrat [[François Quesnay]] definierte 1757 den Bodenertrag als „das Ergebnis der Bodenbeschaffenheit und des Menschen. Ohne die Arbeit des Menschen hat der Boden keinen Wert“.&amp;lt;ref&amp;gt;François Quesnay, &amp;#039;&amp;#039;Getreide&amp;#039;&amp;#039; ({{frS|Grains}}), in: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopédie&amp;#039;&amp;#039; vol. 7, November 1757, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt; Er forderte 1760 die Besteuerung des Bodenertrags durch eine Einheitssteuer ({{frS|[[impôt unique]]}}), welche die einzige Quelle für die Steuereinkünfte des Staates bilden müsse.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Victor Riqueti de Mirabeau]]/François Quesnay, &amp;#039;&amp;#039;Théorie de l&amp;#039;impôt&amp;#039;&amp;#039;, 1760, S. 102 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er stellte fest, dass es einen Überschuss des Bodenertrags über die [[Kosten]] der [[Feldbestellung]] gibt. Zeitgenosse [[Anne Robert Jacques Turgot]] formulierte 1768: „Wirft man Saat auf einen Boden von natürlicher Fruchtbarkeit, der jedoch nicht bearbeitet ist, so wäre diese Aufwendung fast verloren. Ist der Boden einmal gepflügt, so wird der Ertrag schon größer und nach zwei- und dreimaligem Pflügen nicht nur verdoppelt und verdreifacht, sondern vervier- und verzehnfacht. Auf diese Weise nimmt der Ertrag viel stärker zu als die Aufwendungen … Überschreitet man das Produktionsoptimum durch weitere Aufwendungen, so wird der Ertrag zwar noch steigen, aber umso weniger und immer weniger, bis die Fruchtbarkeit des Bodens erschöpft ist und jeder weitere Aufwand außerstande bleibt, noch etwas hinzuzufügen (Produktionsmaximum)“.&amp;lt;ref&amp;gt;Anne Robert Jacques Turgot, &amp;#039;&amp;#039;Observations sur le Mémoire de M. de Saint-Péravy&amp;#039;&amp;#039;, Œuvres I, 1768, S. 420&amp;lt;/ref&amp;gt; Das hierin zum Ausdruck kommende [[Bodenertragsgesetz]] (auch: &amp;#039;&amp;#039;Gesetz vom abnehmenden Bodenertrag&amp;#039;&amp;#039;) beherrscht seither mit seinem Modell der Beziehung zwischen Faktoreinsatz ({{enS|input}}: [[Saatgut]], [[Düngemittel]], [[Landtechnik]]) und Ertrag ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;output&amp;#039;&amp;#039;}}: [[Ernte]]) die wirtschaftswissenschaftliche Diskussion und ist heute auch Grundlage der in der [[Betriebswirtschaftslehre]] angewandten [[Produktionsfunktion#Arten|limitationalen Produktionsfunktion]]. Sein Name erscheint indes nicht besonders glücklich, weil hierdurch leicht die irrtümliche Auffassung entstehen kann, als ob man es mit absolut abnehmenden Bodenerträgen zu tun hätte, während es sich lediglich um relativ abnehmende Bodenerträge handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Adam Smith]] kritisierte in seinem Buch [[Der Wohlstand der Nationen]] (März 1776) die Ansichten der Physiokraten, dass der „Bodenertrag […] die einzige Quelle von Einkommen und Reichtum eines Landes“ sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Smith, &amp;#039;&amp;#039;Der Wohlstand der Nationen&amp;#039;&amp;#039;, Band IV, 1776, S. 650&amp;lt;/ref&amp;gt; Für ihn bestand diese Auffassung lediglich aus Spekulationen „einer Handvoll gelehrter und origineller Denker in Frankreich“.&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Smith, &amp;#039;&amp;#039;Der Wohlstand der Nationen&amp;#039;&amp;#039;, Band IV, 1776, S. 650&amp;lt;/ref&amp;gt; Smith sieht in der [[Grundrententheorie|Grundrente]] denjenigen Teil des Ertrages, der dem [[Grundeigentümer]] gehört, der durch Pächter zu entrichtende „Preis für die Nutzung von Grund und Boden“.&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Smith, &amp;#039;&amp;#039;Natur und Ursachen des Volkswohlstandes&amp;#039;&amp;#039;, Band II, 1882, S. 336&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Einkommen des Volkes aus dem Boden stehe nicht im Verhältnis zur Grundrente, sondern zum Bodenertrag selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Thomas Robert Malthus]] untersuchte 1798 das Verhältnis von [[Bevölkerungswachstum]] und Bodenertrag und gelangte in seinem [[Bevölkerungsgesetz]] zu der [[Prognose]], dass der Bodenertrag nur in [[Arithmetische Folge|arithmetischer Progression]] (1, 2, 3, 4, 5 usw.) wachsen könne, die [[Bevölkerung]] jedoch in [[Geometrische Folge|geometrischer Progression]] (1, 2, 4, 8, 16 usw.) wachse, mit der Folge von [[Hunger]] und [[Armut]].&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Robert Malthus, &amp;#039;&amp;#039;An Essay on the Principle of Population&amp;#039;&amp;#039;, 1798, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht Verbesserungen in der [[Produktion]], sondern [[Empfängnisverhütung|Geburtenkontrolle]] (etwa durch [[Enthaltsamkeit]]) erschien dem Pfarrer Malthus als Möglichkeit, die Armut dauerhaft zu bekämpfen. Erst [[John Stuart Mill]] stützte 1848 diese [[Bevölkerungslehre]] mit dem Gesetz vom abnehmenden Bodenertrag.&amp;lt;ref&amp;gt;John Stuart Mill, &amp;#039;&amp;#039;Principles of Political Economy&amp;#039;&amp;#039;, Band III, 1848, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt; Der von Mill beeinflusste [[Neomalthusianismus]] propagierte [[Verhütungsmittel]] zur Geburtenkontrolle, die Malthus noch abgelehnt hatte. Ihre Prognosen sind heute [[Verifizierung|verifiziert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu Smith interpretierte [[David Ricardo]] den Bodenertrag als [[Differentialrente]], der damit aus dem [[Preisbildung]]sprozess ausscheidet.&amp;lt;ref&amp;gt;Gert von Eynern, &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch zur politischen Ökonomie&amp;#039;&amp;#039;, 1973, S. 463&amp;lt;/ref&amp;gt; Ricardo definierte 1817 die Grundrente dagegen als jenen Teil des Bodenertrages, der dem Grundbesitzer für die Nutzung der ursprünglichen und unzerstörbaren Kräfte des guten Bodens gezahlt wird und aus der Differenz zwischen Weizenpreis und Lohn bestehe.&amp;lt;ref&amp;gt;David Ricardo, &amp;#039;&amp;#039;On the principles of Political Economy and Taxation&amp;#039;&amp;#039;, 1817, S. 67&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Differentialrente ist nach Ricardo die Ertragsdifferenz, die sich aus dem Einsatz zweier gleicher Mengen an Arbeit und Kapital auf gleicher Bodenfläche ergibt. Für [[Karl Marx]] ist 1895 die Erzeugung einer Grundrente das oberste Ziel der landwirtschaftlichen Produktion. In der Grundrente sah er einen Teil des [[Mehrwert (Marxismus)|Mehrwerts]].&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx, &amp;#039;&amp;#039;[[Das Kapital]]&amp;#039;&amp;#039;, Band III, 1895, MEW Band 25, S. 662&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Flächenertrag}}Landwirtschaftliche Praxis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- {{Hauptartikel|Flächenertrag}}  &amp;lt;&amp;lt;  Zur Zeit Weiterleitung auf [[Ertrag (Landwirtschaft)]] -&amp;gt; Später wieder einsetzen, wenn es einen Artikel oder zumindest einen Abschnitt zum Lemma gibt. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der landwirtschaftliche Bodenertrag ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;yield per hectare, crop yield, agricultural output&amp;#039;&amp;#039;}}) gibt alle innerhalb einer [[Vegetationsperiode]] erwirtschafteten [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] an, die aus der [[Landnutzung|Nutzung]] des [[Boden (Bodenkunde)|Bodens]] entstanden sind und sich in [[Wert (Wirtschaft)|Wert]]- oder [[Mengeneinheit]]en messen lassen. Angegeben wird er üblicherweise als &amp;#039;&amp;#039;Jahresertrag&amp;#039;&amp;#039; in [[Tonne (Einheit)|Tonnen]] oder [[Euro]] je [[Hektar]] und [[Jahr]] (t/(ha*Jahr), €/(ha*Jahr)) und Entsprechungen. Der Bodenertrag ist abhängig von [[Bodenart]] und [[Bodenfruchtbarkeit]], [[Gelände]]beschaffenheit und [[Klimafaktor]]en, sowie dem Einsatz von [[Kapital]] (zum Beispiel Saatgut, Düngemittel, Landmaschinen) und Arbeit beziehungsweise [[Produktion|Prozessen und Produktionsmethoden]] (etwa [[Bodenbearbeitung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf eine einzelne Pflanzenart wird der Bodenertrag gewöhnlich als &amp;#039;&amp;#039;[[Flächenertrag]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quantitative Erfassung ==&lt;br /&gt;
Quantitativ wird der Bodenertrag durch die [[Beziehungszahl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Bodenertrag} = \frac{\text{Erntemasse}}{\text{Anbaufläche}\times\text{Betrachtungszeitraum}}\,&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Einheit&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;[\text{Bodenertrag}] = 1\cdot\frac{\text{t}}{\text{ha}\cdot\text{a}}\,= 1\cdot\frac{\text{Tonnen}}{\text{Hektar}\cdot\text{Jahr}}\,&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
berechnet, wobei hier als Betrachtungszeitraum ein Jahr zugrunde gelegt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin geht die [[Bodenproduktivität]] ein, die angibt, welche [[Erntemenge]] aus einer bestimmten Bodenfläche gewonnen werden kann. So erntete man im Jahre 1871 lediglich 0,9 Tonnen [[Roggen]] pro Hektar, 1912 schon 1,57 Tonnen. 1871 zog man 5 Tonnen [[Kartoffel]]n aus dem Hektar, 1914 führte man bereits 13,5 Tonnen vom Hektar.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Volksschule&amp;#039;&amp;#039;, Band 37, Ausgaben 7-18, 1941, S. 188&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 2016 lagen die Ernteerträge bei 5,56 (Roggen) bzw. 45,4 (Kartoffeln). Im Jahre 2017 lag weltweit der Hektarertrag für [[Mais]] bei 5,6 Tonnen/Hektar, gefolgt von [[Reis]] (4,5), [[Weizen]] (3,4) und [[Gerste]] (3,0).&amp;lt;ref&amp;gt;Statista Das Statistik-Portal, &amp;#039;&amp;#039;Getreideertrag pro Hektar Anbaufläche der wichtigsten Getreidearten weltweit in den Jahren 1993/94 bis 2017/2018&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 22. Februar 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Am gesamten Marktobst haben in Deutschland [[Kulturapfel|Äpfel]] mit 30,9 Tonnen/Hektar die höchste Ernteproduktivität, gefolgt von [[Birnen]] (22,4), [[Pflaume]]n/[[Zwetschge]]n (12,2), [[Erdbeeren]] (Freiland; 11,5) und [[Mirabelle]]n/[[Reneklode]]n (9,2).&amp;lt;ref&amp;gt;Statistisches Bundesamt, BMEL (123), 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bodenökologie]], [[Bodenkultur]]&lt;br /&gt;
* [[Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
* [[Großvieheinheit]] (GVE), das Analogon der Viehzucht für den Viehbesatz je ha, in der Almwirtschaft: [[Stoß (Einheit)|Stoß]]&amp;lt;!--nicht ganz präzise, exakt wärs der Jahresnutzfleischzuwachs/ha in Bezug zu Besatz, sollten wir vielleicht eine Faustformel raussuchen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4146141-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feldwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenkunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KaiKemmann</name></author>
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